Pressespiegel


Mit dieser Seite möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung im Spiegel der Presse geben. 


15.06.10
Finger am Abzug
Der Praxistest: Lehrer spielen Killerspiele
Wie fühlt sich an, virtuell zu töten? Was fasziniert Jugendliche an Ballerspielen? Pädagogen haben es bei einer Fortbildung in Freiburg ausprobiert – damit sie mitreden können.

14.06.10
"Umweltschutz lebt vom Mitmachen"
20 Jahre Freiwilliges Ökologisches Jahr: Umweltministerin Tanja Gönner bei Jubiläumsfeier in Fischbach  

11.06.10
Skulpturen zum Geburtstag
Bad Urach.  Das Haus auf der Alb wird 80. Zum Geburtstag gibt es eine Kunstausstellung, die von der Geschichte des Hauses erzählt und von den Inhalten der Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung.

9.06.10
"Buchener Schülerrat" gegründet
FN-Jugendprojekt: Jugendliche wollen Kräfte bündeln und Probleme gemeinsam angehen / Gründungsversammlung im Alten Rathaus

1.06.10
S-Bahn-Gespräche über das Grundgesetz
Die Landeszentrale für politische Bildung sprach mit BSB-Fahrgästen über das Grundgesetz.

6.05.10
Im Neuen Rathaus erhalten Schüler Einblicke in Europapolitik
PFORZHEIM. „Ich wollte nie Politiker werden“, scherzt die 15-jährige Franziska Pfisterer. Dabei hatte sie sogar den Vorsitz des Europäischen Parlaments – zumindest in einem politischen Planspiel.

4.05.10
Auf jüdischen Spuren
Crailsheim.  Ein Seminar der Landeszentrale für politische Bildung widmete sich kürzlich in Crailsheim dem Thema "Jüdisches Leben und Widerstand in Hohenlohe". Die Teilnehmer kamen aus ganz Baden-Württemberg.

3.5.10
Schüler wachsen über sich hinaus
Schüler der Merian-Förderschule erhalten sieben Preise im Schülerwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung.

19.03.10
Schuleplus" ist gestartet
Reutlingen.  Eltern mit Migrationshintergrund bekommen in Reutlingen die Chance ihre Kinder in der Schule besser zu begleiten, heißt es in einer Mitteilung.

25.01.10
Rund 60 Mahnmale rufen NS-Gräuel ins Gedächtnis
Dem 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wird am 27. Januar gedacht


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Badische Zeitung, 1. Juni 2010

Finger am Abzug

Der Praxistest: Lehrer spielen Killerspiele

Wie fühlt sich an, virtuell zu töten? Was fasziniert Jugendliche an Ballerspielen? Pädagogen haben es bei einer Fortbildung in Freiburg ausprobiert – damit sie mitreden können.

Von: Arne Bensiek

Martina Fischbach und Mechthild Regner haben sich zu einem Killerkommando zusammengetan. Eine bedient die Bewegungstasten W, A, S und D, die andere hat ihre Finger auf der Maus – dem Abzug der Maschinenpistole. Gemeinsam bahnen sich die Lehrerinnen den Weg durch ein Labyrinth. Eine schießt wahllos, die andere läuft unkontrolliert gegen Betonmauern. "Wo ist der Feind?", ruft Martina Fischbach. Ihre Kollegin schießt. "Halt! Nicht auf die eigenen Leute." Zu spät. Der Kamerad überlebt die Verwechslung nicht. Schon knallt es wieder. Blut spritzt. "Jetzt sind wir schon wieder tot." Zum zehntem Mal.

Bis die Realschullehrerinnen aus Oberndorf am Neckar wieder lebendig sind, vergeht eine halbe Minute. "Ich kann schon verstehen, dass man in diesen Pausen aggressiv wird", witzelt Mechthild Regner. Jetzt, da sie selbst geballert habe, würden die Schüler sie sicher ernster nehmen, wenn sie mit ihnen über die Gefahren von Killerspielen reden wird. Das hofft sie zumindest.

Fortbildung "Killerspiele und Amoklauf"
Genau wie die anderen 30 Lehrer, die an der Fortbildung "Killerspiele und Amoklauf" der Landeszentrale für politische Bildung teilnehmen. An diesem Abend in Buchenbach bei Freiburg spielen viele der Pädagogen nicht nur zum ersten Mal ein Killerspiel; die meisten sehen überhaupt zum ersten Mal, was ein sogenannter Ego-Shooter ist. Sie haben bisher die Augen vor dem verschlossen, was viele ihrer Schüler täglich oft stundenlang vor den Computer zieht. Am Nachmittag hat Experte Tilo Fierravanti vom Haus der Jugend in Freiburg den Lehrern schon einmal die zehn beliebtesten Killerspiele vorgestellt. Damit sie mitreden können.

