Dokumentation

Globalisierung als Chance II

Blick auf die Weltgesellschaft



Andreas Bittner
Afrika - eine Randzone der Globalisierung


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Inhaltsverzeichnis


Dr. Andreas Bittner ist Mitarbeiter am Institut für Afrikanistik an der Universität Leipzig.

Wer sich mit dem afrikanischen Kontinent befaßt, sieht sich immer wieder suggestiven Fragen - wie jener in der Überschrift - gegenüber. Zuhörer oder Leser glauben dann meist, schon vorab die Antwort zu kennen: JA, natürlich, wird er oder sie denken, Afrika ist eine Randzone der Globalisierung. Oder in anderen Zusammenhängen: ein Katastrophenkontinent, ein Abschreibungsprojekt, ein Faß ohne Boden, die Dritte Welt der Dritten Welt" und so fort. Ad nauseam. Die Möglichkeiten des Vortragenden oder Schreibenden zu afrikanischen Themen - so diese nicht die Kultur, die Natur, den Familiensinn, die kenianischen Wunderläuferinnen oder angrenzende soft issues betreffen - beschränken sich sodann auf den zunehmend hilflosen Versuch eines versöhnlichen Ausblicks, den Verweis auf einen Silberstreifen am Horizont, ein Licht am Ende des Tunnels.

Nicht ungewöhnlich für den afrikanischen Kontext ist auch, daß Trends und Diskussionen en vogue erst mit einer gewissen Zeitverzögerung über den Kontinent schwappen, beziehungsweise über das wissenschaftliche Gemeinwesen, welches sich mit ihnen befaßt. Nun also die Globalisierung.

Ursprünglich Mitte der achtziger Jahre bereits in Managementzirkeln internationaler Konzerne diskutiert - dort ist der Begriff nebenbei bemerkt auch stimmiger und besser angesiedelt, als in der bisweilen unscharfen polit-ökonomischen Diskussion - ist er inzwischen zu einem Allerweltsbgegriff und einer Jedermanns-Entschuldigung verkommen. Der amerikanische Sprachwissenschaftler Noam Chomsky meinte hierzu jüngst in einem Interview, daß Globalisierung wohl in erster Linie ein Terminus sei, den man benutzt, um den Leuten das Denken auszutreiben". Denken wir also einen Augenblick nach.

Afrika, nach Ansicht des Autors durchaus keine Randzone der Globalisierung, wird erst in der jüngeren Vergangenheit verstärkt mit dieser Diskussion in Verbindung gebracht. Äußerst mager bleiben somit auch die Literaturverweise in einer aktuellen Bibliographie der entwicklungspolitischen Fachpublikation Nord-Süd-aktuell (Nr. 3, 1998) zum Thema; darunter auch der weitgreifende Artikel von Tetzlaff, der in seinem Beitrag leider noch den Eindruck verstärkt, daß das Thema ein akademischer Bauchladen sei. Im angesprochenen Schwerpunktheft zur Globalisierung fällt auf, daß kein Beitrag sich mit Afrika beschäftigt, während zum Beispiel Taiwan, Brasilien, Korea oder die Netzwerke der Automobilindustrie ausführlich behandelt werden. Afrika und die Globalisierung" - unter diesem Motto fand im Oktober 1998 die Biennale der Vereinigung von Afrikanisten in Deutschland (VAD) in Bayreuth statt, ohne daß sich dabei die Vertreter der einzelnen Disziplinen sonderlich inspiriert fühlten, dem Motto zu folgen oder gar einen Diskurs anzustoßen. Dies führt zu der ersten Behauptung, daß nicht Afrika eine Randzone der Globalsierung ist, sondern die Beschäftigung mit dem Thema ist vielmehr peripher. Randständig ist die ernsthafte Diskussion über Afrika und um seine Rolle im Wettlauf der Besessenen" (der Ökonom Paul Krugman über die Globalisierung).

Vorschnell - und auf dünner empirischer Basis - heißt es dann:

1. Afrika ist ein Globalisierungsverlierer und wird sogar noch weiter marginalisiert. Für Rainer Tetzlaff ist dies allerdings ein "quasi normaler Vorgang im Prozeß der janusköpfigen Modernisierung". Wer dabei verliert, scheint anormal und "Afrika [ist] ein heißer Anwärter auf diese Anormalität!" (Tetzlaff 1996:545)1.

2. Ein Blick auf die üblichen Globalisierungskennziffern - Import, Export, Direktinvestitionen oder virtuelle Finanztransaktionen - zeigt angeblich deutlich
Nicht Afrika ist peripher, sondern die Beschäftigung
mit dem Thema
(Tetzlaff 1996, Kappel 1999 und viele andere), wie groß das Ausmaß der Marginalisierung bereits ist (als ob Afrika nur ein Land sei) und daß Afrika immer weiter an der Rand gedrängt wird. Ja, ist die Erde denn eine Scheibe?

