Gedenkstättenarbeit

Auf dem Weg zu einer Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler

Forschungsstand - Quellen - Methode

 

V. Gerichtsakten als Quellen
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4. Der Aktenbestand des Zentralen Stelle

In den fast 38 Jahren ihres Bestehens hat die zeitweise mit bis zu 121 Mitarbeitern agierende Stelle einen einzigartigen Aktenbestand zusammengetragen. Bis Dezember 1994 hatte sie 7084 Vorermittlungsverfahren durchgeführt und über 80 000 allgemeine Auskünfte über Personen erteilt 141. Über diese Akten hinaus sind in den Karteien der Zentralen Stelle noch zahlreiche Hinweise über Verfahren verzeichnet, die ohne Mithilfe der Stelle geführt wurden. Auch Prozeßunterlagen von nichtdeutschen Verfahren, etwa von solchen, die von den Besatzungsmächten geführt wurden, sind vorhanden, da sie der Zentralen Stelle als Grundlage für eigene Ermittlungen dienen. Dieser Aktenbestand ist für den Historiker außerordentlich wertvoll, finden sich dort doch zahllose Vernehmungsniederschriften von Opfern wie von Tätern. Über diese Quellen zweiter Ordnung hinaus, die nach dem Krieg erhoben wurden, finden sich häufig auch Dokumente erster Ordnung, also Schriftstücke, die aus dem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang des Geschehens stammen und als Beweismittel verwendet wurden.

 

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