Veranstaltungen

Gefallener Soldat aus dem Ersten Weltkrieg in Frankreich Foto: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Die Landeszentrale bietet im Erinnerungsjahr 2014 ein vielfältiges Programm zum Thema "Erster Weltkrieg" an, von zahlreichen Vorträgen über Bildungsreisen bis hin zu Veranstaltungen für bestimmte Gruppen.

Aktuelle Veranstaltungen:

Weder Krieg noch Frieden
Grenzerfahrungen im Ersten Weltkrieg

Exkursionsseminar
Die Verheerungen und Opferzahlen des Ersten Weltkriegs stehen für eine Jahrhundertkatastrophe, die auch den Zweiten Weltkrieg mit vorbereitet hat. Die Soldaten waren in vielerlei Hinsicht Grenzerfahrungen ausgesetzt. Auch die Menschen an der „Heimatfront“ erlebten viel Leid, Verlust und Elend. Die
Ausstellung "Der Krieg an der Grenze" zeigt dies exemplarisch für die Grenzregion am Bodensee. Die Exkursion ins deutsch-schweizerische Grenzgebiet verdeutlicht, dass diese Grenze durch den Krieg erstmals als solche erfahrbar wurde. Die Spurensuche gilt auch Kriegsgegnern, die in der Schweiz Zuflucht fanden. Am Leben und Werk von Otto Dix, dessen Wohnhaus in Hemmenhofen steht, lässt sich ablesen, wie prägend die Kriegserfahrungen waren. Mit dem Zeppelinmuseum in Friedrichshafen steht ein weiterer Ort mit Bezug zum Ersten Weltkrieg auf dem Programm.
1. bis 3. August 2014, Kloster Hegne (VCH-Hotel), Allensbach-Hegne
Kontakt: verena.demel@remove-this.lpb.bwl.de


Das Jahrhundert der Gewalt: Vom Ersten Weltkrieg zu den "neuen" militärischen Phänomenen in der multipolaren Welt

Vierteilige Vortragsreihe im Rahmen des Colloquium politicum an der Universität Freiburg.
Die ersten beiden Vorträge der Reihe beschäftigen sich mit den Ereignissen der Jahre 1914 ff, den Ursachen und Folgen des Ersten Weltkriegs für die europäische und globale Geschichte und Gegenwart. Die beiden anderen Vorträge beleuchten die neuen Kriege und erörtern mögliche friedens- und sicherheitspolitische Konsequenzen.
Vorträge von April bis Juli 2014, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kontakt: freiburg@remove-this.lpb.bwl.de


Rückblick:

Gesprächsreihe "Erinnerungskultur - Erinnerungskonflikte"
Der Krieg. Die Zerstörung der Vielfalt. Die Erinnerung.

Die dritte Staffel der Gesprächsreihe "Erinnerungskultur - Erinnerungskonflikte" beschäftigte sich 2014 mit dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen. Was lehrt die Eskalation der kriegerischen Gewalt? Warum mündete die Nationalstaatsbildung in Vertreibung und Vernichtung? Weshalb gestaltet sich die Erinnerung an die viel zitierte Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts in Deutschland anders als in den Nachbarländern? Wissenschaftler und Schriftsteller diskutieren aktuelle Fragen zur Vergangenheit.

Drei Abendveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der
Stadtbibliothek Stuttgart:

  • Der Krieg
    17 Millionen Tote, eine in Trümmer gestürzte Weltordnung und ungestillte Revanchegelüste: Mit dieser Bilanz endete der Erste Weltkrieg. Der renommierte Politologe Herfried Münkler hat soeben seine Gesamtdarstellung "Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918“ vorgelegt. Der Wissenschaftler, Autor zahlreicher Bücher zur deutschen Geschichte, aber auch zum Krieg in unserer Zeit, sieht in den Ereignissen einen Schlüssel zum Verständnis des 20. Jahrhunderts.
    14. Februar 2014,
    Rückblick Auftaktveranstaltung 
  • Die Zerstörung der Vielfalt
    Ethnische "Säuberungen", die Kehrseite der modernen Nationalstaatsbildung, erreichten bereits im Ersten Weltkrieg dramatische Ausmaße. Der Abend thematisiert die Verdrängung jahrhundertelanger Vielfalt - aus der Perspektive des Historikers Michael Schwartz, der die Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik untersucht, und mit der literarischen Annäherung des Rostocker Autors Volker Harry Altwasser an den jüdischen Schriftsteller Bruno Frank, geboren 1887 in Stuttgart, gestorben 1945 in Los Angeles.
    9. April 2014
    Rückblick 2. Podiumsdiskussion
  • Die Erinnerung
    Hundert Jahre nach dem Attentat auf Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand werden sich am 28. Juni 2014 die europäischen Staats- und Regierungschefs in Sarajewo zum gemeinsamen Gedenken versammeln. Wie steht es um die europäische Erinnerungskultur? Welche Unterschiede gibt es in den jeweiligen, einstmals betroffenen Ländern? Darüber spricht unter anderem der Historiker Jörn Leonhard, der sich in seiner aktuellen Gesamtdarstellung des Ersten Weltkriegs intensiv mit der Erinnerungsgeschichte auseinandersetzt.
    6. Mai 2014, 19:30 Uhr
    Rückblick 3. Podiumsdiskussion

Ausstellungsbesuch
"Menschen im Krieg". 1914-1918 am Oberrhein.

