17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR

Sowjetische Panzer rücken gegen die Aufständischen vor, © AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung
Ein deutscher Schicksalstag

Niemand konnte damals ahnen, welchen hohen Stellenwert der 17. Juni 1953 in der deutschen Nachkriegsgeschichte einmal gewinnen sollte: Aus einem Arbeiterkonflikt entwickelte sich in wenigen Stunden ein politischer Aufstand, aus einem Arbeiterprotest wurde ein Volksaufstand – ein Aufstand für Einheit, Recht und Freiheit. Wir müssen den 17. Juni als herausragendes Ereignis unserer demokratischen Entwicklung in Deutschland seit 1848 begreifen. Mit Hilfe von Panzern und der Volkspolizei schlug das sowjetische Militär die Erhebung blutig nieder. Tausende büßten ihren Mut hinter Gittern, mindestens fünfzig mit ihrem Leben.

Das Plakat zeigt die Orte in der DDR, 

in denen es während des Volksaufstandes 

zu Unruhen gekommen ist.


Plakat: Haus der Geschichte, Bonn

Zwischen dem Sturz des SED-Regimes 1989 und dem 17. Juni 1953 besteht ein enger Zusammenhang: Zunächst politische und soziale Einzelforderungen, dann der Wunsch nach Freiheit und Demokratie, schließlich nach Wiedervereinigung. Der ausschlaggebende Unterschied: 1989 rollten keine russischen Panzer mehr. Allen Freiheitserhebungen, die dem 17. Juni im Osten folgten - der Volksaufstand in Ungarn 1956, der Prager Frühling von 1968 - hat das militärische Eingreifen der Sowjets ein Ende gesetzt. Ohne das Eingreifen der sowjetischen Panzer hätten wir eventuell schon 1953 die deutsche Einheit bekommen, denn Walter Ulbrichts Regierung und die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) waren am 17. Juni praktisch entmachtet worden.

Während im Westen das "Wirtschaftswunder" begann, beschloss die SED auf ihrer zweiten Parteikonferenz im Juni 1952 den Aufbau des Sozialismus und leitete damit eine "Verschärfung des Klassenkampfes" ein. Die SED regierte ihren Staat und "ihre" Bürger, die kaum Bürgerrechte hatten, im stalinistischen Geist und mit Härte. Schon wegen kleinster Vergehen, etwa wegen des Diebstahls von Nahrungsmitteln aus purer Not landeten damals viele Menschen im Gefängnis. 1953 war die ökonomische Lage in der DDR so schlecht und die Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigsten so schwierig, dass die sowjetische KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjetunion) eine deutliche Kursänderung von der SED verlangte. Um die wirtschaftliche Situation zu verbessern, sahen Partei und Regierung nur einen Möglichkeit: Es musste mehr produziert werden bei geringeren Kosten. Am 14. Mai beschloss das Zentralkomitee der SED die Erhöhung der Arbeitsnormen um 10 Prozent.

Am 9. Juni 1953 verkündete die SED ihren "Neuen Kurs". Er versprach das Ende des Kirchenkampfes, die Überprüfung von Urteilen, die Freilassung von Inhaftierten sowie die Rückgabe von Eigentum an Bauern und Gewerbetreibende. Ab sofort sollte die bessere Versorgung der Bevölkerung gefördert werden.

An ihrer im Mai 1953 beschlossenen allgemeinen Erhöhung der Arbeitsnormen hielt die SED jedoch bis zum 16. Juni fest. Die Menschen sahen im "Neuen Kurs" in erster Linie eine politische Bankrotterklärung. Doch mit dem Druck auf die Arbeiter wuchs auch ihr Frust, wuchs die Unzufriedenheit im ganzen Land.

