Dokumentation

Revision des Indienbildes im Schulunterricht

 

Begrüßung und Grußworte

Konrad Pflug, LpB
Dr. Hans-Georg Wieck, Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V.
S.E. Botschafter Satinder K. Lambath


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Inhalt


Grußwort
Konrad Pflug, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Revision des Indienbildes im Schulunterricht". Das ist der Gegenstand, mit dem wir uns in den nächsten zwei Tagen beschäftigen wollen.

Als wir dieses Unternehmen vor einem Jahr andachten, war dies ein Thema für Spezialisten und Liebhaber, vielleicht auch für ein paar Lehrplanmacher und Schulbuchautoren.

Unsere Überlegungen, ob man vielleicht nicht auch das Indienbild in den Medien ansprechen müsse, erwiesen sich mittlerweile als zwar wohlmeinend, aber akademisch: Indien hat sein Bild mittlerweile selbst revidiert.

Sie haben alle hier im Saal sicherlich sehr unterschiedliche Auffassungen zu den regional- und weltpolitischen Veränderungen im asiatischen Raum der letzten Tage, Wochen und Monate.*

Vielleicht hat diese Auffassung auch etwas mit dem von uns individuell gepflogenen Indienbild zu tun und mit der Tatsache, daß dieses Land andere Wege geht, als wir sie uns für angemessen vorstellen.

Vielleicht sollten wir, nachdem die erste Aufregung sich gelegt hat, die Ausführungen von Herrn Lütt in seinem Aufsatz Deutschland, Indien und das deutsche Indienbild" in der soeben erschienenen Indiennummer unserer Zeitschrift Der Bürger im Staat" zu dieser Frage nocheinmal überprüfen.

Eine weitere Vorbemerkung:

- kein Ereignis der Geschichte begründet das Ende der Geschichte,

- Unterricht und Information können und dürfen sich keiner Situation verweigern,

- rationale Analyse und der Versuch der Annäherung an größtmögliche Objektivität durch die Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln muß das Ziel jedes Vermittlungsversuchs gerade im Schulunterricht sein, erst recht, wenn es um emotional aufgeladenene Fragen geht.

Exzellenz Botschafter Lambah, Frau Lambah, Herr Vorsitzender Dr. Wieck, liebe indische Gäste und Freunde, liebe Freunde Indiens, meine Damen und Herren, ich darf Sie für die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, im Namen von Herrn Direktor Schiele und aller Kolleginnen und Kollegen, sehr herzlich hier im Haus auf der Alb begrüßen und für Ihr Kommen danken.


* bezogen auf die indischen und pakistanischen Atomtests Mitte Mai 1998
A very special welcome to you, Mr. Singh Bawa, Honorary Secretary from New Delhi, President of the German-Indo Societies in India. I hope, your visit it will mark a new era in our mutual relations and cultural exchange.

Namaskar! to you and all your compatriots here present.

Meine Damen und Herren,

unsere Fachtagung will die abgerissenen Bemühungen früherer Jahre um ein adäquates Indienbild in Unterricht und Weiterbildung wieder aufgreifen. Es sind zu nennen:

- die deutsch-indische Historikerkonferenz in Braunschweig 1954,

- die UNESCO-Studie Die Behandlung Asiens in den Lehrbüchern der Volksschulen" 1963,

- verschiedene Studien zur Darstellung nichtchristlicher Religionen in den Schulbüchern,

- die Dokumentation Fremde Menschen und Kulturen verstehen lernen?" von Dias/Linkenbach 1992,

- das Tagungsprotokoll Was heißt hier Indien?!" der Evangelischen Akademie Bad Boll 1992.

Den von Frau Dr. Linkenbach-Fuchs verfaßten Beitrag zu letzterem haben Sie mit den Tagungsunterlagen zugesandt bekommen.

Ziel des Zusammentreffens ist es, unter Bezug auf die aktuelle Entwicklung Indiens zu einem Katalog didaktischer und inhaltlicher Anforderungen für die Behandlung des Landes im Unterricht zu kommen. Dieser soll Verlagen, Autoren und Bildungseinrichtungen dann als Leitfaden, quasi als Vorstufe einer Schulbuchempfehlung, dienen. Wir sind daher sehr froh, daß das Georg-Eckert-Schulbuch-Institut Braunschweig an unserem Vorhaben sehr interessiert ist, leider aber durch eine eigene Konferenz verhindert ist.

