Didaktische Reihe
Band 22

Werte in der politischen Bildung

 


Herausgeber:

Gotthard Breit
Siegfried Schiele

LpB, 2000, 464 S.



  Inhaltsverzeichnis

Martin und Sylvia Greiffenhagen

Wertewandel 1

Das Thema Wertewandel trifft in Deutschland auf besondere Sensibilität. Als klassisches Land der Traditionslosigkeit (Helmuth Plessner) hat die deutsche Kultur besonders dramatische Erfahrungen mit Werteverlusten und Werteumstürzen gemacht. Das Thema Wertewandel war ein deutsches Thema, bevor es ein europäisches und heute ein weltweites Thema geworden ist (Greiffenhagen, M. u. S. 1993; Greiffenhagen, M. 1997). Seine sozialen und politischen Voraussetzungen gelten nach wie vor: Nach Werten fragt eine Gesellschaft erst dann, wenn ihre Rahmenbedingungen sich verändern und Orientierungslosigkeit auf verschiedenen Feldern die Frage nach neuen Koordinaten unabweislich macht.

Diese Frage wird unterschiedlich angesetzt und dimensioniert. Am einleuchtendsten ist ihre Fokussierung auf den Aspekt des Verlustes. Diese Erfahrung nämlich steht am Anfang und ist jedem in seiner Lebenswelt zugänglich. Die Behauptung eines ersatzlosen Werteverlustes hat deshalb die Wertediskussion stets eröffnet und begleitet und tut dies bis heute. Einerlei, ob sie sich mit globalen kulturkritischen Designs verbindet oder nicht, die These vom Werteverlust ist im Spektrum der theoretisch anspruchsvollen wie der populären Einschätzungen stets anzutreffen. Kein Wunder, dass angesichts der deutschen "Herkunftsschwäche" (Christian Meier) diese Variante in Deutschland immer besonders stark war, in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg angesichts dramatischer Orientierungslosigkeit und tiefgreifender geistig-politischer Umorientierungen dominant wurde und auch heute noch stärker als in anderen europäischen Ländern durchschlägt. Wir geben zwei Beispiele aus der sozialwissenschaftlichen Szene.

In seinem Beitrag zu dem renommierten Sammelwerk "Regierbarkeit" führte der Politikwissenschaftler Peter Graf Kielmansegg seine These, traditionelle Zustimmungsmotivationen lösten sich auf, folgendermaßen aus:

"In dieser Behauptung sind mindestens drei Thesen zusammengefügt, die zwar nicht leicht systematischer empirischer Kontrolle zu unterwerfen sind, für die aber mannigfache Evidenz angeführt werden kann. Die erste: Alte und starke Impulse der Identifizierung mit dem Gemeinwesen haben ihre Kraft verloren. Man ist keiner Dynastie mehr treu. Man liebt wohl auch sein Vaterland nicht mehr so, gehört nicht mehr so bewußt seiner Nation an, wie es die Eltern oder die Großeltern getan haben. Die zweite Beobachtung: Die Bereitschaft, institutionelle Autorität als solche anzuerkennen, ist viel schwächer geworden. Und drittens schließlich: Die traditionellen Tugendkodices, die es alle damit zu tun haben, das souveräne Ich zu binden, zerfallen. Es mag durchaus sein, daß sich neue Bereitschaft zur Identifikation, neue Loyalitäten, neue Bindungen ausbilden. Aber einstweilen kann nichts Sicheres darüber gesagt werden - sicher ist nur, daß mit all den skizzierten Entwicklungen gemeinschaftsorientierte Zustimmungsmotivationen verloren gehen. Und wahrscheinlich ist, daß im Zuge dieser Entwicklung Zustimmung zumindest zeitweilig in immer stärkere Abhängigkeit von der Erwartung und der Erfahrung unmittelbaren individuellen Nutzens gerät. Um den Sachverhalt ein wenig zu einfach und zu brutal zu formulieren: Zustimmung muß bar bezahlt werden, wenn gemeinschaftsorientierte Zustimmungsmotivationen fehlen." (Kielmannsegg 1977, S. 125)

Der Soziologe Gerhard Schmidtchen nimmt wie Graf Kielmansegg einen jedenfalls vorläufig ersatzlosen Verlust an gemeinschaftsorientiertem Solidaritätsbewusstsein an, wenn er schreibt:

"Die Menschen sind Vorteilssucher geworden, versuchen das jeweils Bessere zu erhaschen, wenn es sich bietet. Die soziale Dimension des Handelns geht verloren. Diese moralische Verdummung der Gesellschaft bestimmt einen Teil ihres unangenehmen Klimas. Wenn die Moral sinkt, steigen für den einzelnen die Transaktionskosten. Dies erklärt, warum bei aller Abneigung gegen überkommene Regeln der Ruf nach Moral öffentlich laut wird. Wenn jedoch Institutionen die Moral nicht durchsetzen, ist sie auch nichts mehr wert. Erst die Geltung von Moral macht es rational, sich an sie zu halten." (Schmidtchen 1995, S. 100)