Vor dem abendlichen Selbstversuch im digitalen Töten kommt Landesinnenminister Heribert Rech (CDU) zu Besuch und spricht eine Stunde lang über seine klare Haltung für ein Verbot von Killerspielen. Mit ruhiger Stimme berichtet Rech, Schieß- und Tötungstraining am Computer seien bei Amokläufen oft Teil der Phase vor der Tat. Die Täter hätten meist Spiele wie Counter Strike "inhaliert, möchte ich sagen, wenn man sich die Zeitspannen anschaut." Immer wieder schlägt der Politiker eine Brücke vom Amoklauf in Winnenden zur Verherrlichung von Gewalt in Computerspielen.

Ein Verbot löst das Problem nicht
Problematisch sei, so Rech, dass Online-Spiele nicht zu überwachen seien. Das Internet sei als internationaler Raum rechtlich schwer greifbar, daher bringe es nichts, wenn ein Land mit einem Verbot von Killerspielen einen Alleingang unternehme. "Wie wollen wir Kinder vor Killerspielen schützen, wenn in den USA gleichzeitig die Armee mit einem bei Kindern beliebten Online-Killerspiel den Nachwuchs rekrutiert?", gibt Rech zu bedenken. "Ein Verbot von Killerspielen löst nicht das Problem, aber es ist ein Signal", lautet Rechs Botschaft an die Lehrer, die ihm in der Diskussion ausnahmslos zustimmen. Später sagt Rech: "Das war heute ein leichter Auftritt, 30 Leute von der Piratenpartei wären schlimmer gewesen."

Im Pavillon der Fortbildungsstätte ist eine kleine Spielhölle eingerichtet. Das Licht ist gedimmt. An einem der elf Bildschirme gibt sich Lehrer Michael Quast von der Hauptschule Schönau der Niedertracht hin, wie er es nennt. "Wenn man das lange spielt, kriegt man ja einen grauen Star", sagt der Lehrer, der schon graues Haar hat. Nach zehn Minuten Ego-Shooter habe er bei sich ein leichtes, angespanntes Kribbeln gespürt, beteuert Quast. Demnächst werde er sich bei seinen Schülern mal erkundigen, wer von ihnen solche Spiele spielt.

Vor einem anderen Bildschirme sitzt Tilo Fierravanti umringt von einer Gruppe Lehrern. Er berichtet aus der Welt der Ego-Shooter. Es gebe viele professionelle Ligen im Internet. "Damit die Leute in der obersten Liga mithalten können, müssen sie vier bis fünf Stunden am Tag trainieren", erzählt Fierravanti.

Eine Lehrerin schüttelt fassungslos den Kopf. Die Reaktion wirkt wie eine Mischung aus Abschätzigkeit und Verachtung. Kersti Stratz, die seit Jahren als Lehrerin und Schulsozialarbeiterin arbeitet, sagt, sie schüttle den Kopf über sich selbst. "Wenn ich so etwas höre, stelle ich mir sofort die Frage nach dem Sinn", erklärt sie. "Das hindert mich aber daran, mich in diese Spielwelt hineinzufühlen und die Gedanken der jugendlichen Spieler nachzuempfinden."

Mit Ego-Shooter-Spielern reden
Dabei sei es Aufgabe der Pädagogen sich auch auf solche Sachen einzulassen, auch wenn sie sich beim Spielen gerade wie in einen Kriegsfilm hineinversetzt fühle. Mit Selbstkritik spart Kersti Stratz nicht: "Wir waren die faulen Ärsche in den letzten fünf bis sieben Jahren und haben nun das Ruder nicht mehr in der Hand." Nun die moralische Keule zu schwingen und auf die Jugend draufzuhauen, bringe Lehrer und Eltern um die Chance eines ernsthaften Dialogs mit den jungen Ego-Shooter-Spielern.

Martina Fischbach und Mechthild Regner haben ihr Killerkommando aufgelöst. Die Lehrerinnen haben sich von ihren zehn Toden nicht die Laune verderben lassen. Es hat ja auch nicht wehgetan. Am nächsten Tag gehen sie zum Paintballspielen. "Wenn ich schon hier bin, dann werde ich da auch eine Runde mitmachen", sagt Martina Fischbach. Dabei könnte es dann blaue Flecke geben und wehtun, wenn die anderen Lehrer auf sie schießen. "Mit meinen Schülern würde ich das natürlich nie machen."


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Südkurier, 14. Juni 2010

„Umweltschutz lebt vom Mitmachen“ 

20 Jahre Freiwilliges Ökologisches Jahr: Umweltministerin Tanja Gönner bei Jubiläumsfeier in Fischbach

Friedrichshafen (ght) "Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) macht Nachhaltigkeit konkret." Ein passendes Wort zum passenden Anlass und das aus berufenem Munde. Zum 20-jährigen Bestehen des FÖJ in Baden-Württemberg sind am Samstag nicht nur viele aktuelle und ehemalige FÖJ'ler aus nah und fern zum Festakt und Bildungsfest rund ums Schwesternheim Fischbach gekommen.

