Baustein

Die Erinnerung darf nicht enden

Texte und Unterrichtsvorschläge zum Gedenktag 27. Januar

als Bausteine ausgearbeitet von einer Gruppe des Erzieherausschusses der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Stuttgart

Hrsg: LpB, GCJZ, 1997



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Inhaltsverzeichnis



 

 

Baustein 6

J. Bobrowski: "Der Tänzer Malige"


Klassenstufe: 11-13

Beschreibungsebene: detaillierte Unterrichtsreihe zu Einzeltext (D)

Zeitaufwand: ca. 4 Unterrichsstunden

Themen: Mitläufertum, Widerstand, NS-Ideologie, Schuldproblematik in bezug auf Polen; Anfang Zweiter Weltkrieg; späte Erkenntnis eigener Versäumnisse; Aufgabe des Künstlers/ der Kunst; Rolle, Konformität,

Kombination: Soldaten-Brief v. 11.9.1940 [4]; Bobrowski: "Bericht" [7]; ;Bobrowski: "Mäusefest"


Johannes Bobrowski "Der Tänzer Malige"

Durchführung der Unterrichtsreihe/Einzelschritte


Zugegeben, dies ist keine ganz einfache Geschichte und auch keine ganz kurze. Aber der Spaß besteht gerade im gemeinsamen "Enträtseln" und Zusammenfügungen der Mosaiksteine. Hier wird etwas von dem erfahrbar, was ganz vornehm "Hermeneutik" genannt wird, denn der eigene Leseeindruck muß immer neu überprüft und modifiziert werden, bis sich alles zu einem Gesamtbild zusammenfügen läßt. Der Schwierigkeitsgrad des Textes und sein Anspielungshorizont (Beginn des Zweiten Weltkriegs) läßt eine Behandlung in den Jahrgangsstufen 11-13 als angemessen erscheinen.

Die Geschichte eines unfähigen Erzählers

In der vorliegenden Geschichte passiert das, was man normalerweise als Nervenstrapaze ansieht: man muß sich einem Erzähler anvertrauen, der eigentlich nicht erzählen kann und alles recht naiv heruntererzählt, ohne dem Leser durch Deutung und Reflexion eine Hilfestellung zu geben.

Erzählen heißt bei ihm vor allem "Mündlichkeit". Da gibt es Gedankensprünge, Auslassungen, Um-ständlichkeiten und Wiederholungen, und vor allem Sätze, die man wohl im Gespräch für akzeptabel hält, nicht aber schwarz auf weiß.1 Der durchgängige mündliche Erzählduktus, der auf den ersten Blick wenig Wert auf klare Strukturen legt, spiegelt sich auch im Druckbild, denn die wörtliche Rede der erzählten Figuren wird nicht durch Anführungszeichen hervorgehoben. Zu seiner Geschichte hält der Erzähler zunächst Abstand, vermittelt sie aus der Er-Perspektive eines außenstehenden Beobachters. Erst kurz vor Schluß gibt er sich als (mit-)erlebendes Ich zu erkennen (Z. 219f) - doch dazu später.

Eine Geschichte mit einer Novellen-Struktur

Eine "Geschichte" (Z. 1/202) möchte oder muß der Erzähler "loswerden". Der Titel kündigt schon lange bevor es losgeht an, über wen: über einen Künstler nämlich, über den "Tänzer Malige". Diese "Tänzer-Geschichte" im engeren Sinne umfaßt aber nicht den gesamten Text, sondern wird novellenartig von Angaben zur Szenerie, Nachträgen und Bemerkungen auf der Meta-Ebene gerahmt.2 Auf den zweiten Blick wird also im scheinbaren Erzählchaos eine wohldurchdachte Struktur von Rahmen- und Binnengeschichte erkennbar, die sich durch Orts- und Zeitangaben3 sowie drei sich steigernd angeordnete Kernszenen, in denen der Tänzer im Mittelpunkt des Geschehens steht, gliedern.4

