EUROPA

Historisch gesehen war die Entstehung der heutigen Europäischen Union die Folge des Zweiten Weltkriegs. Das europäische Einigungswerk sollte verhindern, dass Europa jemals wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht wird. Aus dem Europa der sechs Gründerstaaten (Deutschland, Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten) ist heute eine Gemeinschaft von 27 Ländern geworden. In den ersten Jahren beschränkte sich die Zusammenarbeit auf Handel und Wirtschaft.
Die im März 1957 geschlossenen Römischen Verträge setzten sich zunächst die Bildung eines gemeinsamen Marktes zum Ziel. Die Wirkung dieses Ansatzes war nicht vorherzusehen, denn seine Dynamik entfaltete sich über die Jahre in den Phasen des Entstehens dieses Marktes, in der Abschaffung der Zölle und mengenmäßigen Beschränkungen, in der Vereinheitlichung des Außenzolls, in der Entwicklung eines europäischen Wettbewerbs- und Kartellrechts bis zum Binnenmarkt und seinen zahlreichen Folgefragen.
Heute umfasst die Europäische Union 27 Mitgliedstaaten mit über 480 Millionen Einwohnern und behandelt eine Vielfalt von Fragen, die sich unmittelbar auf unser tägliches Leben auswirken.
Europäische Verträge
- Vertrag zur Gründung der Europäischen Union - Römische Verträge (1957)
(Text in der ursprünglichen Fassung vom 25. März 1957 mit Anmerkungen zu den jeweiligen Änderungen bis zum Vertrag von Amsterdam)
Der Vertrag von Rom zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) wurde am 25. März 1957 unterzeichnet und trat am 1. Januar 1958 in Kraft.
- Vertrag über die Europäische Union - Vertrag von Maastricht (1992)
- Vertrag von Amsterdam zur Revision der Verträge, auf denen die Europäische Union beruht (1997)
- Vertrag von Nizza
zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union, der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften sowie einiger damit zusammenhängender Rechtsakte. (2001)
Mit dem Vertrag von Nizza bereitet sich die Europäische Union für die Aufnahme der Beitrittsländer vor. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten sich in Nizza im Jahre 2000 auf einen tragfähigen Kompromiss geeignet, der die Integrationsfähigkeit in der Union auch während der kommenden Erweiterungsphase erhält und die Legitimität ihrer Entscheidungen stärkt.
- Charta der Grundrechte der Europäischen Union (PDF)
Die Präsidenten des Europäischen Parlaments, des Rats und der Kommission haben zum Auftakt des Europäischen Rats von Nizza am 7. Dezember 2000 die Charta der Grundrechte der Europäischen Union proklamiert. Damit sind die auf Unionsebene geltenden Grundrechte erstmals umfassend schriftlich und in einer verständlichen Form niedergelegt. Die 54 Artikel lange Charta der Grundrechte wird mit dem geplanten Inkrafttreten des Reformvertrages 2009 erstmals rechtsverbindlich.
All jene Rechte, die bislang in verschiedenen Rechtsakten - nationalen Rechtsvorschriften sowie internationalen Übereinkommen des Europarates, der Vereinten Nationen und der Internationalen Arbeitsorganisation - enthalten waren, finden sich nun erstmals in einem einzigen Dokument wieder. Die Charta verleiht den Grundrechten größere Sichtbarkeit und Klarheit und trägt damit zur Entwicklung des Konzepts der Unionsbürgerschaft und zur Schaffung eines Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts bei. Die Charta stärkt die Rechtssicherheit hinsichtlich des Schutzes der Grundrechte, der zuvor nur durch die Rechtsprechung des Gerichtshofs und Artikel 6 EU-Vertrag gewährleistet war.
- Vertrag über eine Verfassung für Europa
Bekanntmachung des in Rom unterzeichneten Vertrages im Amtsblatt der EU Nr. C 310 vom 16. Dezember 2004 (EU-Amtsblatt)
Frankreich und die Niederlande haben sich mit einem klaren Nein in Volksabstimmungen gegen das Vertragswerk ausgesprochen. Damit war die Verfassung gescheitert. - Vertrag von Lissabon (HTML)
Konsolidierte Fassungen des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union - Konsolidierte Fassung des Vertrags über die Europäische Union - Konsolidierte Fassung des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union - Protokolle - Anhänge - Erklärungen zur Schlussakte der Regierungskonferenz, die den am 13. Dezember 2007 unterzeichneten Vertrag von Lissabon angenommen hat - Übereinstimmungstabellen - Vertrag von Lissabon
Am 13. Dezember 2007 wurde der "Vertrag von Lissabon" von den EU-Staats- und Regierungschefs in Lissabon feierlich unterzeichnet. Er sieht unter anderem einen auf zweieinhalb Jahre ernannten Ratspräsidenten und einen Hohen Repräsentanten für die Außenpolitik vor. Nach Ratifizierung durch die Mitgliedstaaten soll der Reformvertrag zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. Der Reformvertrag ersetzt die im Jahr 2005 gescheiterte EU-Verfassung und soll die Europäische Union mit 27 Mitgliedern handlungsfähig halten.
