Projekt „Demokratie fördern“

Der Landtag von Baden-Württemberg hat die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) infolge der Beschlussempfehlungen des NSU Untersuchungsausschusses mit einer landesweiten Umsetzung von Maßnahmen zur Demokratieförderung und Extremismusprävention in den Jahren 2020 und 2021 beauftragt. 

Die Landeszentrale für politische Bildung setzt diese Maßnahmen im Rahmen des Projekts „Demokratie fördern“, mit einem vielfältigen Angebot an Publikationen, Seminaren, politischen Projekttagen sowie einer neuen digitalen Lernplattform „Wimmelbild online“ um.

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Politische Projekttage

Speziell für Schulklassen bietet die LpB im Projekt „Demokratie fördern“ politische Projekttage an. Außerhalb des normalen Schulunterrichts werden mit Referentinnen und Referenten der LpB Themenfeld der Rechtsextremismusprävention und der Demokratiebildung bearbeitet. Zu den aktuellen Angeboten zählen:

  • Soundcheck – Ein Planspiel zur Prävention von Rechtsextremismus
  • Nie wieder … – Ein Projekttag gegen Antisemitismus
  • Was trägt die Gesellschaft? – Ein Workshop zur Demokratiebildung

Anmeldung und Termine:

  • Anmeldung: Buchbar sind die Angebote ab dem 14. September 2020.
    Die Anmeldung erfolgen über die Außenstellen der LpB in den jeweiligen Regierungsbezirken.
  • Termin: Beginn der politischen Projekttage ist der 11. Januar 2021.

Die Angebote sind kostenfrei.

Angebote für das Schuljahr 2020/21

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KickOff Wochen Politische Projekttage

Bereits vom 16. November bis zum 4. Dezember 2020 finden die Kickoff-Wochen statt, bei denen die politischen Projekttage schon vorab an ausgewählte Schulen gebracht werden.
Jede Woche setzt dabei einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt.

Termine und Programme der Kickoff-Wochen:

  • 16. November bis 20. November 2020
    Soundcheck
    Ein Planspiel zur Prävention von Rechtsextremismus
    Programm (Download als PDF)
     
  • 23. November bis 27. November 2020
    Nie wieder …
    Ein Projekttag gegen Antisemitismus
    Programm (Download als PDF)
     
  • 30. November bis 4. Dezember 2020
    Was trägt die Gesellschaft?
    Ein Workshop zur Demokratiebildung
    Programm (Download als PDF)

ANMELDUNG   (Bitte Projekttag und Termin auswählen)

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Zusätzliche Angebote für Lehrkräfte:

Das Projekt „Demokratie Fördern“ bietet für die Lehrkräfte neben der freien Nutzung des E-Learningangebots „Wimmelbild online" auch Schulungen vom 2. November bis zum 6. November 2020 zum Umgang mit der Lernplattform an.

Ein weiters Angebot ist  das Onlineseminar Gamecheck" mit den Workshops „Unverpixelter Hass? – Rechtsextremismus und Gaming" und „Hate Speech – Ausschalten oder Aushalten?" im Zeitraum vom 9. November bis 14. November 2020.

E-Learning „Wimmelbild online“

Das Projekt „Wimmelbild online“ unterstützt Lehrkräfte dabei, Demokratiebildung im Schulcurriculum und in ihrem Fachunterricht zu implementieren. Dafür wird mit der E-Learning Plattform ein Rahmen geschaffen, der die regelmäßige Bezugnahme zum Thema Demokratie in unterschiedlichen Fächern ermöglicht. Ausgangspunkt der E-Learningplattform ist ein Wimmelbild, das eine städtische Alltagssituation zeigt. Über die Identifikation von öffentlichen Institutionen, Teilen des Gemeinwesens sowie demokratischen/undemokratischen Verhaltensweisen erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für die vielfältige Eingebundenheit jeder und jedes Einzelnen in Demokratie.