3. Und hier unterscheiden sich die Empfehlungen durchaus, braucht Afrika deswegen mehr Entwicklungshilfe, mehr Strukturanpassung, mehr Markt, mehr Industrialisierung, mehr Demokratie, mehr Telefone - kurz: auf alle Fälle mehr von allem.

Kaum jemand macht sich dabei die Mühe, den Begriff der Globalisierung näher zu bestimmen oder gar zu hinterfragen - geschweige denn, ihn in einen afrikanischen Kontext zu stellen.

1. Was ist Globalisierung?

Wie Gregor Walter auf der ersten Globalisierungstagung in Bad Urach (siehe Walter 1998) in wünschenswerter Klar- und Direktheit ausführt, gehört Globalisierung inzwischen zum rhetorischen Standardrepertoire" in der wissenschaftlichen Diskussion. Irgendwie, so könnte man ergänzen, ist Globalisierung inzwischen überall. Dabei gab es in den letzten hundert Jahren durchaus mehrere Wellen von Öffnung und Protektionismus (siehe Oman 1996). So wurde das beachtliche Ausmaß der globalen ökonomischen Interaktionen am Ende des 19. Jahrhunderts erst wieder in den achtziger Jahren dieses Säkulums erreicht. Ob es tatsächlich einen unrevidierbaren Globalisierungprozeß" (so Kappel 1999) gibt, ist rein spekulativ - und angesichts der aktuellen Debatte um Re-Regulierung und zunehmenden Anzeichen von Neo-Protektionismus eher zweifelhaft. (Auch die Expansion des Universums nach dem Urknall" wird sich irgendwann mal wieder umkehren.) Sicherlich hat die Geschwindigkeit weltweiter Transaktionen rasant zugenommen, während sich die träge Realität weitaus weniger verändert hat. Zugenommen hat sicherlich die publizistische Passion für sogenannte Globalisierungsphänomene und damit auch (vorübergehend?) die öffentliche Debatte. Anders gesagt; es ist die gefühlte Globalisierung", die zugenommen hat.

Globalisierung und nuancierte Unterscheidungen wie Globalismus, Globalität, Glokalismus und so fort sind inzwischen ein Passepartout für alle Lebenslagen. Die Betrachtungen von Reichweite und Auswirkungen der anbrandenden Globalisierung" (Tetzlaff) werden dabei meist auf die augenfällige ökonomische Komponente reduziert: Globalisierung ist ein Prozeß der zunehmenden Integration von Ökonomien, der mit einem
Es ist die "gefühlte Globalisierung", die zugenommen hat
Liberalisierungsprozeß und für nicht-angepaßte Ökonomien mit Strukturanpassungsprogrammen (SAP) verbunden ist" (Kappel 1999). Damit sind auch Begriffe wie Standort und Weltmarkt nicht weit - Politologen erinnern bisweilen an die schöne, leicht angestaubte Nominalkonstruktion der Inwertsetzung - und schon wuchern die Spekulationen über Globalisierungsgewinner oder -verlierer, denn Zentripetale und zentrifugale Konstellationen treffen aufeinander" (Kappel 1999). Dies alles bleibt merkwürdig vage.

Oft wird dann noch irgendwie das Wort Internet und neue Medien eingestreut - und fertig ist das Global Village. Diese Vulgärempirie, nach dem Motto da stellen wir uns mal ganz dumm, werfen einen Blick auf den guten alten Globus, nehmen ein paar wirtschaftliche Daten und ziehen dann unsere Schlußfolgerungen", ist jedenfalls weit verbreitet. Tatsächlich reichen viele Erkenntnisse und Feststellungen nicht über punktuelle, ja anekdotische Betrachtungen hinaus. Die Tatsache, daß wir in der Einen Welt nun beinahe alle Coca Cola trinken, MTV und CNN schauen und Nike-Sportschuhe oder andere Verbrauchsgüter" wie Hermès-Tücher"2 tragen können müssen, ist für manchen schon ausreichender Beleg für die Globalisierung. Wenn es hingegen in Dakar (Senegal) schon mehrere Internet-Cafés gibt, besteht eventuell Hoffnung, daß ein Anschluß noch möglich ist. Vielleicht durch Zonenrandförderung? Bleiben wir noch einen Augenblick auf diesem Niveau, dann fällt der Beweis, daß auch Afrika in die Globalisierung eingebunden ist, gar nicht so schwer.

Beginnen wir bei all den Touristen, die im Ngorogoro-Krater in Tansania auf Grzimeks Spuren wandeln oder bei Planet Hollywood" (!) in Kapstadt, nun sagen wir mal, ein Heineken-Bier trinken. Für nahezu jedes afrikanische Land dürfte es neben den einschlägigen Pauschalangeboten Spezialreiseveranstalter für Globalisierungstrotter geben, die Fahrradtouren in Eritrea, Safaris in der Etoschapfanne oder Erlebnistourismus im Gabun (Besuchen Sie Lambarene, Albert Schweitzers Wirkstätte" - Telefonnummer des Reiseveranstalters ist dem Autor bekannt) im Angebot haben. Das Gegenargument, daß die Besucherzahlen im Krale der Ovambo" deutlich geringer sind als etwa in Mallorca oder Oberammergau, wäre nur dann zutreffend, wenn man Globalisierung als ausschließlich quantitatives Phänomen begriffe.

Erstaunlich ist auch die Zahl der professionellen Besucher Afrikas; seien es nun die vielen Weltbank- oder IWF-Ländermissionen, Heerscharen von Entwicklungshelfern und NRO-Repräsentanten sowie Studenten und Wissenschaftler (Biologen, Ökonomen, Ethnologen, Ökologen u.v.m.) mit Wissensdurst und Erhebungsinstrumenten. Hinzu kommen Handelskammerdelegationen, Prospekteure und Glücksritter3, die seit Jahrzehnten in Afrika unterwegs sind. Nicht zu vergessen die Missionare, die unter den ersten fremdländischen Besuchern auf dem Kontinent waren - oder die zahlreichen Papstreisen zu den afrikanischen Brüdern und Schwestern. Die Una Sancta ist ohnehin ein prächtiges Beispiel für frühzeitige Globalisierungsstrategien.

Ethnische Minoritäten, ob Inder und Pakistani in Ostafrika, Levantiner in Westafrika oder chinesische Händler auf den Maskarenen, handeln und wandeln zum Teil seit Olims Zeiten zu Lande und zu Wasser. Oft unterhalten sie noch enge familiäre, kulturelle und geschäftliche Verbindungen in die alte Heimat. In umgekehrter Richtung hat beispielsweise die islamische Bruderschaft der Mouriden seit den sechziger Jahren ein erdumspannendes Netz aus persönlichen und geschäftlichen Kontakten gesponnen, dessen Fäden sich in ein kleines Nest im senegalesischen Sahel zurückverfolgen lassen. Denn Globalisierung ist keine Einbahnstrasse.

Bleiben wir im Bilde. Globalisierung: Ein Ausweg aus der afrikanischen Sackgasse? Mancher mag da an die Migranten, Flüchtlinge, Drogendealer, nigerianische Trickbetrüger oder Asylbewerber denken, die überdies nicht selten als Rechtfertigung für unsere Entwicklungspolitik herhalten. Damit es nicht noch mehr werden! ... kurzum die Chaosperspektive" (schon wieder Tetzlaff 1996).

Doch daneben gibt es natürlich auch viele Studenten und Stipendiaten aus Afrika, die den Weg zu uns finden, Afrikaner und Afrikanerinnen auf Fortbildungen, Messebesuchen und Geschäftsreisen, zur Vertiefung der Kontakte zur Partnergemeinde, zur Partner-NRO oder als Ehepartner. In vielen Städten des Nordens finden wir Afroshops, afrikanische Restaurants oder Diskotheken. Die Sammlung westafrikanischer Frisörschilder im Büro eines deutschen Professors, oder der nigerianische Gastdozent, der deutschen Studenten Hausa, Kisuaheli oder andere Sprachen beibringt, sind weitere Belege für überaus intensive und ubiquitäre Austauschbeziehungen.

Zwar finden sich keine afrikanischen Videorecorder und Computerspiele in den Regalen unserer Einkaufszentren, doch trinken wir einen Kaffee, wird dieser nicht selten aus Afrika kommen4. Gleiches gilt für andere Rohstoffe wie Schokolade, Erdöl oder -nüsse, aber auch für Kunsthandwerk (manchmal auch mit dem globalisierungsverdächtigen Name airport art bezeichnet) und weitere exquisite und exotische Kolonialwaren (heutzutage ethnic food genannt). Der Viktoriabarsch aus dem gleichnamigen ostafrikanischen See steht derweil wie selbstverständlich auf dem Wochenplan manch deutscher Behördenkantine und zeugt von durchaus diversifiziertem Warenaustausch. Rosen vom Äquator, Nelken (langstielige oder wohlriechende), Schnittblumen aus Simbabwe oder Gambia sowie Veilchen aus den Usambarabergen (Tansania) ... Afrika und der Rest der Welt sind durch eine lückenlose Kühlkette miteinander verbunden. Der Hinweis auf ökologische, arbeitsrechtliche oder außenwirtschaftliche Aspekte - Stichwort: terms of trade - steht dabei auf einem anderen Blatt. Er wäre nur dann bedeutsam, wenn Globalisierung unter den Aspekten von Ethik, Verteilung und asymmetrischer Weltmarkteinbindung ernsthaft diskutiert würde.

Das DFG-Globalisierungsprojekt, in dem der oben zitierte Greogor Walter mitarbeitet, verweist auch auf die Dimension der Sicherheit (negativ ausgedrückt: grenzüberschreitende Bedrohungen), auf die hier nicht näher eingangen werden soll. Doch AIDS, Waffen-, Drogen-, Menschenhandel, neuerdings auch Geldwäsche sind die negativen Seiten der afrikanischen Einbindung in weltweite Transaktionen, genauso wie die Bombenanschläge in Nairobi und Dar es Salam im August 1998. Dabei scheint es sich um ein Komplott afghanischer und saudi-arabischer Fundamentalisten gegen Amerika" in afrikanischen Metropolen zu handeln. Als erstes waren übrigens israelische Experten vor Ort.

