Gleichheit und Universalität der Menschenrechte

Der universale Geltungsanspruch der Menschenrechte impliziert, dass die Menschenrechte überall für alle Menschen gleich zu gelten haben. Diese „Allgemeingültigkeit der Menschenrechte“ setzt voraus, dass allen einzelnen Menschenrechten ein „Gleichheitsgebot“ übergeordnet ist.

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 2:

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Doch es existiert eine Kluft zwischen dem universalen Geltungsanspruch den die Menschenrechte erheben und der Wirklichkeit. Die tatsächliche Geltungskraft der Menschenrechte ist im Vergleich zu ihrem universalen Geltungsanspruch sehr bescheiden. Weltweit ignorieren viele Menschen, eine große Zahl von staatlichen Organen und andere mächtige Akteure den Schutz einzelner oder der meisten Menschenrechte.

1. Unterdrückung/ Diskriminierung von Frauen

Ein Grundsatz der Menschenrechte ist deren Universalität, d.h. jeder Mensch hat Anspruch auf die gleichen Rechte, unabhängig von seiner Herkunft, Rasse, seinem Geschlecht oder anderen Eigenschaften.
Jedoch wird oft übersehen dass Menschenrechte auch Frauenrechte sind.
Häufig wird Frauen das Recht auf Bildung und freie Berufswahl, das Recht auf gerechte und günstige Entlohnung sowie das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung abgesprochen.
Die Diskriminierung von Frauen ist in vielen Gesellschaften und Kulturkreisen durch Tradition und Religion fest verankert und Frauen werden in ihrer Selbstverwirklichung behindert. Frauen wird ein unbegründeter Schleierzwang auferlegt, heutzutage werden noch ca. zwei Millionen Mädchen auf der ganzen Welt beschnitten und oftmals richtet sich Gewalt gegen Frauen...
 
Weiterführende Links:
Terre des Femmes
Frauenrechtsverletzungen 


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2. Kinder

In fast allen Staaten der Erde ist die UN-Kinderrechtskonvention, die im November 1989 von der UN-Vollversammlung verabschiedet wurde, ratifiziert worden (Mit Ausnahme von zwei Staaten, den USA und Somalia). Die Konvention hat das Ziel überall auf der Welt rechtsverbindliche Normen zu setzen um alle Kinder wirksam schützen zu können. Doch diese Gesetze zum Schutz vor Kinderarbeit existieren nur auf dem Papier, die Realität sieht anders aus.
Die „Ware Kind“ hat viele Gesichter: Kinderarbeit, Kindesmisshandlungen, Kindersoldaten, Kinderprostitution und Kinderpornographie sowie eine große Kinderarmut und viele Straßenkinder. So vielschichtig wie die Erscheinungen und Folgen sind auch die Ursachen der Kinderarbeit.
Obwohl es eine große Anzahl von Organisationen gibt, die versucht die Rechte der Kinder durchzusetzen und auf Missstände aufmerksam zu machen, sind Kinder immer noch unter dem menschenrechtlichen Aspekt die schwächsten Glieder in unserer Gesellschaft.

Weiterführende Links:

Terre des Hommes
Kinderschutzbund
Kinderschutzzentren
UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen)
UNESCO (Bildungs-, Wirtschafts- und Kulturorganisation der UNO)
Linkliste zum Thema Kinder allgemein
Kinderpornographie im Internet


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3. Migranten

Migranten und deren Kinder haben es immer noch schwer in unserer Gesellschaft, denn von vollständiger Akzeptanz kann heute noch nicht gesprochen werden.
Mangelnder Kontakt, Diskriminierung und Ausgrenzung erschweren es Ihnen sich in unsere Gesellschaft einzugliedern, oft ist auch von mangelnder Integrationsfähigkeit und –Willigkeit die Rede.
„Deutschland ist kein Einwanderungsland“ – diese Leitlinie der Politik verhinderte jahrelang die Integration. Es müsste jedoch gefragt werden was der Staat für die Integration tun kann, denn die Integration bedeutet eine Perspektive in der Zukunft.
 
Weiterführende Links:

EU Migration
Anti-Rassismus-Informations-Zentrum
Integrationsprojekt der LpB 
Bundeszentrale für politische Bildung, „Aus Politik und Zeitgeschichte“: Umgang mit Migrantinnen und Migranten


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PUU

 

Menschenrechte
Unveräußerlich – universell – unteilbar

Zeitschrift "Politik im Unterricht", Heft 3/4 2014

 
 
 
 
 

PUU

 

Menschenrechte:
Rechte für dich - Rechte für alle!


Zeitschrift "Politik im Unterricht", Heft 2 2005

 
 
 
 
 

BiS

 

Menschenrechte

Zeitschrift "Der Bürger im Staat", Heft 1/2 2005