Demonstration von Bauarbeitern. Foto: Bundesarchiv, Bild 146-2003-0031 / CC-BY-SA
Foto: Bundesarchiv, Bild 146-2003-0031 / CC-BY-SA

Am Morgen des 16. Juni 1953 kamen führende Gewerkschaftsfunktionäre zu der Baustelle des Krankenhauses Friedrichshain, wo am 15. Juni nur durch die Einberufung einer Belegschaftsversammlung ein Streik abgewendet werden konnte. Die Bauarbeiter forderten eine Rücknahme der Normenerhöhung.

Die Gewerkschaft versuchte, die Arbeiter davon zu überzeugen, dass an eine Rücknahme der Normen nicht zu denken sei. Damit war für die Bauarbeiter das Maß voll.

Da die Baustellentore während der Versammlung verschlossen worden waren, befürchteten die Arbeiter, verhaftet zu werden. Um ihnen zu Hilfe zu kommen, legten Arbeiter von Nachbarbaustellen an der Stalinallee die Arbeit nieder, zogen vor das Tor des Krankenhauses Friedrichshain, brachen es auf und forderten ihre Kollegen auf, sich an der Demonstration zu beteiligen. Die Menge war spontan auf ca. 10.000 Demonstranten angewachsen und forderte nun den Sturz der Regierung sowie die Abhaltung freier Wahlen und damit das Ende der SED-Herrschaft. Für den nächsten Tag, den 17. Juni 1953, riefen die Arbeiter den Generalstreik aus.

Nachdem die Bauarbeiter in der Stalinallee in Ost-Berlin mit ihrem Streik ein Signal gesetzt hatten, kam es am 17. Juni 1953 tatsächlich zum Volksaufstand in über 700 Städten und Gemeinden der DDR.
Acht Jahre nach dem Ende der ersten deutschen Diktatur sollten erstmals über eine Million Deutsche für demokratische Rechte und Freiheit demonstrierten.

Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand nieder. Sowjetische Standgerichte verhängten mindestens 18 Todesurteile. Die Tatsache, dass der Aufstand gescheitert war, nimmt nichts von seiner historischen Bedeutung. Festzuhalten bleibt, dass die ostdeutschen Demonstranten vom Juni 1953 die ersten waren, die sich in Osteuropa gegen das kommunistische System erhoben hatten.

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Der 17. Juni 1953

Demonstration in Berlin. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-20115-0002 / CC-BY-SA
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-20115-0002 / CC-BY-SA

In den frühen Morgenstunden des 17. Juni fanden um Berlin herum Truppenbewegungen statt. Sowjetische Panzer rollten auf Berlin zu. Das sowjetische Oberkommando löste in allen Garnisonen und bei den Truppen im Manövergelände - ein Großteil der in der DDR stationierten sowjetischen Militärmaschine befand sich zu diesem Zeitpunkt im Manöver - erhöhte Gefechtsbereitschaft aus.

Die ganze Nacht durch bis in den Morgen berichtete der Westberliner RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor) über die Protestaktion des Vortages. Ort und Zeitpunkt der für den Morgen in Ostberlin geplanten Demonstration wurden mehrfach bekannt gegeben.

Stündlich wiederholte RIAS in seinen Nachrichtensendungen ab 23.00 Uhr folgende Meldung:

"Arbeiter aller Industriezweige Ostberlins forderten in den Abendstunden besonders nachdrücklich, dass die Ostberliner sich am Mittwoch früh um 7 Uhr am Strausberger Platz zu einer gemeinsamen Demonstration versammeln sollen. Diese Ankündigungen und Aufrufe wurden von verschiedenen Demonstrationsgruppen bekannt gegeben. Vertreter der Arbeiter und anderer Gruppen der Ostberliner Bevölkerung hoben hervor, dass die Bewegung weit über Ostberlin und über den Rahmen einer Protestdemonstration gegen die Normerhöhung hinausgegangen sei."

