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1 Das in Deutschland meist "Natzweiler" genannte Konzentrationslager ist im französischsprachigen Raum unter dem Namen "Le Struthof" oder "Natzweiler-Struthof" bekannt. 2 Zahlenangaben nach Karin Orth, Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Eine politische Organisationsgeschichte. Hamburg 1999, S. 86. 3 Vgl. Floris B. Bakels, Nacht und Nebel. Der Bericht eines holländischen Christen aus deutschen Gefängnissen und Konzentrationslagern, Frankfurt a. M. 1979, S. 260 und Yves Cénac, Le Mémorial de la Déportation; in: Kientzler, Arnold (Hg.): Le camp de concentration du Struthof. Konzentrationslager Natzweiler. Témoignages. Schirmeck 1998 (Collection Documents - Tome III), S. 289 ff. 4 Die offizielle Abkürzung für "Konzentrationslager" lautete "KL". Dennoch war auch die heute gängigere Abkürzung "KZ" schon im Dritten Reich gebräuchlich. 5 Ein ausführlicher Forschungsüberblick findet sich bei Karin Orth, Das System der Konzentrationslager, S. 9-22, sowie bei Ulrich Herbert / Karin Orth / Christoph Dieckmann, Die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Geschichte, Erinnerung, Forschung, in: Dies. (Hgg.), Die Nationalsozialistischen Konzentrationslager. Entwicklung und Struktur, Bd. 1, S. 17-40. Mit den möglichen Gründen für die zögerliche Erforschung der KL setzt sich Wolfgang Sofsky auseinander. Wolfgang Sofsky, Die Ordnung des Terrors. Das Konzentrationslager. Frankfurt a. M. 1993, hier S. 14-21. 6 Orth, System der Konzentrationslager. Diese Interpretation wird ergänzt durch eine biographischen Analyse des in den KL tätigen Führungspersonals. Vgl: Karin Orth, Die Konzentrationslager-SS. Sozialstrukturelle Analyse und biographische Studien. Göttingen 2000. Als Beispiel der zahlreichen neuen Veröffentlichungen: Frei, Norbert / Steinbacher, Sybille / Wagner, Bernd C.: Ausbeutung, Vernichtung, Öffentlichkeit. Neue Studien zur nationalsozialistischen Lagerpolitik. München 2000. 7 Ich unterscheide im Folgenden zwischen den eigenständigen Konzentrations Haupt- oder Stammlagern und denen ihnen unterstellten Außenkommandos. Zu Einschätzung von Natzweiler Orth, System der Konzentrationslager, S. 85 ff. 8 Vgl. Bakels, Nacht und Nebel, S. 258. 9 Kientzler, Arnold (Hg.): Le camp de concentration du Struthof. Konzentrationslager Natzweiler. Témoignages. Schirmeck 1998 (Collection Documents - Tome III). 10 Herr Robert Steegmann aus Straßburg verfaßt eine umfangreichen Gesamtdarstellung. 11 Vgl. Orth, System der Konzentrationslager, S. 68 ff. 12 Ebd., S. 68 ff. 13 Ebd., S. 80. 14 Ebd., S. 85. 15 Ebd., S. 85. 16 Ebd., S. 85. 17 Jürgen Ziegler, Mitten unter uns. Natzweiler-Struthof: Spuren eines Konzentrationslagers, Hamburg 1986. S. 17. 18 Orth, System, S. 86 und Herwart Vorländer, Nationalsozialistische Konzentrationslager im Dienst der totalen Kriegsführung. Sieben württembergische Außenkommandos des Konzentrationslagers Natzweiler/Elsaß, Stuttgart 1978. (Veröffentlichung der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B, 91), S. 2. 19 Zahlenangaben nach: Wolfgang Kirstein, Das Konzentrationslager als Institution totalen Terrors. Das Beispiel des KL Natzweiler, Pfaffenweiler 1992 (Freiburger Arbeiten zur Soziologie der Diktatur 2) (Phil. Diss. Freiburg 1991), S.60. 20 Vgl. Kirstein, S. 9. 21 Ebd., S. 18. 22 Vorländer, S. 4. 23 Ausführlich dazu: Orth, System der Konzentrationslager, S. 166 ff. 24 Ebd, S. 172. 25 Dazu Orth, Konzentrationslager-SS, S. 206 und 214. 26 Ziegler, S. 46, Kirstein S. 32. 27 Orth, System der Konzentrationslager, S. 99ff. 28 Martin Broszat, Nationalsozialistische Konzentrationslager 1933-1945, in: Anatomie das SS-Staates, S. 11-124, hier S. 96, und Orth, System der Konzentrationslager, S. 98. 29 Kirstein, S. 18. 31 Das vom Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes herausgegebene vorläufige Verzeichnis nennt insgesamt 46 Lager an, Gudrun Schwarz zählt 50 Außenkommandos und Ernest Gillen kommt in seinem Beitrag "Les kommandos extérrieurs au camps annexes du camp de concentration de Natzweiler-Struthof" auf 70 Lager. Vgl. Kientzler, S. 243 ff.; Gudrun Schwarz, Die nationalsozialistischen Lager, Frankfurt a.M. / New York 1990, S. 179 ff; Internationaler Suchdienst (Hg.), Vorläufiges Verzeichnis der Konzentrationslager und deren Außenkommandos sowie andere Haftstätten unter dem Reichsführer-SS in Deutschland und deutsch-besetzten Gebieten (1933-1945), Arolsen 1969. 32 Kirstein, S. 125. 33 Orth. System der Konzentrationslager, S. 256. 34 Näher dazu: Béné, L'Alsace, S. 317 ff. 35 Zur Geschichte des Lagers: Jacques Granier, Schirmeck. Sicherungslager Vorbruck bei Schirmeck im Elsaß. Histoire d'un camp de concentration. Straßburg 1968. 36 Béné, L'Alsace, S. 317 ff, Kirstein, S. 15. Ff und Allainmat, S. 173 ff. 37 Dazu: David La Salle, Les Américains et le camp de concentration Natzweiler Struthof, in: Kientzler, S. 273. 