Dankenswerterweise hat eine Reihe von Verlagen ihre Produktion zur Einsichtnahme zur Verfügung gestellt, ebenso wie das FWU eine Medienauswahl beigesteuert hat.

Wir freuen uns daher, daß der Botschafter Indiens, S.E. Satinder K. Lambah durch seine Anwesenheit heute und Bundesaußenminister Dr. Klaus Kinkel durch die Übernahme der Schirmherrschaft die bilaterale Bedeutung unseres Unternehmens unterstreichen. Die Bundesregierung hat durch das AA eine namhafte finanzielle Förderung zugesagt.

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Arbeit in Arbeitskreisen. Wissenschaftler und Politiker bzw. Politilogen, Lehrer, Didaktiker und Praktiker, Inder und Deutsche tauschen ihre Positionen aus und entwickeln gemeinsame Grundlagen für ihre Fächer bzw. die notwendige Weiterarbeit.

Wir wollen dabei bewußt nicht, oder nur in ganz geringem Umfang, auf Vorhandenes rekurrieren, sondern kraft eigener und vielleicht auch noch hinzuzuziehender Kompetenz in die Zukunft weisende, grundsätzliche  Vorstellungen entwickeln. Wir müssen uns dabei von vornherein im Klaren darüber sein, daß diese Tagung nur der Anstoß und ein erster Kristallisationspunkt für weitere Anstrengungen auf diesem Feld sein kann.

Und wir müssen auch anerkennen, daß die Umsetzung in den Unterrichtsalltag bzw. in die Allgemeinbildung ein langwieriger, mit vielen formalen Hindernissen versehener Weg ist.

Frau Seiler und Herr Prof. Rother vom Verlag Klett-Perthes in Gotha, die uns durch den Verband der Schulbuchverlage vermittelt wurden, werden für den nötigen Realitätsbezug sorgen, der aber nicht von vornherein zu einer verengten Sicht führen darf, die dann womöglich noch als als exemplarisches Lernen" beschrieben wird. Ich hoffe, und das ist unser Ziel, Sie empfinden unsere Beratung als Hilfe, ein komplexes Themenfeld zu strukturieren und begründete Auswahlhilfen an unabdingbaren Sachverhalten zu geben. Gleiches gilt auch für das Institut Film in Wissenschaft und Unterricht" in München, das von Frau Beier vertreten wird, und alle hier vertretenen Institutionen und Personen, die in diesem Feld tätig sind.

Meine Damen und Herren,

ich verfüge über einige Jahre Erfahrung in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Noch bei keiner Tagungsvorbereitung habe ich soviel Interesse und Wohlwollen, gute Ratschläge und Hinweise bekommen wie bei dieser. Und es war noch nie so leicht, eine so große Zahl an fach- und sachkundigen Mitwirkenden zu gewinnen, was interdisziplinäres Arbeiten ermöglicht.

Besonders erfreulich ist die zahlreiche Präsenz indischer Kolleginnen und Kollegen. Das wird uns den Versuch erlauben, ein breites Spektrum an Fremdsicht an ihrer Selbstsicht zu spiegeln.

Nach Martin Buber ist ja alles Leben Begegnung, damit auch alles Lernen. Für den didaktischen Hausgebrauch formuliere ich das gerne mit Nicht reden über, sondern reden mit".

Diejenigen, die heute nicht dabei sein sein können, haben sich z.T. in ausführlichen Schreiben an den Vorbereitungskreis gewandt. Sie bedauern diesen Fakt durchweg sehr. Viele von Ihnen haben ihr grosses Interesse am Fortgang und die Bereitschaft zu künftiger Mitwirkung erklärt.