Der Entschiedenheit des Verlust-Theorems entspricht häufig eine gewisse Monokausalität ursächlicher Zuschreibungen. Meistens ist es der Verlust religiöser Bindung, der als Quelle aller Werteverluste gilt. In diesem Sinne nannte Wilhelm Hennis die Zerstörung oder Ausblendung der Transzendenz als Rahmenkategorie des Politischen "sicher die einschneidendste aller Veränderungen der traditionellen Voraussetzungen des Regierens" (Hennis 1977, S. 18). Die großen politischen Traktate der Neuzeit, von Macchiavelli, Hobbes, Spinoza bis hin zu Kant und Rousseau, seien im Kern alles politisch-theologische Traktate, und nicht ohne Grund hätten auch radikale Aufklärer wie John Locke den Atheisten die Toleranz versagt. Auch der amerikanische Kommunitarismus lebt zum nicht geringen Teil aus dieser theologischen Pathologie, wenn er "Erinnerungsgemeinschaften" beschwört, welche die alten Tugenden aus Bibel und Republikanismus wiederbeleben sollen (Bellah 1987, S. 331).

Wir Deutsche haben unsere eigenen Erfahrungen mit solchen Wiederbelebungsversuchen. Sie sind unter dem Namen "Konservative Revolution" bekannt und gewinnen gegenwärtig neue Attraktivität. Auch diesem riskanten Versuch einer revolutionären Neugründung alter Verhältnisse kommt die Rolle eines historischen Vorreiters zu. Nicht wenige Gruppen der "Konservativen Revolution" endeten im Nationalsozialismus, und alle Versuche, einen neuen Anfang in alten Erinnerungen zu finden, schlugen fehl: Religion, deren politisch integrierende Wirkung man allein wollte, wurde zum Mythos, und zwar notwendig zum Mythos der Gewalt; Autorität, die wiederhergestellt werden sollte, wurde totale Macht; die künstliche Wiederherstellung der Einheit von privater und öffentlicher Tugend wurde zum Terror der Volksgemeinschaft (Greiffenhagen, M. 1986, S. 349). Die Verbindung des Theorems ersatzlosen Werteverlustes mit der Versuchung zur "Konservativen Revolution" sollte nach seinem exemplarischen Scheitern in den 20er und 30er Jahren nicht nur nicht wiederholt werden, sondern als Warnung vor dem Theorem selbst dienen: Es begünstigt eine Stimmung der Verzweiflung und einer ihr folgenden vernunftlosen Entschiedenheit, für welche die deutsche Geistes- und Politikgeschichte schon immer Beispiele lieferte.

Gegenüber der undifferenzierten Behauptung eines allgemeinen Werteverlustes bemüht sich die empirisch orientierte Werteforschung um Differenzierungen in verschiedener Richtung. Wir behandeln diese in drei Schritten: 1. Die Unterscheidung von Werteverlust und Wertewandel; 2. Versuche der Typenbildung; 3. Die Frage der Vereinbarkeit unterschiedlicher Wertetypen und die Bildung von Mischtypen und "Werteräumen".

Werteverlust und Wertewandel

In der empirischen Einstellungsforschung gelten Werte als Vorstellungen von gesellschaftlich Wünschenswertem, im Unterschied zu Normen, die Verpflichtungscharakter besitzen, deren Nichtbefolgung also sanktionierbar ist. Werte werden funktional als Steuerungsmechanismen für individuelle Einstellungen und Verhaltensdispositionen definiert (Maag 1991, S. 28). Durch ihre Internalisierung werden Wertekonzeptionen zu Wertorientierungen innerhalb des individuellen Überzeugungssystems (Bürklin 1994, S. 581).

Empirisch orientierte Sozialforscher sind sich heutzutage darüber einig, dass von einem generellen, ersatzlosen Werteverlust nicht die Rede sein kann. Sie sprechen sämtlich von Wertewandel und meinen damit Veränderungen im Wertehaushalt, die sowohl auf Verlust alter Wertorientierungen wie auf Gewinn neuer, sowohl auf Veränderungen wie auf Synthesen unterschiedlicher Werthaltungen beruhen können. Man spricht deshalb neuerdings von einem Werteraum und seiner unterschiedlichen Dimensionierung (Ebd.). Natürlich gibt es auch den kompletten Verlust früherer Werte. Das gilt zum Beispiel weitgehend für den Wert von "Ehre". Modernisierungsprozesse haben mit Individualisierungs- und Differenzierungstendenzen dafür gesorgt, dass individuelle Identität und Selbstachtung nicht mehr wie früher von familialen oder ständischen Bindungen abhängen. Kein Mann muss sich heute erschießen, duellieren oder seinen Abschied von der Armee nehmen, weil seine Schwester ein Kind unehelich zur Welt bringt. Seine Identität kennt andere Quellen der Selbstachtung. Diese müssen nicht notwendig alte Quellen ersetzen, sondern es kann durchaus vorkommen, dass Werte im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen künftig im Orientierungshaushalt nicht mehr anzutreffen sind. "Dafür" treten aber neue Werte auf, die nun auch Stabilisierungsfunktionen für die Identitätsbildung übernehmen können. Helmut Klages hat eine Liste solcher neuer Orientierungen als Folge von Modernisierungsprozessen erstellt:

