Start US-Wahl   Landeszentrale  Abteilungen  Aktuelles  Publikationen  Links  Impressum  

 

Kandidaten


Wahltermine


Wahl des Präsidenten


Der Präsident der USA


Links


Unterricht


Information


 

 

 

 Election Night

 4. und 5. November
 MensaBar Freiburg

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 
 
 

 

 

 

 

 


Wahlprogramme


Die Präsidentschaftswahlen in den USA sind vor allem eine Persönlichkeitswahl. Wofür stehen die Kandidaten Barack Obama und Joe Biden auf der einen und John McCain und Sarah Palin auf der anderen Seite?
Welche Außenpolitik würden sie machen, wie auf die Wirtschaftskrise reagieren, was planen sie in Einwanderungs- und Gesundheitspolitik? Und vor allem: Worin unterscheiden sie sich?

 

Thema Demokraten Republikaner
Wirtschaft Im Zentrum der Wirtschaftspolitik stehen zwei Ziele: zum einen sollen die Arbeitsnehmer  gestärkt werden; zum anderen soll die massive Staatsverschuldung des Bundeshaushalts zurückgeführt werden. Um Arbeitnehmer zu stärken, schlägt Obama drei Maßnahmen vor:
1. Es soll die Einkommensteuer für arbeitende Familien um 1000$ jährlich gesenkt werden. Die unteren 20 Millionen Arbeitnehmer sollen zudem überhaupt keine Einkommenssteuer mehr zahlen, der Mindestlohn soll darüber hinaus jährlich um die Inflationsrate steigen.
2. Daneben möchte Obama eine Neuverhandlung des NAFTA-Abkommens mit Mexiko und Kanada erreichen, um amerikanische Arbeitnehmer vor allem vor der billigeren mexikanischen Konkurrenz zu schützen.
3. Schließlich beabsichtigt Obama die Position der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz gegenüber den Arbeitgebern zu verbessern, indem das Streikrecht kein Kündigungsgrund mehr darstellen darf und indem die Arbeitgeber dazu verpflichtet werden, Rentenoptionen für ihre Beschäftigten anzubieten.

Diejenigen Unternehmen, die neue Vollzeitarbeitsplätze schaffen, will Obama steuerlich entlasten. Die nachhaltige Konsolidierung des Haushaltes soll ebenfalls durch drei Maßnahmen geschehen:
1. Er möchte ein "Pay-as-you-go"-Gesetz verabschieden lassen, mit dem verbindlich jedes Gesetzesvorhaben bereits von Anfang an gegenfinanziert sein muss.
2. Daneben beabsichtigt er die Steuererleichterungen für große Unternehmen zurückzunehmen, zusätzlich müssen sie eine Strafsteuer zahlen, wenn sie Steueroasen außerhalb der USA für sich nutzen. Durch diese Maßnahmen soll sich das Steueraufkommen jährlich um 350 Milliarden $ erhöhen.
3. Schließlich sollen sämtliche Vergünstigungen für Öl- und Gasunternehmen zurückgenommen werden, die in den letzten Jahren Rekordgewinne erzielen konnten.

John McCain möchte mit seiner Wirtschaftspolitik vor allem die mittelständische Wirtschaft stärken. Daneben strebt er auch eine Konsolidierung des Bundeshaushalts an. Um den Mittelstand zu stärken, beabsichtigt McCain vier Maßnahmen: 1. Zunächst sollen die Steuern niedrig gehalten werden. Der Spitzensteuersatz soll bei 35% verbleiben. Daneben möchte McCain die Körperschaftssteuer von 35% auf 25% Prozent senken. 2.Als zweites sollen Unternehmen die Möglichkeit für ein Jahr bekommen, ihre Investitionen in neue Technologien abzuschreiben.
3. Außerdem beabsichtigt McCain bis zum Jahre 2030 700000 neue Jobs in 45 neu gebauten Nuklearkraftwerken sowie in der heimischen Öl- und Gasindustrie durch die Erschließung inländischer Öl- und Gasvorkommen zu schaffen.
4. Schließlich setzt sich McCain für den Abbau internationaler Handelsbeschränkungen jeglicher Art ein, die den freien Handel behindern.