Eine Geschichte vor historischem Hintergrund

Stellt man die Orts- und Zeitangaben zusammen, werden als historischer Kontext die letzten Tage vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erkennbar. Die Ortsangaben sind vielleicht dem Erzähler aus seiner "Froschperspektive" ständlich, der heutige Leser muß sich aber erst informieren (s. Anhang)5 . Über alle Details hinaus ist entscheidend, daß Ostpreußen, die Grenzregion zu Polen der Schauplatz ist. Im August 1939 werden hier vor allem Reservisten (Z. 54, 80) zusammengeholt, die zwar überlegen, ob es Krieg geben wird (vgl. Z. 65), aber sich damit beruhigen, dies sei "eine Militärübung, wie gehabt"(Z. 68f), wofür der "Nichtangriffspakt"

(Z. 69) zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion ein plausibles Argument zu sein scheint.

Über die Kasernierung hinaus sind der Einmarsch in Polen, also der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

(Z. 96ff.), sowie die erste Station der Wehrmachtseinheit auf polnischem Gebiet (Z. 114ff.) die weiteren entscheidenden Handlungsschritte. In das skizzierte dreiteilige Orts- und Zeitraster lassen sich nun drei Szenen einordnen. Von dieser klaren Sachstruktur her ergibt sich auch die Schrittfolge der Texterschließung im Unterricht.

Eine Außenseiter-Geschichte

In der ersten zu besprechenden Szene (Z. 27-51), die nach der ersten knappen Woche Kasernen-Ödnis (vgl. Z. 52) stattfindet, spielen die Reservisten zum Zeitvertreib Karten. Die Hauptfigur Malige grenzt sich hier von seinen Kameraden ab. Statt wie "üblich"6 (Z. 30) mitzumachen und verbissen um "Zehntelpfennige" (Z. 37) zu wetteifern, schlüpft Malige - zum Unwillen der Mitspieler - in die Rolle des Varietékünstlers, der sich "produzieren" (s. Z. 176) und sein Publikum unterhalten will. Daß dies Maliges Beruf ist, erfährt der Leser durch die nachgeschobene Erläuterung des Erzählers (Z. 86-96). Im Kreis seiner schlichten, kleinbürgerlichen Kameraden7 nimmt Malige allein schon wegen seiner Tätigkeit eine Sonderstellung ein, die er durch sein Verhalten noch verstärkt.

Eine Geschichte von Ideologie, Mitläufer- und Drückebergertum

In der zweiten Szene (Z. 96-106) wird dies in bezug auf die Zeitsituation weiter entfaltet.

Leutnant Anflug hat eine "Mannesrede von Polengesindel und Verjudung" (Z. 102) gehalten. (Innerhalb des Textes ist dies eines von mehreren Elementen der NS-Ideologie8 ) Malige möchte antworten, aber er erhält Redeverbot (vgl. Z. 97).

Die militärische Hierarchie verhindert Kritik und Einwände. Eine Reaktion Maliges auf die Scharfmacher-Parolen des Offiziers erfolgt beim Einmarsch in Polen dann doch. Wieder handelt Malige mit künstlerischen Mitteln, wieder ohne Worte: "Er geht in ein Polenhaus und spielt Klavier" (Z. 105f). Auch in dieser Szene verhält er sich bewußt nicht rollenkonform. Die Musik spricht überdies ihre eigene Sprache. In der Gegenüberstellung wird hier auch wieder die abweichende Reaktion der Kameraden deutlich, die ohne Blick für die größeren Zusammenhänge sich irgendwie mit der Situation arrangieren. 9

Eine Widerstands-Geschichte

In der dritten Szene (Z. 114-201) sucht sich Leutnant Anflug mitten im Dienst seiner Nachrichtenabteilung, unter anderem zur Abwechslung10 , ein Opfer seiner ideologischen Verblendung. In den alten jüdischen Männern, die er aus der Synagoge holt, sind die vorher geäußerten Schlagworte "Polengesindel und Verjudung" (Z. 102) geradezu personifiziert. Ungeachtet ihres Alters, ihrer Kleidung und Würde werden sie zu einer Art "Sisyphus-Arbeit" genötigt und müssen eine schwere Kabeltrommel bergauf transportieren, die der Leutnant ihnen immer wieder aus den Händen tritt.

