Didaktische Reihe
Band 22

Werte in der politischen Bildung

 


Herausgeber:

Gotthard Breit
Siegfried Schiele

LpB, 2000, 464 S.



  Inhaltsverzeichnis

Gerd Hepp

Wertewandel - eine Herausforderung für die politische Bildung

Wertewandel als Krisenszenario

In der öffentlichen Diskussion ist der Wertewandel längst zu einem gängigen Topos geworden, der jedoch vor allem dann gerne bemüht wird, wenn Defizite hinsichtlich der moralischen Verfassung unserer Gesellschaft konstatiert werden. Politiker, Verbandsfunktionäre, Kirchenvertreter und nicht zuletzt die journalistische Publizistik bringen ihn häufig in Zusammenhang mit einer ganzen Palette von Krisenphänomenen. Der Wertewandel wird so in einem zumeist larmoyanten Unterton unter anderem verantwortlich gemacht für überbordende Anspruchshaltungen, wachsende Tendenzen zur Ego- und Ellenbogengesellschaft, übertriebene Freizeit- und Erlebnisorientierung, einen Verlust moralischer Standards, ausufernden Individualismus und Privatismus wie auch für eine Erosion des Gemeinsinns und des bürgerschaftlichen Engagements. Charakteristisch für eine solche Einschätzung des Wertewandels als Wertezerfall war die letzte Ausgabe der Zeitschrift SPIEGEL des vergangenen Jahres, wo unter der plakativen Überschrift "Tanz um das goldene Kalb" ohne Umschweife rundum eine vernichtende Bilanz der privaten und öffentlichen Moral gezogen wurde. Am Ende des Jahrtausends, so lautete das Fazit, stecke die Gesellschaft in einer tiefen ethischen Krise, der Konsens darüber, was gut und was böse sei, schwinde, es mache sich moralische Orientierungslosigkeit breit, die Solidarität der Gesellschaft falle auseinander, in der skandalgeschüttelten Politik spiele das Gemeinwohl kaum eine Rolle und am greifbarsten sei die Entwicklung zu einer "Wert-losen" Gesellschaft in der Wirtschaft, in der der Konsens, dass der Mensch, seine Würde und sein Wohlergehen das Maß aller Dinge sein sollten, am nachhaltigsten geschwunden sei (Emcke/Schwarz 1999, S. 50 ff).

Allgemeine Charakteristika des Wertewandels

Angesichts solcher doch höchst beunruhigender Zeitdiagnosen stellt sich die Frage, wie realistisch und zutreffend diese im einzelnen sind. Sachlichen Aufschluss vermögen hier die Befunde der empirischen Werteforschung zu geben, die für die Bundesrepublik Deutschland vor allem durch die breit angelegten Speyerer Untersuchungen erhoben wurden. Danach hat in allen westlichen Industriegesellschaften in den letzten Jahrzehnten ein geradezu epochaler Wertewandel stattgefunden, der, von manchen als stille Revolution apostrophiert, in den letzten Jahrzehnten in allen westlichen Industrienationen die Wertelandschaft kräftig umgepflügt hat. Seine Turbulenzen werden in der Bundesrepublik aufgrund historisch bedingter größerer Wertdiskontinuitäten vermutlich stärker erfahren als anderswo. Auslösende Faktoren waren die technologische Modernisierung, die Bildungsrevolution, die sozial- und wohlfahrtsstaatliche Entwicklung sowie der wachsende Einfluss der elektronischen Massenmedien.

Der Kern dieses Wertewandels lässt sich vor allem als Megatrend einer Gewichtsverlagerung beschreiben: Pflicht- und Akzeptanzwerte sind deutlich geschrumpft, während Selbstentfaltungswerte kräftig expandierten ( Klages 1987, S. 56 ff). Oder anders ausgedrückt: Es hat ein Wandel von einem nomozentrischen zu einem autozentrischen Selbst- und Weltverständnis stattgefunden, in dem das originäre Selbst, die eigenen Lebensinteressen zur Leitinstanz des Denkens und Fühlens aufrücken. Entsprechend ist eine starke Individualisierung und Pluralisierung der Lebensstile, ein allgemeiner Entnormativierungs- und Subjektivierungstrend, wie auch eine allgemeine Zunahme instrumenteller Einstellungen zu beobachten. Gleichzeitig gehen mit dem gewachsenen Selbstentfaltungsstreben sowohl vermehrte Anspruchshaltungen wie auch verminderte Zufriedenheitsdispositionen einher. Grundsätzlich entsteht eine grössere Empfindlichkeit gegenüber faktischen oder vermuteten Widerständen, Einschränkungen und Selbstständigkeitsgefährdungen aus dem Raum der gesellschaftlichen Umwelt. Autoritativen Außenanforderungen, hierarchisch geordneten Sozialzusammenhängen, regulativen Normen, wie auch den Identifikations- und Akzeptanzwünschen aus der Organisations- und Institutionenwelt steht man mit gewachsener Distanz kritisch gegenüber. Dies heißt aber nicht, dass die Übernahme von Pflichten und Verantwortung, die Akzeptanz vorgegebener Zielsetzungen, die Hinnahme-, Bindungs-, und Folgebereitschaft in großem Stil nun verweigert wird. Neu ist, dass dies nun alles weit stärker in Abhängigkeit von individual-personalen Voraussetzungen gewährt wird, wobei das Bedürfnis, Subjekt des eigenen Handelns zu sein, einen deutlich gewachsenen Stellenwert gewonnen hat. Die persönliche Motivation, selbst gewonnene Einsichten und Überzeugungen, ein verstärktes Bedürfnis nach persönlicher Autonomie und Mitbestimmung, nach Unabhängigkeit und nach einem größeren eigenen Handlungsspielraum, werden nun im Hinblick auf Leistung, Normbefolgung oder die Übernahme von Rollenpflichten ausschlaggebend. Ferner spielen eine wachsende Rolle: Individuelle Nutzwertkalküle, der Wille, eigene Interessen geltend zu machen, das Bedürfnis, sich spontan und "ungezwungen" engagieren oder "einbringen" zu können, der Wunsch nach "ungezwungener" Kommunikation sowie die Tendenz, unbefristete Mitgliedschaftspflichten zu vermeiden (Klages 1999, S. 5).