Für die nachhaltige Haushaltskonsoldierung mit dem Ziel eines  ausgeglichenen Haushalts im Jahre 2013 sind drei Maßnahmen vorgesehen:
1. McCain verspricht durch seinen militärischen Sachverstand eine viel kostengeringere Kampfführung in Afghanistan und im Irak, mit der unzählige Milliarden eingespart werden können.
2. Zudem möchte McCain eine Reihe der Steuervergünstigungen der letzten Jahre für sehr hohe Einkommen und für die Großindustrie zurücknehmen
3. Schließlich möchte er nicht mehr funktionierende Staatsprogramme im Sozialbereich zurücknehmen, ohne diesen Punkt aber in seinem Programm genauer zu konkretisieren.

Thema Demokraten Republikaner
Außenpolitik

 

In der Außenpolitik möchte sich Obama um drei Problembereiche kümmern: den Krieg gegen den internationalen Terrorismus, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und den zunehmenden Antiamerikanismus in der Welt. Was die momentanen Kriege der USA in Afghanistan und im Irak anbelangt, so will er innerhalb von 16 Monaten sämtliche Truppen aus dem Irak abziehen. Die freigewordenen Kräfte sollen dann in Afghanistan zum Einsatz kommen. Auch möchte er Pakistan stärker ins Visier nehmen, da nach Ansicht Obamas dort inzwischen die Schaltstelle Al Qaidas und des internationalen Terrorismus vermutet wird. Was die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen angeht, so hält Obama einen nuklear ausgestatteten Iran für nicht hinnehmbar, weshalb dies unbedingt verhindert werden müsse. Zudem möchte er mit Russland verstärkt zusammenarbeiten, um weiter Atomwaffen auf beiden Seiten zu reduzieren. Sein Fernziel ist eine Welt gänzlich ohne Atomwaffen. Um Amerikas Image in der Welt zu verbessern, soll die Diplomatie wieder zum wichtigsten Mittel der amerikanischen Außenpolitik werden. Dabei ist Obama grundsätzlich bereit, auch mit allen Gegnern der USA in Verhandlungen zu treten. Im Falle des Irans beabsichtigt er, eine internationale Koalition zu bilden, unter Einschluss der Nachbarstaaten Irans, um durch Sanktionen und gegebenenfalls Anreize, den Iran dazu zu bewegen, sein Atomprogramm einzustellen. Daneben befürwortet Obama ein stärkeres Engagement der europäischen Länder in Afghanistan und stärkeren politischen Druck auf Pakistan von Seiten der Europäer, um eine effizientere internationale Koalition gegen Al Qaida bilden zu können. Des Weiteren möchte Obama zwei Milliarden Dollar zur Verfügung stellen, um irakischen  Flüchtlingen zu helfen. Schließlich will er den Völkermord in Dafur beenden und dieses Thema wieder auf die oberste außenpolitische Agenda setzen. Obama ist auch bereit, die Truppen der afrikanischen Union mit amerikanischen Geldern besser auszustatten, um in diesem Krisengebiet für mehr Stabilität sorgen zu können. John McCain möchte sich ebenfalls um diese drei dringenden Probleme kümmern, nämlich die Kriege gegen den internationalen Terrorismus, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und den zunehmenden Antiamerikanismus in der Welt. Was den Irakkrieg anbelangt, so nennt er keinen festen Termin für einen Abzug. Vielmehr müssen die US-Truppen alles tun, um mehr politische Stabilität in das Land zu bringen. Vor allem sollen sie helfen, die irakischen Nationalratswahlen 2009 abzusichern. In Afghanistan möchte er, der veränderten Irak-Strategie aus dem Jahre 2006 folgend, mehr amerikanische Truppen stationieren, unabhängig der europäischen Truppenkontingente. Zugleich beabsichtigt er, den Verteidigungsetat der USA zu senken. Dazu soll der Kongress mehr Mitspracherechte erhalten, indem der Präsident künftig keine nachträglichen Nothaushalte für gestiegene Verteidigungsausgaben mehr in einem verkürzten Ratifizierungsverfahren dem Kongress vorlegen kann. Zudem soll die Kooperation mit den Generälen vor Ort verbessert werden. Deren Sach- und Fachkenntnisse sind nach McCains Ansicht die Grundlage für militärische Entscheidungen und nicht die politischen Wunschvorstellungen einzelner Kongress- oder Regierungsmitglieder. Um die Ausbreitung von Massenvernichtungswaffen einzuschränken, soll mit Russland ein zweites START-Abkommen unterzeichnet werden, um beiderseitige Kontingente zu verringern. Daneben möchte McCain auch China in die amerikanische Nichtverbreitungspolitik miteinbeziehen. Zudem soll der Iran unter allen Umständen davon abgehalten werden, Atomwaffen zu bauen. McCain beabsichtigt ebenfalls durch internationale Sanktionen und Anreize, den Iran dazu bewegen zu können. Einen militärischen Angriff auf den Iran schließt McCain aus, es sei denn, es handelte sich um einen akuten Notfall. Um Amerikas Ansehen in der Welt zu verbessern, soll die Diplomatie wieder zum ersten Mittel amerikanischer Außenpolitik werden. Um den Stillstand, die chronische Ineffizienz sowie die Möglichkeiten, die diktatorische Regime von der UN erhalten, zu überwinden, beabsichtigt McCain eine Liga der Demokratien zu gründen, um gemeinsam mit Amerikas freiheitlich-demokratischen Verbündeten die Weltprobleme des 21.Jahrhunderts zu lösen.