- Verträge
Diese Seite enthält die grundlegenden Texte der Union und der Europäischen Gemeinschaften:
Die Gründungsverträge (in ursprünglicher und in aktualisierter Fassung), die Verträge zur Änderung der Gründungsverträge, die Beitrittsverträge für die während der fünf Erweiterungen beigetretenen Mitgliedstaaten sowie weitere grundlegende Texte, darunter den Vertrag für die Verfassung.
- LpB-Spezial: EU-Reformvertrag - Vertrag von Lissabon
Am 13. Dezember 2007 unterzeichneten die EU-Staats- und Regierungschefs sowie die Außenminister feierlich den "Vertrag von Lissabon". Er sieht unter anderem einen auf zweieinhalb Jahre ernannten Ratspräsidenten und einen Hohen Repräsentanten für die Außenpolitik vor. Nach der Ratifizierung durch die Mitgliedstaaten konnte das EU-Reformwerk wie geplant am 1. Dezember 2009 in Kraft treten
Europäische Institutionen
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- Das Europäische Parlament - Informationsbüro für Deutschland
Das Europäische Parlament unterhält in allen Mitgliedsstaaten der EU Informationsbüros. In jeder Hauptstadt finden Sie ein solches Büro, das als Anlaufstelle und Informationszentrum für das jeweilige Land arbeitet. Daneben gibt es in den großen Mitgliedsstaaten (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien) noch je ein Regionalbüro. Die Informationsbüros sind das Bindeglied zwischen dem Europäischen Parlament und den Bürgerinnen und Bürgern.
- Das Europäische Parlament - Internationale Seiten
- Der Rat der Europäischen Union
Der Rat ist das wichtigste Entscheidungsorgan der Europäischen Union. Er besteht aus Vertretern der Mitgliedstaaten auf Ministerebene, die regelmäßig zusammentreten.
- Die Europäische Kommission.
Sie vertritt das Allgemeininteresse der Union. Der Präsident und die Mitglieder der Kommission werden von den Mitgliedstaaten mit der Zustimmung des Europäischen Parlaments ernannt.
Die Europäische Kommission ist der Motor des institutionellen Systems der Union. Sie verkörpert und vertritt das allgemeine Interesse der Union. Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, Parlament und Rat Vorschläge für Rechtsvorschriften vorzulegen, die Politik der Union zu verwalten und durchzuführen, das Unionsrecht (gemeinsam mit dem Gerichtshof) zu vollziehen und internationale Vereinbarungen, insbesondere in den Bereichen Handel und Zusammenarbeit, auszuhandeln.
- Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland hat eine Reihe von Aufgaben: Sie zeigt bei den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft Flagge, informiert Verbände und Forschungseinrichtungen und ist gleichzeitig zentraler Ansprechpartner für Multiplikatoren. Die Vertretung übermittelt also Fakten und Stimmungsbilder aus Deutschland nach Brüssel und ist andersherum Mittler im Kontakt zu deutschen Bürgern und Medien.
Weitere EU-Organe
- Der Europäische Gerichtshof (EuGH)
- Die Europäische Zentralbank (EZB)
- Der Europäische Rechnungshof (ERH)
- Die Anti-Betrugsbehörde (OLAF)
- Die Europäische Investitionsbank (EIB)
- Die EU-Agenturen
sowie die Ausschüsse (die offiziell keine 'Organe' sind)
Europa im Unterricht
- Europa im Unterricht
Hintergrundinformationen und Unterrichtsmaterialien zum Lernfeld Europa
Für Lehrkräfte bietet das Portal zahlreiche Anregungen und praxisorientierte Hilfestellungen, um das Thema Europa für den Unterricht aufzubereiten. Neben den Bildungsplänen werden Unterrichtseinheiten mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung vorgestellt. Methodische Hinweise, „Webquests“, die dem sinnvollen Einsatz von Computern im Schulunterricht dienen, Angebote für Schülerinnen und Schülern sowie Spiele und Quizaufgaben runden den didaktischen Bereich ab. Die Rubrik „Europa-Wissen“ bündelt grundlegende Informationen und ermöglicht einen Überblick über die europäischen Institutionen. Das Portal enthält außerdem zahlreiche weiterführende Links.
www.europaimunterricht.de - Brücken - EuroVisionen
Wie gut kennen wir Europa und seine Geschichte? Hätten Sie zum Beispiel gewusst, wofür die zwölf Sterne der Europafahne stehen? Die Antwort - scheinbar einfach und naheliegend - ist überraschend.
Eine virtuelle Europaausstellung des Hauses der Geschichte.
Die virtuelle Ausstellung gliedert sich in vier Themenblöcke: Ausdehnung Europas, Religion, Kultur und Technik und Verkehr.
- Grundkurs Europa (UNESCO Bildungsserver D@dalos)
Der Bildungsserver D@dalos stellt einen Online-Kurs Europäische Union zur Verfügung, welcher die Geschichte der europäischen Integration, die Institutionen und Entscheidungsprozesse dieser Organisation behandelt und nach den aktuellen Herausforderungen fragt, die sich mit den Stichworten Erweiterung und Reform verbinden, mit ausführlichem Glossar und Chronologie.
