Baustein

"Zwischen Romantisierung und Rassismus"


Sinti und Roma
600 Jahre in Deutschland

als Bausteine ausgearbeitet

Hrsg: LpB, 1998



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Inhaltsverzeichnis 


 

Autoren


Jacqueline Giere,

geb. 1939 in Aberdeen, USA, studierte an der Stanford University, Kalifornien, an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg/Breisgau und an der J.W.v. Goethe -Universität in Franfurt am Main. 1978 Examen im Fach Erziehungswissenschaften. 1978-1992 Unterrichtstätigkeit und Lehrerfortbildung. 1992 Dissertation mit dem Thema Erziehung und Kultur in den jüdischen Displaced Persons-Lagern der amerikanischen Besatzungszone im Nachkriegsdeutschland. Seither Mitarbeit beim Aufbau des Fritz Bauer Instituts, eines Studien- und Dokumetationszentrums zur Geschichte und Wirkung des Holocaust.

Publikationen u.a.

Jacqueline Giere (Hg.): Die gesellschaftliche Konstruktionn der Zigeuner. Zur Genese eines Vorurteils. Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Bd. 2, Campus: Frankfurt am Main 1996; Katrin Reemtsma: Zigeuner" in der ethnographischen Literatur. Die Zigeuner" der Ethnographen. Hg. von Jacqueline Giere. Materialreihe Nr. 16, Fritz Bauer Institut: Frankfurt am Main 1996.

Franz Hamburger,

geb. 1946 in Hördt/Pfalz. Nach dem Abitur Studium der Soziologie, Pädagogik und Philosophie in Heidelberg und Köln (1966-1972). Magisterexamen im Fach Soziologie, Nebenfächer Philosophie und Pädagogik. 1972-1978 Wissenschaftlicher Assistent am Erziehungswissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg. 1975 Promotion in Erziehungswissenschaften an der Universität Heidelberg, seit 1978 Professor für Sozialpädagogik an der Universität Mainz. Arbeitsschwerpunkte: Migration und Minderheiten, Internationaler Vergleich in der Sozialpädagogik, Jugendhilfe.

1980-1985 Leitung des Studienprojekts Treffpunkt Mainzer Sinti", wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts Soziale Beratungsstelle für Sinti und Roma" beim Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg (1984-1986). DFG-Projekt. Die Konstruktion der Differenz. Diskurse über Roma und Sinti in der Lokalpresse" (1991-1993). Veröff. aus diesem Projekt: Sinti und Roma in der Lokalpresse. In: neue praxis 1992 (mit I. Bohn u. W. Feuerhelm); Polizei und Presse. Eine Untersuchung zum staatlich genährten Rassismus" am Beispiel der Berichterstattung über Roma und Sinti. In: Jahrbuch der Antisemitismusforschung 1995 (mit I. Bohn u. K. Rock). Herausgeber der Studien zur Vergleichenden Sozialpädagogik und Internationalen Sozialarbeit", Autor von Pädagogik der Einwanderungsgesellschaft. Frankfurt 1994; Mitbegründer des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism).

Dr. Werner Heil,

geb. 1953 in Edenkoben in der Pfalz. Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichtswissenschaft in Mainz und in Heidelberg.

Arbeitsschwerpunkt: Geschichtstheorie. Publikationen zu diesem Arbeitsgebiet: u.a. Das Proben der Erklärung in der Geschichtswissenschaft." Frankfurt 1988. Ab 1984 Lehrer am Hölderlin-Gymnasium in Nürtingen; seit 1994 Lehrauftrag für Geschichte am Seminar für Schulpädagogik (Gymn.) Stuttgart II. Dort mehrere Arbeiten zur neueren Geschichtsdidaktik. Mitverfasser zweier Schulbücher.

Michail Krausnick,

geb. 1943 in Berlin, studierte Literaturwissenschaft und Soziologie in Heidelberg, Dr. phil., freier Schriftsteller. Schreibt Hörspiele, Film- und Fersehdrehbücher, Theaterstücke, Gedichte und Geschichten für Kinder und Jugendliche, Sachbücher und Biographien. Mitglied des VS. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema, u.a. die Bücher Da wollen wir frei sein - eine Sinti-Familie erzählt" und Und wo sind sie hingekommen?", das Theaterstück Lustig ist das Zigeunerleben?", das Drehbuch zum TV-Film Auf Wiedersehen im Himmel. die Sinti-Kinder von der St. Josefspflege" und (mit Anita Awosusi) die Ausstellung Die Überlebenden sind die Ausnahme", Landau 1992.

