Themenfeld Wahlen

Die Landeszentrale erstellt zu den wichtigsten Wahlen eigene Portale, die vielfältige Informationen rund um die Wahlen bieten. Außerdem finden Sie unter dem Punkt "Wahlen Archiv" einen Rückblick auf die Wahlen ab 2005.

Wahl. Quelle: Photo by Arnaud Jaegers on Unsplash.com.
Wahl. Quelle: Photo by Arnaud Jaegers on Unsplash.com.

Wahlportale

Kommunalwahlen am 26. Mai 2019

Informationen rund um die Kommunalwahlen

Baden-Württemberg hat wieder die Wahl: Gewählt werden die Gemeinderäte in 1.101 Städten und Gemeinden sowie die Ortschaftsräte in 410 Gemeinden mit Ortschaftsverfassung. Gewählt werden auch die Kreisräte in den 35 Landkreisen. In der Region Stuttgart wird außerdem die Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart neu gewählt. Nirgends ist der Einfluss der Wählerinnen und Wähler so groß wie auf der kommunalen Ebene. Das Kommunalwahlrecht ermöglicht den Wählenden eine gezielte, listenunabhängige Auswahl unter den Kandidatinnen und Kandidaten.

Erstwählerkampagne zur Kommunalwahl 2019

Wählen ab 16 in Baden-Württemberg

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 in Baden-Württemberg sind Jugendliche ab 16 Jahren wahlberechtigt. Auf Landesebene hat sich das Bündnis „Wählen ab 16“ gebildet, das unter anderem eine Erstwählerkampagne auf den Weg bringt. Teamerinnen und Teamer sollen in möglichst vielen Kommunen in Baden-Württemberg Aktionstage durchführen. Begleitend zur Kampagne werden außerdem Arbeitsmaterialien, Unterrichtsmaterialien für Schulen sowie allgemeine Informationen zur Kommunalwahl in digitaler- und Papierform zur Verfügung gestellt, um über die Thematik zu informieren und Jugendliche zu motivieren. Dabei spielen auch Social Media Angebote eine wichtige Rolle.

Europawahl am 26. Mai 2019

Informationen rund um die Europawahl

Die europäischen Bürgerinnen und Bürger wählen im Mai 2019 ihr Europäisches  Parlament und haben damit  die  Möglichkeit, den Kurs der Europäischen Union für die kommenden fünf Jahre mitzubestimmen.  Gewählt  werden 705  Europa-Abgeordnete, die die  Interessen der rund 500 Millionen Europäerinnen und Europäer vertreten. Aus Deutschland ziehen 96 Europaabgeordnete ins Europäische Parlament ein. Jede Wählerin und jeder Wähler verfügt über eine Stimme.

US-Zwischenwahlen am 6. November 2018

Informationen rund um die 'Midterms'

Die Geschichte zeigt, dass die Zwischenwahlen für die regierende Partei im Weißen Haus gefährlich werden können - und auch dieses Mal bestätigt sich die Geschichte. Die Demokraten haben aktuellen Hochrechnungen zufolge im Repräsentantenhaus die Mehrheit zurückgewonnen, doch im Senat behalten die Republikaner die Mehrheit.

Bundestagswahl am 24. September 2017

Deutschland hat gewählt

Am 24. September 2017 hat Deutschland einen neuen Bundestag gewählt. Union und SPD erlitten dramatische Verluste. Die Alternative für Deutschland zieht erstmals in den Bundestag ein. Die FDP erlebt ein Comeback: nach vier Jahren kommt sie wieder in das Parlament. Auch die Grünen und Die Linke legen leicht zu. Die Wahlbeteiligung ist auf 76,2 Prozent gestiegen.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat gewählt

Ein Wahlergebnis der Superlative und ein politisches Erdbeben: Die Grünen fahren das beste Ergebnis bei einer Wahl überhaupt ein, erstmals in ihrer Geschichte sind sie die stärkste Kraft bei einer Landtagswahl. Schwarzer Tag für die Schwarzen und Roten: Die CDU und SPD sinken auf ein Allzeittief, die Alternative für Deutschland, vor einem Jahr noch totgesagt, zieht aus dem Stand in den Landtag ein und die FDP kann sich in ihrem Stammland leicht verbessern. Die Linke scheitert abermals an der Fünf-Prozent-Hürde. Jetzt haben sich Grüne und CDU auf einen Koalitionsvertrag geeinigt.