Kultur - und längst nicht nur der amerikanische way of life - ist ein weiteres, wenn auch schwer faßbares Globalisierungsphänomen. Denken wir an die Wurzeln von Jazz und Rock'n'Roll, die großartigen Ausstellungen afrikanischer Kunst in London und Berlin vor einigen Jahren, die Konzerte von Johnny Clegg, Miriam Makeba, Angélique Kidjo oder Youssou N'Dour und vielen anderen, an die Tunesienreise von Macke und Klee, die Rastaman Vibrations und Einfluß der afrikanischen Skulpturen auf Picasso und andere. Hingewiesen sei auf die nächste documenta in Kassel, deren Konzept ein Nigerianer schmiedet. Die Farbe, die afrikanische Fußballer in europäische Stadien und afrikanische Läuferinnen in die internationalen Marathonwettbewerbe bringen, ist unübersehbar. Der Hinweis, daß Kultur und Sport doch nur schmückendes Beiwerk seien - in der systemischen Wettbewerbstheorie heißt das Metaebene" - ist nur dann zutreffend, wenn Globalsierung als ein rein ökonomisches Phänomen verstanden wird.

Telefonverbindungen sind in Afrika schlecht und die sogenannte Teledensity ist bekannterweise niedrig, die Medienlandschaft ist weder so bunt noch so pluralistisch wie in anderen Teilen der Welt, aber dennoch ist der Kontinent auch kommunikativ in globale Zusammenhänge eingebunden. (Es wird kolportiert, daß kämpfende Truppen im Kongo mit zu den ersten Kunden des Iridumnetzes gehörten, das über satellitengestützte Telefonverbindungen inzwischen die Erreichbarkeit an je dem Ort der Welt ermöglicht.) Sicherlich ist die Radio- oder Fernseherdichte in Afrika pro Person gering; dafür ist die Zahl der Personen pro Fernseher erheblich. Das französische Nachrichtenprogramm RFO wird in Madagaskar beispielsweise allabendlich über öffentliche Fernseher auf Marktplätzen und in Gemeindesäle übertragen; selbst in Nord-Mosambik konnte eine Kollegin aktuelle amerikanische Musikvideos sehen - und macht sich nun Gedanken über den prägenden Einfluß des afro-amerikanischen Gangsta-Rap im Ghetto auf die Sozialisation von Analphabeten im Busch.Vergessen wir nicht die erstaunlichen und komplexen Geschäftsverbindungen (linkages) zwischen dem Reinigungspersonal internationaler Flugzeuge und fliegenden Straßenhändlern: Internationale Zeitschriften werden - schneller und billiger als bei formellen Abonnementsbeziehungen - an zentralen Plätzen afrikanischer Hauptstädte von alerten Mikroentrepreneuren zum Verkauf angeboten (etwa vor der Afrikanischen Entwicklungsbank in Abidjan, in der Nähe des New Stanley Hotels in Nairobi oder vor dem Hotel Colbert in Antananarivo).

Das Beispiel dieser Zeitungshändler verweist dabei auf einen anderen, wichtigen Punkt: Afrikanische Wirtschafts- und Lebensverhältnisse lassen sich kaum mit den nördlichen statistischen Netzen einfangen. Die quantitative Bedeutung der informellen und illegalen Parallelökonomie läßt sich nur erahnen. Wer weiß schon, wieviele Diamanten auf inoffiziellen Handelswegen ihren Weg aus Angola oder Sierra Leone in die Schleifereien im Bahnhofsviertel von Antwerpen gefunden haben. Damit mag es vorläufig an ankedotischer Evidenz genügen. Dem geneigten Leser werden sicherlich unzählige weitere Beispiele für die internationale Einbindung Afrikas in Handels- und Finanzströme einfallen ebenso wie zur Bewegung von Menschen über Grenzen hinweg und Anzeichen von grenzüberschreitender Bedrohung - kurz: die Zunahme globaler Vernetzung in vielfältigen Lebensbereichen und die nachlassende Bedeutung von Territorialität.

Das schon angesprochene DFG-Projekt bevorzugt deshalb auch den Begriff der Denationalisierung" (siehe Walter 1998). Möglicherweise klingt das Modethema Globalisierung schon wieder ab. Blicken wir, wie dies auch Zürn (1998) vor Jahresfrist getan hat, auf die aktuelle Liste der Sachbuchverkäufe, zum Beispiel Spiegel 3/1999 (15 Titel) oder Wirtschaftswoche 3/1999 (insgesamt 20 Titel), so findet sich dort kein Globalisierungsbestseller mehr. Offensichtlich gebricht es der Debatte an neuen authentischen Beiträgen5.