38 Vorländer, S. 9. 39 Orth, System der Konzentrationslager, S. 86. 40 Comité national pour l'érection et la conservation d'un mémorial de la déportation au Struthof (Hg.), K. Z. Lager Natzweiler-Struthof, Nancy 1966. 41 Jürgen Ziegler, Mitten unter uns. Natzweiler-Struthof: Spuren eines Konzentrationslagers, Hamburg 1986. 42 Ziegler, S. 8. 43 Kientzler, Arnold (Hg.): Le camp de concentration du Struthof. Konzentrationslager Natzweiler. Témoignages. Schirmeck 1998 (Collection Documents - Tome III). 44 Charles Béné, Du Struthof à la France Libre, Raon-l'Étape 1968. 45 Charles Béné, L'Alsace dans les griffes nazies, Bd. V, Organisations policières nazies prisons et camps et camps de déportation en Alsace, Raon-l'Étape 1971. 46 Henry Allainmat, Auschwitz en France. La vérité sur le seul camp d'extermination nazi en France Le Struthof, Paris 1974. 47 Die Ortschaft Cochem mußte im Dritten Reich "Kochem" geschrieben werden. Ich verwende die zweite Schreibweise, wenn von dem KL-Außenkommando die Rede ist und insofern es sich nicht um ein Zitat handelt. 48 Der verwendete französische Ausdruck ist "exécutions sommaires". 49 Herwart Vorländer, Nationalsozialistische Konzentrationslager im Dienst der totalen Kriegsführung. Sieben württembergische Außenkommandos des Konzentrationslagers Natzweiler/Elsaß, Stuttgart 1978. (Veröffentlichung der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B, 91). 50 Vorländer, S. IX. 51 Kristian Ottosen, Natt og toke, Oslo 1989. (Französischsprachige Ausgabe: Ders., Nuit et brouillard. Histoire des prisonniers du camp Natzweiler-Struthof, Bruxelles 1994.) 52 Wolfgang Kirstein, Das Konzentrationslager als Institution totalen Terrors. Das Beispiel des KL Natzweiler, Pfaffenweiler 1992 (Freiburger Arbeiten zur Soziologie der Diktatur 2) (Phil. Diss. Freiburg 1991). 53 Vgl: Eugen Kogon, Der SS-Staat, München 1947. S.75f. 54 Ernst Heimes, Ich habe immer nur den Zaun gesehen. Suche nach dem KZ Außenlager Cochem, Koblenz ²1993; Manfred Schenk (Hg.), Das KZ vor der Haustüre. Augenzeugen berichten über das Lager "Wiesengrund" bei Vaihingen an der Enz, Vaihingen/Enz 1955; Ernst Kaiser, "Wir lebten und schliefen zwischen den Toten." Rüstungsproduktion, Zwangsarbeit und Vernichtung in den Frankfurter Adlerwerken, Frankfurt a. M / New York 1994; Detlev Ernst / Klaus Riexinger, Vernichtung durch Arbeit. Die Geschichte des KZ Kochendorf / Außenkommando des KZ Natzweiler-Struthof, Bad Friedrichshall 1996. 55 Zu den wirtschaftlichen Bestrebungen der SS: Enno Georg, Die wirtschaftlichen Unternehmungen der SS, Stuttgart 1963; Ota Kraus / Erich Kulka, Massenmorde und Profite. Die faschistische Ausrottungspolitik und ihre ökonomischen Hintergründe, Berlin (Ost) 1963; Hermann Kaienburg, "Vernichtung durch Arbeit". Der Fall Neuengamme. Die Wirtschaftsbestrebungen der SS und ihre Auswirkungen auf die Existenzbedingungen der KZ-Gefangenen, Bonn 1990. Generell zur Debatte "Vernichtung durch Arbeit": Ulrich Herbert, Arbeit und Vernichtung. Ökonomisches Interesse und der Primat der "Weltanschauung" im Nationalsozialismus, in: Ders. (Hg.): Europa und der "Reichseinsatz": ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in Deutschland 1938-1945, Essen 1991, S. 384-426. Zum "Ahnenerbe": Michael M. Kater, Das "Ahnenerbe" der SS 1935-1945. Ein Beitrag zur Kulturpolitik des Dritten Reiches, Stuttgart 1974. 56 Vgl. Anmerkung 10. 57 Über die im folgenden vorgestellten Erinnerungen hinaus waren mir folgende Erinnerungen bisher nicht zugänglich: Pierre Biermann, Streiflichter aus Hinzert, Natzweiler, Buchenwald, Luxemburg 1950; F. Kozlik, Der Berg des Grauens. Streiflichter aus dem Lager Struthof, Strasbourg 1945; A. Hornung, Le Struthof, camp de la mort, Paris 1945; E. Eberhard, Un lieu d'épouvante. Le Struthof tel qui je l'ai vécu, Paris 1945; A. Ragot, N.N., Nuit et brouillard, Chevillon 1964. 58 Grundsätzlich dazu: Lutz Niethammer (Hg.), Lebenserfahrung und kollektives Gedächtnis. Die Praxis der "oral history", Frankfurt a. M. ² 1985; Herwart Vorländer (Hg.), Oral History. Mündlich erfragte Geschichte, Göttingen 1990. 59 Vgl. hierzu: Ulrike Jureit /Karin Orth, Überlebensgeschichten. Gespräche mit Überlebenden des KZ-Neuengamme, Hamburg 1994, hier besonders S. 153 ff. 60 Vgl. Maurice Halbwachs, Das kollektive Gedächtnis, Frankfurt a. M. 1991. 61 Lutz Niethammer, Einführung, in: Ders. (Hg), Lebenserfahrung, S. 7-33, hier S. 7. 62 Hinweise darauf finden sich in Kapitel VI behandeltem "Dompteur-Prozeß". 63 Vgl. zum Begriff "autobiographisches Gedächnis" und zum folgenden: Daniel Bertaux / Isabelle Bertaux-Wiame, Autobiographische Erinnerung und kollektives Gedächtnis, in: Lutz Niethammer (Hg.), Lebenserfahrung, S. 146-166. 64 Ebd., S. 150. 65 Vgl. dazu: Jureit / Orth, Überlebensgeschichten, S. 158-161. 