Präsidentschaftswahl in den USA 2016

Der Kampf ums Weiße Haus

Bei der Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 bestimmen die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten, wer für die nächsten vier Jahre ihr Präsident oder ihre Präsidentin und wer ihr Vizepräsident werden soll. Die US-Demokraten küren die frühere Außenministerin Hillary Clinton zur Präsidentschaftskandidatin. Sie ist damit die bislang erste Frau mit Aussichten auf das  Präsidentenamt. Für die republikanische Partei tritt der New Yorker Immobilienmogul Donald Trump an. Der Wahlkampf wird spannend.

Erstwählerkampagne zur Kommunalwahl 2019

Wählen ab 16 in Baden-Württemberg

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 in Baden-Württemberg sind Jugendliche ab 16 Jahren wahlberechtigt. Auf Landesebene hat sich das Bündnis „Wählen ab 16“ gebildet, das unter anderem eine Erstwählerkampagne auf den Weg bringt. Teamerinnen und Teamer sollen in möglichst vielen Kommunen in Baden-Württemberg Aktionstage durchführen. Begleitend zur Kampagne werden außerdem Arbeitsmaterialien, Unterrichtsmaterialien für Schulen sowie allgemeine Informationen zur Kommunalwahl in digitaler- und Papierform zur Verfügung gestellt, um über die Thematik zu informieren und Jugendliche zu motivieren. Dabei spielen auch Social Media Angebote eine wichtige Rolle.

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Wahlen 2018

Wahl des Gemeinderates. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto.
Wahl des Gemeinderates. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto.

Hessen hat gewählt und wieder spricht man von einer "Denkzettelwahl" für die Große Koalition in Berlin. CDU und SPD mussten auch in Hessen dramatische Stimmverluste hinnehmen. Dennoch könnte laut dem vorläufigen Endergebnis Schwarz-Grün mit einer hauchdünnen Mehrheit weiterregieren. Ministerpräsident Bouffier (CDU) sprach sich am Wahlabend für eine "stabile Regierung" aus.

Die CDU unter Ministerpräsident Volker Bouffier musste massive Stimmverluste hinnehmen und verlor um 11,3 Prozentpunkte auf nun 27 Prozent. Deutliche Gewinne verzeichneten die Grünen, die mit einem Plus von 8,7 Prozent nun 19,8 Prozent erreichen konnten. Nach deutlichen Verlusten von 10,9 Prozent kommt die SPD auf 19,8 Prozent. Die Linke gewinnt nur leicht von 5,2 auf 6,3 Prozent. Die hessische FDP konnte sich von 5,0 auf 7,5 Prozent steigern. Mit klarem Gewinn auf 13,1 Prozent ist die AfD im hessischen Landtag und damit in allen Länderparlamenten vertreten.

Mit diesem Ergebnis bleibt die CDU trotz der Verluste stärkste Kraft im hessischen Landtag. Das Land steht jedoch vor einer schwierigen Regierungsbildung. Die bisherige Regierung hat nur eine hauchdünne Mehrheit und welche Koalition Hessen in Zukunft regiert ist noch unklar.

Ministerpräsident Volker Bouffier von der CDU sieht einen klaren Regierungsauftrag und sagte am Morgen nach der Wahl im hessischen Rundfunk: "Wir brauchen wirklich bald klare Verhältnisse". Er werde den Gremien der CDU vorschlagen, SPD, Grünen und FDP Gespräche anzubieten. "Da ist klar, dass ein Zweierbündnis natürlich eher in Betracht kommt als Dreierbündnisse", sagte Bouffier. "Aber wir wollen mit allen sprechen." Eine schwarz-grüne Koalition mit der Mehrheit von nur einem Sitz im künftigen Wiesbadener Landtag halte er für herausfordernd, aber auch disziplinierend.