- das Bedürfnis, sich als autonome Person zu verwirklichen;

- die Inanspruchnahme des Rechts auf ein Verhalten, das nur eigener Entscheidung entspringt;

- die Abwehr autoritativ begründeter Ansprüche an die eigene Folgsamkeit;

- die stark abgesenkte Bereitschaft zur Identifikation mit transpersonalen sozialen Gebilden und Wesenheiten, die sich dem Individuum gegenüber eine "höhere" Würde und Wertigkeit zuschreiben und Opferbereitschaft fordern können;

- die stark anwachsende Neigung, öffentliche Entscheidungen auf der Grundlage persönlicher Nutzwertgesichtspunkte zu beurteilen;

- die zunehmende Abhängigkeit von persönlicher Motivation, Einsicht oder Überzeugung bei Übernahme von Pflichten und Leistungen;

 

  • die Verringerung der Bereitschaft zu einer "nur" moralisch oder traditionell begründeten Befolgung von

Normen der Leistungserbringung;

- die stark angewachsene Bereitschaft zum kritischen Engagement gegenüber "bürokratischen" Vorschriften, Regeln und Normen;

- die Neigung zur Ablehnung formaler Rollenanforderungen;

- das Bedürfnis nach ungezwungener Kommunikation, die es gestattet, sich als Person "einzubringen" (Klages 1993, S. 49 ff.).

Man sieht: Hier geht es nicht nur um Verluste, sondern um gleichzeitige Gewinne, wobei Verlust und Gewinn nicht auf derselben Ebene verrechenbar sind.

Versuche der Typenbildung

Der Versuchung, Verlust und Gewinn auf einer eindimensionalen Linie zu verrechnen, ist der amerikanische Sozialforscher Ronald Inglehart erlegen. Seine dichotome Anordnung zweier Werttypen des "Materialisten" und des "Postmaterialisten" folgt dem Gesetz des Nullsummenspiels, bucht also den Verlust auf der einen als Gewinn auf der anderen Seite. Ingleharts Theorem geht von zwei Hypothesen aus, der Mangelhypothese und der Sozialisationshypothese. Die Mangelhypothese besagt, dass die Wertprioritäten eines Menschen sein sozioökonomisches Umfeld darin spiegeln, dass er den Dingen den höchsten Wert beimisst, die relativ knapp sind. Die Sozialisationshypothese besagt, dass die grundlegenden Wertvorstellungen eines Menschen die Bedingungen spiegeln, unter denen er aufgewachsen ist. Ronald Inglehart verbindet beide Hypothesen zu folgender Aussage über die Entwicklung der westlichen Zivilisation nach dem Zweiten Weltkrieg:

"Zusammengenommen implizieren diese beiden Hypothesen, daß jüngere Altersgruppen in westlichen Ländern aufgrund des in der Geschichte beispiellosen Wohlstandes und des anhaltenden Friedens seit 1945 ihrer ökonomischen und physischen Sicherheit viel weniger Wert zumessen als ältere Menschen, die größere ökonomische Unsicherheit erlebt haben. Umgekehrt weisen Menschen der jüngeren Generation den nicht-materiellen Bedürfnissen wie Gemeinschaftsgefühl und Lebensqualität eine höhere Priorität zu." (Inglehart 1989, S. 77)

Auf der einen Seite eines bipolaren Wertesystems stehen nach Inglehart somit materielle Grundbedürfnisse: Zu ihnen zählen außer den körperlichen Bedürfnissen aller Art wirtschaftliche Stabilität, Wirtschaftswachstum, Preisstabilität, ferner Ruhe und Ordnung in Staat und Gesellschaft, starke Streitkräfte. Den anderen Pol bilden soziale und Selbstverwirklichungsbedürfnisse: Hierzu zählen geistige, schöpferische, ästhetische und kontemplative Bedürfnisse, soziale Bedürfnisse wie "Zugehörigkeitsgefühl", Bedürfnisse nach Mitsprache in Staat und Gesellschaft, Meinungsfreiheit, weniger Anonymität, aber auch z.B. Werte, die Gegenstand von Natur- und Denkmalschutz sind.