66 Der Begriff der Anekdotisierung wurde von dem Volkskundler Albrecht Lehmann geprägt. Vgl. Albrecht Lehmann, Erzählstruktur und Lebenslauf - Autobiographische Untersuchungen, Frankfurt a. M. / New York 1983, S. 23 ff. Ich verdanke den Hinweis darauf der ungedruckten Magisterarbeit von Christoph Bitterberg, Der Bielefelder Prozeß als Quelle für die deutsche Judenpolitik im Bezirk Bialystok, Hamburg 1995 (masch.). 67 Vgl. hierzu Jureit / Orth, Überlebensgeschichten, S. 155. Der hier geäußerten Ansicht, die Häftlinge kannten überhaupt keinen Alltag, folge ich nicht. 68 Floris B. Bakels, Nacht und Nebel. Der Bericht eines holländischen Christen aus deutschen Gefängnissen und Konzentrationslagern, Frankfurt a. M. 1979 (Urspünglich: Nacht und Nebel. Mijn verhaal uit Duitse gevangenissen en concentratiekampen, Amsterdam 1977.). 69 Nach eigenen Angaben handelt es sich dabei um ca. 3200 Blatt vornehmlich Toilettenpapier. Vgl. Bakels, Nacht und Nebel, S. 170. 1947 wurde bereits eine Auswahl aus dem Tagebuch unter dem Titel "Verbeelding als Wappen" (Phantasie als Waffe) veröffentlicht. Vgl.: Floris B. Bakels, Verbeelding als Wappen. Amsterdam ² 1979. Bakels konnte sein Tagebuch während seiner ersten vier Monate im Lager nicht führen, es umfaßt den Zeitraum vom 8. November 1943 bis zum 2. September 1944. Vgl. seine Schilderung "Konzentrationslager Natzweiler", die in deutscher Übersetzung in der Zentralen Stelle vorliegt (ZSL IV 419 AR 593/75 Bl. 273-283). 70 Religiöse Wahnvorstellungen sind in diesem Zusammenhang nicht ungewöhnlich. So berichtet etwa der spätere Nobelpreisträger Elie Wiesel, daß er mit seinem Vater im Januar 1945 auf offenen Waggons von Auschwitz nach Buchenwald transportiert wurde: "Es schneite. Wir hatten bereits Tote, viele Tote in den offenen Waggons. Ich war zusammen mit meinem Vater. Und plötzlich sind wir verrückt geworden. Es gab nur drei Decken. Wir waren verzweifelt. Wir sind verrückt geworden. Und da haben wir angefangen, ein Gebet herauszuschreien. Das Gebet, das wir normalerweise zum Ende des Jom Kippur verlesen, des Versöhnungstags also, 'Gott ist Gott'...." Elie Wiesel in einem Gespräch mit Jorge Semprun, das im Januar 1995 vom Fernsehsender 'arte' ausgestrahlt wurde. Auszugsweise abgedruckt in: Werkstattgeschichte 13, S. 49-60., hier S. 51-52. 71 Zeugenaussage Floris B. Bakels am 8. Mai 1979 durch die Staatsanwaltschaft Amsterdam. Aussageprotokoll enthalten in Akte 130 Js 2/76 der StA Köln, bzw. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl 163-165. 72 Bakels erwähnt eine Aussage vor einem Schwurgericht in Ulm. (Bakels, Nacht und Nebel, S. 376) sowie in Amsterdam für einen Prozeß in Köln. Vgl. Anm. 57. 73 Bakels, Nacht und Nebel, S.14-15. 74 Ebd. S. 228. 75 Bakels, Konzentrationslager Natzweiler, Bl. 279. Vgl. Anm. 76. 76 Bakels, Nacht und Nebel, S. 236. 77 Ebd. S. 240. 78 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl 281. 79 Bakels, Nacht und Nebel, S. 256. 80 Vgl. Kap. V.1 "Vorüberlegungen". 81 Dies geht aus der in Kapitel V.1 ("Vorüberlegungen") vorgestellten Aktenedition "The Natzweiler Trial" hervor. 82 ZSL IV 419 AR 593/75. Bl 280-281. 83 Bakels, Nacht und Nebel, S. 231. 84 Udo Dietmar, Häftling...X...in der Hölle auf Erden, Mainz 1946. 85 Zu diesem Zweck wären in einer der Terrassen drei Löcher im Boden gewesen, in denen bei Bedarf Galgen befestigt werden konnten. Im Beisein der Lagerführung hätte der Delinquent auf eine "Klappkiste" steigen müssen, worauf ihm von einem anderen Häftling die Schlinge um den Hals gelegt worden sei. Dann hätte ein SS-Mann die Klappe der Kiste ausgelöst. 87 Vgl. Kirstein, Konzentrationslager, S. 60ff. 88 Aimé Spitz, Struthof. Bagne nazi en Alsace, Sélestat 1953. 89 Diese Erleichterung der Haftbedingungen vollzog sich in mehreren Schritten: Ab 15. August 1943 mußten arbeitsunfähige Häftlinge nicht mehr wie zuvor zur Arbeit ausrücken, sondern durften in ihren Baracken bleiben. Ab September 1943 wurde ihnen erlaubt, ambulante Hilfe des Reviers in Anspruch zu nehmen, erst Ende Oktober konnten sie auch dorthin eingewiesen werden. 90 Hier handelt es sich mit Sicherheit um den im "Natzweiler Trial" verhandelten Fall der vier Frauen. 92 Wie Porzig (Vgl. Anm. 104) wurde Spitz von Dachau nach Allach und von dort wieder zurück nach Dachau gebracht, wo er die Befreiung erlebte. 93 Max Porzig, Schulungen. Tatsachenbericht aus den Konzentrationslagern Natzweiler, Dachau, Allach. Singen 1945. 94 Ebd., S. 6. 95 Ebd., S. 14. 96 Ebd., S. 23. 97 Außer den Nürnberger Prozessen kann hier der Prozeß gegen Adolf Eichmann als beispielhaft gelten, der im Frühjahr 1961 vor einer Sonderkammer des Bezirksgerichts in Jerusalem geführt wurde. Dieser Schauprozeß hatte zum einen zur Folge, daß das Thema "Shoah" und NS-Diktatur verstärkt in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Zum anderen führten die umfangreichen Ermittlungen auch zu damals neuen Erkenntnissen über den Nationalsozialismus; außerdem konnten in Folge des Prozesses einige weitere Täter verhaftet werden. Vgl. dazu: Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen. Mit einem einleitenden Essay von Hans Mommsen, München/Zürich 1986, S. 37 ff. 98 Vgl. Bakels, Nacht und Nebel, S. 258. Hier wird geschildert, wie die Häftlingskartei des Lagers verbrannt wurde. 99 Anthony M. Webb, The Natzweiler Trial, London / Edinburgh / Glasgow 1949. (War Crimes Trials V). 100 Allainmat gibt den Namen der vierten Frau mit Sonia Olschanezky an. Woher diese Information stammt, ist nicht ersichtlich; der Name wurde seither in allen folgenden Publikationen und auch auf einer Gedenktafel im ehemaligen Krematorium genannt. 101 Die Angeklagten waren Wolfgang Zeuss, Magnus Wochner, Emil Meier, Peter Straub, Fritz Hartjenstein, Franz Berg, Werner Rohde, Emil Bruttel und Kurt aus dem Bruch. Der S.O.E. wurde auf Befehl Churchills im Juli 1940 gegründet. Seine Aufgabe bestand in der Ausführung von Sabotageakten, der Sammlung von Informationen und vor allem in der Organisation und Unterstützung bereits vorhandener Widerstandsgruppen. Ab Frühjahr 1941 seien, so das Vorwort, englische und in England ausgebildete Mitglieder der S.O.E. in Deutschland und dem von ihm besetzten Gebieten mit Flugzeugen, Fallschirmen und aus U-Booten abgesetzt worden, wo sie zunächst dazu übergingen, ein Netz von Sendern und Relaisstationen zur Nachrichtenübermittlung aufzubauen. 102 Den Opfern wurde dabei erklärt, daß es sich um eine Typhusprophylaxe handele. 103 Wie aus den weiter unten verwendeten Akten hervorgeht, lautet die korrekte Schreibweise dieses Namens "Seuss". 104 Kirstein, S. 13. 105 Alexander Mitscherlich / Friedrich Mielke, Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses. Frankfurt a. M. 1960. Die Dokumentation enstand unter dem Titel "Wissenschaft ohne Menschlichkeit" auf Beschluß des 51. Deutschen Ärztetags 1948; die Erstauflage war ausschließlich für die Mitglieder dieser Kammer bestimmt. 106 Intensiviert wurden diese "Forschungen" nach einem Führerbefehl, der im März 1944 an das Reichskommissariat für Sanitäts- und Gesundheitswesen erging; dieser Befehl hob die Dringlichkeit von Versuchen mit Kampfstoffen hervor. 107 Nach Zeugenaussagen wurden alleine in Natzweiler bis 1943 etwa 150 Menschen dem Kampfstoff ausgesetzt. 108 Mitscherlich / Mielke, S. 171. 109 Zeugenaussage des Häftlings Hirtz [!], der als Apotheker im Revier tätig war. Vgl.: Mitscherlich / Mielke, S. 122. 110 Brief Haagens an Hirt vom 13.11.1943, zitiert nach Mitscherlich / Mielke, S. 123. 111 Zeugenaussage von Edith Schmidt, zitiert nach Mitscherlich / Mielke, S. 125. 112 Vgl. Mitscherlich / Mielke, S. 126. 113 Brief Hirts an Himmler vom 9.2.1942, zitiert nach Mitscherlich / Mielke, S. 174. 114 Aussage Kramers, zitiert nach Mitscherlich / Mielke, S. 176-177. 115 Aussage Henry Henrypierres, zitiert nach Mitscherlich / Mielke S. 178. 116 Obwohl in einer Aktennotiz vom 16. August 1944 niedergelegt ist, daß die "Sammlung (...) völlig aufgelöst sei" (Aktenvermerk für Dr. Brandt vom 16.10. 1944, zitiert nach Mitscherlich / Mielke, S. 179.), war das nicht der Fall. Der Bericht des Angestellten zeigt, daß die damit beauftragten Laborkräfte mit der Zerstückelung der Leichen überfordert waren, so daß es ihnen nicht gelang, alle Spuren vor Eintreffen der Alliierten zu beseitigen. 117 Serge Klarsfeld (Hg.), The Struthof Album. Study of the gassing at Natzweiler Struthof of 86 Jews whose bodies were to constitute a collection of skeletons. Presented and commented by Jean-Claude Pressac, New York 1985. 118 Die Publikation enthält keine weiteren Angaben zu diesen Ermittlungen. Vgl. dazu Kap. V. 5 "Der Aktenbestand der Zentralen Stelle zum KL Natzweiler". 119 Dabei handelt es sich um folgende Auszüge aus den offiziellen Akten: The Great War Crimes Trial. International Military Tribunal. Nuremberg, Blue series, Vol XXXVII, P 227-236, Red Series, supp. A, p. 1283-1289, Green Series, Vol. I, p. 748-752. 120 Beger selektierte die Häftlinge für die Skelettsammlung in Auschwitz. 121 Eine weitere, bisher nicht beachtete Quelle, stellt ein 1988 in der Zeitschrift "Revue D'Alsace" ins Französische übersetzter Auszug einer Zeugenaussage des ehemaligen Häftlingsarztes Fritz Leo dar. [Vor- und Nachname wurden sowohl in der serbokroatischen Fassung als auch in der französischen vertauscht.] Claude Fisera, Document: Le témoignage du docteur Fritz sur les crimes nazis commis dans le camp de concentration de Natzweiler-Struthof. Traduction, présentation et notes d'après l'édition yougoslave de Dragoljub Kocic, in: Revue d'alsace. 