Auch Umweltministerin Tanja Gönner mischte sich unter die Schar der illustren Gäste und sparte in ihrer Ansprache nicht mit Lob. „Eine Erfolgsgeschichte, in den vergangenen 20 Jahren haben mehr als 1800 junge Frauen und Männer ein Freiwilliges Ökologisches Jahr geleistet“, freute sich die Ministerin. Die Jugendlichen würden angeregt über ökologische, ökonomische und soziale Fragen zu diskutieren. „Es gilt, heute so zu leben, dass wir auch morgen noch genauso gut leben können“, so Tanja Gönner. „Wir bauen darauf, dass die jungen Menschen in Sachen Umweltschutz weiter am Ball bleiben. Denn Umweltschutz lebt vom Mitmachen, der Staat kann es nicht alleine richten.“
 
Aus einstmals 30 landesweiten Plätzen sind mittlerweile 150 geworden. Das FÖJ wird in Baden-Württemberg von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB), dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und dem Diakonischen Werk Württemberg getragen. Dass das FÖJ von Anfang an von allen demokratischen Kräften im Landtag befürwortet und auf den Weg gebracht worden sei, betonte Lothar Frick, Direktor der LpB, in seiner Begrüßung. "Aber ohne das große Engagement der Stellenanbieter hätte das FÖJ nicht zu einem erfolgreichen Dauerrenner werden können."

Das "Jubiläumsgeschenk" in Form einer zusätzlichen Förderung von 30 weiteren Plätzen, das die Umweltministerin mitgebracht hatte, wird Tilmann Stottele vom städtischen Amt für Umwelt und Natur wohl mit einem weinenden und einem lachenden Auge zur Kenntnis genommen haben – angesichts der Tatsache, dass die Stadt aufgrund der prekären Kassenlage in den kommenden beiden Jahren statt bisher zwei nur noch einen Platz anbieten wird. Dennoch: Dass man mit FÖJ'lern nur gute Erfahrungen gemacht hat, davon berichtete Bürgermeister Peter Hauswald. "Diese jungen Menschen haben auch dazu beigetragen, dass in der städtischen Verwaltung viele Projekte im Bereich des Natur- und Umweltschutzes angestoßen werden konnten."

Genügend Raum, die gesellschaftliche Bedeutung des Freiwilligen Ökologischen Jahres ins rechte Licht zu setzen, gab es auch bei der anschließenden Podiumsrunde. Dann war es aber Zeit für viele Begegnungen, zahlreiche Workshops am Nachmittag – aber auch zum gemeinsamen Feiern. Das Jubiläumsfest endete am Abend mit zünftigem Lagerfeuer und fetziger Live-Musik.


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Südwestpresse Reutlingen 11.06.2010

Skulpturen zum Geburtstag

Bad Urach.  Das Haus auf der Alb wird 80. Zum Geburtstag gibt es eine Kunstausstellung, die von der Geschichte des Hauses erzählt und von den Inhalten der Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung.

Spurensuche nach dem "Mensch-werden": Künstler aus der Region laden zur Vernissage am Sonntag, 13. Juni, um 13 Uhr im Garten vom Haus auf der Alb ein. Eine Kunstausstellung zum 80. Geburtstag des Gebäudes an der Hanner Steige oberhalb von Bad Urach? Die Idee stammt von Peter Barth, war allerdings nicht so ganz neu.

Vor fünf Jahren gab es schon einmal eine Ausstellung zum 75-jährigen Jubiläum, "die Kunst und politische Bildung zusammen brachte", wie Dr. Markus Hug, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung im Haus auf der Alb am Dienstag ausführte. Eine neuerliche Ausstellung könnte nun zum einen die Geschichte des Gebäudes zum Thema machen. Aber nicht nur. "Erdacht worden war das Haus, das als Kaufmanns-Erholungsheim begann, schon 20 Jahre vor 1930 in der Kaiserzeit", so Hug. Weshalb das Gebäude auch ein Jahrhunderthaus ist, trotz erst 80-jähriger Geschichte. In der Zeit des Nationalsozialismus war das Haus auf der Alb Teil der Freizeitpolitik, danach Lazarett, dann Krankenhaus für Gesichtschirurgie und danach Ferienheim für Menschen aus Industrie, Handel und Gewerbe. Seit 1992 ist das Gebäude eine Tagungsstätte der Landeszentrale für politische Bildung.

Die fünf Künstler, die allesamt aus der Region stammen und der Gruppe Kunst auf der Alb (KadA) angehören, hatten sich nun ihre ganz eigenen Gedanken über das Gebäude, die Geschichte oder auch die Inhalte der politischen Bildung dort gemacht. Gisela Rohnke etwa ummantelte drei Bäume jeweils mit einem symbolischen Metall-Rock und nennt die Installation "Baumtanz". Entstanden ist die Idee dafür aus dem "triadischen Ballett von Oskar Schlemmer", das - ebenso wie das Haus auf der Alb - auf den Bauhaus-Stil zurückgeht. Passende Musik will Rohnke noch installieren, die Frage nach dem "Wie" sei bislang aber nicht geklärt.