Anmeldung:

Wenn Sie und ihre Klasse Interesse an der Durchführung des Wimmelbildes haben, dann können Sie sich hier anmelden:

ANMELDUNG   (Wimmelbild online ohne Schulung)


Außerdem bieten wir die Möglichkeit einer kostenfreien Schulung an:

    ANMELDUNG (Wimmelbild online mit Schulung, bitte Termin auswählen)

    Die Termine der kostenfreien Schulungen sind jeweils von 14 bis 17 Uhr:

    • 2. November 2020 in Freiburg
    • 4. November 2020 in Stuttgart
    • 5. November 2020 in Heidelberg
    • 6. November 2020 digital (Moodle)

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    GameCheck

    Ein Onlineseminar für Lehrkräfte zu Hass und Rechtsextremismus im Internet

    Gaming hat seinen Stand als belächeltes Nischenhobby verlassen und ist seit Jahren unter den Top Ten der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland. Gaming ist dabei viel mehr als eine einsame Freizeitbeschäftigung mit dem Computer oder der Konsole. In Spielen werden Geschichten über Gut und Böse und den Grautönen dazwischen erzählt.

    Doch anders als beispielsweise Filme, sind Spiele ein überaus soziales Medium, die von der Interaktion leben. Man trifft sich mit Freund*innen zum Austausch, baut gemeinsam ganze Welten oder misst sich in sportlichen Wettkämpfen mit Spieler*innen aus aller Welt. Es werden dabei neue Freundschaften gefunden und Beziehungen geschlossen, die jenen der physischen Welt in nichts nachstehen und die Grenze von Virtualität und Realität immer weiter verwischt.

    Wie die physische Welt, so hat auch die Onlinewelt der Computer- und Videospiele ihre Schattenseiten. Hate speech ist ein inzwischen weit verbreitetes Problem im Netz und auch rechtsextreme Gruppierungen haben Computer- und Videospiele als Plattformen für ihre menschenverachtenden Ansichten für sich entdeckt.

    Im Onlineseminar „GameCheck“ erhalten Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte Einblick in die Welt des Gaming und wie sie junge Menschen vor demokratiefeindlichen Positionen schützen und in ihrer demokratischen Haltung stärken können.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie vom 9. November 2020 bis 14. November 2020 in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung statt und umfasst zwei Workshops:

    1. Unverpixelter Hass? – Rechtsextremismus und Gaming
      Videospiele sind aus dem gesellschaftlichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Über 43% der Deutschen spielen regelmäßig auf dem PC, der Konsole oder auf dem Smartphone. Dabei werden die Diskussionen in den Spielen selbst und in den entsprechenden Online-Communitys zunehmend politisch. Längst haben Rechtsextreme und Rechtspopulist*innen verstanden, wie sie Gamingaffine Netzwerke instrumentalisieren können, um sich zu vernetzen, auszutauschen und toxische Narrative zu verbreiten. 
      In dem Workshop „Unverpixelter Hass? – Rechtsextremismus und Gaming“ wird aufgezeigt, wie diese Akteure Netzwerke wie Steam, Discord und Twitch nutzen. Welche Strategien sind erkennbar? Wie und in welchem Umgang formuliert sich der Hass und wie kann eine digitale Zivilgesellschaft dazu beitragen, dass Games Orte werden, an dem sich jede und jeder wohlfühlen kann?
       
    2. II Hate Speech – Ausschalten oder Aushalten?
      Was ist überhaupt Hate Speech und wie können wir auf menschenfeindliche Haltungen im Netz reagieren? Welche Möglichkeiten haben wir, unsere eigenen Inhalte und demokratischen Werte im Netz als die attraktivere Alternative zu Hass und Hetze zu präsentieren? Wie können wir mit der Zunahme rechtspopulistischer Anfeindungen umgehen? Es ist notwendig, dass wir uns jetzt über diese Dinge auszutauschen, denn: Der Ton in den sozialen Netzwerken ist rauer geworden. Und nicht nur dort, wo es um politische oder gesellschaftliche Inhalte geht.
      Im Workshop Hate Speech Ausschalten oder Aushalten spreche wir darüber, wie rechtsextreme und rechtspopulistische Akteure in sozialen Netzwerken Hass verbreiten und wie eine demokratische Zivilgesellschaft auf Anfeindungen, Hasskampagnen und Diffamierungen reagieren sollte.

    ANMELDUNG

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