IPCC-Sachstandsberichte 1990-2001



Erster IPCC-Sachstandsbericht 1990 (FAR)

Der erste Sachstandsbericht des IPCC wurde 1990 fertiggestellt. Auf breiter und internationaler wissenschaftlicher Basis stellte der Bericht fest, dass der Mensch durch seinen Ausstoß an Treibhausgasen die Zusammensetzung der Atmosphäre signifikant verändert und so in den natürlichen Treibhauseffekt der Erde eingreift, sich die globale Durchschnittstemperatur erhöht und sich dieser Trend durch den weiter stattfindenden Ausstoß von Treibhausgasen fortsetzt.

Der Bericht diente als Grundlage für die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC).

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Zweiter IPCC-Sachstandsbericht 1995 (SAR)

Im Jahr 1995 wurde der zweite IPCC-Bericht veröffentlicht. Dabei wurden die damals verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel zusammengefasst.

Der Bericht bestätigte die grundlegenden Erkenntnisse des ersten Sachstandsberichts aus dem Jahr 1990.
Dazu gehörten unter anderem die signifikante Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre durch Treibhausgase, der menschliche Eingriff in den natürlichen Treibhauseffekt und die prognostizierte Erwärmung der Erdatmosphäre.

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Dritter IPCC-Sachstandsbericht 2001 (TAR)

Auch der im Jahr 2001 veröffentlichte dritte IPCC-Sachstandsbericht fasste die aktuelle wissenschaftliche Diskussion und eine Vielzahl von anerkannten Veröffentlichungen zusammen.

Die Konzentrationen an verschiedenen Treibhausgasen hatten eindeutig zugenommen und führte zu einem messbar stärkeren Treibhauseffekt. Es gab klare Hinweise („strong evidence“) auf die Verursachung dieses Treibhauseffektes durch menschliches Handeln.

Der dritte Sachstandsbericht stellte fest, dass sich die globale Durchschnittstemperatur im Laufe des 20. Jahrhunderts um etwa 0,6 Kelvin erhöht hatte. Die 1990er Jahre waren das wärmste Jahrzehnt und 1998 das wärmste Jahr seit Beginn der systematischen Temperaturmessungen auf der Südhalbkugel 1861. Der Niederschlag hatte weltweit insgesamt zugenommen, die Zahl der Frosttage und die Größe der Eisflächen waren auf allen Kontinenten zurückgegangen. Flüsse und Seen der Nordhalbkugel waren im Schnitt zwei Wochen weniger mit Eis bedeckt als Anfang des Jahrhunderts, Schnee- und Eisflächen seit 1960 um 10 Prozent zurückgegangen.

Der Bericht "Climate Change 2001" gab folgende Empfehlungen ab:

  • Die unerwünschten Folgen können durchweg verzögert und teilweise vermieden werden, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt wird.
  • Zusätzlich müssen sich die Menschen an die bereits ausgelöste und nicht mehr vollständig aufzuhaltende Erwärmung anpassen.
  • Obwohl sowohl die Vermeidungskosten als auch die Höhe der noch vermeidbaren Schäden unsicher sind, ist absehbar, dass die Vermeidung von Emissionen wirtschaftlich die lohnendere Entscheidung ist.

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