Der Wandel vom "Materialisten" zum "Postmaterialisten" vollzieht sich in Stufen, die von "Generationen" abhängig sind. Diese Generationen sind nicht notwendig biologisch in der Abfolge von Eltern und Kindern gefasst, sondern soziologisch als Altersgruppen, die durch gleiche einschneidende Erfahrungen geprägt sind. Es kann also durchaus sein, dass wir in dem einen Land auf mehr Generationen stoßen als in dem anderen: weil die sozioökonomische und politische Entwicklung für mehr solche Ereignisse oder Phasen sorgte, die sich unauslöschlich in dem biografischen Grundmuster solcher Generationen eingeprägt haben.

Mischtypen und Werteräume

Widersprüchlicher, gleichzeitig aber einleuchtender wird das Bild, wenn man sich von der strammen Bipolarität Ronald Ingleharts trennt und statt dessen von einer Werte-Palette ausgeht, die aus beiden Lagern verschiedenste Mischungen zulässt. Das tut seit Jahren der Soziologe Helmut Klages. Er vermeidet ein Ordnungsverfahren, das bereits im vorhinein von bestimmten Wertehierarchien ausgeht. Auf diese Weise kommt er zu Wertdimensionen, die zu den Inglehartschen in gewisser Weise querliegen. Trotzdem scheinen Aspekte der Inglehartschen Einteilung als Blaupause immer wieder durch. Klages findet auf der einen Seite "Pflicht- und Akzeptanzwerte" und auf der anderen "Selbstentfaltungs- und Engagementswerte". Das Entscheidende gegenüber Inglehart ist die Einsicht, dass es Werttypen gibt, die beide Dimensionen in sich bergen (Klages 1988, S. 56).

Diese Wertemischung führt zur Bildung neuer Werttypen, die zwischen bipolaren Extremen liegen. Helmut Klages unterscheidet auf diese Weise u.a. den (meist älteren) "Konventionalisten" vom (meist jüngeren) "Idealisten" und beide vom "Realisten" sowie vom "Resignierten". Der Konventionalist entspricht in etwa dem Materialisten des bipolaren Systems, der Idealist dem Postmaterialisten. Alle diese Typen weisen jedoch unterschiedlich starke Verbindungen zu den Wertefeldern auf, die Ronald Inglehart einseitig entweder den Materialisten oder den Postmaterialisten zuschrieb. Auf diese Weise entstehen Verbindungen von Positionen, die innerhalb des Inglehartschen Schemas als unvereinbar gelten mussten, z.B. zwischen Hedonismus und Materialismus.

Zwischen einer konservativen Werterenaissance und einer progressiven Zukunftseröffnung hätte sich also eine neue Wertekonstellation ausgebildet, die bisher für unvereinbar geltende Positionen in sich vereint. Wertewandel würde somit nicht Werteverlust oder Wertevernichtung bedeuten (nur der "perspektivenlose Resignierte" hat nahezu alle Werte verloren und ist nach Helmut Klages der eigentliche "Verlierer" des Wandlungsprozesses). Statt dessen ergibt sich die Chance einer Wertesynthese, also die Möglichkeit neuer Kombinationen. Für die politische Kultur läge in dieser Entwicklung eine positive Perspektive: Die Gesellschaft bliebe dichter beisammen und wäre in ihrem Pluralismus diskussionsfähiger und integrierbarer, wenn Konservative für Partizipation und Progressive für Pflichten zu gewinnen wären.

Die Kritik an Inglehart beschränkt sich nicht auf die Eindimensionalität seiner Werteskala und die damit gegebene Unmöglichkeit der Bildung von Mischformen bzw. nebeneinander bestehender widersprüchlicher Werthaltungen, sondern sie betrifft auch Ingleharts Sozialisationshypothese. Jüngere Studien lassen vermuten, dass Teile des Wertesystems situationsspezifisch, periodenbezogen oder auch lebenszyklisch verändert werden. Danach sind auch nach der Adoleszenzphase (z.B. durch Eintritt in das Erwerbsleben, durch Heirat, durch Geburt des ersten Kindes oder des Auszugs des letzten, durch Eintritt in den Ruhestand) Veränderungen im Wertehaushalt möglich. Die sogenannte Periodenhypothese geht von einer großen Empfänglichkeit des einzelnen für sogenannte "Zeitgeisteinflüsse" aus (Bürklin 1994, S. 597 ff.). Der 'Werteraum' gewinnt somit an Multidimensionalität, und die einzelnen Wertorientierungen werden einzeln vermessen, da ihre Quelle unterschiedlicher Natur ist. Die Befragten werden nicht mehr gezwungen, sich innerhalb einer einzigen Dimension zu entscheiden, sondern dürfen innerhalb eines Wertes dessen Bedeutung skalieren und die persönliche Wichtigkeit für ihn gesondert angeben. Später werden dann auf der Grundlage statistischer Zusammenhangsanalysen Aussagen über die Beziehungen zwischen den Werten und ihre intraindividuelle Organisation möglich (Ebd. S. 585.).