114 (1988), S. 225-236. Die Originale dieser Aussage, die Leo am 2. Juni 1945 gegenüber dem britischen Major S. J. Champion machte, sind laut der Einleitung in einem jugoslawischen Archiv zu finden (Vgl. Ebd. S. 226) und wurden in serbo-kraotischer Übersetzung bereits 1985 in Jugoslawien veröffentlicht. (In: Istorija 20. veka, III, 2, (1985), S. 161-174.) Obwohl der Sinn durch die zweifache Übersetzung verändert worden sein könnte, besteht doch dank einer mitabgedruckten Bescheinigung kein genereller Zweifel an der Authentizität des Dokuments. Da Leo sich als Häftlingsarzt in einer Zwischenstellung zwischen Häftlingen und SS befand und zudem als Arzt über Umfang, Art und Weise der "medizinischen" Versuche gut informiert war, stellt diese Aussage ein wichtige Quelle zu diesem Themenkomplex dar, der die aufgrund der Akten gewonnenen Einblicke zusätzlich beleuchten kann. 122 Raul Hilberg, Sonderzüge nach Auschwitz, Mainz 1981. 123 Vgl.: Jürgen Weber / Peter Steinbacher (Hgg.), Vergangenheitsbewätigung durch Strafverfahren? NS-Prozesse in der Bundesrepublik Deutschland, München 1984; Wolfgang Scheffler, NS-Prozesse als Geschichtsquelle, Bedeutung und Grenzen ihrer Auswertbarkeit durch den Historiker, in: Wolfgang Scheffler /Werner Bergmann (Hg.), Lerntag über den Holocaust als Thema im Geschichtsunterricht und in der politischen Bildung, Berlin 1988. 124 Näher dazu: Norbert, Norbert / Dirk van Laak / Michael Stolleis (Hgg.), Geschichte vor Gericht. Historiker, Richter und die Suche nach Gerechtigkeit, München 2000. 125 Vgl: Adalbert Rückerl, Die Strafverfolgung von NS-Verbrechen 1945-1978. Eine Dokumentation, Heidelberg / Karlsruhe 1979, S. 25. 126 Vgl: Willi Dreßen, Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg, in: Dachauer Hefte 6 (1990) S. 85-95, hier S. 85. 127 Rückerl, Strafverfolgung, S. 30. 128 Kontrollratsgesetz Nr. 10 und Nr 4. Art 3 vom 30. Oktober 1945, z. n. Dreßen, Die Zentrale Stelle, S. 85. 129 Der Zusatzvertrag ist abgedruckt in: Bundesgesetzblatt II (1955), S. 405 ff. 130 Dreßen, Die Zentrale Stelle, S. 87. 131 BGH Beschluß in der Sache Hempen vom 14.2.1966. BGH GSSt 1/65. 132 Zusatzvertrag zum Überleitungsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich vom 2.2.1971. Abgedruckt in BGBl II (1971), S. 644 ff. Der Autor arbeitet zur Zeit an einer Studie mit dem Titel "Zwischen Strafverfolgung und Karriere. Der Umgang mit den Verantwortlichen für die Deportation der Juden aus Frankreich im Spannungsfeld der deutsch-französischen Nachkriegsbeziehungen." Im Rahmen dieser Arbeit werden die Nachkriegskarrieren der ehemals in Frankreich tätigen NS-Verbrecher ebenso untersucht wie juristischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Studie erscheint voraussichtlich 2002. 133 Näher dazu: Ingo Müller, Furchtbare Juristen. Die unbewältigte Vergangenheit unserer Justiz, München 1987, 240 ff; Ulrich Herbert, Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903 -1989, Bonn 1996, S. 491 ff. 134 Gemäß § 78 ff Strafgesetzbuch. 135 Gesetz vom 25. 3. 65. (BGBl I 1965) 136 Uno-Konvention vom 26. 11. 1968. Die Bundesrepublik trat dieser Konvention nicht bei, da sie dem prinzipiellen Verbot der rückwirkenden Gerichtsbarkeit entgegenstand. 137 9. Strafrechtsänderung vom 4. 8. 69. (BGBl. II 1969). 138 16. Strafrechtsänderung vom 3. 7. 1979. (BGBl I 1979). 139 Näher zu dem ganzen thematischen Komplex: Norbert Frei, Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit. München 1996. 140 Laut Beschlüsse der Justizminister und Senatoren vom 22. November 1964 und vom 27./28. April 1965. 141 Alle Zahlen aus dem Informationsblatt der ZSL. 142 Zum weiteren Schicksal dieser Dokumente vgl. Kapitel VIII "Ausblick". 143 Roll 4, Bl 25.1-1305, Roll 5 komplett. 144 USA Roll 5, Bl. 812. 145 USA Roll 5, Bl. 823. 146 USA Roll 5, Bl. 871. 147 Kommandanturbefehl 11/42 vom 13. Juni 1942, USA Roll 5. Bl. 902. 148 Kommandanturbefehl 7/42 vom 12. Mai 1942. USA Roll 5, Bl. 893. 149 Kommandanturbefehl 15/42 vom 23. Juli 1942, USA Roll 5, Bl. 911. 150 Kommandanturbefehl 8/42 vom 18. Mai 42. USA Roll 5, Bl. 895. 151 Kommandanturbefehle vom 25. November 1941 und vom 25. November 1941. USA Roll 5, Bl. 876 u. 844. Vgl. Kapitel III "Die Literatur über Natzweiler im Überblick". 152 USA Roll 4, Bl, 626. 153 Ebd, Bl. 627. 154 Ebd, Bl. 628. 155 Ebd, Bl. 629-631. 156 Ebd, Bl. 632-634. 157 Ebd, Bl. 635-640. 158 Ebd, Bl. 531. 159 USA Roll 4, Bl. 703-723 und 869-1272. 160 Vgl. das Schreiben des ITS an die Staatsanwaltschaft Köln vom 17. August 1987 in: ZSL 419 AR 593/75 Bl. 727. 161 Kochendorf, Dautmergen, Haslach, Frankfurt, Leonberg, Speichingen, Wa [?], Bissingen, Echterdingen, Gustlingen, Neckarelz, Schörzingen und Schönberg. 162 Metz-Ordner I u. II, Bl. 1-1343. 163 Vernehmungsniederschrift Kramer: Metz-Ordner I, Bl 45ff, Haagen: Metz-Ordner II, 977ff. 164 Metz-Ordner II, Bl. 930 ff. 165 Metz-Ordner VI, Bl. 2646-3168. 166 Ebd. 167 Metz-Ordner VII, Bl. 3169-3631 und X, Bl. 4382-4958. 168 Brief von Heinz K. an das Militärtribunal in Metz vom 5. Jan 1950, in Metz-Ordner XI, Bl. 5291. 