Mein Dank geht vor allem den Mitgliedern des Vorbereitungskreises, Frau Dr. Antje Linkenbach-Fuchs, Frau Hanna Paulmann, Dr. Joachim Oesterheld, Jose Punnamparambil, Dr. Dietmar Gohl, und Prof. Dr. Johannes H. Voigt, der leider aus gesundheitlichen Gründen heute nicht mit dabei sein kann. Herr Dr. Rieger stieß dann als Moderator noch zusätzlich zu uns.

Dank auch an Herrn Dr. Hoh vom Oberschulamt Tübingen, der für die Vorbereitungsgruppe eine Baden-Württembergische Lehrplanübersicht erarbeitet hat.

Dank natürlich auch an die Deutsch-Indische Gesellschaft als Ganzes und an Sie Herr Dr. Wieck, an Vorstand, Beirat und Geschäftstelle, die dieses Projekt begleitet und auf den Weg gebracht haben, .

Ebenso möchte ich dem Südasieninstitut der Universität Heidelberg danken. Wir durften dort mit unseren Vorbereitungssitzungen zu Gast sein - und seine Fachkompetenz schlägt sich ja auch in der starken Repräsentanz im Programm nieder: vom Beitrag von Frau Dr.Boehm-Tettelbach bis zum wichtigen Wirken der Protokollanten.

Meine Damen und Herren, liebe Freunde Indiens,

ich soll nur kurz begrüssen und keinesfalls einen Durbar veranstalten. Hier im Saal ist soviel Kompetenz aus allen angesprochenen Bereichen versammelt, daß ich Sie alle einzeln aufrufen müsste.

Gestatten Sie mir daher, daß ich sie alle gemeinschaftlich begrüsse und ich die Vorstellung dem small talk in den Pausen bzw. den Referaten und der Arbeit in den Gruppen überlasse.

Ihnen allen schon jetzt Dank fürs Kommen und Mitmachen!

 

Grußwort
Dr. Hans-Georg Wieck, Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft

Es gibt keinen Zweifel daran- Lehrer und Schulbücher vermitteln dem Schüler ein verzerrtes Bild des indischen Subkontinents. Armut und Entwicklungshilfe, ein Subkontinent ohne kulturellen und historischen Hintergrund- verblassende Bilder der Freiheitskämpfer und Staatsgründer Mahatma Gandhi und Pandit Nehru.

Das Ende des Kalten Krieges öffnet die Augen für die Strukturen und Hintergründe der Kulturen, Zivilisationen und Staatengeschichte in anderen Teilen der Welt. Die Kategorisierung nach erster, zweiter und dritter Welt gehört der Geschichte an. Aber in unserem Bewußtsein und in unseren Schulbüchern hat dieser Wechsel der Paradigmen noch nicht stattgefunden.

In der Deutsch-Indischen Gesellschaft, genauer gesagt, in der Zweiggesellschaft Darmstadt-Frankfurt-Main unter ihrer Vorsitzenden Hanna Paulmann, regte sich seit längerem Unruhe- man müsse etwas tun. Initiativen wurden ergriffen, gleichsam Probeläufe unter den Lehrern und Schülern des Umfelds zeigten eine positive Resonanz.

Die diesen Fragen schon seit längerem sehr aufgeschlossenen gegenüberstehende Landeszentrale für Politische Bildung in Baden-Württemberg, allen voran Herr Pflug, nahm diese Problematik auf und trug wesentlich zur konzeptionellen Aufbereitung des Problemfeldes bei.

Heute können wir hier - in Anwesenheit des indischen Botschafters S.K. Lambah, der dieser Initiative mit großem Interesse folgt - ein breites Spektrum von Fachkräften aus Pädagogik, Indologie und dem Verlagswesen begrüßen, um den Stoff und die Vorgehensweise mit dem Ziel durchzuarbeiten, bundesweit eine Sichtweise in das Indien-Bild der deutschen Schulbücher zu bringen, die dem Land, dem Subkontinent und den Kulturen gerecht wird, die Indien in Geschichte und Gegenwart prägten und noch prägen.