2. Wo ist Afrika?

Ein sicheres Indiz dafür, daß dem Gesagten derzeit nichts wirklich neues Makro-Korrelatives hinzugefügt wird, ist die Variation des Bekannten und das Auftauchen postmoderner Vielschreiber, die sich des Themas annehmen. So etwa Ulrich Beck, der in seinem Werk Was ist Globalisierung" Erstaunliches schreibt wie: Afrika ist kein Kontinent, sondern ein Konzept". Anything goes? Der bedauernswerte Müncher Soziologe hatte bei aller Wortgewandheit offensichtlich keinen Globus zur Hand und schwebt in einem transnationalen, sozialen Raum, wo Afrika keine feste geographische Größe ist, keine abgrenzbare Region auf dem Erdball, sondern eine transnationale Idee und ihre Inszenierung, die an vielen Orten der Welt stattfindet. Das gipfelt in seiner Frage: Wo (be)findet sich Afrika in einer grenzendurchlöcherten Weltgesellschaft?"

Nun, Afrika ist ein Kontinent - südlich von München - mit umliegenden Inseln, ein Gebilde aus 53 Staaten. Während die Einsicht in ein Ende der Dritten Welt" im Sinne einer zunehmenden Ausdifferenzierung in Entwicklungs-, Schwellen und Transformationsländer mit unterschiedlichen Entwicklungspotentialen und -geschwindigkeiten fast schon ein Gemeinplatz scheint, wird Afrika noch immer und pars pro toto als verlorener Kontinent im Herzen der Finsternis gesehen. Fakt ist, daß in Afrika eine permanente Verschlechterung der politischen und wirtschaftlichen Lage, der Lebensbedingungen seiner über 600 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika zu beobachten ist. Einige Afrikawissenschaftler präsentieren immer mal wieder frontrunner, Hoffnungsträger und bisweilen wechselnde take-off-Kandidaten: Zur Zeit eher on the bright side of life das im Afrikavergleich nahezu menschenleere, mit vielen Diamanten und vergleichsweise guten Politkern gesegnete Botswana. Daneben das gar nicht so afrikanische Mauritius; im Kontinentalvergleich eine Insel des Wohlstands, die sehr stark in die globalen, also transnationalen Wirtschaftsprozesse eingebunden ist. Erstaunlicherweise hat noch niemand die Seychellen, die geographisch auch zu Afrika gerechnet werden, als Musterland (oder Musterschüler?) entdeckt, aber die Konzentration auf wenige weitere Vorbilder"6 vergißt einen Großteil der Menschen in Afrika. Etwa in Angola, in den zwei oder noch mehr Kongos, in Nigeria, im Sudan, in Liberia und in vielen anderen Armuts- und (Bürger)Kriegsregionen des Kontinents.

3. Ein Blick zurück

Ging es bislang um den unglücklichen Begriff der Globalisierung, so soll der nun folgende Abschnitt einen - natürlich nicht vollständigen - Blick in die afrikanische Geschichte werfen, um zu zeigen, daß der Kontinent seit vielen Jahrhunderten in globale Zusammenhänge eingebunden ist. Dabei ist es lediglich der eurozentristischen Betrachtung geschuldet, daß die Entdeckung" dieser Zusammenhänge erst mit dem Aufkommen von Statistiken zu Handel und Direktinvestitionen intensiver diskutiert wird (Oder ist es Ignoranz? Wir denken an das bekannte Zitat von Hegel, demzufolge Afrika ein geschichtsloser Kontinent sei). Globalisierung, ein bekannter Prozeß mit dem Doppelcharakter von Ent- und Begrenzung. Ein letztes Mal hören wir den Gewährsmann Rainer Tetzlaff: Freilich ist dieses Phänomen selbst keineswegs etwas Neues, denn im historischen Kontext der in den vergangenen zweihundert Jahren von Europa ausgehenden Modernisierung ..." (Tetzlaff 1996:545).