Peter Barth hat gleich drei Installationen mitgebracht, darunter auch die Skulpturen mit dem Namen "Badende". Er bezieht sich damit auf das einstige Freibad, das im Garten direkt vor dem Gebäude seinen Platz hatte. Bei dem Versuch, eine der Figuren im Boden zu verankern, stieß Barth auf eine 10 000 Volt-Leitung - und legte damit nicht nur den Strom im Haus auf der Alb lahm, sondern auch noch in einigen Teilen Urachs und sogar im Seeburger Tal. "Wir hatten keine Pläne, dass dort eine Starkstromleitung verläuft", sagte Markus Hug entschuldigend. "Letztendlich haben meine Mitarbeiter und ich Glück gehabt, dass wir mit dem Leben davon gekommen sind", sagte Peter Barth.

Dr. Nurhan Sidal stellt ein Objekt namens "Blutbaum" im Innern des Gebäudes aus. "Blut kann Leben retten - die Dauer aber bleibt begrenzt", erläutert sie. Mit ihrem Werk nimmt sie aber auch Bezug auf die Geschichte des Hauses als Krankenhaus. Jochen Meyder hat zwei Kunstwerke für die Ausstellung gestaltet, eines heißt "Potentaten". Die drei Metallskulpturen stehen jeweils auf einem Sockel, "auf den Herrschende sich immer stellen und dabei spielt das Menschliche und Individuelle keine Rolle mehr", so Meyder.

Martin Bürck schließlich hat ebenfalls zwei Kunstwerke geschaffen, eines davon lautet "Flightbox Heimatplanet Erde" und ist ein riesiger Metallwürfel. Der sei vom Himmel gefallen, hängt noch am Fallschirm und brachte im Innern den Blick aus dem Weltall auf die Erde mit sich. "Mit diesem Blick heben sich alle Grenzen zwischen Staaten, Nationalitäten, Hautfarben und Religionen auf", so Bürck. Mit seinem zweiten Werk hat sich der Künstler auf archäologische Spurensuche nach dem Schöpfungsauftrag begeben. Was er gefunden hat? Eine Schiefertafel, auf der die folgenden, schwerwiegenden Worte eingeritzt sind: "Werde Mensch."

Info: Die Kunstausstellung "Zeit / Raum Jahrhunderthaus" zum 80. Geburtstag des Hauses auf der Alb ist vom 13. Juni bis zum 20. November vor allem im Garten des Gebäudes zu sehen.


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Fränkische Nachrichten, 9. Juni 2010

FN-Jugendprojekt: Jugendliche wollen Kräfte bündeln und Probleme gemeinsam angehen / Gründungsversammlung im Alten Rathaus

"Buchener Schülerrat" gegründet

Von unserem Redaktionsmitglied Fabian Greulich
 
Buchen. Seit Montag ist es beschlossene Sache. Im Vorfeld der Sitzung des Gemeinderates wurde im großen Saal des Alten Rathauses der "Buchener Schülerrat" gegründet.

Jugendliche Vertreter von fünf weiterführenden Schulen der Stadt stimmten im Beisein von Bürgermeister Roland Burger, der Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates sowie zahlreicher Vertreter von Stadtverwaltung und Schulen geschlossen für die Gründung dieses außergewöhnlichen Gremiums. Die Mitglieder der Schülermitverantwortungen (SMV) wollen ihre Kräfte bündeln, Probleme gemeinsam angehen und Vorhaben realisieren.

Die Idee dazu war vor etwa einem Jahr im Rahmen des Jugendprojekts der Fränkischen Nachrichten "FN-fun" geboren worden. Initiator war eine Gruppe des Technischen Gymnasiums an der Zentralgewerbeschule Buchen. Unterstützt von den FN und der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) arbeitete das Team zielstrebig an der Umsetzung des Vorhabens (die FN berichteten).

"Ich habe mit großem Interesse verfolgt, wie sich dieses Projekt entwickelte. Jetzt wünsche ich mir, dass die Zusammenarbeit der Schulen, die auf Leitungsebene bereits sehr gut funktioniert, durch die Arbeit des Gremiums auch auf Schülerebene vertieft wird", betonte Bürgermeister Roland Burger.

Dabei soll es nicht allzu bürokratisch zugehen. Ganz bewusst sprachen sich die Schüler der Zentralgewerbeschule, des Burghardt-Gymnasiums, der Abt-Bessel-Realschule, der Karl-Trunzer-Hauptschule und der Hauswirtschaftlichen Schule dafür aus, sich nicht in allzu starre Strukturen pressen zu lassen. Auf einen groß angelegten Verwaltungsapparat mit Satzung möchten sie verzichten. Eine einfachere Struktur mit möglichst wenig Bürokratie ist den jungen Leuten lieber. Deshalb nahmen die Jugendlichen auch von dem ursprünglich geplanten Namen "Schülerparlament" wieder Abstand. Einstimmig sprachen sie sich am Montag für die Bezeichnung "Buchener Schülerrat" aus.