Der West-Berliner DGB-Vorsitzende Ernst Scharnowski unterstützte in einem Aufruf an die "Ost-Berliner Kolleginnen und Kollegen", der am Morgen ab 5.36 Uhr insgesamt viermal über den RIAS verbreitet wurde, die Forderungen der Bauarbeiter nach Aufhebung der Normerhöhungen. Ein Aufruf zum Generalstreik wurde ihm verboten.

O-Ton Ernst Scharnowski (mp3)

Im SED-Zentralorgan "Neues Deutschland" erschien der Beschluss des Politbüros, dass die obligatorischen Normerhöhungen falsch waren und zurückgenommen wurden. Allerdings wurde die Schuld für die Ereignisse des Vortages nicht der eigenen Politik sondern Westberlin zugewiesen. Dieses Zugeständnis kam jedoch zu spät.

Ab 6.00 Uhr, der Streikaufruf hatte sich rasch herumgesprochen, versammelten sich Tausende auf dem Strausberger Platz und zogen zum Regierungssitz. Im Industriegebiet Oberschöneweide legten zahlreiche Betriebe die Arbeit nieder und zogen in das Stadtzentrum.

Immer mehr Betriebe legten die Arbeit nieder, so streikten im Bezirk Mitte von den 4.000 in vier Betrieben Beschäftigen ca. 3.300, in Friedrichshain von 10.000 Beschäftigten in 10 Werken nahezu alle, in Köpenick von 24.000 in 13 Betrieben die Hälfte. Dies betraf auch Werke sowjetischer Aktiengesellschaften. Zahllose Resolutionen wurden verfasst und den Gewerkschafts- bzw. Betriebsleitungen übergeben. Die Forderungskataloge waren sich immer einander ähnlich: Ablösung der Regierung, Auflösung des hauptamtlichen FDGB-Apparates, freie Wahlen, Senkung der HO-Preise um 40 Prozent.

Ständig trafen neue Demonstrationszüge in der Leipziger Straße, am Potsdamer Platz und in den angrenzenden Straßen ein. Sprechchöre forderten den Rücktritt der Regierung, freie Wahlen und die Einheit Deutschlands.

Gegen 10.00 Uhr hatten die Demonstranten alle Sektorengrenzschilder, Propagandaschilder und Fahnenmasten am Potsdamer Platz zerstört, Kioske und Baracken in Brand gesetzt. Die Situation eskalierte immer mehr, die Volkspolizeiwache im Columbushaus am Potsdamer Platz wurde gestürmt, Waffen und Bekleidungsstücke aus dem Fenster geworfen und der Westberliner Polizei übergeben. Einige Polizisten zogen es vor, sich in Westberliner Gewahrsam zu begeben.

Gegen 11.00 Uhr war die Zahl der Demonstranten vor dem Haus der Ministerien auf über 100.000 Personen angewachsen. Um 11.00 Uhr wurde die rote Fahne vom Brandenburger Tor geholt und zerrissen.

Jetzt ging es den Menschen nicht mehr nur um Normen, das ganze System stand am Pranger. Die Demonstranten zogen in Berlin mit folgenden Losungen durch die Innenstadt: 

  • "Freie Wahlen",
  • "Abzug der Russen",
  • "Nieder mit Walter Ulbricht",
  • "Wir wollen nicht nur haben Brot, sondern wir schlagen alle Russen tot",
  • "Wir fordern den Generalstreik",
  • "Nieder mit der deutsch-sowjetischen Freundschaft",
  • "Wir brauchen keine SED",
  • "Wir brauchen keine Volksarmee",
  • "Nieder mit der Regierung Grotewohl".

Gegen Mittag gelang es den Demonstranten in einer Reihe von Städten, Haftanstalten, Polizeidienststellen, Einrichtungen der Staatssicherheit, Gebäude der Stadtverwaltungen sowie der SED und Massenorganisationen zu erstürmen.

