Frauenpolitik

8. März 2018 - Internationaler Frauentag

Frauenrechte im Mittelpunkt

Am 19. März 1911 fanden sich hunderttausende Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz erstmals zum Internationalen Frauentag zusammen. Im Mittelpunkt des Tages stand die Forderung nach Frauenrechten, vor allem nach dem Frauenwahlrecht, aber auch nach besseren Arbeitsbedingungen für erwerbstätige Frauen. Der Internationale Frauentag – auch Weltfrauentag genannt – wird inzwischen stets am 8. März gefeiert und ist für Frauen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. Die Vereinten Nationen haben die Tradition des Internationalen Frauentags übernommen. Für jeden Weltfrauentag legen sie ein Schwerpunktthema fest. 2018 steht unter dem Motto #PressforProgress: "Auf Fortschritt beharren".

Frauen in den Länderparlamenten

Erhebliche Unterschiede in den Ländern

Baden-Württemberg ist immer noch Schlusslicht – von allen Landesparlamenten in Deutschland weist es den geringsten Frauenanteil auf. Nur rund ein Viertel der Landtagsabgeordneten sind weiblich; lediglich 35 von derzeit 143 Parlamentarierinnen und Parlamentariern sind Frauen.

12. November 1918 - Geburtsstunde des Frauenwahlrechts

Ein Meilenstein auf dem Weg zur Chancengleichheit von Männern und Frauen

Die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland am 12. November 1918 ist der Aufruf an das Deutsche Volk vom Rat der Volksbeauftragten. Hier heißt es: "Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen". Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Damit konnten Frauen am 19. Januar 1919 zum ersten Mal in Deutschland reichsweit wählen und gewählt werden. 300 Frauen kandidieren. 37 Frauen werden schließlich gewählt.

Mehr Frauen in die Chefetagen

Frauenquote wird Gesetz

Frauen sind auch 2014 immer noch nicht in angemessener Zahl in Führungspositionen vertreten. „Vor diesem Hintergrund besteht zwingender politischer Handlungsbedarf, wenn der verfassungsrechtliche Auftrag zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen erfüllt werden soll“, heißt es im Referentenentwurf zum Gesetz. Am 6. März 2015 hat der Bundestag nun das „Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst“ beschlossen. Ab 2016 wird das Gesetz in Kraft treten.

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