Wertewandel ist nicht gleich Wertezerfall

Naturgemäß sind solche normativen Veränderungen, die auch mit folgenreichen Verunsicherungen und Suchbewegungen einhergehen, selbst wieder Gegenstand von Bewertungen. Doch hüte man sich hier vor einem pauschalen Kulturpessimismus in Schwarz-Weiß-Manier. Wertewandel ist nicht einfach gleichzusetzen mit Wertezerfall. Gerade auch im Hinblick auf die so häufig beschworene Bürgergesellschaft enthält der Wertewandel nicht nur eine Reihe von Risiken, sondern auch enorme Chancenpotenziale (Hepp 1996, S. 8 ff). Insgesamt ist so das Bild eher durch zwiespältige Ambivalenzen, durch die Paradoxie der Gleichzeitigkeit von Widersprüchen geprägt. Natürlich gibt es in unserer Gesellschaft unübersehbare Symptome von Akzeptanzverlust, Entnormativierung und Entsolidarisierung, von kräftigem Egoismus und Individualismus, Anzeichen einer sich ausbreitenden Ellenbogenmentalität. Dennoch darf man aber nicht verkennen, dass der Wertewandel neben entsprechenden Werteverlusten andererseits auch ausgeprägte Chancenpotentiale, also auch Wertegewinne, enthält. So ist die Gesellschaft insgesamt offener und unverkrampfter geworden, Toleranz hat als Wert kräftig zugelegt und der Respekt vor der persönlichen Individualität des anderen ist ebenso gewachsen wie das Ausmaß an kritisch-rationaler Kommunikation. Auch wäre es absurd zu sagen, die gesamte Gesellschaft sei einer hemmungslosen Egomanie verfallen. Individualismus als sozialer Begriff und Egoismus oder auch Politikverdrossenheit als moralische Kategorien müssen auseinandergehalten werden. Noch immer gibt es in der Bevölkerung ein starkes Potenzial an sozialer Hilfsbereitschaft, ist jeder dritte Bürger, wie neuere Untersuchungen beweisen, in irgendeiner Form ehrenamtlich engagiert (Projektverbund Ehrenamt 1999, S. 21). Ferner gibt es eine fast schon rasant gewachsene Bereitschaft zu sozialer Selbstorganisation in Form von inzwischen 67 500 Selbsthilfegruppen mit 2,6 Millionen Mitgliedern, die vor allem junge Menschen ansprechen. Sie sind Ausdruck neugewonnener Subsidiarität, die durch ihr Engagement nicht nur die öffentliche Hand entlasten, sondern auch neue Formen der Bürgerbeteiligung, in denen mitbürgerliche Verantwortung bei gleichzeitiger Verfolgung legitimer Eigeninteressen eingeübt werden kann. Autochthones Engagement dieser Art nur unter der Rubrik Eigennützigkeit verbuchen zu wollen, der organisierten Selbsthilfe somit im Gegensatz zu den etablierten Wohlfahrtsverbänden die Gemeinnützigkeit abzusprechen, wäre von daher in der Tat auch völlig absurd.

Wertewandel und politische Kultur

Auch hinsichtlich der politischen Kultur gilt es, die Auswirkungen des Wertewandels differenziert zu sehen und kulturkritische Verkürzungen zu vermeiden (Hepp 1994, S. 106 ff). So verdankt die demokratische Kultur gerade dem Wertewandel einen Gutteil substanzieller Fortschritte. Er war Motor der partizipatorischen Revolution und steht für den seit Mitte der sechziger Jahre einsetzenden Modernisierungs- und Demokratisierungsschub der Gesellschaft. Seiner Wirkkraft ist es zuzuschreiben, dass die Bürger der Bundesrepublik den alten Obrigkeitsstaat mit seiner Überbetonung von homogenisierenden Kollektiv-, Pflicht- und Ordnungswerten zwischenzeitlich weit hinter sich gelassen haben. Individuelle Mit- und Selbstbestimmung, pluralistische Meinungsvielfalt, der geregelte politische Konfliktaustrag, eine streitbare politische Opposition sind erst durch den Wertewandel auch in der Bundesrepublik allmählich zu demokratischen Selbstverständlichkeiten herangereift. Aus dem hierarchiefixierten Staatsürger von einst sind so mündige und selbstbewusste Bürger geworden. Allerdings ist jedoch auch anzumerken, dass diese positive Würdigung mit dem Wertewandel einhergehende ambivalente oder problematische Tendenzen keineswegs ausschließt. So wird immer wieder gesagt, die autozentrischer gewordenen Bürger seien insgesamt auch um einiges schwieriger geworden (Hepp/Schiele/Uffelmann 1994). Sie stünden gerade in jüngerer Zeit der Politik und den staatlichen Institutionen hochgradig unzufriedener, misstrauischer, abstandsbetonter und protestbereiter gegenüber und ließen sich im Umgang mit dem Politischen und in ihrem partizipatorischen Engagement primär von individuellen Nutzenkalkülen und deutlich weniger von Antrieben des Gemeinsinns und überindividueller Verantwortungsübernahme leiten. Kurzum, neben dem gemeinwohlorientierten Citoyen sei eben auch der wohlstandskorrumpierte Bourgeois als ein typisches Mentalitätsprodukt des Wertewandels auf dem Vormarsch und erweise sich dabei offenkundig als ein höchst erfolgreicher Konkurrent.

Wertewandel stärkt bürgerschaftliches Engagement

In Rahmen der in diesem Kontext geführten Gemeinsinn-Debatte fokussiert sich die Aufmerksamkeit in den letzten Jahren verstärkt auf die Entwicklung des Ehrenamtes. Von ihm wird in der öffentlichen Diskusssion oft genug gesagt, es befinde sich seit geraumer Zeit in einer tiefen Krise, zumal was die Motivation und die Engagementbereitschaft jüngerer Menschen anbetrifft. Gleichzeitig wird für diesen angeblichen Negativtrend vor allem der Wertewandel mit seiner behaupteten Erosion von Pflicht- und Kollektivwerten verantwortlich gemacht. Diese Annahmen sind in dieser Pauschalität inzwischen durch die neuesten Ergebnisse der empirischen Sozialforschung nachhaltig und überzeugend widerlegt worden. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahre 1999 auf einer breiten Erhebungsbasis durchgeführte repräsentative Studie über Freiwilligenarbeit, ehrenamtliche Tätigkeit und bürgerschaftliches Engagement kommt nämlich zu insgesamt recht erfreulichen Ergebnissen. Danach sind in Deutschland (West und Ost) gegenwärtig insgesamt immerhin 34% der Bundesbürger in den verschiedensten gesellschaftlichen Feldern im sozialen, kulturellen und politischen Bereich in irgendeiner Form (im Durchschnitt fünf Stunden pro Woche) ehrenamtlich, d.h. unbezahlt oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung, tätig (Projektverbund Ehrenamt 1999, S. 18). Recht aufschlussreich ist zudem die Erkenntnis, dass die Jüngeren im Alter von 14-24 Jahren, die besonders durch den Wertewandel geprägt sind, mit 37% sogar noch über dem Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung liegen. Andere Studien widerlegen zudem ebenso eindeutig die Behauptung vom dauerhaften Negativtrend. So hatte z. B. die Zukunftskommisssion für Sachsen und Bayern für die westdeutsche Bevölkerung zwischen 1985 und 1994 eine Zunahme des ehrenamtlichen Engagements von doch immerhin insgesamt 5% ermittelt (Heinze/Keupp 1997, S. 43).

Angesichts dieser positiven Befunde erscheint auch die Rolle des Wertewandels in einem deutlich günstigeren Licht. In ihren jüngeren Untersuchungen zum Zusammenhang von Wertewandel und bürgerschaftlichem Engagement haben so auch die Speyerer Untersuchungen den Nachweis erbracht, dass das freiwillige unbezahlte Engagement "von den im Vormarsch befindlichen Selbstentfaltungswerten nicht etwa unterminiert und eingeschränkt, sondern vielmehr umgekehrt kräftig unterstützt und mitgetragen wird" (Klages 1998, S. 32). Entscheidend dürfte hier wohl sein, dass der Wertewandel eine Tendenz zu mehr Eigeninitiative, Eigen-Sinn und Selbstsorge freigesetzt hat, die eine wichtige Quelle bürgerschaftlichen Engagements darstellt. Dies erklärt die z.T. explosionsartigen Zuwächse bei bestimmten Vereinen, Selbsthilfegruppen, Freiwilligenagenturen, Tauschringen und vor allem im lebensweltlichen Alltagsbereich. Dadurch werden die kräftigen Einbrüche, die beim traditionellen Ehrenamt in Verbänden, Gewerkschaften, Parteien und Kirchen vor allem bei den Jüngeren zu verzeichnen sind, erfreulicherweise mehr als nur kompensiert. Untersuchungen zur Engagementmotivation liefern hierfür die Erklärung. Sie zeigen, dass im Zuge des Wertewandels selbstenfaltungsbezogene Motive wie z.B. "Spaß haben", "Eigene Verantwortung und Entscheidungsmöglichkeiten haben", "Eigene Kenntnisse und Erfahrungen erweitern", "Mit sympathischen Menschen zusammenkommen" an Bedeutung gewonnen haben, konventionelle Pflichtorientierungen wie z.B. "Etwas für das Gemeinwohl tun" oder "Anderen Menschen helfen" insgesamt zwar eine etwas nachlassende, dennoch nach wie vor tragende Rolle spielen (Projektverbund Ehrenamt 1999, S. 36). Vor allem bei den wertewandelgeprägten Jugendlichen spielen die gewandelten Motivationsstrukturen, deren biografische und lebensweltliche Passung an das eigene Identitätskonzept, eine entscheidende Rolle. Entsprechend ist vor allem bei Jüngeren eine Distanzhaltung gegenüber großen Organisationen mit ihren bürokratischen und hierachischen Strukturen, gegenüber den hauptberuflich Professionellen und systemischen Tendenzen einer dauerhaften Vereinnahmung stark verbreitet. Stattdessen präferieren sie Handlungsfelder, die individuelle Gestaltungsfreiräume eröffnen, zumeist im überschaubaren lebensweltlichen Umfeld, wobei selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Engagement in einem lockeren organisatorischen Rahmen, häufig mit Projektcharakter, besonders gefragt ist. Dieser Rahmen soll zudem so beschaffen sein, dass er Raum schafft für informelle soziale Kontakte, für soziale Anerkennung und Gemeinschaftserfahrungen und gleichzeitig auch Motivlagen des Eigeninteresses, des Selbstbezugs und der Erlebnisorientierung die Chance der Aktualisierung bietet. Nimmt man diese Wunschliste ernst, dann verwundert es nicht, dass die empirische Forschung sogar zu dem Ergebnis kommt, dass über die Bereitstellung adäquater Gelegenheitsstrukturen, den Abbau von Hemmnissen und Barrieren und entsprechende öffentliche Förderungs- und Unterstützungsmaßnahmen, sich noch eine "riesige schlafende Ressource" an Engagementpotenzial erschließen ließe (Heinze/Keupp 1997, S. 130 ff; Klages 1998, S. 34 f.).

Wertetypen in der Gesellschaft

Bürgerschaftliches Engagement, dem in der Bürgergesellschaft aus einer ganzen Reihe von Gründen eine strategische Zukunftsbedeutung zukommt, hängt so in hohem Maße von den Wertausstattungen der Individuen und ihren sozialen Rückkoppelungen ab. Um den gesellschaftlichen Wertetrend und seine bürgerschaftlichen Implikationen und Chancenpotenziale noch besser überschauen und differenzierter einschätzen zu können, soll im folgenden das Wertprofil der Bevölkerung und dessen Entwicklung in den neunziger Jahren nach Merkmalstypen aufgeschlüsselt werden. Hierzu kann an dieser Stelle auf das recht aussagekräftige Typenschema zurückgegriffen werden, das im Kontext der Speyerer Forschungen entwickelt wurde. Danach lassen sich laut Helmut Klages und Thomas Gensicke, wie aus der nachstehenden tabellarischen Übersicht des Freiwilligensurvey 99 (bislang noch unveröffentlicht, G.H.) hervorgeht, in der Gesamtbevölkerung insgesamt fünf Wertetypen unterscheiden, die nach Einstellungsmerkmalen und Verhaltensdispositionen deutlich differieren. Drei davon verkörpern gewissermaßen Extremtypen, die aufgrund ihrer wertemäßigen Dysbalance sowohl individualpsychologisch wie auch im Hinblick auf die Erfordernisse einer demokratischen Bürgerkultur als problematisch einzustufen sind (Gensicke 2000, S. 34 f.). So können die "Ordnungsliebenden Konventionalisten", an denen der Wertewandel praktisch vorbeigelaufen ist, als die "Heimstatt von Überresten herkömmlicher Gehorsams- und Unterordnungswerte", die zu einer eher autoritären Interpretation von Sekundärtugenden neigen, gelten. Sie sind insbesondere in den älteren Jahrgängen anzutreffen, insgesamt jedoch in den neunziger Jahren zahlen- und anteilmäßig deutlich im Schwinden begriffen. Ihnen stehen auf dem Gegenpol die "Nonkonformen Idealisten" entgegen, die als Protagonisten der höheren (kreativen und engagierten) Selbstentfaltung bezeichnet werden können, die zu den konventionellen Pflicht- und Akzeptanzwerten, jedoch aber auch zu Hedonismus und Materialismus, auf Distanz halten. Sie sind vor allem in den höheren Bildungschichten anzutreffen, in hohem Maße engagementbereit, gleichzeitig aber anfällig für Utopien, gesinnungsethischen Moralismus und systemkritische Protesthaltungen. Immerhin sind fast 20% der Bevölkerung dieser Wertgruppe zuzurechnen, die aber speziell bei den Jüngeren in den letzten Jahren deutlich an Gefolgschaft verloren hat. Im Gegenzug hierzu sind in der Altersgruppe der 18-30 jährigen die "Hedonistischen Materialisten" (Hedomats), die ein Produkt der 80er Jahre sind, nicht nur überproportional hoch vertreten, sie haben in den letzten Jahren sogar noch einmal kräftig zulegen können, so dass 1999 mehr als jeder vierter dieser Gruppe zuzurechnen war. Hier handelt es sich um Menschen mit ausgesprochener Ellenbogen- und Mitnahmementalität, die als typische Vertreter der Ego-Gesellschaft auf materiell gesicherter Grundlage ein möglichst lustorientiertes Leben führen wollen. Sie sind wenig geneigt, Rücksicht auf soziale Normen und Konventionen nehmen, zeigen wenig Bereitschaft zum Engagement und können von daher als typischer Bourgeois auf der Schattenseite des Wertewandels verbucht werden.

Neben diesen drei Extremtypen gibt es schließlich noch zwei Mischtypen, wobei - ähnlich wie für die "Hedomats"- auch im Falle der "Perspektivlos Resignierten" von deutlichen Werteverlusten oder Wertdefiziten gesprochen werden kann. Hier handelt es sich um Personen, bei denen beide Wertegruppen schwach ausgebildet sind, die häufig mit ihrer persönlichen Lebenssituation nicht zurechtkommen, im Modernisierungsprozess eher zu den Verlieren gehören, sowie als wenig kommunikativ, durchsetzungsfähig, belastbar und engagementbereit gelten. Resignierte sind eher unter älteren Menschen und in den unteren Sozialschichten zu finden, während sich bei den Jüngeren erfreulicherweise eine rückläufige Tendenz feststellen lässt (1999: 10%). Das krasse Gegenstück zu diesem Werteprofil bilden schließlich die "Aktiven Realisten", die der breiten sozialen Mittelschicht entstammen und meist über mittlere Bildungsabschlüsse verfügen. Sie repräsentieren nicht nur den zahlenmäßig stärksten Typus, sondern haben in den Neunzigern auch eine deutliche Zuwachsrate zu verzeichnen, wobei die jüngeren Jahrgänge im Trend sogar führend sind (1999: 36%). Zu erwähnen ist ferner, dass sie in den neuen Bundesländern sogar zahlenmäßig noch etwas stärker vertreten sind als in den alten (Gensicke 2000, S. 45 f). Dieser Persönlichkeitstypus, dem Extrempositionen fremd sind, integriert Pflicht- und Akzeptanzwerte und Selbstentfaltungswerte - bei gleichermaßen hohem Ausprägungsgrad - in Form einer Werte-Synthese. Dies hat den positiven Folgeeffekt, dass die beiden gegensätzlichen Wertepole so in einer komplementären und produktiven Gleichgewichtslage in die Balance kommen können. Der Aktive Realist verfügt so nicht nur über ein kräftiges Selbstdarstellungs- und Durchsetzungsvermögen, sondern auch über ein gesundes Maß an

Abbildung: Wertetypen in Westdeutschland (Entwicklungstrend 1987-1999)

Quelle: Freiwilligensurvey 1999, N=10.000
BUS 1987/88 n=6.000, FGE 1990 n=1.700
SOEP 1993 n=6.800, Survey 1997 N=2.000

Quelle: Klages / Gensicke 1999

Selbstdisziplin und Selbstkontrolle und zeichnet sich ferner aus durch Lebenszufriedenheit, Pragmatismus, Frustrationstoleranz, Offenheit und Kooperationsfähigkeit wie auch durch eine Aufgeschlossenheit für die öffentlichen Dinge. Insgesamt verbinden sich beim Aktiven Realisten im Sinne einer Identitätsbalance personale Individualität, Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung, Gemeinschaftsorientierung und überindividuelles Engagement (Gensicke 2000, S. 43 ff).

Konsequenzen für die politische Bildung

Soweit diese recht kursorisch und knapp gehaltene Übersicht über die Symptome des Wertewandels, seine Auswirkungen auf das bürgerschaftliche Engagement und die Ausbildung verschiedenener Wertprofile in unserer Gesellschaft. Hieran anknüpfend stellt sich nun die Frage, wie die politische Bildung auf diese Entwicklungen und Trends reagieren soll. Geht man hierbei von der weithin unbestrittenen Annahme aus, Ziel der politischen Bildung sei der mündige und partizipationsbereite Aktiv-Bürger, der Citoyen, der sich gleichwohl mit den zentralen normativen Prinzipien der Verfassung in kritischer Loyalität zu identifizieren vermag, dann ließen sich im Lichte der obigen Ausführungen folgende Konsequenzen, die hier nur in Thesenform zusammengefasst werden können, formulieren.

  1. Die politische Bildung sollte den ihr möglichen Beitrag zur Versachlichung der öffentlichen Debatte über die Auswirkungen des Wertewandels beisteuern. Hierbei sind Risiken und Chancen differenziert zu vermitteln. Die Botschaft sollte lauten: Wertewandel ist auf keinen Fall mit Wertezerfall oder kulturellem Niedergang gleichzusetzen. Er ist die Antwort auf die objektiven strukturellen Veränderungen einer modernen Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, die auf der subjektiven Ebene unweigerlich individualistische und selbstzentrierte Einstellungs- und Verhaltensmuster einfordern und auch belohnen. Somit ist der Wertewandel als eine notwendige Anpassung der Sozialpsyche an einen umfassenden gesellschaftlichen Modernisierungs- und Demokratisierungsprozess, an die Herausforderungen eines ökonomisch hochentwickelten, demokratisch verfassten und pluralistisch strukturierten Gemeinwesens zu begreifen und somit auch in seinen Chancenpotenzialen vorurteilsfrei zu würdigen. Dies gilt es nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund allgemeiner Globalisierungstendenzen. Sie konfrontieren Lebensführung und Lebensgestaltung der Individuen bei gleichzeitigem Bedeutungsverlust älterer kollektiver Sicherheiten mit größeren Risiken und erhöhten Flexibilitätsanforderungen.
  2. Die politische Bildung hat sich auf der theoretisch-reflexiven Ebene bislang unzureichend mit dem Phänomen des Wertewandels auseinandergesetzt. In der bisherigen Wertedebatte ging es meist um Grundwerte, bestimmte Zielwerte oder um Wertekonsens; um das Problem der Begründbarkeit, der Reichweite oder der Folgen von Werten; ferner um recht unterschiedliche Konzepte von Werterziehung oder moralischer Erziehung. Mit anderen Worten: Während die Ergebnisse der empirischen Werteforschung in der Erziehungswissenschaft breit und intensiv rezipiert worden sind, wurden sie von der politischen Bildung nur wenig beachtet und aufgegriffen. Dies erstaunt, denn durch den Mitte der sechziger Jahre einsetzenden Wertewandelschub war gerade die politische Bildung in dessen Sog geraten, was seinerzeit zu dem hitzigen Streit um emanzipatorische oder affirmative politische Bildung führte. Zwischenzeitlich hat der Wertewandel zwar an Dynamik, nicht aber an nachhaltiger Wirkkraft verloren, seine Relevanz für die politische Bildung ist aber nach wie vor evident. Nachdem die empirische Werteforschung sich inzwischen zu einer allseits geschätzten Forschungsrichtung entwickelt hat, sollte man die nunmehr umfassend vorliegenden Befunde auch in die normative Theoriediskussion integrieren. Hierbei eröffnet das sehr allgemein gehaltene Grundparadigma von Pflicht- und Akzeptanzorientierung versus Selbstentfaltungsorientierung im Hinblick auf die Normenproblematik der Gegenwart vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten. Insbesondere gilt dies für inhaltliche Bereiche, die die Rolle des Individuums in seinen Bezügen zu Gemeinschaft, Gesellschaft und Staat zum Gegenstand haben. Themen wie demokratische Erziehung, Bürgergesellschaft oder politische Kultur könnten so auf empiriegesättigter Basis im Einzelfall sicher sachlicher und realitätsnäher erörtert werden.
  3. Politische Bildung sollte bei ihrer konkreten Vermittlungsaufgabe - nicht zuletzt auch in der Schule - die durch den Wertewandel bewirkten Veränderungen sowohl inhaltlich wie methodisch angemessen berücksichtigen. Indem Schüler/Schülerinnen sich mit den Auswirkungen des Wertewandels auf Individuum, Gesellschaft und Staat als inhaltlichem Lerngegenstand befassen, erwerben sie in einen existenziellen Bereich Wertungssicherheit und Wertungskompetenz. Nicht weniger wichtig ist allerdings der methodische Bereich, wo es gilt, die gewandelten Motivations- und Bedürfnisstrukturen der Zieladressaten beachten. Der Wertewandel hat hier ja deutliche Markierungen gesetzt: Mehrfach genannt wurden hier die signifikant größer gewordenen Wünsche nach Selbstbestimmung, Mitgestaltung, eigenverantwortlichen Freiräumen, Erlebnisorientierung, Lebensweltbezug und eigener Interessenwahrnehmung. Hier ist in der Politikdidaktik unter der Rubrik Schülerorientierung in jüngerer Zeit vieles voran gekommen. Dieses zum Wertewandel passende Regulativ sollte auch künftig die Richtung angeben. Verwiesen sei hier nur stichwortartig auf einige hiermit konform verlaufende Trends: Den gewachsenen Stellenwert, der heute der Kategorie der Betroffenheit, der lebensweltlichen Bedeutsamkeit bzw. dem Brückenproblem eingeräumt wird; die Wiederentdeckung des Politischen in den sozialen Nahräumen; die Aufwertung des erfahrungs- und handlungsorientierten Unterrichts mit seinen Komponenten des simulativen, erlebnis- und produktorientierten Lernens; die Forderung nach einem fächerverbindenden und ganzheitlichen Lernen in Projekten sowie die Neugewichtung des Methodenlernens mit der besonderen Förderung von Kompetenzen wie Selbständigkeit, Eigenaktivität, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.
  4. Anknüpfend an die oben dargestellte Wertetypologie stellt sich die Frage, ob es unter den fünf Profilen einen Persönlichkeitstypus gibt, der für die Theorie und Praxis der politischen Bildung als vermittlungsfähiges Leitbild vom Bürger in einer modernen Zivil- oder Bürgergesellschaft von Bedeutung sein könnte. Geht man hier wiederum aus von der bereits genannten Ziel- und Wunschvorstellung des engagementbereiten, rational urteilenden und handelnden Citoyen, so kommt hierfür im Grunde nur der Mehrheitstypus des Aktiven Realisten in Frage. Alle anderen Profile, die aufgrund ihrer extremen Zuspitzungen oder problematischen Mischungen, wie oben dargelegt, mehr oder minder gravierende Wertdefizite aufweisen, sind pädagogisch mehr oder minder ungeeignet. Im Gegensatz hierzu ist es die ausgewogene Mischung von kräftiger Pflicht- und Akzeptanz- auf der einen, ausgeprägter Selbstentfaltungsorientierung auf der anderen Seite, die die eigentliche Stärke des Aktiven Realisten ausmacht (Hepp 1987, S. 15 f.; Klages 1984, S. 164 ff; Klages 1988, 116 ff). Als eine Person, die sowohl kraft eigenen Vermögens Selbst-Disziplin zu üben als auch klar und zielstrebig eigene Interessen auszubilden und zu verfolgen versteht, integriert er individualistische und sozialintegrative Wesenszüge. Diese produktive Komplementarität befähigt ihn in besonderer Weise für die Bewältigung der schwierigen und sich rasch wandelnden Lebenslagen seiner sich zunehmend individualisierenden und pluralisierenden Umwelt. Der Aktive Realist ist so insgesamt eher ein stabiler, enttäuschungsresistenter und auch krisenfester Persönlichkeitstypus. Er verfügt über eine leistungsorientierte Grundeinstellung und pflegt auch auf Innovationen eher offen und flexibel zu reagieren. Über den engeren lebensweltlichen biographischen Horizont hinaus qualifiziert ihn seine innere Werteausstattung zugleich aber auch für die Belange und Erfordernisse eines demokratischen Gemeinwesens in einer modernen Bürgergesellschaft. Er ist nicht nur kein Duckmäuser, sondern ein zugleich kritischer, unbequemer, konfliktfähiger und selbstbewusster Zeitgenosse. Gleichzeitig aber auch ein kooperativer, die eigene Selbstverantwortlichkeit betonender Bürger mit einer stabilen Grundbereitschaft zur gefühlsmäßigen Systemakzeptanz. Ihm fehlt "das typische ideologisch motivierte Misstrauen gegenüber den Institutionen und Grossorganisationen und die typische Protestneigung der Nonkonformen Idealisten (...) Realisten geben den Institutionen einen (wenn auch aufmerksam-kritischen) prinzipiellen Vertrauensvorschuss" (Gensicke 2000, S. 44). Gegenüber den öffentlichen Angelegenheiten und der Politik erweisen sie sich als interessiert und aufgeschlossen, differenzieren in diesem Bereich aber im Sinne eines pragmatischen Idealismus zwischen Wünsch- und Machbarem und zeigen zudem auch in allen sozialen und gesellschaftlichen Handlungsfeldern eine überdurchschnittlich hohe Bereitschaft zu bürgerschaftlichem Engagement.

Insgesamt spricht also vieles dafür, den Aktiven Realisten oder das Konzept der Werte-Synthese der politischen Bildung als ein förderungswürdiges Leitbild des Bürgers anzuempfehlen. Allerdings gilt es hierfür auch geeignete Rahmenbedingungen, Anlässe oder auch Strategien zu benennen. Bezogen auf die schulische und außerschulische Jugendbildung lässt sich da an viele Möglichkeiten denken. Aus Platzgründen müssen an dieser Stelle jedoch wiederum einige wenige Andeutungen genügen. Ein zentraler Punkt bzw. eine generelle Voraussetzung in diesem Zusammenhang wäre jedoch die "Schaffung von Verantwortungsrollen", die Helmut Klages als eine Schlüsselaufgabe der Modernisierung von Institutionen bezeichnet (Klages 1999, 14 ff). Sie sollten seiner Auffassung nach auch im Rahmen systemisch vorgegebener Strukturen und pflichtrelevanter Aufgabenfelder neue Spielräume eröffnen: Für selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln, für das Einbringen eigener Fähigkeiten, Interessen und Problemlösungswünsche. Zudem sollten sie auch den Eindruck vermitteln, etwas gemeinschaftlich Sinnvolles zu tun und zur aufgabenbezogenen Leistungserfüllung beizutragen. Legt man diese Kriterien speziell an die politische Bildung in der Institution Schule an, dann ließe sich im Falle des politischen Unterrichts vor allem an die vielfältigen selbstaktiven Handlungsfelder im methodischen Bereich denken, die unter Punkt vier bereits beim Stichwort Schülerorientierung erwähnt wurden. Darüber hinaus wären auch außerunterrichtliche Handlungsfelder, in denen Schule als demokratischer Lebensraum erfahren werden kann, angemessen zu berücksichtigen (Hepp/Schneider 1999). So etwa im Rahmen der formellen Schulverfassung, wo etwa über eine Weiterentwicklung der Schülerpartizipation im Rahmen der inneren Schulentwicklung nachzudenken wäre (Hepp 1999, S. 151). Ferner an die vielen Möglichkeiten im Rahmen des Schullebens, wo es ebenfalls Aufgabenfelder gibt, die im Sinne einer Empowermentphilosophie zur Stärkung eigenverantwortlichen und sozialen Engagements genutzt werden könnten. Diese Überlegungen gelten selbstverständlich aber auch für die außerschulische politische Jugendbildung, wobei an dieser Stelle stellvertretend für andere Möglichkeiten auf die Einrichtung von Jugendgemeinderäten verwiesen werden soll, die insbesondere in Baden-Württemberg mit der Intention ins Leben gerufen wurden, jungen Menschen Gelegenheitsstrukturen für die Artikulation eigener politischer Interessen und Bedürfnisse, für politische Mitwirkung und Einflussnahme im Rahmen des lokalen und kommunalpolitischen Willensbildungsprozesses einzuräumen (Hermann S. 1996).

 

Literaturverzeichnis

Emcke, Carolin/Schwarz, Ulrich: Tanz um das goldene Kalb. In : Der Spiegel. 51/1999, S. 50-66

Gensicke, Thomas: Wertewandel an der Schwelle zum 3. Jahrtausend. Trends und Perspektiven. In: Seibert, Norbert/Serve, Helmut J./Terlinden, Roswitha (Hrsg): Problemfelder der Schulpädagogik. Bad Heilbrunn 2000, S. 212-56

Gensicke, Thomas: Wertewandel und Erziehungsleitbilder. Hinweise aus der empirischen Soziologie. In: Pädagogik. Heft 7-8/1994, S. 23-26

Gensicke, Thomas: Das bürgerschaftliche Engagement der Deutschen. Image, Intensität und Bereiche. In: Klages, Helmut/Gensicke, Thomas: Wertewandel und bürgerschaftliches Engagement an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Speyer 1999

Heinze, Rolf/Keupp, Heiner: Gesellschaftliche Bedeutung von Tätigkeiten ausserhalb der Erwerbsarbeit. Gutachten für die "Kommission für Zukunftsfragen" der Freistaaten Bayern und Sachsen. Bochum/München 1997

Hepp, Gerd: Wertsynthese - Eine Antwort der politischen Bildung auf den Wertwandel. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. B 46/1989, S. 15-23

Hepp, Gerd: Wertewandel. Politikwissenschaftliche Grundfragen. München 1994

Hepp, Gerd/Schiele, Siegfried/Uffelmann, Uwe (Hrsg): Die schwierigen Bürger. Schwalbach/Ts. 1994

Hepp, Gerd: Wertewandel und Bürgergesellschaft. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. B 52-53/1996, 1996, S. 3-12

Hepp, Gerd: Der Einfluss des Wertewandels auf schulpolitische Innovationen. In: Zeitschrift für internationale erziehungs- und sozialwissenschaftliche Forschung. Heft 2/1996, S.247-263

Hepp, Gerd/Schneider, Herbert (Hrsg): Schule in der Bürgergesellschaft. Demokratisches Lernen im Lebens- und Erfahrungsraum der Schule. Schwalbach/Ts. 1999

Hepp, Gerd: Neue Partizipationsentwicklungen in der Schule und ihr Beitrag zur demokratischen Kultur. In: Hepp, Gerd/Schneider, Herbert (Hrsg): Schule in der Bürgergesellschaft. Schwalbach/Ts., S. 141-159

Hermann, Michael C.: Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg. Eine interdisziplinäre Evaluation. Pfaffenweiler 1996

Klages, Helmut: Engagement und Engagementpotential in Deutschland. Erkenntnisse der empirischen Forschung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. B 38/1998, S. 29-38

Klages, Helmut: Wertorientierungen im Wandel. Rückblick, Gegenwartsanalyse, Prognosen. Frankfurt a. M./New York 1984

Klages, Helmut: Wertedynamik. Über die Wandelbarkeit des Selbstverständlichen.Zürich 1988

Klages, Helmut/Gensicke, Thomas: Bürgerschaftliches Engagement 1997. In: Meuleman, Heiner (Hrsg): Werte und nationale Identität im vereinten Deutschland. Erklärungsansätze der Umfrageforschung. Opladen 1998

Klages, Helmut: Zerfällt das Volk? Von den Schwierigkeiten der modernen Gesellschaft mit Gemeinschaft und Demokratie. In: Klages, Helmut/Gensicke, Thomas: Wertewandel und bürgerschaftliches Engagement an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Speyer 1999, S. 1-20

Projektverbund Ehrenamt: Freiwilligenarbeit, ehrenamtliche Tätigkeit und bürgerschaftliches Engagement. Repräsentative Erhebung 1999. Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. München 1999


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