Auch an anderen Stellen Berlins gingen Demonstranten gegen Einrichtungen der SED und der Polizei vor. Sie belagerten das Haus des Zentralkomitees der SED an der Prenzlauer Allee und warfen Fensterscheiben ein. Sowjetische Truppen verhinderten hier wie am Karl-Liebknecht-Haus am Rosa-Luxemburg-Platz die Erstürmung der Gebäude. Andere Demonstranten stürmten ein Gebäude des Ministeriums für Staatssicherheit in der Friedrichstraße und das Verlagsgebäude des FDGB in der Chausseestraße.

Im Verlauf des Volksaufstands am 17. Juni drohte der SED, die Macht vollkommen zu entgleiten. An mehreren Orten waren die Partei-, Volkspolizei-, ja sogar die MfS-Zentrale besetzt worden. Die ostdeutschen Kommunisten verfügten über kein Machtmittel mehr, von sich aus den Aufstand zu ersticken. Über eine reguläre Armee verfügte die DDR damals noch nicht. Ihre Rolle nahmen die paramilitärischen Verbände der kasernierten Volkspolizei, eine Art hochgerüstete Bereitschaftspolizei, ein.

sowjetischer Panzer in Berlin. Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F005191-0040 / CC-BY-SA
Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F005191-0040 / CC-BY-SA

Die sowjetische Führung entschloss sich, ihre Rechte als Besatzungsmacht wieder aufleben zu lassen. Gegen Mittag trafen russische Truppen in der Leipziger Straße und am Potsdamer Platz ein. Ein erster Toter war zu beklagen, als Unter den Linden / Am Zeughaus russische Fahrzeuge in eine Menschenmenge hinein fuhren.

Sowjetische Panzer und Truppen der kasernierten Volkspolizei begannen, die Umgebung des Regierungssitzes unter Einsatz von Schusswaffen zu räumen, dabei gab es zahlreiche Verletzte und auch Tote. Die Demonstranten konnten nur mit Schmährufen, Knüppeln und Steinen antworten. Zahlreiche Menschen flüchteten in den Westsektor bzw. wurden dorthin abgedrängt. Viele konnten danach wegen Schließung der Sektorenübergänge nicht mehr zurück; noch Ende Juni betreuten Westberliner Stellen über 4.000 Ostberliner in behelfsmäßigen Unterkünften.

Um 13.00 Uhr wurde durch "Befehl des Militärkommandanten des sowjetischen Sektors von Berlin" in 167 von 217 Stadt- und Landkreisen der Ausnahmezustand verhängt.

Erklärung des Ausnahmezustandes im sowjetischen Sektor von Berlin

Für die Herbeiführung einer festen öffentlichen Ordnung im sowjetischen Sektor von Berlin wird befohlen:

  1. Ab 13 Uhr des 17. Juni wird im sowjetischen Sektor von Berlin der Ausnahmezustand verhängt.  
  2. Alle Demonstrationen, Versammlungen, Kundgebungen und sonstige Menschenansammlungen über drei Personen werden auf Strassen und Plätzen wie auch in öffentlichen Gebäuden verboten.  
  3. Jeglicher Verkehr von Fußgängern und der Verkehr von Kraftfahrzeugen und anderen Fahrzeugen wird von 21 Uhr bis 5 Uhr verboten, diejenigen, die gegen diesen Befehl verstoßen, werden nach den Kriegsgesetzen bestraft.

Militärkommandant des sowjetischen Sektors von Berlin, gez. Dibrowa, Generalmajor.

sowjetischer Panzer in Leipzig. Foto: Bundesarchiv, Bild 175-14676 / CC-BY-SA
Foto: Bundesarchiv, Bild 175-14676 / CC-BY-SA

Die Sektorengrenzen wurden durch Heranführung weiterer sowjetischer Truppen hermetisch abgeriegelt, am Abend wurden ca. 20.000 sowjetische Soldaten und 15.000 Angehörige der "kasernierten Volkspolizei" (KVP) eingesetzt, der Verkehr ruhte seit langem. Erst in den späten Abendstunden beruhigte sich die Lage, überall in der Stadt patrouillierten Truppen. Zwischen 21 und 5 Uhr wurde DDR-weit eine Ausgangssperre verhängt. In den Abendstunden konnte der Befehlshaber der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland schließlich nach Moskau melden, dass im Land weitgehend Ruhe herrsche und die Lage unter Kontrolle sei.