Ambivalenzen des Wertewandels

Wertewandel schließt ambivalente Folgen für die gesellschaftliche Entwicklung ein. Wir behandeln solche Ambivalenzen beispielhaft auf den Feldern Arbeit und Leistung sowie Autorität und Normenbindung.

Arbeit und Leistung

Postmaterialistische Haltungen können nicht nur grundlegende soziale "Ligaturen" zerstören, sie gefährden auch das Industriesystem: durch Einbrüche in Einstellungen zu Disziplin und Leistungsbereitschaft. In der Nachfolge des amerikanischen Soziologen Daniel Bell, der schon vor Jahren eine "Selbstzerstörungstendenz im modernen Wirtschaftssystem" konstatiert hatte, fürchten viele den Zusammenbruch von Verlässlichkeiten, die den Bestand einer Mindestmoral auf dem Felde der Arbeit garantieren: durch einen freizeitbezogenen Hedonismus, den das System selbst produziert.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille, und es gibt entgegengesetzte Tendenzen, die dem Industriesystem sogar nützen: "Materialisten" bewerten ihre Arbeit vornehmlich danach, was sie wirtschaftlich abwirft, während "Postmaterialisten" von ihrer Arbeit Freude und Selbstverwirklichung erwarten: Arbeit soll Spaß machen. Maßstäbe des Freizeitbereiches wandern auf diese Weise für Postmaterialisten in das Arbeitsfeld ein, sie zerstören es aber nicht.

Für solche Beurteilung des Wertewandels spricht auch, dass immer mehr Menschen von sich sagen, sie seien bereit, im Beruf "mehr Verantwortung" zu übernehmen, wenn ihre Arbeit mehr Handlungsspielraum ließe. Die jüngeren Menschen äußern vor allem den Wunsch, verschiedene Lebensbereiche in und außerhalb der Arbeit in eine gute Balance zu bringen:

"Man will einen Lebensplan aufbauen und vollziehen können, der nach allen Seiten geöffnet ist, der der Erfahrung und Verarbeitung der gesamten verfügbaren Lebensvielfalt Raum gibt und der den Zugang zu grundsätzlich allen denjenigen Optionen eröffnet, welche die Zivilisations- und Kulturwelt um einen herum bereithält. Dazu gehört aber nach wie vor unabdingbar auch die Berufsarbeit. Wer in der Arbeitssphäre auf Zugangsbarrieren stößt, ist allerdings - und hier scheint das eigentliche Problem zu liegen - in einem hohen Maße frustrationsgefährdet" (Klages 1988, S. 109).

Nach Untersuchungen des Arbeitsforschers Burkhard Strümpel reagiert eine große Zahl "persönlichkeitsstarker" Arbeitnehmer mit Arbeitsunlust, wenn sie von Mitbestimmung ausgeschlossen werden. Ein weiterer Faktor von Arbeitsleid in der Bundesrepublik wird in starren Organisationsformen gesehen. Dazu gehört neben fehlendem Job-Sharing vor allem eine nicht flexible Arbeitszeit. Sie belastet das Familienleben von Ehepartnern und Kindern. In fast allen Punkten solcher Humanisierung der Arbeitswelt hinkt Deutschland seinen westlichen Nachbarn hinterher (Noelle-Neumann/Strümpel 1984).

Autorität und Normenbindung

Die Deutschen hatten immer großen Respekt vor Autoritäten. Heute sieht es so aus, als seien sie in diesem Punkt "normale" europäische Bürger geworden, und mehr: Die Jüngeren sind im Vergleich zu ihren europäischen Altersgenossen sogar besonders autoritätskritisch. Elisabeth Noelle-Neumann gibt aus einer internationalen Umfrage Beispiele dafür:

"Der Autorität am Arbeitsplatz müsse man folgen, denken die Westeuropäer im Durchschnitt zu 32 Prozent, die Deutschen zu 28 Prozent. Erst wenn man überzeugt worden sei, müsse man am Arbeitsplatz einer Anordnung folgen, denken die Europäer im Durchschnitt zu 43 Prozent, die Deutschen zu 51 Prozent (junge Deutsche: 'Anordnungen folgen' 14 Prozent, 'Erst wenn man überzeugt worden ist' 65 Prozent; junge Engländer: 'Anordnungen folgen' 44 Prozent, 'Erst wenn man überzeugt worden ist' 40 Prozent" (Noelle-Neumann 1991, S. 49)

Dem entspricht, dass Eltern und Schule in Deutschland (West) seit den 70er Jahren nicht mehr auf Ordnung, Gehorsam und Disziplin hin erziehen, sondern zunehmend mehr auf postmaterialistische Ziele wie Selbstständigkeit, Urteilsfähigkeit und Argumentations- bzw. Durchsetzungsfähigkeit (Koch 1990, S. 10 ff. und Bürklin 1992, S. 18 ff.).

Diese Entwicklung lässt sich, je nach politischer Überzeugung, positiv oder negativ deuten. Im Blick auf die obrigkeitsstaatliche Tradition in Deutschland kann man die autoritätskritische Haltung der jüngeren Deutschen für wünschenswert halten: Anordnungen zu befolgen, "von denen man nicht überzeugt ist", hat den Deutschen und ihren Nachbarn viel Unheil gebracht. Es ist gut, wenn sich eine jüngere Generation von diesem Wert heute lossagt, zugunsten von postmaterialistischen Werten wie Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit. Andererseits braucht jede Gesellschaft ein gewisses Maß an Vertrauen und Folgebereitschaft.

Ambivalente Beurteilung findet auch die Bereitschaft zur selbstverständlichen Beachtung von Normen. Es gibt Hinweise dafür, dass sich Respekt vor gesellschaftlichen Normen heute kaum mehr aus einem sozialmoralischen Fundus herleitet. Wenn eine Regel nicht den persönlichen Interessen eines Individuums entspricht, wird sie verletzt: sofern ihre Einhaltung nicht streng kontrolliert bzw. sanktioniert wird. Beispiele liefern sinkende Steuerehrlichkeit, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Parkierungsverstöße.

In der Folge geriete "die Vision eines Staates ins Blickfeld, der überall dort, wo er die Bürger nicht eo ipso begünstigt, mit einem unverhältnismäßig hohen Kontroll- und Sanktionsaufwand operieren muß, um noch Normbefolgung zu gewährleisten", und das eben nicht gegenüber "kriminellen Elementen", sondern "in Wirklichkeit sind es (...) die 'normalen' Bürger selbst, gegen die sich die Verstärkung der Polizei richtet und - unter den gegebenen Umständen - auch richten muß" (Klages 1988, S. 97). Die Folge wäre also ein "Polizeistaat" mit einer Flut von Verboten, Kontrollen und Strafen - und das hatten wir doch früher.

Wertewandel auf dem Feld der Politik

Die Ambivalenzen werden nicht weniger, sondern mehr, wenn wir nun den Wertewandel auf dem Feld der Politik im engeren Sinne betrachten: Die Bindung an große Organisationen wie Parteien und Verbände, aber auch Kirchen, wird in dem Maße geringer, in dem in der Folge des Wertewandels

  • erstens die Bindefähigkeit insgesamt sinkt;
  • zweitens immer mehr Menschen die formalisierten Verfahren in Großorganisationen als bürokratisch und undemokratisch ablehnen;
  • drittens die Kritikbereitschaft der Bürger ansteigt und damit zugleich das Vertrauen in die Eliten der Organisation abnimmt;
  • viertens die weitgespannten Ziele und Aufgabenfelder großer Organisationen immer weniger den zunehmend differenzierten Interessen von einzelnen Bürgern entsprechen: objektiv, aber vor allem im subjektiven Empfinden der Bürger. Aus diesem Grund fallen die etablierten Parteien und Verbände gegenüber den sogenannten "Ein-Punkt-Bewegungen" wie Bürgerinitiativen oder neuen sozialen Bewegungen zurück;
  • fünftens sich auch die soziale Basis von politischen Konflikten verändert. Zu den alten sozialen Spannungslinien (cleavages) zwischen Arbeit und Kapital, Kirche und Staat, Katholizismus und Protestantismus kommt mit dem Wertewandel noch die zwischen Materialismus und Postmaterialismus, die quer zu den Ordnungsprinzipien der traditionellen politischen Lager verläuft und den alten Parteien, vor allem der SPD, einen kaum zu bewältigenden Spagat zwischen "alten" und "neuen" politischen Zielen und Stilen abverlangt.

Viele der postmaterialistischen Werte und Verhaltensformen lassen sich, je nach politischer Überzeugung, entweder als "Demokratiepotential" oder als "Anomiepotential" deuten. So befragt Helmut Klages die Wertetypen, die er entwickelt hat, daraufhin, ob und wie weit sie einen brauchbaren Bürger für die gegenwärtige Form von Demokratie abgeben. Eine Dominanz des "Hedomat" mag er sich lieber nicht vorstellen. Hedomats sind Menschen "mit starken Interessen an materiellen Dingen, aber sehr geringem Engagement gegenüber gesellschaftlichen oder, allgemeiner gesagt, gegenwartsbezogenen Problemstellungen" (Klages 1993, S. 35). Um demokratische und soziale Werte wäre es dann schlecht bestellt. Dazu verkörpert der Hedomat-Typ ein latentes Unzufriedenheits- und Unruhepotential, weil er "der Politik mit einer uninformierten, mit einem diffusen Mißtrauen verbundenen Erwartungshaltung entgegentritt, die leicht in Enttäuschung und Verdrossenheit und in bedingungslose Mitläuferschaft bei Protestaktionen der verschiedensten Art umzuschlagen vermag" (Ebd.; vgl. auch Gensicke 1996). Eine fatale Entwicklung, wenn man bedenkt, dass diese neue Verbindung aus Hedonismus und Materialismus zwar nur ca. 13 % der deutschen Gesamtbevölkerung kennzeichnet, sich aber besonders bei den jüngeren Altersgruppen gegenwärtig rasch ausbreitet. Von den 14 -23jährigen zeigen schon ca. 22 % Hedomat-Werte, von den 14-17jährigen sogar knapp 33 % (Herbert 1991).