169 Vgl: Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart an die ZSL vom 27. Mai 1975, in: ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 3 ff. 170 Vgl. dazu: Werner Beulke, Strafprozeßrecht, Heidelberg ²1996. 171 Asbach-Daudenzell, Oas-Iffezheim-Sandweier, Balringen, Betzenstein-Aurbach, Bermaringen bei Darmstadt, Zeltlager Urs bei Ulm, Binau (Sitz des Verwaltungstabes nach Räumung des Stammlagers), Bissingen, Kochem, Dautmergen, Dormettingen, Echterdingen, Erzingen, Frankfurt/Adlerwerke, Frommern, Gusenheim, Geislingen, Guttenbach (Sitz d. Kommandanturstabes u. d. Polit. Abteilung nach Räumung des Stammlagers), Hailfingen, Haslach (Baden), Heppenheim, Hessenthal, Katzbach (zu Adlerwerken), Kochendorf, Leonberg, Longwy, Markirch, Metz, Neckarbischofsheim, Neckarelz, Neckargerach, Neckarzimmern, Neuenkirchen/Mosbach, Oberehnheim, Obrigheim, Peltre bei Metz, Bad Rappenau, Sandhofen, Sennheim (Cernay), Spaichingen, Schömberg, Schörzingen, Unterriexingen / Ludwigsburg, Unterschwarzach, Vaihingen, Wallendorf (Flughafen Rhein-Main), Wasseralfingen, Wesserling-Urbis und Zepfen-Han. 172 Es handelt sich um folgende Prozesse: StA Stuttgart 86 Js 41/75 (ZSL IV 419 AR 570/75), eingestellt ohne daß Grund aus Kartei ersichtlich; StA Bad Kreuznach 7 Js 4481/75 (ZSL 419 AR 571/75) eingestellt wegen Tod des Beschuldigten; StA Hamburg 141 Js 1188/60, eingestellt nach § 152 II StPO. 173 StA Stuttgart 86 Js 291/74 (ZSL 419 AR 608/75), erledigt wegen Tod des Besch.; Sta Stuttgart 86/ Js 39/75 (ZSL IV 419 AR 603/75), erledigt wegen Tod des Besch.; StA Koblenz 101/VJs 586/83 (ZSL IV 419 AR-Z 107/82), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Darmstadt 2Js 9807/77 (ZSL IV 419 Ar 580/75) eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich. 174 StA Köln 24 Js 429/62 (ZSL IV AR-Z 33/61), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Stuttgart 86 Js 121/74 (ZSL IV AR 606/75) eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Stuttgart 86 Js 54/75 (ZSL IV AR 584/75) eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich. 175 StA Hamburg 141 Js 808/60 (ZSL IV AR 910/61), eingestellt wegen Tod des Besch.; StA Darmstadt 2 Js 1018/58 eingest. wg. Tod des Besch.; StA Stuttgart 17 Js 145/62. Insgesamt 7 Beschuldigte, davon 2 in Metz hingerichtet, 2 zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, 3 eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich.; StA Stuttgart 86 Js 45/75 (ZSL IV AR 574/75), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich.; StA Stuttgart 86 Js 43/75 (ZSL IV AR 572/75), eingest. wg. Tod des Besch.; StA München 119e Js 9-10/71 (ZSL IV AR 303/71), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Düsseldorf 8I Js 790/63 (ZSL IV AR-Z 33/61); StA München II Da 12 Js 687/58 (ZSL IV AR 509/10), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Köln 130 Js 10/80 (Z) (ZSL IV AR-Z 90/80), nach zwei Berufungsverfahren wg. Verhandlungsunfähigkeit des Besch. eingest. 176 Vgl. Kater, Ahnenerbe. 177 StA Freiburg 13 Js 83/76 (ZSL IV AR 586/75), eingest. wg. Tod des Besch.; StA Stuttgart 86 Js 292/74 (ZSL IV AR 609/75), eingest. wg. Tod des Besch. 178 StA Stuttgart 18 Js 1537/61 (ZSL IV AR-Z 33/61), eingest. nach 170 II StPO; StA Stuttgart 86 Js 293/74 (ZSL IV AR 610/75), eingest. wg. Tod des Besch.; StA Karlsruhe 34 Js 539/75 (ZSL IV AR 575/75), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich.; StA Hechingen 1 Js 3271/59, eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich.; StA Hechingen 1 Js 4556/60 (ZSL IV AR-Z 33/61), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich. ZSL IV 419 AR 1038/71, eingestellt da beide Besch. bereits vor alliierten Gerichten abgeurteilt waren. 179 StA Köln 130 Js 6/83 (Z) (ZSL IV AR 246/77), eingest. wegen Verhandlungsunfähigkeit des Besch.; StA Stuttgart 19 Js 777/77 (ZSL IV AR 243/77), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich, StA Stuttgart 86 Js 64/75 (ZSL IV AR 611/75), eingest. wg. Tod des Besch.; StA Stuttgart 86 Js 119/74 (ZSL IV AR 604/75), eingest. wg. Tod des Besch.; StA Nürnberg 340 Js 40697/86 (ZSL IV AR-Z 16/86), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Stuttgart 86 Js 55/75 (ZSL IV AR 585/75) vorl. eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Stuttgart 16 Js 326/62 (ZSL IV AR-Z 3361; auch SA 241; nach mehreren Berufungsverfahren kam es fünf Fällen zu Verurteilungen; StA Stuttgart 86 Js 65/75 (ZSL IV AR 612/75), eingest. wg. Tod des Besch.; StA Stuttgart 86 Js 122/74 (ZSL IV AR 607/74), eingest. wg. Tod des Besch.; StA Dortmund 45 Js 6/82 (ZSL IV AR 592/75), Verfahrensausgang läßt sich aus Kartei nicht erschließen; StA Stuttgart 19(86) Js 78/75 (ZSL IV AR 760/75, Verfahrensausgang läßt sich aus Kartei nicht erschließen; StA Köln 130 Js 3/76(Z) (ZSL IV AR 613/75, Verfahrensausgang läßt sich aus Kartei nicht erschließen; StA Mosbach 1 Js 17/94 (ZSL IV AR 303/94), eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Stuttgart 86 Js 144/62 (ZSL IV AR-Z 33/61), vorl. eingest. ohne daß Grund in Kartei ersichtlich; StA Stuttgart 86 Js 471/62 (ZSL IV AR-Z 33/61), eingest. nach § 170 II; StA Stuttgart 86 Js 120/75) (ZSL IV AR 605/75), eingest. wg. Tod des Besch.; ZSL 419 AR-Z 92/77, eingest. wg. Tod des Besch.; ZSL IV AR-Z 91/77, eingest, da in Metz verurteilt. 