Der Aufstand war blutig niedergeschlagen. Bis Mitternacht wurden auf Westberliner Seite 64 Verletzte und 3 Tote gezählt.

Wie viele Menschen sich an diesem Tag im ganzen Land an den Demonstrationen und Streiks beteiligten ist bis heute unklar. Die Zahlenangaben schwanken zwischen 400.000 und 1,5 Millionen Menschen. Mehr als 13.000 Menschen wurden festgenommen. Darüber hinaus gibt es keine genauen Zahlen über alle Todesopfer. Die Angaben bewegen sich zwischen 50 und 125 Toten.

Die DDR machte den Westen für den Aufstand verantwortlich, mehr noch, sie bezeichnete den Aufstand sogar als westlichen faschistischen Putschversuch.

Nur langsam gelang es der Führung der SED und der Regierung der DDR in den folgenden Monaten, die Lage aus ihrer Sicht zu stabilisieren. Um weitere Konflikte zu verhindern, beschloss die SED nach dem Aufstand soziale Konzessionen zu machen. Die Normerhöhungen wurden rückgängig gemacht, die Löhne für Arbeiter wurden angehoben und die Nahrungsmittelindustrie wurde jetzt anstatt der Schwerindustrie gefördert. In den HO-Geschäften wurden fast alle Waren um 10 bis 25 Prozent billiger. Die Sowjetunion machte Zugeständnisse und erklärte sich bereit, die Besatzungskosten auf 5 Prozent des Staatshaushaltes der DDR zu begrenzen, sowie ab 1954 auf alle Kriegsreparationen zu verzichten. Sie lieferten statt dessen Getreide. Betriebe, die sich seit dem Krieg in sowjetischem Besitz befanden, wurden der DDR als Staatsbesitz übereignet.

Die Angst vor dem Verlust der Macht führte zu einem Ausbau des Repressivapparates, der bis zum Ende der DDR 1989 ständig vervollkommnet wurde.

Die Westmächte und die Bundesrepublik wurden von dem Aufstand überrascht. Die politischen und wirtschaftlichen Probleme der DDR waren den Westmächten gut bekannt, doch erwarteten sie keine derartigen Massenproteste, die so schnell zu einem Volksaufstand anwachsen waren. Ohne das Einschreiten der sowjetischen Truppen wäre die Herrschaft der SED vermutlich schon vier Jahre nach der Staatsgründung an ihr Ende gelangt.

Für die westliche Welt wurde der 17. Juni 1953 zum Symbol für den Freiheitswillen der Bevölkerung in der DDR. Die Niederschlagung des Aufstandes durch sowjetische Panzer wurde zum offensichtlichen Beweis der Abhängigkeit der DDR von Moskau. Damit war sowohl für den Westen als auch für den Osten der Kurs und die Geschichte der deutschen Teilung bis zum Herbst 1989 bestimmt.

Tag der Deutschen Einheit

Das Gedenken an den Aufstand wurde zum nationalen Anliegen. Nur wenige Tage nach dem Aufstand verabschiedete der Deutsche Bundestag mit überwältigender Mehrheit gegen die Stimmen der KPD das "Gesetz über den Tag der deutschen Einheit".

Durch Gesetz vom 4. August 1953 wurde der 17. Juni in der Bundesrepublik Deutschland zum gesetzlichen Feiertag erklärt und zehn Jahre später durch Proklamation des Bundespräsidenten Heinrich Lübke vom 11. Juni 1963 zum "nationalen Gedenktag" erhoben.

