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Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg e. V.


Anschrift, Kontaktdaten:

Talstr. 7
78144 Tennenbronn

Telefax:
(07729) 91 91 06
E-Mail:

WWW:
www.lv-gl-bw.de


Öffnungszeiten:
Mo und Do 9.00-12.00 Uhr, Mi 9.00-18.00 Uhr,
Rechtsform:
Eingetragener Verein
Leitung:
Vorsitzender: Wolfgang Reiner
Gremien:
Vorstand, Mitgliederversammlung


Selbstdarstellung:

Geschichte und Entstehung
Der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg e.V. wurde am 9.Januar 1982 aus den damals selbständigen Landesverbänden Baden und Württemberg fusioniert. Der damalige Landesverband der Gehörlosen Württemberg und Hohenzollern e.V. wurde im Jahre 1881 gegründet. Während der Amtszeit seines Vorsitzenden Karl Wacker - er wurde im Jahre 1950 in Düsseldorf erster Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes - wurde das Karl-Wacker-Heim (Altersheim für Gehörlose) gebaut. Der Landesverband der Gehörlosen Baden e.V. wurde im Jahre 1950 in Karlsruhe gegründet.

Der Landesverband vertritt die Interessen von derzeit 29 angeschlossenen Gehörlosenvereinen mit ca. 1.800 Mitgliedern in ganz Baden-Württemberg.

Beschreibung und Erkrankung der Behinderung
Eeine Taubheit kann durch die Geburt hervortreten, jedoch auch durch verschiedene Kinderkrankheiten wie Diphtherie, Scharlach, Hirnhautentzündung, Röteln usw. entstehen. Durch diesen Hörverlust bleibt meistens die Sprache weg und das taube Kind muss durch besondere pädagogische Maßnahmen mühsam die Sprache erlernen. Gehörlosigkeit bedeutet in unserer Gesellschaft immer noch eine starke Einschränkung. Es fehlt an Informationen über Gehörlose und ihre Lebenssituation und die Möglichkeiten der Begegnung. Gehörlose erleben in der Öffentlichkeit oft, dass es Missverständnisse und Ärgernisse aufgrund ihrer Gehörlosigkeit gibt. Die Gründe für diese Missverständnisse liegen zu einem daran, dass man Gehörlosen ihre Behinderung nicht ansieht, zum anderen an fehlenden Kenntnissen im Umgang mit ihnen. Es gibt einige Hörgeschädigte, die nicht ganz taub sind und mehr oder weniger Hörreste haben, die durch ein gut angepasstes Gerät bedeutend verstärkt werden können. Man darf von der Technik jedoch keine Wunder erwarten - den Betroffenen bleibt das Reich der Töne eine für immer unbekannte Welt. Für sie gibt es keine Musik, kein Vogelgezwitscher und keine menschlichen Stimmen. Ihnen bleibt nur, die Welt um sie herum mit den Augen zu erfassen. Die Sprache der Gehörlosen sind: die Gebärdensprache (DGS, LBG*) und die Lautsprache um mit Normalhörenden kommunizieren zu können. (* Deutsche Gebärdensprache, Lautsprachbegleitende Gebärden). Unabhängig von dem Grad der Hörschädigung wird hier im soziologischen bzw. linguistischen Sinne unter gehörlos auch die Zugehörigkeit zu dieser Schriftsprache verstanden. Oft sind die Gebärden als Hilfsmittel der totalen Kommunikation sehr hilfreich.
In den letzten Jahren wurde manche Veränderung durch das neue SGB IX und das Bundesgleichstellungsgesetz bemerkt und ermöglicht somit den Gehörlosen dank dem Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern am öffentlichen Leben teilzuhaben.


Schwerpunkte:

Die Aufgaben und Ziele des Landesverbandes sind: Information und Beratung, Förderung Hörgeschädigter als Beitrag zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Vertretung beruflicher Interessen, Bekämpfung und Abwehr aller diskriminierenden und schädigenden Erscheinungen, Verbindung zur Gehörlosen-Seelsorge, zu Gehörlosenschulen und Organisationen gehörloser Kinder und deren Eltern.

Der Landesverband ist Träger der  Gehörlosen-Dolmetscher-Vermittlungszentrale in Stuttgart (Tel. 0711/2360009, Fax. 0711/2360616). Zu ihrem Aufgabenbereich gehört unter anderem
  • die Vermittlung von Gebärdensprach-DolmetscherInnen,
  • Dolmetscherdienste für den Landesverband sowie
  • die Organisation von Weiterbildungsmöglichkeiten für DolmetscherInnen.
Der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg e.V. ist mit der Paulinenpflege Winnenden e.V. Träger des Instituts für Gebärdensprache in Baden-Württemberg.


Sonstige Angaben

Zielgruppen:

Gehörlose bzw. deren Vereinsvertreter/-innen, Sozialarbeiter/-innen und Behördenvertreter/-innen, die mit Gehörlosen zu tun haben

Veranstaltungsarten:

Sozialpolitischer Schulungskurs für Nachwuchs- und Führungskräfte in den Gehörlosen-Organisationen, Frauenseminar, Gehörlosen-Dolmetscher-Seminar, Gebärdenkurse

Anteil politischer Bildung %:

Circa 50 %



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Die Straße der Demokratie ist ein länderübergreifendes Kooperationsprojekt, das die freiheitlichen und demokratischen Traditionen in Deutschland ins Bewusstsein rücken will.
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