180 Vgl. die Verfahrensübersicht im Anhang. 181 StA Koblenz 101 Js 1736/63 (ZSL IV AR-Z 85/77); StA Stuttgart 68 Js 125/74 (ZSL IV AR 594/75), ZSL IV AR-Z 88/77; StA Köln 130 Js 2/76 (Z) (ZSL IV AR 593/75, auch ASA 44; ZSL IV AR-Z 96/77; StA Mannheim 23 Js 9645/75 (ZSL IV AR 583/75; StA Stuttgart 86 Js 126/74 (ZSL IV AR 595/75); ZSL IV AR-Z 84/78; StA Hamburg 147 Js 15/75 (ZSL IV AR 591/75; StA Stuttgart 86 Js 127/74 (ZSL IV AR 602/75); ZSL IV AR-Z 357/77; ZSL IV AR-Z 94/77. 182 Das genaue Datum ließ sich nicht ermitteln. 183 Vgl. Schreiben des Generalstaatsanwalts am Landgericht Stuttgart an ZSL vom 27. Mai 1975, In: ZSL IV AR 593/75 Bl.12. 184 Ebd. 185 Vgl. Mitteilung der StA Stuttgart an ZSL vom 3.9. 1975. (ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 15). 186 "Zentrale Stelle im Land Nordrhein-Westfalen für die Bearbeitung von NS-Verbrechen in Konzentrationslagern bei der Staatsanwaltschaft Köln". 187 Vgl. Verfahrensbericht der Zentralen Stelle Köln vom 1.3. 79. (ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 315). 188 Es handelt sich dabei um die niederländische Stiftung "Vriendenkring van Oud Natzweilers" (Freundeskreis ehemaliger Natzweiler-Insassen) mit Sitz in Den Haag und der französischen Amicale des Déportés du Natzweiler-Struthof mit Sitz in Paris. 189 Vgl. Verfahrensübersicht der ZSK vom 15. 12. 82 (ZSL IV 419 AR 593/75, Bl.791ff. 190 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 796. 191 Vgl dazu: Beulke, Strafprozeßrecht, S. 264-265. 192 Aus: Herbert Jäger, Strafrecht und nationalsozialistische Gewaltverbrechen, in: Kritische Justiz, 2 (1977), S. 739 ff. Zitiert nach Wolfgang Scheffler, NS-Prozesse als Geschichtsquelle. Bedeutung und Grenzen ihrer Auswertbarkeit durch den Historiker, in: Wolfgang Scheffler / Werner Bergmann (Hg.), Lerntag über den Holocaust als Thema im Geschichtsunterricht und in der politischen Bildung, Berlin 1988, S. 12-27, hier S. 14-15. 193 Z.B. Scheffler, NS Prozesse; Jäger, Strafrecht; Helge Grabitz / Klaus Bästlein / Johannes Tuchel, Die Normalität des Verbrechens. Festschrift für Wolfgang Scheffler, Berlin 1994, sowie die ungedruckte Magisterarbeit von Jens Bitterberg, Der Bielefelder Prozeß als Quelle für die deutsche Judenpolitik im Bezirk Białystok, Hamburg 1995. 194 Aussageniederschrift von Willem R.; ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 203. 195 Aussageniederschrift von Henri R.; ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 427. 196 Aussageniederschrift von Daniel M.; ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 158. 197 Eine ausführliche Schilderung und Analyse findet sich bei Tom Segev, Die Siebte Million, Der Holocaust und Israels Politik der Erinnerung, Reinbek 1995, S.10-15. 198 Aussageniederschrift von N.W. W., ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 179. 199 Aussageniederschrift von W.R., ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 162 200 Diese Forderung erhebt Bitterberg, Der Bielefelder Prozeß, S. 23 ff. 201 Scheffler, NS-Prozesse, S. 24. 202 Es handelt sich dabei stets um Übersetzungen von amtlich geprüften und vereidigten Übersetzern, die ein hohes Maß an Zuverlässigkeit garantieren. Dennoch läßt sich eine gewisse Verfremdung niemals vermeiden. 203 Ludger Hoffmann, Kommunikation vor Gericht, Tübingen 1983. Bitterberg wendet die von Hoffmann aufgestellten Kriterien mit Erfolg auf die von ihm untersuchten Prozeßakten an. 204 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 648-658. 205 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 647. 206 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 647. 207 Vgl. Anklageschrift, ZSL IV 419 AR 593/75, Bl.747. 208 Auskunft ITS Arolsen, zitiert nach ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 647. 209 Herman Langbein, ...nicht wie die Schafe zur Schlachtbank, Frankfurt a. M. 1980, S. 49. 210 Ebd. 211 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 361. 212 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 648. 213 Vgl. das umfassende, wenn auch ideologisch geprägte Buch von Hans-Peter Klausch, Antifaschisten in SS-Uniform. Schicksal und Widerstand der deutschen politischen KZ-Häftlinge, Zuchthaus- und Wehrmachtsgefangenen in der SS-Sonderformation Dirlewanger, Bremen 1993, S. 27. 214 Befehl vom 19.2.1944. Der RFSS RF/M. 35/26/44g vom 19.2.1944, in: BA NS 19/1. Zitiert nach Klausch, Antifaschisten, S. 90. 