Die Präsidentschaftswahl in Frankreich 2017

Sitz des französischen Präsidenten, der Élysée-Palast in Paris.

Die Präsidentschaftswahlen in Frankreich im Jahr 2017 werden in Europa und weltweit mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt: denn viele befürchten, dass Marine Le Pen, die Spitzenkandidatin der rechtspopulistischen Partei Front National, Chancen auf die französische Präsidentschaft hat.

Deutschlands wichtigstes Partnerland wird auf jeden Fall ein neues Staatsoberhaupt erhalten: der sozialistische Amtsinhaber François Hollande kandidiert nach einer Amtszeit (2012 bis 2017) nicht mehr.

Der erste Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl findet am Sonntag, 23. April statt. Erwartet wird, dass es keinem der Kandidaten gelingt, die absolute Mehrheit der Stimmen (mehr als 50 Prozent) auf sich zu vereinen. In diesem Fall gibt es einen zweiten Wahlgang am Sonntag, 7. Mai, mit einer Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen errungen haben. 

Die Präsidentschaftswahl wird von fünf Namen bestimmt: Francois Fillon ist ehemaliger Premierminister und Kandidat der konservativen Republikaner. Marine Le Pen ist Parteivorsitzende und Kandidatin des rechtspopulistischen Front National. Für die Sozialisten geht der ehemalige Bildungsminister Benoît Hamon ins Rennen. Außerdem vorne dabei sind der ehemalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron mit seiner Bewegung "En marche!" und der Europaabgeordnete Jean-Luc Mélenchon

Einen Vergleich der Positionen dieser KandidatInnen finden Sie hier.

Kleinere Parteien haben fünf weitere Kandidaten nominiert.

Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen vor allem Lösungen für die Themen Wirtschaftswachstum und Terror bieten. Jeder zehnte Franzose hat keinen Job, in François Hollandes Amtszeit betrug das Wirtschaftswachstum seit 2012 zwischen 0,18 und 1,27 Prozent. Außerdem hat Frankreich seit 2015 230 Terror-Todesopfer zu beklagen, so viele wie kein anderes europäisches Land. 

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Übersicht

1. Wer sind die Kandidatinnen und Kandidaten?

Etwa einen Monat vor der Wahl veröffentlicht der Verfassungsrat die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2017. Die Liste wird nach Prüfung der 500 erforderlichen Unterschriften erstellt.

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2. Wie funktioniert das französische Wahlsystem?

Der französische Präsident - seine offizielle Bezeichnung lautet Präsident der Republik - wird in allgemeiner und direkter Wahl gewählt. Die Amtszeit des Staatspräsidenten beträgt fünf Jahre. Eine Wiederwahl ist beliebig oft möglich - allerdings dürfen höchstens zwei Amtszeiten direkt aufeinander folgen.

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3. Welche Position hat der französische Präsident?

Der Präsident der Republik ist die zentrale Figur der französischen Verfassung. Er wacht über die Einhaltung der Verfassung, gewährleistet die ordnungsgemäße Tätigkeit der öffentlichen Gewalten sowie die Kontinuität des Staates. Er ist der Garant der nationalen Unabhängigkeit, der Integrität des Staatsgebietes und der Einhaltung der Verträge (Art. 5). Sein Amtssitz ist der Elysée-Palast in Paris.

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4. Wo finde ich Informationen zur Frankreich-Wahl?

Auflistung verschiedener hilfreicher Webseiten zum Thema, darunter Medienberichte, Informationen der  Französischen Nationalversammlung etc.

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Dossier: François Hollande wird 2012 franzöischer Präsident

 

François Hollande ist mit einer deutlichen Mehrheit von 52 Prozent im zweiten Wahlgang am 6. Mai 2012 zum Präsidenten Frankreichs gewählt worden. Damit gibt es einen Macht- und Politikwechsel und zum ersten Mal seit 17 Jahren hat Frankreich wieder einen sozialistischen Präsidenten.

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