"Ihr setzt hier ein sehr gutes Zeichen, das Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft des Gremiums macht. Wichtig ist, dass Ihr nun am Ball bleibt, regelmäßige Sitzungen abhaltet und Ziele formuliert", betonte Wolfgang Berger von der LpB, der zusammen mit dem Team Demokratie der Landeszentrale für politische Bildung die Gründungsversammlung moderierte. Mögliche Themen für den Schülerrat wurden am Montag auch gleich gesammelt. So wurde angeregt, sich mit dem Energiemanagement an Buchens Schulen näher zu befassen, die Einrichtung eines Jugendkellers zu diskutieren und die Kontaktaufnahme mit Schülergremien anderer Städte zu organisieren. Besonders am Herzen lag den Jugendlichen das Thema Personennahverkehr.

Prompt gab es hier eine erste Reaktion der Stadt. Zur offiziellen Fahrplanbesprechung des ÖPNV im Landkreis am 30. Juni werden die beiden Vorsitzenden des Schülerrats eingeladen, um konkrete Vorschläge und Probleme vorbringen zu können. Bürgermeister Burger betonte abschließend, dass man die Ideen, Sorgen und Probleme der Jugend ernst nehmen werde. Die Fachleute der Stadt würden bei Fragen gerne zur Verfügung stehen und Hilfestellung leisten.


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Badische Zeitung, 1. Juni 2010

S-Bahn-Gespräche über das Grundgesetz

Die Landeszentrale für politische Bildung sprach mit BSB-Fahrgästen über das Grundgesetz.
 
ELZTAL. Ein besonderes Geburtstagskind ist im Mai 61 Jahre alt geworden: Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Um die Öffentlichkeit auf den Ehrentag der deutschen Verfassung aufmerksam zu machen, diskutierten dieser Tage Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung mit Reisenden der Breisgau S-Bahn.

In den letzten Jahren feierte die Landeszentrale für politische Bildung den Geburtstag des Grundgesetzes an öffentlichen Plätzen, zum Beispiel dem Freiburger Rathausplatz. Dieses Jahr entschied sich Michael Wehner (Winden), der Referatsleiter der Freiburger Außenstelle der Landeszentrale, zu einer etwas anderen Aktion. Zwar gab es wieder einen Infostand in der Freiburger Innenstadt, doch erstmals informierten Mitarbeiter der Landeszentrale Reisende der Breisgau S-Bahn über die deutsche Verfassung.

"Ziel ist es, den Geburtstag des Grundgesetzes in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir wollen mit Menschen in Kontakt treten, die der Politik normalerweise distanziert gegenüberstehen", erklärt Wehner die ungewöhnliche Aktion. Zwei Teams mit jeweils drei freien Mitarbeitern der Landeszentrale waren dazu in den Zügen der Breisgau S-Bahn unterwegs. Ein Team pendelte zwischen Freiburg und Breisach, das andere zwischen Freiburg und Elzach. Insgesamt sechs Stunden informierten sie über das Geburtstagskind. Einer von ihnen war Moritz Sander. Gemeinsam mit seinen Kollegen verteilte er Grundgesetze an die Reisenden. "Zuerst verschenken wir etwas, dann sind die Menschen nicht so genervt", sagte Sander, eigentlich Student aus Freiburg.
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Wer wollte, erhielt neben dem Grundgesetz auch Informationsbroschüren über die deutsche Verfassung. Durch das Quiz, das die Mitarbeiter der Landezentrale verteilt haben, hat Monika Schätzle viel Neues über das Grundgesetz gelernt. Sie findet die Aktion gut. "Man hält die Rechte für selbstverständlich, aber man sieht nicht, wie viel Arbeit dahinter-steckt", meinte die gebürtige Deutsche, die mittlerweile in der Schweiz lebt.

Auch Holger Präuer hat sich über die Arbeit der Landeszentrale gefreut. "Das Grundgesetz ist zu sehr in Vergessenheit geraten." Für ihn sei das Grundgesetz sehr wichtig, da er bei seiner Arbeit mit Demenzkranken deren Grundrechte wahren müsse. Melina Stenzel, 18 Jahre, kannte das Grundgesetz bisher nur aus der Schule. "Grundrechte gehen jeden etwas an. Deswegen finde ich die Aktion gut", sagte sie. Aber nicht jeder beurteilte die deutsche Verfassung positiv. Eine Frau meinte: "Das Grundgesetz ist Volksverdummung und Papierverschwendung." Dass erregte deutlichen Unmut bei einer aus Sri Lanka stammenden und in Freiburg lebenden Mitfahrerin: Wenn man je eine Diktatur kennengelernt habe, bemerke man erst deutlich genug, wie bemerkenswert die im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechte seien.  