Thema Demokraten Republikaner
Lobbyismusreform Das Lobbying in Washington soll schärfer und transparenter reguliert werden, um die einseitige Berücksichtigung einzelner mächtiger und finanzstarker Interessen bei vielen Kongressgesetzen zu durchbrechen. Um die Dringlichkeit dieses Ziel zu belegen, bezieht sich Obama auf die Energy Task Force, die unter Leitung des Vizepräsidenten Dick Cheney steht, der in den Gremium die Interessen der Ölindustrie, aus der er selber entstammt, massiv begünstigt haben soll. Für die Reformierung der Lobbyarbeit schlägt Obama drei Maßnahmen vor:
1. Die Einrichtung einer zentral geführten Internetdatenbank mit Informationen über die einzelnen in Washington tätigen Lobbygruppen, aus denen für jeden ersichtlich wird, welches inhaltliches Projekt eine bestimmten Lobbygruppe unterstützt und welche Mittel sie dafür zur Verfügung stellt.
2. Die Reformierung des Bundeswahlkampfes. Obama möchte, dass in Zukunft die Wahlkampagnen der großen beiden Parteinen hauptsächlich über Steuermittel finanziert werden und nicht mehr so stark über private Spenden. Zusätzlich sollen die Parteien kostenlose Sendezeiten in Rundfunk und Fernsehen erhalten.
3. Schließlich fordert er eine zwingend öffentliche Ausschreibung von Regierungsaufträgen an die Privatwirtschaft ab einer Größenordnung von 25 000$, um die dann verschiedene Unternehmen konkurrieren sollen.
Auch John McCain möchte den Einfluss mächtiger Sonderinteressen in Washington zurückdrängen. Er schlägt dafür drei Maßnahmen vor, die sich im Unterschied zu Obama weniger an die Lobbyisten als vielmehr an die Empfänger von Zuwendungen einzelner Lobbyisten richten, nämlich die Abgeordneten des Kongresses:
1. So beabsichtigt McCain, dass jeder Abgeordnete sämtliche Nebeneinkünfte offen legen muss; insbesondere aber müssen diejenigen Zuwendungen angegeben werden, die im Zusammenhang eines Gesetzgebungsprojektes stehen, an dem der jeweilige Abgeordnete selber mitgewirkt hat.
2. Daneben soll es Abgeordneten für die Zeit nach ihrer Kongressmitgliedschaft verboten werden, als Lobbyist in denjenigen Organisationen tätig zu werden, von denen sie selber während ihrer Zeit als Abgeordnete Zuwendungen erhalten haben.
3. Schließlich möchte McCain die Bundeskompetenz für viele Politikfelder an die einzelnen Bundesstaaten zurückgeben, was dazu führte, dass sich der Gestaltungsspielraum für Lobbyisten auf Bundesebene erheblich verringerte.