215 Klausch, Antifaschisten, S. 74. 216 Ebd., S. 80. 217 Ebd., S. 405. 218 Bis Mitte des Jahres 1947 wurden ausschließlich kranke Dirlewanger-Gefangene von den Russen entlassen. Vgl: Klausch, Antifaschisten, S. 410. 219 Diese Zahlen stammen von Martin Broszat, Nationalsozialistische Konzentrationslager 1933-1945, in: Anatomie das SS-Staates, S. 11-124, hier S. 96. 220 Vorländer, S. 6 ff. Erlasse auszugsweise abgedruckt bei Ziegler, Mitten unter uns, S. 27; Ota Kraus / Erich Kulka, Massenmorde und Profite. Die faschistische Ausrottungspolitik und ihre ökonomischen Hintergründe, Berlin (Ost) 1963, S. 150 ff. Dazu auch Orth, System der Konzentrationslager, S. 97 ff. 221 Er basiert auf einem RSHA-Erlaß vom Frühjahr desselben Jahres. Abgedruckt bei Vorländer, Nationalsozialistische Konzentrationslager, Anhang Dok. 12. 222 Vgl.: Christian Zentner / Friedemann Bedürftig, Das große Lexikon des 3. Reiches, München 1985, S. 399. 223 Zitiert nach Kogon, SS-Staat, S. 241-245. 224 Vgl. unter anderem die Aussage von Leon S., ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 442f. 225 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 754. 226 Vgl. unter anderen die Zeugenaussage von André Gérard B., ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 535 227 Zeugenaussage Leon S. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 442-445. 228 Allerdings gestaltet sich eine umfassende Auswertung dieser Dokumente sehr zeitaufwendig, so daß sie im Rahmen dieser Arbeit nur kursorisch geleistet werden konnte. 229 Vgl. hierzu und zum folgenden: Sofsky, Ordnung des Terrors, S. 152 ff. 230 Zeugenaussage Roger Henri L. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 468. 231 Zeugenaussage Georges R. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 381-383. 232 Vernehmungsprotokoll Jakob S. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 657. 233 Zeugenaussage Karl D. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 330. 234 Zeugenaussage Jan K. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 201. 235 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 657. 236 Zeugenaussage Roger, F. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 717. 237 Ebd. 238 Zeugenaussage Roger Henri L. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl.465-468. 239 Zeugenaussage René F. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 433-437. 240 Zeugenaussage Francis D. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 411. 241 Zeugenaussage René F. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 433-437. 242 Zeugenaussage Roger F. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 716. 243 Sonthofer Rede Himmlers, gehalten am 21. Juni 1944 vor Generälen der Wehrmacht in Sonthofen. Institut für Zeitgeschichte MA 315 Bl 3949 F, hier zitiert nach Langbein, Nicht wie die Schafe, S. 32. 244 Zeugenaussage Réné C. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 386 245 Vgl. hierzu Langbein, Nicht wie die Schafe, S. 31 ff. 246 Zeugenaussage Germaine, L. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 511. 247 Sofsky, Ordnung des Terors, S. 152. 248 Zeugenaussage Eric C. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 419. 249 Zeugenaussage Richard K. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 589-590. 250 Sofsky, Ordnung des Terrors, S. 138. 251 Ebd. 252 Ziegler, Mitten unter uns, S. 46. 253 Langbein, Nicht wie die Schafe, S. 36. 254 Sofsky, Ordnung des Terrors, S. 158 ff. 255 Dies geht aus den Vernehmung hervor. 256 Zeugenaussage Dr. Fritz Lettow alias Leo ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 337. 257 Zeugenaussage Hermann K. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 362. 258 Zeugenaussage Germaine L. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 511. 259 ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 764 und Vernehmungsniederschrift des Beschuldigten ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 653. 260 Die genaueren Umstände dieser Vertretung waren nicht ermittelbar, da der Zeuge diese Angabe nicht präzisierte und S. wie geschildert die Tatsache abstritt, überhaupt Blockältester des Franzosenblocks gewesen zu sein. 261 Zeugenaussage Roger L. ZSL IV 419 AR 593/75, Bl. 559. 262 Vgl. Frank-Uwe Betz, Verschlußsache. Das Archiv des Internationalen Suchdienstes in Arolsen, in: Werkstattgeschichte 13 (1996), S. 104-107. 263 Bei dem rund 30 Aktenordner umfassenden Bestand NS 4 scheint es sich um die erwähnten "USA"-Dokumente handeln, darüber hinaus enthält der Bestand NS 19 (Persönlicher Stab Reichsführer SS) weitere einschlägige Informationen zu Natzweiler. In diesem Zusammenhang ist auch ein Bestand aus der ehemaligen DDR zum KL Natzweiler von Interesse, der sich nun ebenfalls in Berlin-Lichterfelde befindet...
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