Gedenkstätten

2. Septemberwochenende: Tag des offenen Denkmals

Waren Sie schon auf der Burg in Esslingen? Oder in der Villa Eugenia in Hechingen? Am zweiten Sonntag im September ist jedes Jahr ein Besuch möglich: Es ist Tag des offenen Denkmals. Aus diesem Anlass öffnen 7.500 Denkmale ihre Türen - manche auch nur für diesen einen Tag. Welche Denkmäler es in Baden-Württemberg gibt, sehen Sie hier.

2. August: Ein Tag gegen Antiziganismus

Internationaler Tag des Gedenkens an den Genozid an den Sinti und Roma

Jahrzehnte hat es gedauert, bis der Völkermord an den Sinti und Roma in das öffentliche Gedenken einbezogen worden ist - am 2. August ist Internationaler Tag des Gedenkens an den Genozid an den Sinti und Roma. Die historische Aufarbeitung dauert an. Auch der Antiziganismus ist noch immer existent und nicht überwunden. Unser Dossier zeichnet die Geschichte der deutschen Sinti und Roma im 20. Jahrhundert bis heute nach, informiert über Erscheinungsformen des Antiziganismus und stellt Handlungsstrategien vor.

9. November 1938: Reichspogromnacht

Tag der Mahnung und der Erinnerung

Am 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland, in Österreich, in der Tschechoslowakei. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Spätestens an diesem Tag konnten alle in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit.

20. Juli 1944: Stauffenbergs Attentat

Symbol des Deutschen Widerstandes

Der 20. Juli 1944 ist zum Inbegriff und Symbol des deutschen Widerstandes gegen die Diktatur des Nationalsozialismus geworden. Mehr als 70 Jahre nach dem 20. Juli 1944 müssen das Attentat auf Hitler und der versuchte Staatsstreich gegen das NS-Regime nicht mehr gerechtfertigt werden. Heute stellt sich die Aufgabe einer angemessenen Würdigung der Menschen, die den „Aufstand des Gewissens“ wagten. Was bedeutet ihre Tat für uns heute?

27. Januar 1945: Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Gedenktag und "Denktag"

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und das Kainsmal der deutschen Geschichte. Am 27. Januar 2019 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 74. Mal. Der 27. Januar ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft. Er ist auch Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.

18. Januar 1940: NS-"Euthanasie"-Verbrechen in Grafeneck

Systematisch-industriellen Ermordung von Menschen im NS-Staat

Am 18. Januar 1940 begann auf dem Gelände des Schlosses Grafeneck auf der Schwäbischen Alb der NS-"Euthanasie“- Kranken- und Behindertenmord. 10.654 Menschen, stigmatisiert von den Nationalsozialisten als „lebensunwertes Leben“, wurden mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet. Mit dem Massenmord an Patienten und Bewohnern von Heil- und Pflegeanstalten begann ein Weg, der zum Mord an den europäischen Juden führte und in den Vernichtungslagern des Ostens endete, für die Auschwitz-Birkenau als Symbol steht.

LpB-Portal: Gedenkstätten in Baden-Württemberg

Aus der Erinnerung lernen

Erinnerung an Unterdrückung, an Verfolgung, Ermordung und Vernichtung von Menschen unter der Herrschaft des Nationalsozialismus zählt zu den wesentlichen Bestandteilen unserer politischen Kultur. Die Erinnerung an das nationalsozialistische Verbrecherregime ist unverzichtbarer Teil der Erziehung zu Demokratie und Achtung der Menschenwürde. Orte, die mit Spuren des historischen Geschehens unter dem Nationalsozialismus konfrontieren oder mit solchen geschichtlichen Vorgängen verbunden sind, eignen sich in besonderer Weise als Veranschaulichungspunkte für Erinnerung. Solche Stätten können durch sinnliche Wahrnehmung Wissen und Einsicht vermitteln und bieten Raum für Trauer und Gedenken.

Nach oben