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Pforzheimer Zeitung, 6. Mai 2010

Im Neuen Rathaus erhalten Schüler Einblicke in Europapolitik

PFORZHEIM. „Ich wollte nie Politiker werden“, scherzt die 15-jährige Franziska Pfisterer. Dabei hatte sie sogar den Vorsitz des Europäischen Parlaments – zumindest in einem politischen Planspiel.

Dieses fand gestern im Rahmen der Europawoche statt. Veranstaltungsort war der Große Sitzungssaal des Neuen Rathauses. 32 Schüler der neunten Klasse des Hebel-Gymnasiums haben sich an dem von der Stadt Pforzheim und der Landeszentrale für politische Bildung organisierten Planspiel „Fokus-Balkan“ beteiligt. Das Spiel ist eine Simulation mit der Möglichkeit, eine Rolle im Europaparlament zu besetzen und die Aufnahme von Kroatien, Serbien und Mazedonien in die EU zu verhandeln. „Ein Planspiel ist kein Rollenspiel“, erklärt Holger-Michael Arndt vom CIVIC Institut für internationale Bildung und Autor des Spiels. Alle Rollen seien authentisch, die Daten würden seit der Entwicklung vor zwei Jahren immer wieder aktualisiert. Wolfgang Berger von der Landeszentrale für politische Bildung ist überzeugt, dass das Spiel hilft politische Vorgänge besser zu verstehen. Es zeige auch die Bedeutung europäischer Politik. „Für Jugendliche ist Europa etwas ganz normales, das Interesse ist vorhanden“, sagt er.


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Südwestpresse Crailsheim, 5. Mai 2010

Auf jüdischen Spuren

Crailsheim.  Ein Seminar der Landeszentrale für politische Bildung widmete sich kürzlich in Crailsheim dem Thema "Jüdisches Leben und Widerstand in Hohenlohe". Die Teilnehmer kamen aus ganz Baden-Württemberg.

Anneliese Müller ("Hohenlohe-Franken-Tours") führte die Gruppe durch Crailsheim und zeigte den Platz, an dem früher die jüdische Synagoge stand. Eine Station war auch das Schloss, wo bereits 1933 jüdische Bürger gefoltert wurden.

In Ingersheim war Robert Scholl, der Vater der Geschwister Scholl, nach dem Ersten Weltkrieg Bürgermeister. Hier stand die Gruppe vor dem Geburtshaus von Hans und Inge Scholl. Im Scholl-Grimminger-Zimmer der Gschwister-Scholl-Schule berichtete Jörg Hartnagel, ein Neffe der Geschwister Scholl, über die Widerstandsgruppe "Weiße Rose".

Hannes Hartleitner, ein Gründungsmitglied des "Weiße Rose-Arbeitskreises Crailsheim, informierte mit Bildern über die Rolle Eugen Grimmingers - unter anderem als Geldgeber für den Druck der Flugblätter.

Nächste Station war der jüdische Friedhof in Schopfloch im Kreis Ansbach, der seit 1612 existiert und auch als zentraler Friedhof für die jüdischen Gemeinden der weiten Umgebung (Dinkelsbühl, Feuchtwangen und bis 1841 auch für Crailsheim) fungierte. Angelika Brosig erklärte die Symbolik auf den Grabsteinen.

In der jüdischen Synagoge in Michelbach/Lücke erfuhr die Gruppe, dass es dem örtlichen Brauereibesitzer zu verdanken war, dass das Gebäude in der "Reichskristallnacht" 1938 nicht abgebrannt wurde.

Er wollte nämlich seine große Getreidescheune, die auf dem angrenzenden Grundstück stand, mitsamt ihren Lagerbeständen nicht verlieren und konnte die Nazis, die eigens aus Nürnberg angereist waren, davon abhalten, die Synagoge anzuzünden. Sie begnügten sich damit, die Fensterscheiben einzuwerfen. Die Synagoge kann von Mai bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Zum Abschluss schaute sich die Gruppe noch die Ausstellung über die "Weiße" Rose" im Albert-Schweitzer-Gymnasium in Crailsheim an, die von Ursula Mroßko, Vorsitzende des Arbeitskreises "Weiße Rose" in Crailsheim, fachkundig erläutert wurde. pm

Info
Weitere Informationen über Gedenkstätten in Baden-Württemberg gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung in Stuttgart, Paulinenstr. 44-46, 70178 Stuttgart.


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Südkurier, 3. Mai 2010

Schüler wachsen über sich hinaus

Schüler der Merian-Förderschule erhalten sieben Preise im Schülerwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung.
 
Schulleiter Hans-Jürgen Krebs ist sehr stolz auf dieses gute Ergebnis: „Ich freue mich sehr. Gerade für Schüler der Merianschule bedeutet so eine Auszeichnung besonders viel“, sagt Krebs. Zusammen mit dem Lehrer Norbert Zeller überreichte Hans-Jürgen Krebs die Urkunden an die Schüler.

Einen zweiten Platz und 30 Euro gewann Lisa Krombein. Über den dritten Platz und ein Preisgeld von 15 Euro freuten sich Siegfried Becker, Tobias Bockewitz, Chiara Mastroberti, Alexander Maxakor, Giuseppe Scalcione und Marco Wirth. Die Neuntklässler der Merianschule beteiligten sich gemeinsam mit ihrem Lehrer Fritz Kohl am Wettbewerb.

Norbert Zeller, der auch für die SPD im Landtag sitzt, plant schon den nächsten Wettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung. „Wir nehmen seit vielen Jahren daran teil und hoffen, dass auch die nächste neunte Klasse mitmacht“, sagt Zeller.

Um an dem Schülerwettbewerb teilnehmen zu können, müssen die Schüler mindestens die Klasse neun besuchen und sich zu einem der vorgeschlagenen Themen Gedanken gemacht haben. Durch das Malen eines Plakates, einer kleinen Forschungsarbeit in einer Gruppe oder einem Einzel-Projekt, bei dem die Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, sollen sich Schüler mit verschiedenen politischen Themen auseinandersetzten. Die Themen des nächsten Schülerwettbewerbs der Landeszentrale lauten unter anderem „Chancen oder Probleme der heutigen Arbeitswelt“ und „Macht Schule für morgen fit?“.

Da sich die Merianschule schon mehrmals an dem Wettbewerb beteiligt hatte, erhielt Schulleiter Hans-Jürgen Krebs eine Urkunde für besonderes Engagement.


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Südwestpresse Reutlingen 19. März 2010

"Schuleplus" ist gestartet

Reutlingen.  Eltern mit Migrationshintergrund bekommen in Reutlingen die Chance ihre Kinder in der Schule besser zu begleiten, heißt es in einer Mitteilung.

Väter und Mütter haben einen großen Einfluss auf den Bildungserfolg und die Zukunftsperspektiven ihrer Sprößlinge. Die Landeszentrale für politische Bildung hat neben anderen Städten und Gemeinden auch Reutlingen für das Projekt "Schuleplus" ausgesucht. Das Projekt "Schuleplus" informiert Eltern über die Schule, Bildungswege und Berufsbilder und stellt sich darüber aktuellen Themen, unter anderem: Wie kann ich mein Kind fördern? Wie können Konflikte gemeinsam gelöst werden? Wie kann Schule mitgestaltet werden?

Die erste Informationsveranstaltung, zu der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schulen, Kindergärten, Migrantenorganisationen und andere Bildungsträger eingeladen waren, war gut besucht, alle waren interessiert und signalisierten Kooperationsbereitschaft. Projektleiter Robert Feil von der Landeszentrale für politische Bildung stellte das Elternbildungsprojekt vor. Das Projekt ist auf die Kooperation mit den örtlichen Schulen, Kindergärten, Migrantenvereine und -organisationen und andere kommunale Bildungsträger ausgelegt.

Die so genannten Elternveranstaltungen sollen direkt an den Orten, die bereits für die Eltern bekannt sind stattfinden. In 30 Unterrichtseinheiten werden nicht nur Informationen zu den genannten Schulthemen angeboten. Auch die

Bedürfnisse und Interessen der Väter und Mütter gestalten die Veranstaltungen. Am Informationsabend wurde auch erläutert, dass die Kursleiter für das Projekt "Schuleplus" eine Qualifizierung durch die Landeszentrale für politische Bildung im Seminarhaus in Bad Urach und ausführliches Unterrichtsmaterial erhalten.

Sultan Braun, Leiterin des Referates für Migrationsfragen der Stadt Reutlingen freut sich auf das Projekt: An manchen Hauptschulen liegt der Ausländeranteil über 40 Prozent. Eine Realschule besuchen rund 17 Prozen und ein Gymnasien nur zirka fünf Prozent der ausländischen Schüler. Die Ursachen für diese Situation sieht die Fachfrau nicht nur in der Sprachkompetenz. Wissen über das Schulsystem und die Berufsmöglichkeiten der Kinder und über Fördermöglichkeiten ermöglichen und erleichtern den Eltern die kontinuierliche Begleitung ihrer Kinder in der Schule. "Das halte ich für ein wesentliches Element eines Schulerfolges", so die Leiterin des Referats für Migrationsfragen. Die Kurse sollen nach den Sommerferien beginnen.

Info

Weitere Informationen zum Projekt "Schuleplus" erhalten Interessierte beim Referat für Migrationsfragen der Stadtverwaltung Reutlingen unter Telefon:

(07121) 303-2565 oder bei Robert Feil, Landeszentrale für politische Bildung,

Telefon: (07125) 152-139.