Günstiger sähe das Bild aus, wenn sich ein Mischtyp durchsetzen könnte, den Helmut Klages und seine Mitarbeiter als "aktiven Realisten" bezeichnen: Dieser Persönlichkeitstyp vereint von der Postmaterialismus - wie von der Materialismus-Skala die jeweils günstigsten Werte: Aktive Realisten sind

"ebenso disziplinfähig und einfügungsbereit wie auch zu einem - vermutlich konstruktiven-kritischen Engagement bereit und in der Lage. Sie sind ebenso familien- und freizeit- wie auch berufsorientiert, und sie entwickeln in beiden Richtungen eine besonders hohe Aktivität. Sie sind ebenso zur Respektierung von Gesetz und Ordnung wie auch zur Verteidigung ihrer Rechte und Interessen gegenüber Ämtern und Behörden bereit. Im Bereich des alltäglichen Arbeitens sind die Menschen durch eine Leistungsbereitschaft gekennzeichnet, die mit hoher Eigeninitiative und mit einem stark entwickelten Interesse an sinnvoller Arbeit gepaart ist. Sie sind weiterhin in hohem Maße bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn ihnen ein ausreichend erscheinender Freiraum zugebilligt wird. Sie besitzen nichtsdestoweniger aber gleichzeitig auch ein deutliches Interesse an einer handlungsfähigen und kompetenten Führung" (Klages 1988, S. 118 ff und S. 124 f).

Unter den Bedingungen des Wertewandels kommt es zu der Situation, dass alle Gruppen der Bevölkerung und nahezu alle Wertetypen höhere und jedenfalls mehr Ansprüche an den Staat stellen als früher. Auf diese Weise ergeben sich die merkwürdigsten Allianzen. Wirtschaftlich schwache und ängstliche "Materialisten" wenden sich mit ihren Erwartungen und Forderungen ebenso an "den Staat" wie postmaterialistische Individualisten und Selbstverwirklicher. Diese sind außerdem gegenüber der Politik noch kritischer und anspruchsvoller. Einzig die älteren Vertreter traditioneller Werte zeigen bescheidenere Einstellungen (Maag 1991, S. 207).

Diese geschichtlich neue Hinwendung zum Staat verbindet sich paradoxerweise mit der gleichzeitigen Meinung der Bevölkerung, die Wertorientierung der Menschen sollten dem staatlichem Einfluss und Eingriff enthoben sein. Auf einer Skala, welche die Felder und das Maß staatlicher Verantwortung angibt, rangiert die Position "moralische Vorstellungen und Leitbilder der Menschen" eindeutig am Schluss. 1984 wollten nur 30 % dem Staat hier eine Zuständigkeit zusprechen. 47 % nannten gesellschaftliche Gruppen und Einrichtungen, 22 % private Kräfte als zuständig für diesen Bereich (Zapf 1987, S. 122 f).

Das ist historisch verständlich: nach einer erfolgreichen Geschichte des liberalen Staates mit seiner scharfen Trennung von privat und öffentlich, verbunden mit dem Schutz individueller und pluraler Wert- und Lebenswelten. Mit diesem Hinweis ist allerdings über die Brücke zwischen persönlichen Wertorientierungen und staatlichem Handeln noch nichts gesagt. Ernst-Wolfgang Böckenförde fragt deshalb: "Woraus lebt der Staat, worin findet er die ihn tragende, homogenitätsverbürgende Kraft und die inneren Regulierungskräfte der Freiheit, deren er bedarf, nachdem die Bindungskraft aus der Religion nicht mehr essentiell ist und sein kann?" Seine Antwort: "So wichtig die rechtsstaatliche Freiheitssicherung für eine Staatsordnung heute ist, kein Staat kann allein aus der Gewährung rechtsstaatlicher Freiheit sich konstituieren oder erhalten. Er bedarf eines einigenden Bandes, einer homogenitätsverbürgenden Kraft, die dieser Freiheit vorausliegt und den Staat als politische Einheit erhält." Dieses Band ergibt sich "aus der moralischen Substanz der einzelnen", wird somit in Sozialisationsagenturen gebildet, die nur zum Teil (wie die Schule) staatlichen Einflüssen unterliegen. Wertorientierungen bilden sich in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen, und ihre Grundlage wird nach wie vor, wie man vermutet, in der Familie gelegt. Sie müssen also vom Staat vorausgesetzt werden und können nur um den Preis eines Verfassungstotalitarismus von ihm verordnet und durchgesetzt werden. Böckenfördes häufig zitiertes Resümee: "Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann" (Böckenförde 1976, S. 59, S. 84 und S. 85).