Thema Demokraten Republikaner
Gesundheitsreform Die Tatsache, dass heutzutage rund 47 Millionen Amerikanern ohne Krankenversicherung leben, darunter 9 Millionen Kinder, betrachtet Obama als unerträglichen Zustand. Deshalb beabsichtigt er, dass jeder Amerikaner, unabhängig von persönlichen Voraussetzungen, eine eigene Krankenversicherung erhalten soll. Dies soll in fünf wesentlichen Schritten geschehen:
1. Zunächst werden die Versicherungen dazu verpflichtet, jeden Bewerber aufzunehmen. Vermutete Risiken oder bereits erlittene Krankheiten dürfen keine Ausschlussgründe für eine Aufnahme darstellen.
2. Um dies von Seiten der Regierung überprüfen zu können, plant Obama die Errichtung einer zentralen Bundesagentur, an die die Versicherungen Daten über ihr Informationsangebot für Kunden, ihre Leistungen und ihre Verwaltungsausgaben übermitteln müssen.
3. Zudem muss von nun an eine Versicherung arbeitsunabhängig sein und auch unverändert nach einem Jobwechsel weiter gelten.
4. Dann möchte Obama einen verpflichtenden Arbeitgeberanteil für die Krankenversicherungen der Arbeitnehmer einführen, der auch für die Kinder der Arbeitnehmer gilt.
5. Schließlich sollen die Kosten  für Arzneimittel durch mehr Wettbewerb gesenkt werden, was auch die Möglichkeit umfasst, dass in Zukunft Amerikaner die gleichen Medikamente im Ausland erwerben können, wenn sie dort günstiger sind.
Auch John McCain hält die Tatsache, dass 47 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung leben ebenfalls für unerträglich. Bei seinem Bemühen diesen Missstand zu beheben, möchte er aber weniger bundesstaatliche Behörden als die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Bürger stärken. So umfasst sein Gesundheitsplan vor allem vier Schritte.
1. McCain möchte jedem Amerikaner eine jährliche Steuerentlastung von 2500 $ und jeder Familie von 5000$ zukommen lassen, um von diesem Geld eine Krankenversicherung zu finanzieren.
2. Für diejenigen Amerikaner, die zu wenig Geld im Jahr verdienen als dass sie von einer solchen Steuererleichterung profitieren könnten, möchte McCain zusammen mit den Gouverneuren der Bundesstaaten einen Aktionsplan erlassen, der die Errichtung einer Stelle pro einzelnen Bundesstaat umfasst, welche solchen Menschen eine Krankenversicherung besorgt.
3. Zudem soll die Versicherung arbeitsunabhängig sein und auch nach einem Jobwechsel weiter unverändert gelten.
4. Schließlich sollen Amerikaner ihre Medikamente im Ausland erwerben können, wenn sie dort billiger sind. Auch sollten Gewinne der Pharmaziekonzerne an die Kunden mittels Prämien weiter gegeben werden.

Thema Demokraten Republikaner
Energiepolitik

Obama möchte die USA zu einem umweltfreundlichen Land machen, das sich an internationale Standards orientiert. Um dies zu erreichen, werden zwei Wege vorgestellt:
1. Zum einen soll der Energieverbrauch massiv gesenkt werden. So soll bis zum Jahre 2030 der Ölverbrauch um 30% zurückgehen.
2. Der Ausstoß von CO2 soll bis zum Jahre 2050 um 80% reduziert werden. Damit dies bewerkstelligt werden kann, möchte Obama zum anderen massiv die staatlichen Investitionen in erneuerbare Energien fördern.
3. Bis zum Jahre 2025 ist vorgesehen, dass 25% des Gesamtenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden kann.
4. Zudem möchte Obama die Forschung in diesem Anliegen massiv fördern. Er plant 150 Milliarden Dollar über den Zeitraum von 10 Jahren für dieses Vorhaben der Forschung in den USA zur Verfügung zu stellen.