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Mainpost 25.01.2010

Rund 60 Mahnmale rufen NS-Gräuel ins Gedächtnis

Dem 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wird am 27. Januar gedacht
 
(lsw) Die Gräuel bleiben unvorstellbar, doch die Mahnung lebt weiter: Die NS-Gedenkstätten in Baden-Württemberg ziehen immer mehr junge Menschen in ihren Bann. „Wir haben einen Riesenzuspruch von den Schulen“, berichtet Konrad Pflug, Experte für Gedenkstättenarbeit bei der Landeszentrale für politische Bildung (lpb), vor dem Von den jährlich über 200 000 Besuchern der Mahnmale im Südwesten waren 2008 rund 40 Prozent Schüler und Jugendliche.

Großes Interesse von Schulen
417 halbe Tage Unterricht seien in dem Jahr von den Mitarbeitern der Erinnerungsstätten gestaltet worden. Das wachsende Interesse liegt im Trend, was auch Thomas Schnabel, Leiter vom Haus der Geschichte, bestätigt. Heute gehe man sehr viel offener mit dem Thema um als früher. Wie viele Gedenkstätten gibt es im Südwesten, und wo liegen sie? Es gibt rund 60 NS-Gedenkstätten. Die genaue Zahl lässt sich laut Pflug schwer nennen, weil immer wieder neue Gedenkstätten im Aufbau sind.

So sollen noch in der ersten Jahreshälfte drei weitere Einrichtungen eröffnet werden – in Gailingen zum Judentum am Hochrhein, in Gäufelden bei Tübingen ein Dokumentationszentrum am ehemaligen KZ-Außenlager und in Echterdingen bei Stuttgart eine Gedenkstätte für die jüdischen Toten, die dort 2005 gefunden wurden. Die Gedenkstätten sind ziemlich gleichmäßig über das ganze Bundesland verteilt, mit etwas größeren Lücken im Süden.

Was sind es für Plätze und wessen wird dort gedacht? Die Gedenkstätten erinnern an fast alle Gruppen, die von den Nazis verfolgt wurden. Neben Juden sind das beispielsweise behinderte Menschen, Sinti und Roma sowie Kriegsgefangene. Auch Widerstandskämpfern wird gedacht. Oft sind es historische Orte, die das Fundament bilden. Knapp 30 Einrichtungen befinden sich etwa in früheren Synagogen oder jüdischen Gemeinden und rund 15 in ehemaligen Konzentrationslagern. Etwa 15 sind Museen. Auch andere Gedenkstellen gibt es. Pflug hebt etwa Neckarzimmern nahe Heilbronn hervor. Dort erinnern christliche Jugendliche mit einem 25 mal 25 Meter großen Davidstern an die Deportation badischer Juden. Welche Gedenkstätten sind besonders bedeutsam? „Wir hatten hier keine ganz schwergewichtigen Tatorte wie Dachau, Bergen-Belsen oder Buchenwald – was ja ein Glück ist“, sagt Pflug. Meist seien es kleinere Außenlager gewesen. „Aber auch hier gab es Vernichtung durch Arbeit. Der Tod war der Gleiche“, betont er.

6000 Freiwillige
Weltweite Bedeutung habe allerdings die Gedenkstätte Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, wie Schnabel erklärt. 1940 wurden dort nach Angaben der Landeszentrale 10 654 Männer, Frauen und Kinder in einer Gaskammer getötet. Grafeneck gilt als der Ort, von dem die Ermordung geistig behinderter und psychisch erkrankter Menschen durch die Nazis ihren Ausgang nahm.

Wer betreut die Gedenkstätten? Meist sind es Privatinitiativen und Vereine, die sich um die Einrichtungen verdient machen. Hochgerechnet rund 6000 Freiwillige sind nach Schätzung Pflugs darin engagiert, darunter viele als passive Mitglieder. „Hauptaufgabe der Aktiven ist es, die Besucher pädagogisch zu begleiten“, sagt Pflug. Die Geschichte des Ortes wird von ihnen dokumentiert und vermittelt. Die Vereine helfen oft auch dabei, die Gedenkstätten in Schuss zu halten.



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Geschäftsbericht 2010

 
Geschäftsbericht 2010

„Demokratie macht Schule“ – im Mittelpunkt unseres Geschäftsberichts 2010 stehen diesmal junge Menschen und unsere Angebote für die Schulen des Landes.

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53. Schülerwettbewerb

 
53. Schülerwettbewerb

Der 53. Schülerwettbewerb des Landtags zur Förderung der politischen Bildung hat begonnen. Einsendeschluss ist der 15. November 2010.
www.schuelerwettbewerb-bw.de

 
 
 
 
 

Team meX

 
Team meX

Sensibilisieren, aufklären und das Werkzeug für zivilcouragiertes Handeln gegen Rechtsextremismus vermitteln, das ist das Ziel des Präventionsprojektes.
www.team-mex.de

 
 
 
 
 

politische-bildung.de

 
politische-bildung.de

Web-Angebot der BAG
Politische Bildung Online
www.politische-bildung.de

 
 
 
 

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