Vivre en Temps de Guerre: De deux côtés du Rhin 1914-1918"
Bei dieser Ausstellung handelt es sich um ein grenzüberschreitendes Projekt des Landesarchivs Baden-Württemberg und den Archives départementales du Haut-Rhin. Die Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für politische Bildung organisiert auf Anfrage Ausstellungsbesuche für außerschulische Jugend- und Erwachsenengruppen.
Ab 28. Juni bis August 2014, Freiburg, Centre Culturel Français Freiburg (CCFF)


Veranstaltungen in Kooperation mit der Bibliothek für Zeitgeschichte Stuttgart:

  • Vortrag: Dr. Alex Watson (London):
    „Mit unerhörter Brutalität“
    Russische Gräueltaten in Ostpreußen, 1914 – 1915
    17. Juli 2014, 18 Uhr, Stuttgart, Württ. Landesbibliothek
  • Podiumsdiskussion
    Warum die Soldaten Weihnachten 1914 nicht zu Hause waren. Kann man eine Militärgeschichte ohne Krieg schreiben?
    Podiumsdiskussion mit Dr. Gerhard P. Groß (Potsdam) und Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld (Stuttgart)
    2. Dezember 2014, 18 Uhr, Stuttgart, Württ. Landesbibliothek

Weitere  Informationen


Bildungsreise: Sarajevo 1914 - 2014
100 Jahre europäische Geschichte am Beispiel einer außergewöhnlichen Stadt

Drei Ereignisse machten Sarajevo weltweit bekannt: die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgerpaares am 28. Juni 1914, die wenige Wochen später den Ersten Weltkrieg auslöste, die Olympischen Winterspiele 1984 und die Belagerung während des Bosnienkrieges 1992 bis 1995. Die Gedenkfeierlichkeiten zum 28. Juni 1914 vor Ort sind Anlass, um europäische Geschichte und Politik am Beispiel einer mutigen Stadt zu betrachten. Wie sieht die politische Situation heute aus, was kann europäische Politik zur friedlichen Entwicklung beitragen und wie leben die Menschen in dieser Stadt.
25.–29. Juni 2014, Sarajevo


Freiburg im Ersten Weltkrieg
Podiumsgespräch mit Prof. Dr. em. Roger Chickering, Georgetown University, Washington D.C. und Prof. Dr. Jörn Leonhard, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. In Zusammenarbeit mit dem Frankreichzentrum der Universität Freiburg.
25. Juni 2014, Freiburg

Sepp Allgeier: Film über den zweiten serbischtürkischen Krieg 1913
Uraufführung eines wieder aufgefundenen Films der Freiburger Kameramannes und Fotographen Sepp Allgeier (1895-1968) über den Krieg auf dem "Balkan". Schon 1911 war er (Sepp Allgeier, die Red.) als Operateur (Kameramann) bei der Freiburger Express-Film-Gesellschaft tätig und unternahm erste Film- und Fotoreisen ins Ausland, darunter 1913 auf den Balkan, wo er (höchstwahrscheinlich im Auftrag der Serben) den zweiten serbisch-türkischen Krieg fotografisch und filmisch dokumentierte (Wikipedia).
In Zusammenarbeit mit dem Centre Culturel, dem Regierungspräsidium Freiburg und dem Kommunalen Kino Freiburg
Juni 2014, Basler Hof, Freiburg


100 Jahre Erster Weltkrieg
Streit um Krieg, Sicherheit und Freiheit - Die USA im Ersten Weltkrieg
Vortrag von Prof. Dr. Bernd Greiner, Hamburger Institut für Sozialforschung
Mit dem Versprechen, die Vereinigten Staaten aus dem Krieg herauszuhalten, gewann Woodrow Wilson seine Wiederwahl. Wenige Monate später, im April 1917, landeten amerikanische Truppen in Europa. Die Debatten über diese Entscheidung markieren den Beginn eines jahrzehntelangen Streits über Freiheit und Sicherheit. Nicht zuletzt kam es zur Gründung von Bürgerinitiativen, die im Namen der "Nationalen Sicherheit" eine konservative Wende herbeiführten und Amerika dauerhaft veränderten. Prof. Greiner beschreibt an diesem Abend den Einfluss des Ersten Weltkriegs auf die US-amerikanische Zivilgesellschaft und die Rolle der USA in der Welt.
Mit der Landeszentrale für politische Bildung BW.
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, DAZ-Mitglieder frei.
Dienstag, 24. Juni, 19.00 Uhr, Deutsch-Amerikanisches Zentrum, Stuttgart


