Festung Europa? - Asyl- und Flüchtlingsproblematik in der EU

Idomeni, Foto: Sakis Mitrolidis, © European Union, 2016
Idomeni, Foto: Sakis Mitrolidis, © European Union, 2016

Die Bilder von überladenen Flüchtlingsbooten und überfüllten Auffanglagern haben in den letzten Jahren die öffentliche Aufmerksamkeit verstärkt auf die Flüchtlingspolitik gelenkt. Seit die Binnengrenzen in der EU gefallen sind, kontrollieren die Mitgliedstaaten die Außengrenzen gemeinsam. Flüchtlinge und Asylsuchende sind deshalb nicht mehr nur eine Aufgabe, der sich die jeweiligen Einzelstaaten stellen müssen, sondern es ist eine gemeinsame Aufgabe aller EU-Staaten. Kritiker werfen der EU vor, sie errichte mit ihrer Politik eine „Festung Europa“ und widerspreche damit ihren eigenen humanitären Werten. Die südlichen Länder der EU fühlen sich von der Situation, bedingt durch Bürgerkriege und Armut in anderen Teilen der Welt, überfordert und verlangen eine gemeinsame Strategie der EU. Die bisherigen Beschlüsse wurden immer wieder nachverhandelt und lösen das Problem nur punktuell.

  • Zielgruppe: ab Klasse 9, alle Schularten

  • Zeitdauer: 5 Schulstunden (inkl. Einführung und Auswertung)

  • Minimale und maximale Teilnahmezahl: 15 – 40 Personen

Jahr der Erstellung: 2011/12 (2. aktualisierte Auflage 2015)
Ausgearbeitet von: Steffi Christ, Dr. Alexander Ruser, LpB Heidelberg
Überarbeitet von: Björn Nepple, Robby Geyer, LpB Heidelberg


Inhalt und Zielsetzung:

Das Planspiel stellt eine Sitzung des Europäischen Rates nach, bei der über die Flüchtlingsproblematik beraten und über eine gemeinsame Politik entschieden werden soll. Die Teilnehmer nehmen die Rollen der Staats- und Regierungschefs sowie der Innenminister von verschiedenen europäischen Staaten ein. Vertreten sind auch der EU-Ratspräsident sowie der EU-Innenkommissar und der Präsident der Europäischen Kommission. Alle gemeinsam müssen versuchen, trotz unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Politik zu gelangen. Nur dadurch kann die EU zeigen, dass sie entschieden handeln kann.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch diese Simulation, wie der Prozess der Politikgestaltung auf höchster Ebene abläuft und sie können erkennen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die verschiedenen Positionen von zur Zeit 28 Mitgliedsstaaten unter einen Hut zu bekommen.

Grober Ablaufplan:

Einleitung des Gipfels und Vorstellung des Themas durch den Ratspräsidenten - Statements der Staats- und Regierungschefs - Einschätzung der EU-Innenkommissarin - Offene Debatte - Abschlussstatements - Ergebnis

 

Reihe PLANSPIELE

 

Festung Europa?
Asyl- und Flüchtlingspolitik in der EU, Stuttgart 2015,
65 Seiten, 2,- EUR
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Zusatzmaterialien

 

40 Namensschilder
17 Länder (jeweils 2 Vertreter)
3 x EU-Vertreter
3 x Presse
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20 Tischschilder
17 Länder
2 x EU-Vertreter
1 x Presse
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Einführung ins Planspiel
Download (Stand: März 2017)