Bis zur Wiederherstellung der Deutschen Einheit im Jahr 1990 wurde der 17. Juni als "Tag der Deutschen Einheit" begangen.

Nach Wiedererlangung der Deutschen Einheit wurde der 3. Oktober zum "Tag der Deutschen Einheit" erklärt. Das Gesetz vom 4. August 1953 wurde aufgehoben, die Proklamation des Bundespräsidenten vom 11. Juni 1963 hat aber nach wie vor Gültigkeit. Der 17. Juni war von da an ein Gedenktag.


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Neue Deutsche Wochenschau (West) über den Volksaufstand in der DDR
(YouTube Video)


 

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Links

  • Archiv der sozialen Demokratie in der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD)
    17. Juni 1953
    Der 17. Juni - eine kurze Chronologie des Arbeiteraufstandes anhand von Dokumenten und Fotos aus den umfangreichen Sammlungen des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

  • Bundeszentrale für politische Bildung, DeutschlandRadio, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam:
    17. Juni 1953
    Ein umfassendes multimediales Angebot zu Ursachen, Verlauf und Folgen der Geschehnisse am 17. Juni 1953 
  • Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit:
    Wandzeitung “Gesellschaft und Staat” 1/2003
    Der 17. Juni 1953 - Aufstand in der DDR
     
  • Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
    Der Comic zum 17. Juni 1953
    Die Geschichte von Armin und Eva
    Der 17. Juni 1953 steht für Unfreiheit und Willkür in der DDR. Zugleich ist er Symbol für Mut und Widerstand der Bevölkerung. Ein Comic macht die historischen Ereignisse nun auf eine neue Art erfahrbar. "Die Geschichte von Armin und Eva“ ist spannend, weil sie wahr sein könnte.
      • Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
        17. Juni 1953 - Eine Dokumentation
        Zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR hat die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur diesem wichtigen historischen Datum einen aktuellen Themenschwerpunkt auf der Webseite gewidmet.  Dieser stellt umfangreiche Informationen zur  Geschichte des Volksaufstandes und zu Fragen der Erinnerung an dieses Ereignis zur Verfügung. Als Recherchequelle werden ausgewählte Dokumente zum Volksaufstand bereitgestellt. So berichten Zeitzeugen in Videointerviews und Veranstaltungsmitschnitten von ihren persönlichen Erlebnissen im Sommer 1953. Außerdem bieten die Seiten vielfältige Anregungen zur Behandlung des Themas im Schulunterricht.

        Videos
        Collage, Kurzfilm, Animation – Der 17. Juni bewegt
        Umfrage: Was ist ein Volksaufstand?

      • Deine Geschichte
        17. Juni 1953
        Das Onlineportal DeineGeschichte hat eine Videoumfrage zum Volksaufstand am 17. Juni 1953 gestartet. Einige Antworten auf die Frage "Was ist ein Volksaufstand?"
        Die Berliner Heimatfilm GbR porträtierte in einer Interviewreihe sechs Zeitzeugen des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953.

      • DHM: 17. Juni 1953 - Aufstand
      • Vereinigung 17. Juni 1953 e.V.
        www.17juni1953.de
        Der Verein will auf die Öffentlichkeit einwirken, dem 17. Juni als Vorläufer der Freiheitskämpfe im Europa der Nachkriegszeit den bedeutsamen Rang einzuräumen, der diesem Ereignis zusteht
      • 17. Juni 1953 - Volksaufstand in der ehemaligen DDR
        Persönliche Erinnerungen des Streikführers Karl-Heinz Pahling an Aufstand und Haft - Bilder, Berichte, Links, Literatur
        www.volksaufstand-1953.de