Im Gegensatz zur Nebenfigur Maschke bleibt Malige nicht nur distanzierter Zuschauer, sondern greift ein und ändert mit künstlerischen Mitteln die Situation von Grund auf, indem er seine zwei Paradenummern, Tanz und Kraftakt miteinander verbindet und nun selbst die Kabeltrommel zweimal hügelan transportiert. Zuschauer (Malige) und Opfer (jüdische Männer) wechseln also die Positionen, der Initiator der angeblich "komischen" Demütigung (Leutnant Anflug) wird zu ihrem eigentlichen Opfer. Aus der beabsichtigten Schikane wird eine Varietévorstellung. Der "schöne Schein", der dabei erzeugt wird und die Phantasie mitreißt, wird durch den Konjunktiv II gestaltet (Z. 181-184).

Der "Sinn" dieser Szene, der kurz zuvor von Malige kritisch angemahnt wurde (vgl. Z. 156ff), wird nun durch die Ding- und Farbsymbolik angedeutet: gegen Schwarz wird Grün gesetzt (vgl. Z. 171f/143f;), und die (Friedens-)Taube flattert zumindest in der Phantasie (vgl. Z. 178)11 .

Aus dem "Haufen" sind nun "alte Herrschaften" (Z. 155/ Z. 173) geworden, die Männer haben ihre Würde zurückbekommen. Trotz der menschlich-poetischen Wendung des Geschehens bleibt für Anflug dies alles "Affentheater" (Z. 169), das nicht zuletzt die militärische Disziplin gefährdet. Er entlarvt sich selbst, indem er schreit "wie ein Tier" (Z. 187). Der endgültige Wendepunkt ist erreicht, als der Offizier "kehrt macht, davonläuft" (Z. 200). Malige ist Sieger. Er führt ein Gegen-Handeln mit künstlerischen Mitteln vor.

Im Blick auf den Textaufbau wird deutlich, daß die drei Szenen auf diesen Höhe- und Wendepunkt hin angeordnet sind. Die "Geschichte mit Malige" zeigt in ihrem Finale "eine sich ereignete unerhörte Begebenheit"12 , die Wiederherstellung der Menschlichkeit und das Scheitern der NS-Ideologie - zumindest in kleinem Maßstab.

Eine Geschichte von einem, der erst viel später verstanden hat

Dies alles beschreibt den "Anfang eines Krieges" (Z. 2029), es beschreibt aber auch, daß einer den Anfängen wehrt und könnte insofern als "Widerstandsgeschichte" bezeichnet werden.

Unmenschlichkeit und ideologische Verblendung brechen (wieder) in eine landschaftliche Idylle ein13 ; das "gleichmütige Naturell" (Z. 59) und die moralische Trägheit des überwiegenden Teils der Menschen setzen dem jedoch keinen Widerstand entgegen. Der Dorfname "Paradies" hat über den historisch-geographischen Aspekt hinaus zwar Verweischarakter, jedoch sollte der wenig später ergänzte "Bruch" im schönen Bild (Z. 67f) nicht übersehen werden. Alles, was in der Fortsetzung dieses Anfangs noch kommen wird, ist schon im Keim angelegt. Zunächst mag das Geschehen harmlos und lächerlich, geradezu Liliput-ähnlich erscheinen, doch daß alles "in Rauch aufgeht" (Z.204) ist gewiß.

Die weiteren Handlungsfäden werden indes nur angedeutet. Garantien übernimmt der Erzähler nur für die Binnengeschichte: "Ich weiß nur, was ich erzählt habe." (Z. 219f). Er weiß jedoch auch, daß die Geschichte keine entscheidenden Konsequenzen hat und am Verlauf des Krieges schon gar nichts ändert. Auch hier spielt die (Nicht-)Wahrnehmung der Menschen wieder die entscheidende Rolle: "... die Geschichte mit Malige wird erst einmal vergessen, am Anfang des Krieges" (Z. 224f).