Doch bereits vor unserer Zeitrechnung, die ja die globale ist, war das nördliche Afrika, denken wir an Karthago, in Handel und Wandel, Wagen und Wägen im Mittelmeerraum eingebunden. Früh lassen sich auch Handelsbeziehungen mit dem fernen China (Keramikfunde) nachweisen, ebenso eine erste Migrationswelle aus dem malaiischen Archipel mit günstigen Winden gen Madagaskar. Mit dem Tode Mohammeds und der Ausbreitung des Islam waren weite Räume Nordafrikas (darunter die Provinz Ifriqa im heutigen Tunesien, die dem Kontinent den Namen lieh) international angebunden. Zu erinnern ist an den regen Transsahara-Handel, die einstmals überregionale Bedeutung der Kaufmanns- und Studienstadt Timbuktu, den Seeweg nach Osten (Indien) mit portugiesischen, holländischen und weiteren Stützpunkten über Gorée, das Kap, die Insel Sansibar, den Hafen Mombasa bis hin nach Goa. Das traurige Kapitel des Sklavenhandels bescherte Afrika nicht nur die Anbindung an die Neue Welt", sondern über den bekannten Dreieckshandel wieder zurück an die Alte". In grob vereinfachter Darstellung: Arbeitskräfte in die karibisch-amerikanischen Zucker- und Baumwollplantagen, Rohstoffe und Vorprodukte für die europäischen Manufakturen, Konsumwaren, Perlen, Feuerwaffen und -wasser für Afrika. Schon damals läßt sich eine asymmetrische Einbindung Afrikas in weltweite Handelsströme feststellen. Die Verflechtungen gen Osten - Arabische Halbinsel, Persien, China - waren ebenfalls intensiv; zum Teil betraf dies den Sklaven- verstärkt aber den Elfenbeinhandel. Auf die weitere Einbindung Afrikas in globale, koloniale, imperiale Zusammenhänge (Stichwort: Berliner Konferenz) muß hier nicht näher eingegangen werden. Die Ausbreitung eines frühen Multis", der British East India Company hat über Umwege auch in Ostafrika ihre Spuren hinterlassen. Lange Zeit war die indische Rupie wichtigstes Zahlungsmittel in den ostafrikanischen Protektoraten und Kolonien. Ebenso wie der Maria-Theresien-Taler, der noch heute in Äthiopien und Eritrea an Halsketten baumelt oder Touristen zum Verkauf angeboten wird. Französische Pflanzer auf der Île de Bourbon (heute La Réunion), britische Banken, nepalesische Gurkhas in Afrika, afrikanische Rekruten im Zweiten Weltkrieg, die auf Seiten der Allierten kämpften ... Natürlich handelt es sich hier nicht um eine systematische Aufzählung, eher um ein brainstorming, punktuell und anekdotisch, wie die Globalisierungsdebatte eben ist. Dennoch ist erstens klar, daß Afrika viel länger als beispielsweise Australien, Singapur (damals noch ein sumpfiges Piratennest) oder die heutige USA in globale, und immer auch weltwirtschaftliche Zusammenhänge eingebunden ist. Zweitens fällt auf, daß die merkantile oder militärische Initiative selten von Afrika ausging. Afrika und seine Menschen haben von dieser internationalen Einbindung selten profitiert.

4. Ein Blick in die Gegenwart

In moderner Zeit fällt es noch schwerer, von Afrika als Randzone zu sprechen. Wohl ist die Einbindung in Telekommunikation, Internet, Medien et cetera (noch) gering. Auch die in offiziellen Statistiken erfaßten Handels- und Kapitalbewegungen gehen meist an Afrika vorbei. Und dennoch ist, wie die hier nur anekdotischen Evidenzen verdeutlichen, der Kontinent vielfach, umfassend und seit langem in globale Zusammenhänge eingebunden. Das afrikanische Globalisierungsparadox, wenn man dies so nennen darf, besteht darin, daß Afrika gleichzeitig drinnen und doch draußen ist. Der Rest der Welt" engagiert sich seit langem und weiterhin in Afrika, man denke nur an die inzwischen wieder nüchterner geführte Diskussion um amerikanische versus französische Hegemonialbestrebungen in (Zentral)Afrika. Das Gros der öffentlichen Entwicklungshilfe-Milliarden fließt ebenfalls in dieses Faß ohne Boden". Helfer, Forscher und Consultants hacken in Afrikas klimatisierten Hotelzimmern ihre nüchternen Berichte in den Schoßcomputer oder tauschen bei einem Glas Lumumba und einer Handvoll peanuts Erfahrungen über housewarming oder rentseeking aus, doch herrschen gleichzeitig Desinteresse, Desinformation und Unkenntnis vor.

Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß vor allem die Geschwindigkeit der Denationalisierung und die Perzeption dessen, was gemeinhin unter Globalisierung verstanden wird, sich verändert. Dabei wird die gefühlte Globalisierung" gerade bei uns, die wir doch wie keine andere Nation um den Globus schwärmen, meist als negativ, als Bedrohung, als Falle verstanden. Ein kurzer Blick auf ausgewählte Reizwörter und vermeintliche Drohpotentiale aus der populären Debatte wird besonders dann interessant, wenn man diese mit den Augen der Afrikaner sieht:

- Die Idee des minimalen Staates und die Auflösung der Territorialstaaten

- Die Aufweichung von Institutionen und die Überforderung der Politik

- Der Verlust und Export von Arbeitsplätzen

- Die Beliebigkeit von Investitions-, Produktions- und Steuerstandorten

- Die Erosion der Steuererhebung als dem Prinzip nationalstaatlicher Autorität

- Die zunehmende Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich

- Der Verlust industriegesellschaftlicher Errungenschaften (Bildungssystem, Rente, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung, gewerkschaftliche Organisation, Tarifautonomie, Buß- und Bettag)

- Kurzum: der "Globalisierungsschock".