Auch McCain möchte das Land an internationale Umweltstandards heranführen. Zugleich geht es ihm zentral darum, die USA von ausländischen Öl- und Gasimporten unabhängiger zu machen. Um beide Ziele zu erreichen, schlägt er drei Maßnahmen vor.
1. Es sollen bis 2030 45 neue Atommeiler entstehen, daneben soll auch die heimische Kohlenindustrie wieder belebt werden.
2. Als zweites strebt McCain danach, die heimischen Öl- und Gasvorkommen stärker zu erschließen.
3. Als drittes soll das amerikanische Konsumentenverhalten umweltfreundlicher werden. McCain möchte jedem, der ein neues umweltfreundliches Auto kauft oder der eine Wärmeisolierung an seinem Haus vornehmen lässt 5000 $ der jährlichen Steuern erlassen. Mit seinen Maßnahmen glaubt McCain den CO2-Ausstoß bis zum Jahre 2020 auf das Niveau von 1990 reduzieren zu können.

Thema Demokraten Republikaner
Einwanderung Obama möchte der illegalen Einwanderung in die USA entgegentreten, welche seit dem Jahre 2000 um 40% gestiegen ist. Jedes Jahr überqueren 500 000 neue illegale Immigranten die amerikanische Grenze. Um dieses Ziel zu erreichen möchte Obama verstärkt mit Mexiko zusammenarbeiten, um Menschen von einer möglichen illegalen Einwanderung bereits im Vorfeld abzuhalten. Zum anderen sollen diejenigen amerikanischen Arbeitgeber bestraft werden, wenn diese, um nationales Tarif- und Arbeitsrecht zu umgehen, illegale Arbeitsmigranten beschäftigen.  McCain verfolgt das gleiche Ziel: Auch er möchte die illegale Einwanderung zurückdrängen, und zwar auf drei Wegen:
1.Zunächst soll die Personenstärke erhöht sowie die technische Ausrüstung der Border Patrol zur mexikanischen Grenze verbessert werden, um Schleuseraktionen besser unterbinden zu können.
2. Zudem sollen alle diejenigen Arbeitgeber in den USA, die illegale Einwanderer beschäftigen zentral erfasst und bestraft werden.
3.Schließlich soll den bereits in den USA lebenden bisher illegalen Einwanderern ein Angebot gemacht werden: Sie können entweder das Land verlassen oder sich legal registrieren lassen, ohne dass sie wegen ihrer Vergangenheit als illegale Einwanderer rechtliche Folgen zu fürchten hätten.

Thema Demokraten Republikaner
Bürgerrechte Obama möchte eine verbesserte Durchsetzung der amerikanischen Bürgerrechte erreichen. Dafür will er die Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums mit einer Reihe von Fachanwälten aufstocken, die eingereichte Petitionen amerikanischer Bürger juristisch vor Gericht durchsetzen sollen. Daneben möchte er die einzelnen Bundesstaaten dazu anhalten, Hürden bei der Wahlregistrierung für die einzelnen Bürger abzubauen. Schließlich sollen Diskriminierungen in strafrechtlichen Verfahren gegenüber Minderheitengruppen, vor allem aber Schwarzen und Latinos, abgebaut werden. Dieser Unterpunkt existiert nicht in McCains Wahlprogramm.
Kampf gegen Armut Obama möchte die Armut in der amerikanischen Bevölkerung besser bekämpfen. Dazu sollen mehr öffentliche Wohnungen entstehen, um die Obdachlosigkeit, vor allem in Großstädten, zu verringern. Zudem ist geplant, zukünftig jedem Amerikaner 7 bezahlte Krankentage pro Jahr zuzubilligen. Daneben möchte er insgesamt 81 Milliarden Dollar über 5 Jahre investieren, um Arbeitslosen zu einer neuen Beschäftigung zu verhelfen. Durch seine Steuererleichterungen sollen besonders kleine Einkommen aus der Schicht der so genannten "working poor" profitieren. Schließlich verspricht Obama umfangreiche Bundeszuschüsse, um Kindern aus ärmeren Familien einen Collegebesuch zu ermöglichen. Dieser Unterpunkt existiert nicht in McCains Wahlprogramm.
Frauenpolitik Obama möchte sich um eine bessere Umsetzung des Equal Pay Act einsetzen, damit in der Wirtschaft Frauen für die gleiche Arbeit den gleiche Lohn erhalten. Bisher verdienten Frauen im Durchschnitt nur 77% im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Dieser Unterpunkt existiert nicht in McCains Wahlprogramm.