Die Waffen nieder?
Frauen und Frieden: Zuschreibungen - Kämpfe - Verhinderungen

Im Zentrum dieser Tagung stehen Theorie und Praxis des Pazifismus aus Gender-Perspektive. Vom späten 19. bis ins frühe 21. Jahrhundert interessieren uns verschiedene Formen weiblichen Engagements für Frieden wie auch deren gesellschaftliche Rezeption. Ein besonderer Fokus liegt auf der internationalen Frauenfriedensbewegung rund um den Ersten Weltkrieg. Die Tagung findet statt in Kooperation mit dem Netzwerk Frauen & Geschichte Baden-Württemberg. Sie richtet sich an Historikerinnen und Historiker, historisch Interessierte, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Engagierte aus zivilgesellschaftlichen Initiativen.
4.–6. April 2014, Haus auf der Alb, Bad Urach
Kontakt: beate.doerr@remove-this.lpb.bwl.de


Friedens-Frauen
Pazifismus und Frauenbewegung vom Ersten Weltkrieg bis heute

Socken stricken für die Front oder Demonstrieren für den Frieden - durch diesen Konflikt wurde die internationale Frauenbewegung im Ersten Weltkrieg fast zerrissen. Die als patriotische Pflicht verstandene Unterstützung der Soldaten sollte die staatsbürgerliche Reife der Frauen beweisen, die noch um ihr Wahlrecht kämpften. Gleichzeitig führten Pazifistinnen in Den Haag einen internationalen Friedenskongress durch. Pazifismus und Frauenbewegung waren nicht immer deckungsgleiche Konzepte, doch bedingten sie sich auch. Noch heute gehen viele pazifistische Bewegungen von Frauen aus, die um alternative Lösungen kämpfen. Was fordern die "Friedens-Frauen" heute?
In Kooperation mit der Stiftung Theodor Heuss-Haus.
8. November 2014, Stuttgart, Stiftung Bundespräsident Theodor-Heuss-Haus


Vortrag:
„Weihnachten sind wir wieder zu Hause“
– Die Deutschen und der Beginn des Ersten Weltkriegs

Heidelberg, Friedrich-Ebert-Haus, Pfaffengasse 18

Jeder kennt die Fotografien vom August 1914: die Bilder von fröhlich gestimmten Menschenmassen, von Männern, die Hüte schwenken und patriotische Lieder anstimmen, von jungen Frauen, die Soldaten Blumen überreichen, von den mit vaterländischen Parolen verzierten Eisenbahnwaggons. Dagegen argumentiert die neuere Geschichtsschreibung, bei diesen Fotografien handele es sich allesamt um „Kultbilder“: Es habe gar keine rauschhafte Begeisterung gegeben, sondern ein Kaleidoskop höchst gegensätzlicher Reaktionen.
Der Vortrag des Stuttgarter Historikers Gerhard Hirschfeld erörtert die unterschiedlichen Reaktionen bei und nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs und zeigt auf, worin die Besonderheit des deutschen „Augusterlebnisses“ bestand. Zugleich diskutiert er den „Krieg der Worte“, den deutsche Schriftsteller, Künstler und Gelehrte bereits im Spätsommer 1914 gegen die „westliche Zivilisation“ fochten.
Der Eintritt ist frei.
Dienstag, den 28. Oktober 2014, 19:00 Uhr
Download Einladung


Straßburg - europäische Metropole Friedensprojekt Europa - ein Besuch europäischer Einrichtungen
Tagesfahrt in Zusammenarbeit mit dem Europe Direct Informationszentrum Stuttgart. Straßburg ist Sitz des Europäischen Parlaments und des Europarates, dem 47 Staaten angehören. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte residiert in Straßburg. Die Institutionen liegen dicht beieinander und bilden ein eindrucksvolles europäisches Zentrum. Geprägt
von deutschen und französischen Einflüssen ist Straßburg eine faszinierende Zeugin der Geschichte und des europäischen kulturellen Erbes. Die Stadtführung in Straßburg gilt auch dem Thema "100 Jahre Erster Weltkrieg".
22. Oktober 2014, Straßburg
Kontakt: claudia.haebich@remove-this.lpb.bwl.de

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