Ohne auf diese Aspekte nun im einzelnen einzugehen, wird - bei kurzem Nachdenken - überdeutlich, daß unsere diffusen Ängste im Bezug auf eine noch diffusere Globalisierung in Afrika längst Realität und Alltag sind. Von Errungenschaften und Privilegien, um deren Bestand wir nun fürchten, kann Afrika nicht mal träumen. In vielen Fällen dürfte sich gar die Frage stellen, welcher Nationalstaat sich auflösen, welche Institution eigentlich noch weicher gemacht werden sollte. Afrika scheint verloren zwischen einem schwachen Staat und ineffizienten Märkten" (ausführlicher bei Callaghy 1995).

Das bekannte Nun-aber-geht's-mit-Afrika-endlich-aufwärts-Syndrom" (siehe dazu beispielsweise seit Dekaden und bis in die jüngste Vergangenheit die Verlautbarungen und Veröffentlichungen von IWF oder Weltbank nach dem Motto: From Crisis to Sustainable Growth), scheint inzwischen wieder dem Afropessimismus, oder besser dem Realismus, zu weichen. Afrika ist nicht über den Berg", befindet Killick (1998) und belegt dies mit reichem Datenmaterial. In geradezu desillusionierender Klarheit auch die Einschätzung von Peter Molt, Vorsitzender des NRO-Netzwerks Venro: Afrika ist bei allen Parametern der Entwicklung zurückgefallen, daran habe auch die Entwicklungshilfe nichts ändern können. Obwohl der Kontinent 11 Prozent der Weltbevölkerung zählt, ist der Anteil am Weltsozialprodukt auf 1 und der am Welthandel auf 1,5 Prozent gesunken. Auf dem Kontinent sind heute 22 von 48 Staaten von Bürgerkriegen oder inneren Kämpfen heimgesucht (siehe FAZ vom 20. Januar 1999).

Unsere Globalisierungspläne sind in Afrika längst Realität
Vor diesem Hintergrund von Krankheit, Armut und Aussichtslosigkeit, angesichts der terms-of-trade-Schocks, der Ölpreisschocks, der Dürreschocks und unzähliger weiterer Katastrophen, ist ein Globalisierungsschock - wenn es ihn denn gäbe - wenig mehr als ein weiteres Übel. Die afrikanische Malaise ist so groß, die Perspektiven sind so düster, daß die Menschen in Afrika durch ein wenig Globalisierung nicht mehr zu schrecken sind. Afrika ist ökonomisch kaum weiter an den Rand" zu drängen, wird aber auch nicht untergehen. Afrika Works (Chabal/ Deloz 1999) - es funktioniert jedoch gemäß eigener Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Afrika war immer einer der schwierigsten Lebensräume der Welt, und Afrikaner haben sich unter widrigsten Umständen als Überlebenskünstler bewiesen; siehe Iliffe (1997), der unter diesem Blickwinkel spannend und stringent die afrikanische Geschichte neu erzählt. Das mag darwinstisch klingen. Tatsächlich ist es darwinistisch - und entspricht somit der afrikanischen Alltagserfahrung.

Darüber hinaus ist leider nicht bekannt, wie die einfache Afrikanerin, der afrikanische Mann auf der Strasse" Globalisierung für sich erfahren. Natürlich fällt dem Töpfer auf, daß er heutzutage mit Plastikschüsseln aus asiatischer B-Produktion konkurrieren muß. Das Staunen der afrikanischen Schneiderin über den ungewohnten Wettbewerb mit schicker westlicher Konfektionsware dürfte sich inzwischen gelegt haben, auch wenn für sie die globale Verwertungskette abgelegter Textilien aus dem Norden abstrakt bleiben dürfte. Doch halt! Das sind wieder nur Anekdoten, die auf einen weiteren blinden Fleck in der Globalisierungsdebatte verweisen.

5. Kein Blick nach vorn

Wäre es an dieser Stelle nicht angebracht - und sei es nur auf Grund des schlichten Bedürfnisses nach Perspektive - mit einem versöhnlichen Ausblick zu schließen? Oder gar nach afrikanischen Trümpfen im Globalisierungsspiel zu forschen? Der Verfasser verweigert sich an dieser Stelle. Ihm war es ein Anliegen zu zeigen, daß die Rede von einer afrikanischen Randzone in der Einen und immer kleiner werdenden Welt unsinnig ist7. Selbst wenn man die ökonomisch verkürzte Lesart von Globalisierung akzeptierte. Offenkundig eurozentristische Schlag- auf Schlagworte wie Globalisierung verstellen den Blick auf die lange und nahezu fast ausnahmslos wenig vorteilhafte Einbindung des afrikanischen Kontinents in globale (Wirtschafts-)Zusammenhänge. Wie es weitergeht? Wir wissen es nicht - und wir wollen hier auch nicht weiter darüber spekulieren. Sicherlich ist die Welt komplexer, möglicherweise auch rauher geworden, seit der erste Mensch von dort, wo wir die Wiege der Menschheit vermuten, in die weite Welt aufbrach. Denn: Nach heutiger, archäologischer Erkenntnis begann die Globalisierung in Afrika!

Anmerkungen

1 Diese Sentenz kann durch einen Ausspruch von Andy Grove, dem Chef des globalen Chipherstellers Intel, ergänzt werden, der über den Globalisierungsprozeß in der Corporate World meinte: "Überleben werden nur die Paranoiden!"

2 Beispiel von Ohmae (1996), einem japanischen Consultant und Globalisierungsgewinnler, dem fürwahr kein treffenderes Exempel hätte einfallen können! Dort, wo sich Menschen das köstliche, koffeinhaltige Getränk nicht leisten oder wo die bunten Bilder nicht empfangen werden können (in anderen Zusammenhängen sprach man vom Tal der Ahnungslosen), ist offenkundig eine Randzone der Globalisierung.

3 Erstaunlichen Geschäftssinn beweist ein Amerikaner in Eritrea, der die Panzerfriedhöfe des Befreiungskrieges gewinnbringend in den globalen Wertstoffkreislauf einspeist, indem er den hochwertigen Schrott nach Asien verbringt. Erinnert sei auch an den Tatendrang des hanseatischen Kaufmanns Adolf Lüderitz, dessen harter, aber unfairer Geschäftsinn bis heute dafür gesorgt hat, daß "unsere Landsleute" (Helmut Kohl) in Windhuk, Namibia, köstliche Schwarzwälder Kirschtorten backen oder im Prinzessin-Ruprecht-Heim in Swakopmund - von schwarzen Altenpflegern umsorgt - ihren Lebensabend genießen können.

4 Ganz neu im Angebot übrigens der Privatkaffee Malawi Arabica. Die "kostbare Rarität" gedeiht "unweit des Indischen Ozeans" (Tchibo-Werbetext). Entfernungen schrumpfen! Malawi, bislang mit dem schweren komparativen Nachteil des landlocked country behaftet, nun ein Gewinner der Globalisierung?

5 Vielleicht nimmt man sich ja inzwischen die Beobachtung von Walter (1998:14) zu Herzen: "Die Schwäche der sehr abstrakten makro-korrelativen Behauptungen verweist darauf, daß auch in der Diskussion um die Konsequenzen der Denationalisierung Anekdoten durch sorgfältige empirische Arbeit und differenzierte Argumentation ersetzt werden sollten."

6 Uganda, wenn auch schon wieder abbröckelnd, Côte d'Ivoire, Ghana, Mosambik (mit deutlichem Fragezeichen), vor kurzer Zeit noch Simbabwe, das inzwischen eher als Negativbeispiel herhalten kann.

7 Nicht ganz, dieses kleine Wortspiel sei am Ende gestattet. Tatsächlich gibt es ja eine Rand-Zone, eine Währungskooperation von Südafrika, Lesotho, Swasiland, Botswana und Namibia.

Literatur

Beck, Ulrich (1996): Was ist Globalisierung? Irrtümer des Globalismus - Antworten auf Globalisierung, Frankfurt/ Main

Callaghy, Thomas M. (1995): Africa and The World Political Economy: Still Caught Between Rock and a Hard Place, in: Harbeson and Rothchild <eds>: Africa in World Politics, 2nd ed, Boulder CA, S.41-68

Chabal, Patrick and Deloz, Jean-Pascal (1999): Africa Works: Disorder as Political Instrument, Oxford, Bloomington/Ind.

Iliffe, John (1997): Geschichte Afrikas, München

Kappel, Robert (1999): Sub-Sahara-Afrika: Verlierer der Globalisierung?, Vortrag beim 2. Limburg-Seminar 1999 des Vereins für Entwicklungsökonomische Forschungsförderung, unveröffentlichtes Manuskript, Leipzig

Killick, Tony (1998): Have Africa's Economies Turned the Corner?, Conference Paper (Enterprise in Africa: Between Poverty and Growth, Edinburgh 27.-28. Mai 1998)

Ohmae, Kenichi (1996): Der neue Weltmarkt. Das Ende des Nationalstaates und der Aufstieg der nationalen Wirtschaftszonen, Hamburg

Oman, Charles (1996): The Policy Challenges of Globalisation and Regionalisation, OECD Development Centre, Policy Brief No. 11, Prais

Reinknecht, Gottfried (1998): Kurzbibliographie zur Globalisierung, in Nord-Süd-aktuell 3/1998 (im übrigen ein Schwerpunktheft zum Thema Globalisierung) Tetzlaff, Rainer (1997): Die Konsequenzen der Globalisierung für Afrika, in: Nord-Süd-aktuell, 3/1996, S.544-552

Walter, Gregor (1998): Globalisierung - Begriffe, Prozesse, Konsequenzen, in: Globalisierung als Chance, Dokumentation 7. Forum der Landeszentrale für politische Bildung-Baden Württemberg, Bad Urach, S.7-15

Zürn, Michael (1998): Globalisierung als Möglichkeit, in: Globalisierung als Chance, Dokumentation 7. Forum der Landeszentrale für politische Bildung-Baden Württemberg, Bad Urach, S.83-89


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