Thema Demokraten Republikaner
Werte, menschliche Würde, Justizphilosophie Dieser Unterpunkt existiert nicht in Obamas Wahlprogramm. McCain möchte die Supreme-Court-Entscheidung Roe vs. Wade aus dem Jahre 1973 mit einer Gesetzesinitiative unwirksam machen. Nach McCains Ansicht fällt die Abtreibungsfrage in die Kompetenz der einzelnen Bundesstaaten. Zudem möchte McCain in Zukunft nur Richter für den Supreme Court vorschlagen, die sich in ihren Entscheidungen nicht als Ersatzgesetzgeber aufspielen, wie dies exemplarisch in der Entscheidung Roe vs. Wade geschehen sei. Daneben möchte er mehr Hilfe für schwangere Frauen anbieten lassen, um die Zahl der Abtreibungen zu verringern. Zudem beabsichtigt er, das Adoptionsrecht vereinfachen, um so mehr Paare zu einer Adoption zu ermutigen. Daneben will er Gesetze erlassen, die das Klonen sowie die embryonale Stammzellenforschung zu reproduktiven Zwecken verbieten. Schließlich möchte er Kinder besser vor kinderpornographischen Inhalten im Internet schützen.
Second Amendment Dieser Unterpunkt existiert nicht in Obamas Wahlprogramm. McCain verfolgt eine bessere Verbrechensbekämpfung statt die Grundrechte der amerikanischen Bürger einzuschränken. Zu diesen Grundrechten gehöre auch das Recht, eine Waffe zu besitzen wie es im Second Amendment stehe.
Innere Sicherheit Dieser Unterpunkt existiert nicht in Obamas Wahlprogramm. McCain möchte die Kooperation zwischen den einzelnen Bundesstaaten sowie der Bundesregierung verbessern, um die Geldquellen und Waffen möglicher Terroristen innerhalb der USA auszutrocknen und zu konfiszieren. Zudem soll der Bund im Bereich der Katastrophenhilfe eine Teilkompetenz erhalten, um so im Falle einer neuen Naturkatastrophe vom Ausmaß des Hurrican Catharina besser und schneller eingreifen zu können.

Quellen:

John McCain, http://www.johnmccain.com/Informing/Issues/

Barack Obama, http://origin.barackobama.com/pdf/ObamaBlueprintForChange.pdf

 

Die Wahlprogramme der US- Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain
Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Aussagegehalt, Durchsetzbarkeit, europäische Erwartungen – eine ausführliche Kommentierung

Beide Kandidaten liegen in ihren politischen Grundvorstellungen wesentlich näher beieinander als die zum Teil hitzige und mitunter ins Persönliche gehende Auseinandersetzung in den letzten Wochen des Wahlkampfes vermuten lässt. Sowohl McCain als auch Obama versprechen in der amerikanischen Innen- und Außenpolitik einen grundlegenden Wandel, wobei der Schwerpunkt ihrer Programme jeweils in der Innenpolitik liegt.
Zwar versprechen McCain und Obama einen grundlegenden Wandel der amerikanischen Politik auf allen wichtigen Politikfeldern, doch sie unterscheiden sich sehr stark darin, mit welchen Mitteln sie diesen Wandel herbeiführen möchten. ...mehr

 

 

 
 

LINKS



Democratic Party



Republican Party
 

 



 

Landeszentrale: Stafflenbergstr. 38 - 70184 Stuttgart - Phone: 0711/164099-0 - Fax: 164099-77
E-Mail, Verbesserungen und Vorschläge bitte an: lpb@lpb-bw.de
Copyright © LpB 2008
Impressum