Auswahlliste Dt. Jugendliteraturpreis 1984; Auswahlliste Gustav-Heinemann-Friedenspreis 1984 und 1991; Dt. Jugendliteraturpreis 1991. Drehbuchprämie des BMI 1977; Nominierung Adolf-Grimme-Preis 1995; CIVIS-Fernsehpreis 1995.

Filme: Grandison", Spielfilm, 1979; Das letzte Lied des Räubers Mannefriedrich", 1982, (Buch u. Regie); Auf Wiedersehen im Himmel! Die Sinti-Kinder von der St. Josefspflege", 1994 (Buch u. Regie); Herweghs verfluchtes Weib", TV-Film 1997 (Buch u. Regie).

Kabarett: Kom(m)ödchen", Deutscher Michel", Stachelbären" und Solo-Programme von Thomas Freitag.

Theaterstücke: Beruf: Räuber", Bad. Landesbühne, 1979; Die Sinti-Revue", Bad. Landesbühne, 1985; Lustig ist das Zigeunerleben?", Sandkorn-Theater-Karlsruhe, 1988; Eine ganz raffinierte Person", Hörspielfassung WDR 1995; Emma H., oder : Vom Traum der deutschen Republik" Badisches Staatstheater Karlsruhe 1998.

Buchveröffentlichungen in Auswahl:

Da wollen wir frei sein! - Eine Sinti-Familie erzählt". Beltz & Gelberg, Weinheim 1983 u. TB, 1983; Abfahrt Karlsruhe. Verband der Sinti, Karlsruhe 1990; Wo sind sie hingekommen?" Der unterschlagene Völkermord an den Sinti und Roma. Gerlingen 1995; Johann Georg August Wirth, eine Biographie. Quadriga, Weinheim 1997; Der Hauptgewinn. elefanten press, Berlin 1998; Emma Herwegh - Nicht Magd mit den Knechten. Marbacher Magazin 1998.

Reinhold Lagrene,

geb. 1950, lebt in Mannheim. Vorsitzender des Vereins Sinti -Werkstatt", Verein zur Förderung von Kultur, Kunst und Handwerk; Vorstandsmitglied und Geschäftsführer im Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg. Mitarbeiter bei der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien am Pädagogischen Zentrum in Mainz. Märchenerzähler und Autor in D. Strauß (Hg.) 1992 und 1995.

Egon Schweiger,

geb. 1955, lebt in Mannheim. Studium der Erziehungswissenschaften, Politik und Soziologie; M.A. Referent für politische Bildung bei verschiedenen Einrichtungen; seit 1994 Mitarbeiter in der Sozialen Beratungsstelle des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg.

Wilhelm Solms,

geb. 1937, Professor für Literatur- und Medienwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, Vorsitzender des Marburger Literaturforums und Vorstandssprecher der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften, Berlin, Stellvertretender Vorsitzender der soeben (Juli 1998) gegründeten Gesellschaft für Antiziganismusforschung.

Zur Dämonisierung der Juden und Zigeuner" in den Märchen. In: Zigeunerbilder" in der deutschsprachigen Literatur. Hrsg.v. W.S. und Daniel Strauß. Heidelberg: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, 1995.

Daniel Strauß,

geb. 1965; lebt in Ortenberg/Hessen. Landesvorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg, sowie stellv. Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Seit 1995-97 Leiter des Projektes: Unterrichtsmaterialien zur Geschichte und Gegenwart deutscher Sinti und Roma und zum Antiziganismus, am Fritz Bauer Institut, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust in Frankfurt. Seit 1998 Leiter der Arbeitsstelle im Aufbau: Schutz der nationalen Minderheit Sinti und Roma, am HELP in Marburg/Hessen.

Veröffentlichungen: Neben diversen Aufsätzen und Vorträgen verantwortlicher Herausgeber in der Schriftenreihe des Dokumentations- und Kulturzentrums sowie Autor in: Sinti und Roma - Erzählkunst. Heidelberg 1992; Das Zigeunerbild in der deutschen Literatur. Heidelberg 1995.

Wolfgang Wippermann,

geb. 1945. Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin. Publikationen zu den Themenbereichen Faschismus, Nationalsozialismus, Rassismus und Totalitarismus. Zum Antiziganismus und zur Geschichte der Sinti und Roma:

Wolfgang Wippermann: Das Leben in Frankfurt zur NS-Zeit II. Die nationalsozialistische Zigeunerverfolgung. Darstellung - Dokumente - Didaktische Hinweise. Frankfurt/M. 1986; Wolfgang Wippermann: Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland. Darstellung und Dokumente. Hrsg. vom Pädagogischen Zentrum Berlin, Berlin 1992; Wolfgang Wippermann: Wie die Zigeuner". Antisemitismus und Antiziganismus im Vergleich. Berlin 1997.

 

 


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