Ich begrüße daher die Teilnehmer aus der Landesregierung, dem Kreis der Schulbuchautoren und der Schulbuchverlage, aber auch und vor allem Indologen, die nicht nur mit der Mutter aller Sprachen, Sanskrit, umzugehen wissen, sondern auch von dem Indien der Kolonialepoche und dem heutigen Indien mit fachlicher Kompetenz sprechen können. Nehmen wir noch wahr, daß die Unabhängigkeit im wesentlichen ohne Gewaltanwendung erreicht wurde, und das in den 50 Jahren seiner Existenz in dem unabhängigen Indien eine vielschichtige, multikulturell gestaltete Nation heranwuchs, die eine Demokratie auf allen Ebenen zu praktizieren weiß?

Wir stehen noch am Anfang unseres Bemühens. Es werden weitere Schritte erfolgen müssen, Schritte, die sich aus dem Verlauf der Erörterungen hier in Bad Urach ergeben sollen.

Ich hoffe, daß mit dieser Initiative auch ein Anstoß für die Revision des Schulbuchbildes anderer Teile der Welt gegeben wird. Wir bewegen uns auf eine Epoche zu, die der Eigenart der Kulturen, Zivilisationen und Nationen, ja auch den Regionen ohne Frage zunehmende Bedeutung einräumt. Fachleute für die Regionen werden benötigt. Das wird ganz besonders für die internationale Politik, die Begegnung der Kulturen und für den Wirtschaftsbereich gelten. Die globale Dimension ist in den Aktivitäten von Regierungen, Verlagen und Unternehmen zur Realität des Alltags geworden. In den Unternehmen nimmt ein Berufsbild Gestalt an, in dem die Kenntnis von und das Verständnis für andere Kulturen und Zivilisationen zu einer wichtigen Qualifikation geworden ist. Kurzum: die Wahrnehmung anderer Länder und ihrer Zusammenhänge nimmt an Bedeutung zu - bis hin zur Gestaltung eines Weltbildes, das nicht mehr von einer hierarchischen Zuordnung der lebenden Zivilisationen zueinander bestimmt wird, sondern von dem Respekt gegenüber anderen Ländern - ohne damit Unterschiede und Entwicklungsstadien zu verdrängen.

Sie wirken im Interesse des Verständnisses zwischen den Völkern und Zivilisationen und im vorliegenden Fall zwischen Deutschland und Indien an einer wichtigen Sache mit. Auf Grund eigener Erfahrung in Indien möchte ich allerdings auch sagen, daß es mit dem Deutschlandbild in den indischen Lehrbüchern ebenfalls nicht immer zum Besten steht.

 

Grußwort
S.E. Botschafter Satinder Kumar Lambah

I have looked forward with great interest to this symposium on the image of India in German textbooks. In the course of our work, we remain pre-occupied with the immediate concerns of commerce and political relations. When we venture into the academic world, it is usually the institutions of higher education and research that we address. In short, our focus tends to be directed to the adult world. But, it is our common larger responsibility, an obligation of the entire adult world, to prepare our children for the roles and responsibilities they eventually have to assume in society. In his letter from the prison to his daughter on her thirteenth birthday in 1930, Jawaharlal Nehru wrote, and i quote, My presents cannot be very material or solid. They can only be of the air and of the mind and spirit." I am sure you are aware that this letter was the beginning of a series of letters written over three years that crystallised into the well known book Glimpses of World History". To Nehru, whose imprisonment kept him away from guiding his daughter's education, the most irmportant gift to his daughter, Indira, was to inculcate in her a deep understanding of the world and a spirit of enquiry. lf the generation that will follow us grows with a deep understanding of history, of human progress, of people and cultures, it would be our best gift to them for their future in a world where people will need to understand each other more.

I would therefore like to congratulate Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg and DIG on organising these discussions, because it brings us together to focus on what children learn and understand about a people that constitute one-sixth of humanity. This seminar assumes added urgency because the pace of changes in India compels us to take a fresh look at the textbooks and because I find the image of India portrayed in German textbooks disturbing. I am aware that there are institutions and scholars who are striving to change this unfortunate fact. In this context, I take this opportunity to also compliment DIG for their initiative and efforts in documenting and analysing how India has been depicted in German textbooks. Our own analysis of the textbooks in Baden-Württemberg confirms my impressions about the first exposure to India of children in Germany.

I appreciate the problem of dealing in a few pages with a large, complex country of immense diversity and contrasts, where, offten, different centuries occupy neighbouring spaces, where the path of enormous social and economic changes is flanked by old social traditions and structures. The task is particularly challenging for writers and publishers of school textbooks. But, it is also true that the problem also stems from the lack of our own efforts, or inertia, to deal with stereotypes.

I entirely understand that any discussions on India will inevitably refer to the caste system, the role of religion in society, position of women, and poverty and underdevelopment among large sections of the population. But, an overwhelming focus on these features leads to a portrayal that is mostly one-sided, often misleading, and, in some crucial areas, incorrect - either on facts or on interpretation. The photographs that accompany the texts largely tend to convey images of poverty and misery of a people frozen in time.

I am told that a textbook showed a picture of a tribal woman wearing heavy earrings, which had extended her earlobes to grotesque proportions. The caption described her as a typical Indian woman. The accompanying explanation said that poverty creates mistrust that drives people to either hide their gold jewellery or wear the entire lot, to prevent theft! In any case, the status and role of women in Indian society is often seen only in the context of certain old traditions, which are still to be found in India, but are rapidly eroding. Yet another, I understand, ascribed lack of development in India to the religious philosophy of fatalism, which left the author very pessimistic about India's future. These are probably just a few extreme examples, and I have mentioned them only to make the point that generalisations never convey the full picture, but in the case of India, they become misleading.

I should add that several textbooks do attempt to describe changes taking place in India, mainly the achievements in the areas of agriculture and industry. But, the portrayal of the social aspects regrettably focuses on the old social problems that persist. A correct appreciation of India must inevitably reflect the sweeping social changes taking place in India - both through the natural process of modernisation and the political efforts of a democratic, pluralist society, which has placed individual rights at the centre of its polity. lt must describe the huge strides that a large and diverse country has made in the fields of science and technology, industry, agriculture, education, health and democratic political organisation, in the face of enormous adversities and resource constraints. lt should see the role of religion, spirituality and traditions in society in their correct perspective, not as a series of clichés. lt should highlight the enormous contribution of India to the world of art, music and literature.

Ladies and Gentlemen, I hope our coming together today will go a long way in changing the way India is shown in German textbooks for schools. lt is important for several reasons. One, schoolbooks make a strong impression on our perceptions, since they constitute a significant part of our cumulative cognitive experience in childhood. This is especially true if the environment does not subsequently offer adequate opportunities to revise those perceptions. Two, what appears in a school textbook is read several times, even if the subject or a particular aspect of the subject does not interest a student. The information and the resulting perceptions tend to ingrained in the minds of the children. Three, in a larger sense, presenting anything in its true light is the universal goal of education and something we have to constantly strive towards. Four, in this context, it is particularly imperative to present the complex, multi-faceted reality of a rapidly changing India in an objective way, because India is a veritable microcosm of the world. For the generation that will live in an increasingly heterogeneous world, an objective exposure to India offers solutions to some of the pressing concerns of the world, such as pluralistic co-existence, and appreciation of the problems that confront us globally. Finally we need to prepare the next generation to carry forward the momentum of the deepening Indo-German relations. lt is, in particular, for this reason that we are prepared to carry out a similar exercise jointly with German institutions in India to examine how Indian textbooks describe and depict Germany.

lt is but natural that India would occupy only small space in German school textbooks. This makes the task of presenting the diversity of India to schoolchildren even more challenging. Fortunately, we have extraordinary scholarship on India in Germany, and I know that many of the scholars would take on this challenge as a labour of love. They can not only write original, realistic and current essays on India, but could also comment on the newspaper articles, which often form the substance of the chapter on India. This would not only be a very valuable long-term contribution to the understanding of India in Germany and Indo-German relations. It would also be a small, but a significant contribution to our efforts to prepare a generation with a deeper and a more accurate appreciation of the world and its rich diversity. The excellent structure of this conference and the presence of such a vast gathering of scholars and experts on India from different parts of Germany give me great optimism.


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