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Das Zusammenleben in Baden-Württemberg ist schon lange von kultureller Vielfalt
geprägt. Menschen verschiedenster Herkunft, unterschiedlicher Sprachen,
Kulturen und Religionen leben, lernen und arbeiten miteinander. Für die
einen ist die Vielfalt längst eine Bereicherung, andere erfahren
Begegnungen mit dem Anderssein aber mitunter als befremdlich oder
irritierend.
Sodann bietet gerade der offene Dialog die Chance für einen konstruktiven Umgang
mit Unterschieden. Mit einer Grundhaltung des "Wir wollen etwas
miteinander zu tun haben!" können Toleranz und Verständnis gedeihen. Die
im
Grundgesetz verbürgten Grundrechte bilden dabei die gemeinsame Basis für das
demokratische Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Der LpB-Jahresschwerpunkt "Kulturelle Vielfalt – Gemeinsame Werte"
des Jahres 2007 bietet vielfältige Zugänge, Menschen mit anderem kulturellem Hintergrund
zu begegnen und mit ihnen in einen wechselseitigen Austausch zu treten.
Unter den deutschen Flächenländern hat Baden-Württemberg mit 2,7
Millionen Menschen den höchsten Anteil an Personen mit
Migrationshintergrund - das sind gut 25 Prozent. Von allen Regionen
Baden-Württembergs und dem Stadtkreis Stuttgart weist die Landeshauptstadt
mit 40 Prozent deutlich den höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auf. Verglichen mit anderen deutschen Großstädten
liegt die Stadt Stuttgart mit diesem Wert unangefochten an der Spitze.
Seit der Gründung Baden-Württembergs 1952 verzeichnet das Land eine
kontinuierliche Zuwanderung. Die Zuwandererinnen und Zuwanderer haben
einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung
des Landes geleistet. Rund vierzig Prozent der im Land lebenden Menschen
mit ausländischer Staatsangehörigkeit haben seit mehr als zwanzig Jahren
ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland, sind hier geboren oder
aufgewachsen.

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