Der Erzähler hat sich aber offensichtlich nach Ende des Krieges erinnern können. Er ist Beobachter, aber wohl auch Teilnehmer, also Kamerad von Malige gewesen. "Sag uns was Rechtes, Malige, statt deiner Späße." (Z. 95f) ist eine Aufforderung, die im Rückblick zentrale Bedeutung erhält. In dem Plural des "wir" sind alle anderen eingeschlossen, die dabeiwaren und denen Maliges Handlungen anscheinend nicht eindringlich genug waren, um daraus für sich Konsequenzen zu ziehen. Die Binnengeschichte zeigt ihren eingeschränkten Blick auf das Nächstliegende, beschreibt ihre Vermeidungsstrategien und ihr Versuche, sich irgendwie zu arrangieren oder sich zu verdrücken14 . Der Erzähler gehörte wohl zur grauen Masse des "man", die sich nicht den drängenden Fragen nach eigener Position und dem eigenem Handeln am "Anfang eines Krieges" stellten.15

Dazu gehört das zweifache Bild des Marktplatzes, der mal in Ostpreußen, mal in Polen liegt, aber doch ganz ähnlich ist.16 Das beschriebene Phänomen der "Platz-Angst" der Soldaten hat mit der Angst vor der Selbstbegegnung zu tun (Z. 227). Im Erinnern und Schreiben holt der Erzähler, wenngleich auf seine unbeholfen-ungehobelte Art, dies nach. Was NS-Zeit und Krieg für den einzelnen heißen kann, wird am Beispiel des Anfangs erzählt. Dies ist eine spezifisch literarische Möglichkeit, über diesen Wirklichkeitsausschnitt zu sprechen. Gegen-Entwürfe und Reflexion zu bieten ist insofern die Aufgabe der Kunst. Indem Bobrowski schreibt, übernimmt er auf seine Weise die Aufgabe seiner Hauptfigur.

Eine Erinnerungsgeschichte, die sichtbar machen und zum Nachdenken bringen soll

Die Erzählung "Der Tänzer Malige" repräsentiert Bobrowskis Schreibabsicht. "Die Deutschen und der europäische Osten", die "lange Geschichte aus Unglück und Verschuldung" sieht er als sein Thema an. "Ich kann diese Schuld natürlich nicht abtragen, aber ich kann vielleicht versuchen, sie sichtbar zu machen. An sehr handgreiflichen und einfachen Dingen", heißt es erläuternd bei Bobrowski. Seine Hoffnung ist, daß er "möglichst vielen Leuten zumindest ein Nachdenken beibringen könnte".17

Eine autobiographische Geschichte

Diese Absicht erklärt sich daher, daß die Erfahrung des Krieges, Bobrowski zum Schriftsteller gemacht hat. Auch im "Malige" verarbeitet Bobrowski Teile seiner Biographie.18