Grundkurs 1: Einführung in die Thematik
Grundkurs 2: Analyse des Integrationsprozesses (I): Von der EGKS bis zum Maastrichter Vertrag
Grundkurs 3: Analyse des Integrationsprozesses (II): vom Amsterdamer Vertrag bis zu den Referenden in Frankreich und den Niederlanden
Grundkurs 4: Institutionen des EU-Mehrebenensystems
Grundkurs 5: Die Erweiterung der EU
- lehrer-online: Europa im Unterricht
Hier finden Sie eine Zusammenstellung dessen, was Lehrer-Online zum Themenfeld Europa zu bieten hat.- Europa im Fremdsprachenunterricht
Fremdsprachliche Kompetenzen sind Voraussetzung für persönliche Begnung und gute Zusammenarbeit unter Europäern.
- Europa im Politikunterricht
Durch die Europäische Union ist eine politische Ebene entstanden, auf die besonders im Politik und SoWi-Unterricht eingegangen wird. - Europa im Geschichtsunterricht
Der Geschichtsunterricht hat sehr häufig einen europäischen Bezug. Nützliche Internetressourcen zur europäischen Geschichte finden Sie hier. - Europa in der Grundschule
Unterrichtseinheiten zu Europa für die Grundschule: Moderne Kommunikationsmedien fördern einen frühen Kontakt mit den Nachbarn. - Europa spielerisch
Onlinespiele, Planspiele und interaktive Europakarten bringen den Schülern und Schülerinnen die Europäische Union auf handlungsorientierte Weise näher.
- Europa im Fremdsprachenunterricht
- bpb: Jugend und Europa
Die vorliegende Unterrichtsreihe ist so konzipiert, dass sie Lehrer und Lehrerinnen praktische Hilfestellung für die Planung und Durchführung von politischem Unterricht an die Hand geben will. Aktuelle Hintergrundtexte zu den zehn Bausteinen für den Unterricht ermöglichen den Lehrpersonen und anderen Interessierten einen schnellen und sachgerechten Einstieg in das jeweilige Schwerpunktthema.
- bpb: Themenblätter im Unterricht (Nr. 60)
Deutschland für Europa
Die Ratspräsidentschaft Deutschlands ist ein guter Aufhänger, um Fragen der europäischen Integration im Unterricht zu behandeln.
- politische-bildung.de
Europa im Unterricht
Gestaltung des Themas Europa im Unterricht
Das Thema Europa gewinnt im Schulunterricht eine immer größere Bedeutung. Wir möchten Ihnen hier verschiedene Anregungen für die didaktische Umsetzung des Themas Europa im Unterricht geben. Wir haben Vorschläge ausgewählt, die sowohl computergestützt, als auch auf herkömmliche Weise im Unterricht umgesetzt werden können.
Sonstige Europa-Links
- LpB-Info-Portal Östliches Europa
Wo leben die Gagausen? Welche Sprache sprechen die Makedonier und welche Regierungsform hat das Land Bosnien-Herzegowina? Trotz der Tatsache das die Geschichte des Östlichen Europa durch die EU-Osterweiterung an Aktualität gewonnen hat, sind die Kenntnisse über diese Regionen bei viele sehr gering. Das Info-Portal Östliches Europa bietet Informationen, weiterführende Links und versucht Verständnis für die Region zwischen Istanbul, Prag, Riga und Ural (Moskau) zu schaffen.
www.osteuropa.lpb-bw.de - europa-digital
Die unabhängige Website befasst sich mit dem Thema Europa an der Schnittstelle von Politik und Internet: Europa aktuell, EU Service, 27 europa plus. Aktuelle Dossiers und eine EU-Presseschau ergänzen das Angebot. Medien-Partner ist DW-WORLD - Deutsche Welle.
www.europa-digital.de - Europäisches Informationszentrum Niedersachsen (eiz)
Das Europäische Informations-Zentrum (EIZ) Niedersachsen hat die Aufgabe, den Bürgerinnen und Bürgern die Idee der europäischen Integration zu vermitteln und sie über die Europäische Union (EU) sowie über aktuelle EU- und Europa-Themen zu informieren. Das EIZ Niedersachsen ist eine Anlaufstelle für alle Fragen über die Europäische Union. Neben der Hilfestellung bei der Suche nach Informationen organisiert das EIZ Veranstaltungen und Öffentlichkeitskampagnen zu Europathemen.
www.eiz-niedersachsen.de - Europäisches Dokumentationszentrum (EDZ)
der Universität Mannheim
www.ub.uni-mannheim.de/?id=463
LINKTIPP

Straße der Demokratie
Die Straße der Demokratie ist ein länderübergreifendes Kooperationsprojekt, das die freiheitlichen und demokratischen Traditionen in Deutschland ins Bewusstsein rücken will.
www.strasse-der-demokratie.eu



