Planspiele zum Landtag von Baden-Württemberg

Eingang zum Landtag Foto:lmz

Planspiel 2: Parteien stellen sich zur Wahl

  • Zielgruppe: ab Klasse 9 (alle Schularten)
  • Teilnahmezahl: mindestens 18, maximal 32 Personen
  • Zeitaufwand: 6 Schulstunden

MATERIALIEN

Die Einführung ins Planspiel und diverser Materialien zum Download als PDF:

Materialien:


INHALTE UND LERNZIEL

Planspiel 2 simuliert die Wahlkampfphase und die Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg in einem der von Planspiel 1 vorgegebenen vier Wahlkreise. Dabei setzen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen wahlkreisspezifischen Themen auseinander und nehmen die Rollen von Landtagskandidatinnen und -kandidaten, Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Presse an. Sie lernen, welche Kontroversen in einem Wahlkampf ausgetragen werden, welche Strategien und Methoden zum Erfolg führen, wie ein Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Kandidatinnen und Kandidaten aussehen kann, wie der Landtag von Baden-Württemberg gewählt und wie das Wahlergebnis in Sitze umgerechnet wird.

SZENARIEN UND PROFILE

Dazu stehen vier fiktive landestypische Wahlkreise (Großstadt, mittelgroße Stadt, Umland Großstadt, Ländlicher Raum) zur Auswahl, in welchen jeweils ein Szenario beschrieben wird. Dies ermöglicht es teilnehmenden Gruppen aus ganz Baden-Württemberg, eine ihrem eigenen Wahlkreis ähnliche Situation zu wählen. Es sind folgende Parteien vertreten:

  • Partei der Christlichen Demokratie (PCD)
  • Partei für Ökologie und Demokratie (PÖD)
  • Partei der Sozialen Demokratie (PSD)
  • Partei der Liberalen Demokratie (PLD)

Die Szenarien beinhalten Profile und Rollenbeschreibungen von Erstkandidatinnen und Erstkandidaten und Zweitkandidatinnen und Zweitkandidaten der Parteien, Profile von Bürgerinnen und Bürgern und Profile von Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Presse, die auf den ausgewählten Wahlkreis zugeschnitten sind. Die Themen, mit denen sich die Teilnehmenden auseinandersetzen, sind Wirtschafts-, Bildungs-, Flüchtlings-, Infrastruktur- oder Energiepolitik. So stehen der Bau einer Unterkunft für Flüchtlinge, die Genehmigung einer Umgehungsstraße oder der Ausbau von Breitband-Internet beispielhaft zur Debatte.

In den vier unterschiedlichen Wahlkreisszenarien stehen jeweils zwei Themenfelder schwerpunktmäßig im Vordergrund:

  • Wahlkreis Großstadt: Wohnraumknappheit, Verkehrsbelastung
  • Wahlkreis mittelgroße Stadt: Flüchtlingsthematik, Wirtschaftsstandort
  • Wahlkreis Umland Großstadt: Wohnraumknappheit, Verkehrsanbindung
  • Wahlkreis ländlicher Raum: Flüchtlingsthematik, Abwanderung

ABLAUF

Zunächst diskutieren die Teilnehmenden in Gruppen darüber, wie sie eine gemeinsame inhaltliche Position zu den verschiedenen Themen finden und diese kommunizieren können. Im Wahlkampf treffen die Positionen der Teilnehmenden auf dem Marktplatz aufeinander. Neben Gesprächen und Nachfragen werden Interviews und Meinungsumfragen geführt, je nach Ideen der Teilnehmenden ergeben sich weitere Formen der politischen Artikulation. Der Wahlkampf mündet in einer Podiumsdiskussion mit den Erstkandidatinnen und Erstkandidaten der konkurrierenden Parteien im Wahlkreis. Schließlich wird im simulierten Wahlkreis die Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg auf Grundlage geltender Gesetze durchgeführt. Die Teilnehmenden übernehmen die Rollen von Wahlleitung und Wahlhelferinnen und Wahlhelfern.
Abschließend werden die Erfahrungen der Teilnehmenden während des Planspiels besprochen und eine Verbindung zur Realität hergestellt.


PHASEN

Thematische Einführung
Überblick über die im Landtag vertretenen Parteien, Funktionen und Spielarten des Wahlkampfes und Besonderheiten des Wahlsystems von Baden-Württemberg.

Einarbeitungsphase
Einarbeitung in zugeteilte Rollen: Diskutieren von Positionen, Einigung auf gemeinsame Strategien und Methoden in Gruppen.

Simulationsphase

  • Wahlkampf auf dem Markt
    Kandidatinnen und Kandidaten werben für sich und ihre Partei, Bürgerinnen und Bürger tauschen sich über Themen aus, Vertreterinnen und Vertreter der Presse stellen kritische Fragen und führen Interviews.
  • Podiumsdiskussion
    Die Presse lädt zur Podiumsdiskussion der Erstkandidatinnen und Erstkandidaten ein, Bürgerinnen und Bürger können Fragen stellen.
  • Wahl
    Durchführung und Auszählung der Wahl

Reflexion    

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