  1. Über Bobrowskis besondere , "sinnlich-gestische" Erzählweise informiert der Marbacher Ausstellungskatalog: Johannes Bobrowski. Oder: Landschaft mit Leuten, Marbach 1993, S. 635ff. Auffällige Beispiele sind im vorliegenden Text: "Da ist.[...]" (Z. 5); Zeitangabe "jetzt" (Z. 28); "wie gesagt" (Z. 63); "Na ja" (Z. 151); "Im Spätsommer. Der sehr warm ist." (Z. 26);
  2. Teil 1: Z. 1-27; Teil 2: Z. 202-229
  3. "Das geht schon den fünften Tag so" (Z. 52) "Ein paar Tage später" (Z. 78); "da sind sie über die polnische Grenze" (Z. 98f.); "Das ist hier ein Städtchen an einem Flüßchen" (Z. 114); in den Rahmen eingeflochten werden die Angaben "August 39, in den letzten Tagen dieses Monats",(Z. 2); die geographische Nähe zu "Dorf Paradies" (Z. 16); "Venedien" (Z. 17); "Am Anfang eines Krieges" (Z. 202f)
  4. Szene 1: Z. 27-51; Szene 2: Z. 96-106; Szene 3: Z. 114-201
  5. Bobrowski nimmt Elemente der empirischen Wirklichkeit auf. Der ostpreußische Schauplatz der Geschichte ist heute polnisches Gebiet. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die winzigen Ortschaften Venedien (heute: Wenecja) und Paradies (heute: Raj) in der Nähe von Mohrungen (heute: Morag), die damals kaum mehr als zweihundert Einwohner hatten und zum Regierungsbezirk Königsberg gehörten.
  6. s. die betonende Wiederholung "immer so üblich herum um den üblichen Kasernentisch" (Z.30)
  7. "Kohlenhandel" (Z. 50f.); "Gastwirt" (Z. 54); "Hafenarbeiter, Lastträger" (Z. 56f;) "Drogist" (Z. 130)
  8. "Reserveunteroffizier Benedikts Kasernenvortrag: Das Reich als Ordnungsmacht in Europa" (Z. 103f); "Mannestugenden, deutschen Tugenden" (Z. 65f)
  9. alkoholisiert ein Huhn erdolchen, mit Brot `kungeln' , Informationsgespräche (Z. 107ff); wenig später: Drückebergerstrategien, (Z. 70, 127ff)
  10. "Das ist so ein Spaß." (Z. 153); zum Aspekt "Vernichtung durch Arbeit" s. auch [12], [5]
  11. zum Tauben-Motiv,s. Gedicht "Holunderblüte"; Werner Keller: Zu tilgen und zu sühnen: In: Frankfurter Anthologie, Frankfurt und Leipzig 1995, S. 320.
  12. J. W. Goethe: Gespräch mit Eckermann vom 29. Januar 1827, in: Theorie der Novelle, hg. v. Herbert Krämer, Stuttgart 1976, S. 29. Johannes Bobrowski ist als "Geschichtenerzähler" eher an der "mündlich weitergereichte[n] Geschichte, die als solche auch in die Literatur einschlüpft" (s. Marbacher Ausstellungskatalog, S. 635), interessiert als an traditionellen Gattungsmustern. Zwar läßt sich "Malige" - wie Manfred Durzak vorschlägt - der modernen Kurzgeschichte zuordnen, doch sind auch Novellenelemente offensichtlich, die für die Erschließung des Textes unverzichtbar sind (vgl. Manfred Durzak: Die deutsche Kurzgeschichte. Stuttgart 21983, S. 315-317).
  13. Elemente des "locus amoenus": "Flüßchen" (Z. 114); "Lüftchen" (Z.135); "Ein schönes Jahr." (Z. 135f)
  14. vgl. Z. 54ff; Z. 107ff; Z. 70ff/125ff
  15. s. Z.17ff; 68, 70; 225, 227
  16. Durzak konstatiert fälschlicherweise "eine bestimmte Abendstunde in einer räumlichen Umgebung, die an jene Gegend der Geschichte von 1939 erinnert" als Stimulanz des Erzählers und verkennt die novellenartige Rahmung (vgl. Durzak, S. 317)
  17. Johannes Bobrowski. Oder: Landschaft mit Leuten, Marbach 1993, S. 323
  18. Bobrowskis Wehrdienst ging in Kriegsdienst über; Stationierung Nähe Königsberg; 1939 als Gefreiter im Nachrichtenregiment 501 beim Einmarsch in Polen dabei; 1941 beim Einmarsch in die Sowjetunion Zeuge eines Pogroms, dem 3800 Juden zum Opfer fielen; vgl. u.a. B. Gajek und E. Haufe: Johannes Bobrowski. Chronik, Einführung, Bibliographie, Frankfurt, Bern, Las Vegas 1977, S.12f

 


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