Ein Skatepark in Neckardorf?

    Ein Planspiel zur Arbeit eines Gemeinderates

    • Zielgruppe: ab Klassenstufe 8, alle Schularten
    • Zeitdauer: ca. 6 Schulstunden (inkl. Einführung und Auswertung)
    • Teilnahmezahl: mindestens 15, maximal 43 Schülerinnen und Schüler
    • Bildungsplanbezug: Politik in der Gemeinde
    • Zeitraum: ab 2. November 2020 bis Schuljahresende
    • Termin: nach Vereinbarung

    Die Stadt Neckardorf, eine Kleinstadt mit 31.000 Einwohnern/-innen, ist für sein schönes Freibad überregional bekannt. Durch zahlreiche und regelmäßige Investitionen ist es zur wichtigsten Freizeitattraktion geworden, die von vielen Menschen jährlich besucht wird. Das hat aber auch dazu geführt, dass Investitionen und Finanzmittel für andere Freizeiteinrichtungen nur noch sehr eingeschränkt vorhanden sind.

    Einige Jugendliche aus Neckardorf wünschen sich schon lange einen Skatepark. Dieser wäre eine Verbesserung der Vielfalt an Freizeiteinrichtungen. Aus Sicht der/des Oberbürgermeisters/-in kann die Forderung der Jugendlichen aufgegriffen werden und eine kleine Anlage zum Skaten gebaut werden. Sie/er hat eine Beschlussvorlage erarbeiten lassen, die nun im Gemeinderat zur Diskussion und Abstimmung steht. Die Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat haben unterschiedliche Meinungen zur Skateranlage. Außerdem muss auch der örtliche Jugendgemeinderat in die Entscheidung eingebunden werden. In der Diskussion spielen u. a. die Kosten für solch eine Anlage und die unterschiedlichen Interessen der Einwohnerschaft eine wichtige Rolle.

    Im Planspiel treffen die unterschiedlichen Positionen zum Bau eines Skateparks aufeinander. Jede Seite versucht, eine Mehrheit für ihren Vorschlag zu bekommen. Ein Beschluss kommt dann zusammen, wenn eine einfache Mehrheit erreicht wird. Wird es am Ende einen Kompromiss geben, mit dem alle einverstanden sind? Oder gibt es für keinen Vorschlag eine Mehrheit?

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer handeln im Planspiel als Mitglieder des Gemeinderats, der Stadtverwaltung nebst Oberbürgermeister/-in, des Jugendgemeinderats und als Pressegruppe. Das Planspiel bietet die Möglichkeit, sich spielerisch mit realen kommunalen Prozessen zu befassen und sie anschließend in der Auswertung zu reflektieren. 

    • Grober Ablaufplan: Thematische und Methodische Einführung - Rollenvergabe - Einarbeitung - Gemeinderatssitzung - Verhandlungen - Abstimmung - Auswertung
    • Jahr der Erstellung: 2019
    • Ausgearbeitet von: Anna Stordel und Robby Geyer, LpB Baden-Württemberg

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