      Medienlinks

      Literatur

      Unterricht

      • Die DDR im Unterricht
        DDR im UnterrichtDas Portal der Landeszentrale bietet zahlreiche Hilfestellungen und nützliche Hinweise, wie das Lernfeld DDR im Schulunterricht sinnvoll vermittelt werden kann. Es liefert Hintergründe zum Thema DDR-Wissen, stellt Materialien für den Unterricht zur Verfügung, verweist auf Literatur und Medien und informiert über weiterführende Links. Spezifische Unterrichtsvorschläge, die aktuellen Bildungspläne und Informationen über den Wissenstand der Schülerinnen und Schüler sowie die bildungspolitische Debatte dazu bietet die Rubrik "Die DDR im Unterricht". Die "Webquests", eine Methode zum sinnvollen Einsatz von Computern im Unterricht, die das handlungsorientierte und selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler fördert, vervollständigen den didaktischen Teil. Ein Fotoalbum zur vierzigjährigen Geschichte der DDR dient schließlich der Veranschaulichung und rundet das Angebot ab.
        www.ddr-im-unterricht.de

      • Bundeszentrale für politische Bildung:
        17. Juni 1953 und Herbst 89
        Schwerpunktmäßig behandelt das Themenblatt den 17. Juni 1953 und rückt ihn in einen Zusammenhang mit der friedlichen Revolution vom Herbst 1989 in der DDR. Das Lehrerblatt stellt kurz und knapp Hintergrundinformationen dar. Im Arbeitsblatt sind zwei Texte zum Vergleich aus Geschichtsbüchern zum 17. Juni gegenübergestellt: der eine stammt aus dem Jahr 2002, der andere von 1987 aus der DDR; die Rückseite befasst sich mit den Vorgängen und Forderungen aus den beiden Revolutionen.

      • Bundeszentrale für politische Bildung:
        17. Juni 1953 – Aufstand in der DDR
        Der Aufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR gehört zu den Ereignissen, die in der deutschen Geschichte selten sind: Menschen erheben sich massenhaft gegen staatliche Willkür und Unterdrückung und fordern Freiheit und Demokratie. In den Themenblättern werden Hintergrundinformationen dargestellt – ergänzt u.a. mit Zeitzeugenberichten. Das Arbeitsblatt befasst sich mit einer Medienanalyse unterschiedlicher Darstellungsweisen der Ereignisse sowie den Vorgängen und Forderungen im Zusammenhang mit der Friedlichen Revolution vom Herbst 1989 in der DDR.
         
      • Deine Geschichte
        Unterrichtsthema 14: 17. Juni 1953
        Am 17. Juni 1953 traten DDR-Bürger massenhaft aus ihrem Arbeitsalltag heraus. An etwa 500 Orten in der DDR legten Arbeiter ihr Werkzeug nieder, bildeten Demonstrationszüge, besetzten SED-Gebäude und taten ihren Unmut kund.
        Dieser bedeutsame Tag in der DDR-Geschichte, der deutsch-deutschen Geschichte und in der Geschichte des Kalten Kriegs wird in der Unterrichtseinheit zum 17. Juni 1953 näher beleuchtet. Verschiedene Medien wie Radiobeiträge, Zeitzeugenberichte und Zeitungsartikeln sollen dabei helfen, den Verlauf des 17. Junis, die Ursachen und Gründe des Volksaufstandes und seine Bedeutung zu erschließen.
      • lehrer-online:
        Was geschah am 17. Juni 1953?
        Der Volksaufstand im Juni 1953 ist eine der herausragenden demokratischen Massenbewegungen der deutschen Geschichte. Diese Unterrichtseinheit nutzt Websites zum Gedenken an den Juniaufstand als Basis für Schülerarbeiten. In diesem Zusammenhang wird ein Bezug zwischen der Flucht aus der DDR und den Protesten des Jahres 1989 als Auslöser der Wiedervereinigung hergestellt.

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      Die DDR im Unterricht

       

      Das Portal bietet zahlreiche Hilfestellungen und nützliche Hinweise, wie das Lernfeld DDR im Schulunterricht sinnvoll vermittelt werden kann.
      www.ddr-im-unterricht.de

       
       
       
       
       

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