Vorwort


Am 19. April 1996 wurde im Deutschen Bundestag über ethische und rechtliche Fragen eines Transplantationsgesetzes diskutiert. Es soll nach dem Willen aller Bundestagsparteien künftig Rechtssicherheit und damit Vertrauen für die Spende und Übertragung von Organen schaffen. Mehrere interfranktionelle Gesetzesentwürfe von CDU/CSU, SPD und FDP sowie ein Entwurf von Bündnis 90/Die Grünen wurden im Parlament mit ungewöhnlich großem Ernst in erster Lesung debattiert.

Die vorliegende Dokumentation faßt die Ergebnisse der Fachtagung zusammen, die vom 16. - 18. Oktober 1995 im Haus auf der Alb stattfand. In Kooperation mit dem Justizministerium Baden-Württemberg wurden Mediziner der Transplantationszentren im Lande und Juristen zum Seminar "Organentnahme und Transplantation im Spannungsfeld zwischen Ethik und Gesetz" nach Bad Urach eingeladen.

Sowohl Themenauswahl als auch Experten wie Teilnehmer, die an dieser Veranstaltung mitwirkten, zeigen, daß über Fach- und Ländergrenzen hinweg die medizinischen, ethischen und rechtlichen Aspekte eines ersten Transplantationsgesetzes in Deutschland interdisziplinär erörtert wurden.

Ich danke dem Justizministerium Baden-Württemberg und den Transplantationszentren für ihre Unterstützung dieser wichtigen Veranstaltung. Insbesondere gilt mein Dank Herrn Oberstaatsanwalt Alexander Schwarz, im Justizministerium bisher zuständig für Aus- und Weiterbildung, und Herrn Dr. Carl-Ludwig Fischer-Fröhlich, Transplantationskoordinator am Transplantationszentrum der Universitätsklinik Tübingen, die wesentlich zum Gelingen des Seminars beigetragen haben.

In Zeiten knapper Ressourcen werden die Handlungsspielräume enger. Deshalb gilt mein besonderer Dank Herrn Prof. Dr. Dietmar Abendroth, Leiter des Transplantationszentrums Ulm, Chirurgische Universitätsklinik II. Dank seiner Initiative als 1. Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Transplantationschirurgie in Ulm wurde die Drucklegung dieser Dokumentation großzügig finanziell unterstützt und dadurch erst ermöglicht. Abschließend danke ich dem für die Tagung und Dokumentation verantwortlichen Kollegen Eugen Baacke sowie Sieglinde Hilble, Armin Pogadl (Assistenz), Gisela Ruprecht (Redaktion) und Ellen Schlenk (redaktionelle Mitarbeit).


Siegfried Schiele
Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg