Baden-Württemberg

Kleine politische Landeskunde


Hrsg.: LpB

1999 / 2003

 

Kleine politische Landeskunde

Inhaltsverzeichnis

 

Kunst und Kultur

Baden-Württemberg hält einen Spitzenplatz unter den deutschen Bundesländern in der Kulturförderung, auch wenn in den vergangenen Jahren im Zeichen der Sparpolitik so manches ehrgeizige Kulturprojekt dem Rotstift zum Opfer gefallen ist. Dennoch versuchen die Ministerien, die für Kunst und Kultur verantwortlich sind – allen voran das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst – eine bunte Palette an Kulturprogrammen bereitzustellen. Rund 300 Mio. Euro gibt das Land jährlich für Kunst- und Kulturpflege aus.

"Jedermann" Freilichtspiele Schwäbisch Hall 1998

1925 wurden mit »Jedermann« von Hugo von Hoffmannstal die Freilichtspiele auf den Treppen der Michaelskirche in Schwäbisch Hall begründet. Das Foto zeigt eine Szene aus »Nathan der Weise« von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1998.
Foto: W. Pabst

 

Die Theaterlandschaft

Baden-Württemberg hat – historisch bedingt – zwei Staatstheater: die Württembergischen Staatstheater in Stuttgart und das Badische Staatstheater in Karlsruhe. Beide Bühnen haben zentrale Funktionen in der baden-württembergischen Theaterlandschaft. Drei Landesbühnen in Tübingen, Esslingen und Bruchsal sorgen mit vielen Gastspielen dafür, dass auch Städte ohne Stadttheater gute Bühnenaufführungen bieten können. Und schließlich gibt es noch neun Stadttheater in Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Mannheim, Konstanz, Pforzheim, Ulm, Baden- Baden und Aalen, die sich mit ihren Leistungen keineswegs zu verstecken brauchen. Eine ganze Reihe kleiner freier Bühnen haben sich zudem mit viel Engagement etabliert. Sie sorgen mit ihren Theaterexperimenten für beachtliche künstlerische Impulse – und das oft auf dünnem finanziellen Boden. Dazu kommen die Freilichtbühnen im Land – von der größten und ältesten in Ötigheim bis zu den Burgfestspielen in Jagsthausen, die 1950 mit einer Aufführung von Goethes »Götz von Berlichingen« an historischem Ort eröffnet wurden. Gespielt wird auch auf den Stufen von St. Michael in Schwäbisch Hall, in den Naturtheatern von Heidenheim, Hayingen, Grötzingen, Fridingen, Reutlingen und andernorts. Opernfestspiele gibt es in Heidenheim auf Schloss Hellenstein, in Zwingenberg, in Heidelberg und in Wildbad im Schwarzwald. 88 Internationales Format haben die Festspiele in Ludwigsburg, die Schwetzinger Festspiele, getragen vom Südwestrundfunk, das Baden- Badener Festspielhaus und die Musicals der »Stella AG« in Stuttgart. Allesamt sind Veranstalter, die eine weltweite Zuhörerschaft finden.

 

Das Stuttgarter Ballett – eine der besten Compagnien der Welt

Das Ballett des Staatstheaters Stuttgart wurde 1961 von John Cranko gegründet und zu Weltruhm gebracht. Nach der 20jährigen Leitung von Marcia Haydée ist seit 1996 der Kanadier Reid Anderson Ballettintendant. Im Repertoire der herausragenden Compagnie werden die klassischen Handlungsballette und moderne Choreografien gleichermaßen gepflegt. Das Ballett ist einer der begehrtesten »Exportartikel« des Landes. Eine große Rolle im musikalischen Leben des Landes spielen die Orchester, von denen es neben den Radio- Sinfonieorchestern in Stuttgart, Baden-Baden und Freiburg noch drei weitere professionelle Sinfonieorchester in Stuttgart, Reutlingen und Konstanz gibt sowie vier Kammerorchester in Stuttgart, Heilbronn, Pforzheim und Mannheim. Unter den Chören des Landes ragt u.a. die von Hellmuth Rilling geleitete Gächinger Kantorei heraus. Rilling ist es auch, der alljährlich mit der »Internationalen Bachakademie« in Stuttgart eine beispiellose Konzertreihe inszeniert. Andere renommierte Ensembles wie der Süddeutsche Madrigalchor, der Stuttgarter Kammerchor und das SWR Vokalensemble Stuttgart haben ihren Sitz ebenfalls in der Landeshauptstadt, die gelegentlich auch »Hauptstadt der Chormusik« genannt wird. Baden-Württemberg verfügt zudem über ein außergewöhnlich dichtes Netz von Musikhochschulen. Die fünf staatlichen Hochschulen bieten eine Ausbildung auf einem Niveau, das durchaus neben der harten internationalen Konkurrenz bestehen kann. Im Schloss Solitude in Stuttgart befindet sich außerdem eine zentrale Arbeitsund Begegnungsstätte als Künstler-Akademie, die insgesamt sieben Kunstbereiche beheimatet.

"Romeo und Julia" Ballett der Württembergischen Staatstheater

Das Ballett der Württembergischen Staatstheater. Szene aus »Romeo und Julia« (Choreografie John Cranko) mit den Tänzern Sue Jin Kang (Julia) und Robert 
Tewsley (Romeo).
Foto: Peter Fischer

 

Galerien und Museen 
Vielbeachtet: Der postmoderne Erweiterungsbau zur Staatsgalerie

Im Mittelpunkt der bildenden Kunst im Lande stehen die Staatsgalerie Stuttgart und die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Die Stuttgarter Staatsgalerie gilt als eines der bestbesuchten Kunstmuseen in Deutschland. Mit der angrenzenden Hochschule für darstellende Künste und dem Haus der Geschichte befindet sich damit ein auch architektonisch geschlossener Komplex der Künste und Museen im Zentrum der Landeshauptstadt. 

Die Keimzelle des Museums bildet die Alte Staatsgalerie, entworfen sowohl als Ort der Kunstbetrachtung im Sinne der Aufklärung als auch der künstlerischen Ausbildung.

Die Neue Staatsgalerie wurde ausschließlich für die Belange eines öffentlichen Museums konzipiert, wobei die Architektur eigenen Erlebnis- und Erkenntniswert besitzt.
Dagegen stehen im Erweiterungsbau der Alten Staatsgalerie (Eröffnung: Herbst 2002) die funktionalen Erfordernisse im Vordergrund.

Die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts ist prominent in der 1984 eröffneten Neuen Staatsgalerie vertreten, einem spektakulären Bau von James Stirling. Dieser greift weitgehend die Idee der Dreiflügelanlage der Alten Staatsgalerie auf und setzt gleichzeitig das Museum selbst in Szene. Zahlreiche Zitate historischer Bauformen von der Antike bis zur klassischen Moderne sowie besonders Elemente klassischer Museumsarchitektur wie Rotunde, Giebel und Gebälk definieren das Museum als einen Ort, der vieldeutig, bisweilen auch ironisch seine eigene Geschichte und Bedeutung reflektiert.
Neben Arbeiten der in Stuttgart tätig gewesenen Künstler Oskar Schlemmer und Willi Baumeister begegnet man hier einer repräsentativen Auswahl an Werken von Picasso, de Chirico, Dalí, den deutschen Expressionisten, Max Beckmann und Mitgliedern des Bauhauses sowie wichtigen zeitgenössischen Künstlern. Das 19. Jahrhundert ist herausragend mit Manet, Renoir , Cézanne und Gauguin vertreten.

Das klassizistische Gebäude des 19. Jahrhunderts, die Alte Staatsgalerie, beherbergt Werke des 14. bis 19. Jahrhunderts sowie die Graphische Sammlung mit ihren umfangreichen Beständen an Zeichnungen, Aquarellen, Collagen, Druckgraphiken, illustrierten Büchern, Plakaten und Photographien. Ursprünglich aus der Sammlung des Württembergischen Herzoghauses hervorgegangen, setzen heute in den einzelnen Abteilungen alter Meister herausragende Gemälde beispielsweise von Jerg Ratgeb, Canaletto, Memling und Rembrandt schwerpunktbildene Akzente. Die Abteilung des 19. Jahrhunderts besitzt neben dem besonderen Sammelgebiet "Schwäbischer Klassizismus" exemplarische Werke der wichtigsten Kunstströmungen der Zeit, von den Präraffaeliten bis zum Symbolismus, von der Romantik bis zum Impressionismus.

Die Alte Staatsgalerie hat jüngst durch einen Erweiterungsbau an Attraktivität gewonnen. Präsentiert werden unter anderem die altdeutsche und altschwäbische Malerei mit Bartholomäus Zeitblom und Jerg Ratgeb. Weitere Sammlungsschwerpunkte liegen in der italienischen Malerei der Renaissance und des Barock und der niederländischen Malerei. Daneben bewahrt die Staatsgalerie in neu erbauten Räumen eine herausragende Grafische Sammlung mit mehr als 410.000 Blättern sowie die Schlemmer-, Grohmann- und Sohm-Archive.

Die Neue Staatsgalerie Stuttgart, 1977 bis 1984 von dem Briten James Stirling (1926-1992) erbaut.
Foto: Landesbildstelle Württemberg, Stuttgart

 

Entsprechend der differenzierten Territorialgeschichte Baden-Württembergs bietet die Museenlandschaft im Land ein reiches und vielfältiges Bild. Neben den 55 staatlichen Museen gibt es in Baden-Württemberg mehr als 1000 Museumseinrichtungen, die von kommunalen Körperschaften, Vereinen, Kirchen, Firmen und Privatpersonen getragen werden. Sie machen in ihrer Vielfalt die Farbigkeit des Museumswesens in Baden-Württemberg aus. 

Eine ganze Reihe kommunaler Kunsthallen (Mannheim, Baden-Baden, Tübingen u.a.) und ständige Ausstellungsräume versorgen das Land mit einem flächendeckenden Ausstellungsprogramm von internationalem Niveau.

Otto Dix "Die sieben Todsünden"

Otto Dix, »Die sieben Todsünden«, 1933. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe. Als Otto Dix im Herbst 1933 aus Dresden an den Bodensee zog, hinterließ er in seinem Atelier das fast vollendete Bild der »Sieben Todsünden«. Als personifizierte Laster haben sich hier zusammengefunden: der »GEIZ«, d. h. die alte Hexe, auf der der »NEID« reitet (den Hitlerbart in dem Gesicht der winzigen, zwergenhaften Figur hat Dix erst nach 1945 hinzugefügt); der Tod in der Gestalt der »TRÄGHEIT DES HERZENS «; darüber links der »ZORN« in Tiergestalt und rechts die »WOLLUST «; ganz oben links der »HOCHMUT« mit einem afterartigen Mund und rechts daneben eine bizarre Figur mit topfartiger Kopfbedeckung, die die »VÖLLEREI« verkörpert. An die zerfallende Mauer im Hintergrund schrieb Dix einen Satz aus Nietzsches »Also sprach Zarathustra «: »Die Wüste wächst, weh dem, der Wüsten birgt!« – Otto Dix lebte nach seinem fast dreijährigen Aufenthalt auf Schloss Randegg bei Singen von 1936 an in Hemmenhofen am Bodensee. Er starb am 25. Juli 1969 in Singen. Bedeutende Dix-Werke befinden sich in den Museen Baden- Württembergs. Wir danken der Otto-Dix-Stiftung in Vaduz für die Genehmigung der Reproduktion der Abbildung

 

Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Zum Vergrößern Klicken!Im Dezember 2002 konnte als Höhepunkt des 50-jährigen Landesjubiläums mit dem Haus der Geschichte Baden- Württemberg in Stuttgart eines der wichtigsten Kulturprojekte der vergangenen Jahre eröffnet werden. Das Haus ist ein auch bundesweit einmaliges Forum für Landesgeschichte – ein Ort der Begegnung, der Diskussion und des Dialogs mit der Vergangenheit des Landes. Auf mehr als 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche lädt die Dauerausstellung zu einem spannenden Gang durch 200 Jahre Landesgeschichte ein. 

Seit seiner Gründung 1987 setzt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg neue Akzente bei der Präsentation und Vermittlung von Landesgeschichte – durch zahlreiche dezentrale Ausstellungen und vielseitige Aktivitäten im ganzen Land. Mit der Dauerausstellung in Stuttgart erfüllt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg seine Aufgaben nunmehr auch zentral.

Es will den Menschen aller Regionen des Landes vielfältige und spannende Begegnungen mit der Landesgeschichte ermöglichen, zum Dialog über die Vergangenheit anregen und damit beitragen zum Verständnis der Gegenwart; die Themen ansprechen, die für die staatsbürgerliche Bildung und das demokratische Bewusstsein von Jung und Alt wichtig sind; die historische Entwicklung, die Struktur und die Besonderheiten erforschen, dokumentieren und darstellen, die das Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg seit Ende des 18. Jahrhunderts kennzeichnen und die Verbundenheit der Menschen mit dem Land stärken. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg will ein Forum für Landesgeschichte sein – ein Ort der Begegnung und Diskussion.

Bedeutende kulturgeschichtliche Sammlungen befinden sich im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart und im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe. Das Stuttgarter Museum gehört zu den wichtigsten Museumsgründungen des 19. Jahrhunderts. Sein historisches Kernstück, die Kunstkammer, geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die Sammlung in Karlsruhe ist größtenteils aus landesfürstlicher Sammeltätigkeit hervorgegangen und zeigt die territoriale Kulturgeschichte mit besonderer Betonung der oberrheinischen Kunst- und Kulturentwicklung seit dem Mittelalter. 

Reichhaltiges Anschauungsmaterial bieten auch die staatlichen Museen für Naturkunde in Stuttgart und Karlsruhe. Das Lindenmuseum in der Landeshauptstadt zählt zu den bedeutendsten völkerkundlichen Sammlungen Europas. Zu den staatlichen Museen gesellte sich 1990 das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. In dem avantgardistischen Bau der Berliner Architektin Ingeborg Kühler werden anhand ausgewählter Objekte zweihundert Jahre Technik-, Sozial- und Kulturgeschichte plastisch und anregend dargestellt.
 

Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe 

Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution. Konsequent werden hier Kunst und neue Medien miteinander vernetzt.

In seiner Arbeit vereint es Forschung und Produktion, Ausstellungen und Veranstaltungen, Vermittlung und Dokumentation: das Medienmuseum, das Museum für Neue Kunst, die Mediathek und die Institute für Bildmedien, für Musik und Akustik, für Grundlagenforschung und für Netzentwicklungen ermöglichen die Entwicklung von interdisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen.

Das ZKM setzt sich somit in Theorie und Praxis mit den neuen Medien auseinander und reagiert dabei auf die schnellen Entwicklungen der Informationstechnologien und den stetigen Wandel der sozialen Strukturen. In enger Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und anderen Institutionen versteht sich das ZKM als Forum für die Begegnung von Wissenschaft und Kunst, Politik und Wirtschaft. Als Plattform für Experiment und Diskussion setzt sich das ZKM zur Aufgabe und zum Ziel, aktiv an der Arbeit für die Zukunft mitzuwirken. Fragen nach einem sinnvollen Einsatz von Technologien werden immer wieder neu gestellt.

1989 als Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet und in der Zeit des Aufbaus über die ganze Stadt verteilt, wurde es 1997 in den Räumen der IWKA-Werke, einer ehemaligen, denkmalgeschützten Fabrik, neu eröffnet. Der über 300 Meter lange Bau gliedert sich in zehn Lichthöfe und beherbergt außer dem ZKM noch die Städtische Galerie und die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

 

Orts- und Regionalgeschichte

Die staatlichen Museen werden auf eigenständige und regional spezifische Weise ergänzt durch zahlreiche Museen auf kommunaler Ebene, die vorwiegend Gegenstände aus den Bereichen Hauswirtschaft und Wohnen, Handwerk, Orts- und Regionalgeschichte sowie Landwirtschaft sammeln. Einen wichtigen Beitrag zur Wahrung des kulturellen Erbes im Land leisten die sieben regionalen Freilichtmuseen, die seit Anfang der sechziger Jahre kontinuierlich aufgebaut wurden. Sie zeigen die Vielfalt des ländlichen Raumes und seiner Geschichte des Bauens, Lebens und Wirtschaftens anschaulich und im Zusammenhang. Bedeutendes für das Kulturleben im Lande leisten darüber hinaus eine Fülle von Bibliotheken, die – angefangen vom Schiller-Nationalmuseum und dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar bis hin zu den sich immer mehr zu Kommunikationszentren entwickelnden Stadtbibliotheken – ein vielfältiges Kulturangebot für die Bürger haben. Nicht »so recht vom Fleck« kommen die »Kulturinitiativen «: Soziokulturelle Zentren und Kulturinitiativen stoßen immer wieder an die Grenzen kommunalpolitischen Verständnisses und bürgerschaftlicher Akzeptanz.

 

                                        Emailplatte mit Mädchenprofil Schmuckmuseum im Reuchlinhaus

Von der großen Tradition Pforzheims als Gold- und Schmuckstadt erzählen die Sammlungen im Schmuckmuseum im Reuchlinhaus. Die Emailplatte mit dem Mädchenprofil wurde von dem Pariser Emailkünstler Tourette geschaffen und im Rahmen eines vom Kunst- und Kunstgewerbeverein Pforzheim durchgeführten Wettbewerbs im Jahr 1905 mit einer goldenen ornamentalen Fassung mit Edelsteinen und Perlen versehen. 
Foto: Günter Meyer

 


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