Anmerkungen:

  1. Der folgende Text basiert auf Teilen des Aufsatzes von Martin und Sylvia Greiffenhagen: Politische Kultur. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Grundwissen Politik. 3. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Bonn 1997, S. 167ff.

Literatur

Bellah, Robert N. u.a.: Gewohnheiten des Herzens. Individualismus und Gemeinsinn in der amerikanischen Gesellschaft. Köln 1987

Böckenförde, Ernst-Wolfgang: Staat. Gesellschaft. Freiheit. Studien zur Staatstheorie und zum Verfassungsrecht. Frankfurt a. M. 1976

Bürklin, Wilhelm u.a.: Dimensionen des Wertewandels. Eine empirische Längsschnittanalyse zur Dimensionalität und der Wandlungsdynamik gesellschaftlicher Wertorientierungen. In: Politische Viertelsjahresschrift. Heft 35/ 1994, S. 579 ff.

Bürklin, Wilhelm: Gesellschaftlicher Wandel, Wertewandel und politische Beteiligung. In: Karl Starzacher u.a. (Hrsg.): Protestwähler und Wahlverweigerer. Krise der Demokratie? Köln 1992, S. 18 ff.

Gensicke, Thomas: Deutschland im Wandel. Sozialer Wandel und Wertewandel in Deutschland vor und nach der Wiedervereinigung. Speyerer Forschungsberichte. Nr. 154/1996

Greiffenhagen, Martin: Das Dilemma des Konservatismus in Deutschland. 3. Auflage Frankfurt/Main 1986

Greiffenhagen, Martin: Politische Legitimität. Gütersloh 1997 und Bonn 1998

Greiffenhagen, Martin und Sylvia: Ein schwieriges Vaterland. Zur politischen Kultur im vereinigten Deutschland. München 1993

Greiffenhagen, Martin und Sylvia: Politische Kultur. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Grundwissen Politik. 3. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Bonn 1997, S. 167 ff.

Greiffenhagen, Martin und Sylvia (Hrsg.): Handwörterbuch zur politischen Kultur der Bundesrepublik. 2. völlig neu bearbeitete Auflage Opladen 2000

Hennis, Wilhelm: Zur Begründung der Fragestellung. In: Wilhelm Hennis u.a.: Regierbarkeit. Studien zu ihrer Problematisierung. Bd. 1, Stuttgart 1977, S. 9 ff.

Herbert, Willi: Wandel und Konstanz von Wertstrukturen. Speyerer Forschungsberichte Nr. 101/1991

Hildebrandt, Kai/Dalton, Russel J.: Die neue Politik. In: Max Kaase (Hrsg.): Wahlsoziologie heute. Sonderheft 2-3/1977 der Politischen Vierteljahresschrift, S. 7ff.

Inglehart, Ronald: Kultureller Umbruch. Wertewandel in der westlichen Welt. Frankfurt/New York 1989

Kielsmannsegg, Peter Graf v.: Demokratieprinzip und Regierbarkeit. In: Hennis, Wilhelm u.a. (Hrsg.): Regierbarkeit. Studien zu ihrer Problematisierung. Bd. 1. Stuttgart 1977, S. 118 ff.

Klages, Helmut: Häutungen der Demokratie. Zürich/Osnabrück 1993, S. 49 ff.

Klages, Helmut: Traditionsbruch als Herausforderung. Perspektiven der Wertewandelsgesellschaft. Frankfurt/ New York 1993

Klages, Helmut: Wertedynamik. Über die Wandelbarkeit des Selbstverständlichen. Zürich 1988

Klages, Helmut: Wertewandel. In: Greiffenhagen, Martin und Sylvia (Hrsg.): Handwörterbuch zur politischen Kultur der Bundesrepublik. 2. völlig neu bearbeitete Auflage Opladen 2000

Koch, Achim: Von "Ordnung und Disziplin" zu "persönlicher Selbständigkeit". In: Informationsdienst Soziale Indikatoren (ISI). Heft 4/1990, S. 10 ff.

Maag, Gisela: Gesellschaftliche Werte. Strukturen, Stabilität und Funktion. Opladen 1991

Noelle-Neumann, Elisabeth: Demoskopische Deutschstunde. Vom Wartesaal der Geschichte zur Deutschen Einheit. Zürich 1991

Noelle-Neumann, Elisabeth/Strümpel, Burkhard: Macht Arbeit glücklich? Macht Arbeit krank? Zürich 1984

Schmidtchen, Gerhard: Ethik, Protest und Gewalt. In: Klein, Ansgar (Hrsg.): Wertediskussion im vereinigten Deutschland. Köln 1995, S. 97 ff.

Zapf, Wolfgang u.a.: Individualisierung und Sicherheit. Untersuchungen zur Lebensqualität in der Bundesrepublik Deutschland. München 1987

 


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