Rechnerisch möglich sind in Hessen - außer einer Rot-Rot-Linken Koalition (67 Sitze) -  mehrere Koalitionsoptionen. Für ein regierungsfähiges Bündnis bedarf es im hessischen Landtag 69 Sitze.  Koalitionsmöglichkeiten hätten damit CDU/Grüne (69 Sitze), CDU/SPD (69 Sitze) oder CDU/Grüne/FDP (80 Sitze) und auch SPD/Grüne und FDP (69 Sitze).

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl 2018

2018 (%)  2013 (%) 2009 (%) Differenz Sitze 2018
Wahlbeteil.  67,3 73,2 61,0  
CDU 27,0 38,3 37,2 -11,3 40
SPD 19,8 30,7 23,7 -10,9 29
Grüne 19,8 11,1 13,7 +8,7 29
Linke   6,3   5,2  5,4 +1,1   9
FDP   7,5   5,0 16,2 +2,5 11
AfD 13,1   4,0 -- +9,1 19
Andere   6,5   5,7 3,8 +0,9 --


Informationen

Medien

Parteien

Spitzenkandidaten und -kandidatinnen

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Die Umfragen vor der Wahl deuteten es bereits an – in Bayern wird es zu einem politischen Beben kommen. Die vorläufigen Hochrechnungen am Sonntagabend bestätigten dann das Wahldebakel.
Die CSU erreichte bei der Landtagswahl am 14. September 2018 in Bayern ihr seit 68 Jahren schlechtestes Wahlergebnis. Mit 37,2 Prozent der Stimmen verlor sie die absolute Mehrheit und kann nur mit einem Koalitionspartner weiterregieren. Die Grünen erhielten 17,7 Prozent der Stimmen und sind nun zweitstärkste Kraft im Landtag. Dramatisch wurde es für die SPD, sie verlor mehr als die Hälfte ihrer Wähler*innen und ist nun im Ergebnis nur noch einstellig: 9,7 Prozent. Der AfD gelang mit 10,2 Prozent der Einzug in das bayerische Parlament. Die FDP kommt auf 5 Prozent und wäre damit wieder im Landtag vertreten.

Die CSU hat bei der Landtagswahl in Bayern deutliche Verluste hinnehmen müssen und kam auf 37,3 Prozent, ein minus von 10,5 Prozent. Zukünftig kann die CSU das Land damit nur mit einem Koalitionspartner regieren. Da sich Ministerpräsident Markus Söder bereits vor der Wahl für ein bürgerliches Bündnis aussprach, ist ein Koalition mit den Freien Wählern um Hubert Aiwanger wahrscheinlich. Einen beispiellosen Absturz erlitt die SPD. Mit nur noch 9,7 Prozent musste sie einen Verlust von 10,9 Prozent hinnehmen. Die Freien Wähler konnten ihre Position als drittstärkste Kraft im bayerischen Landtag festigen und legten zu: von 9 Prozent auf nun 11,6. Die Grünen sind die Gewinner der Wahl. Besonders in den Großstätten konnten sie die Wählerinnen und Wähler überzeugen und erreichten 17,7 Prozent gegenüber 8,6 Prozent vor fünf Jahren. Die FDP gewann 1,7 Prozentpunkte hinzu und hofft mit genau 5 Prozent auf einen erneuten Einzug in den  bayerischen Landtag. Die Linkspartei mit 3,2 Prozent verfehlte den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde deutlich. Der AfD gelang mit 10,2 Prozent nun auch der Einzug in den Landtag von Bayern.

Die Wahlbeteiligung ist so hoch wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr. 72 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Damit stieg die Wahlbeteiligung um gut 8 Prozent (2013 mit 64,5 Prozent).

Reaktionen zu der Bayern-Wahl:

Ministerpräsident Markus Söder (CSU): "Ja, es sei ein schmerzhaftes Ergebnis, das man mit Demut annehme", räumte er ein. Doch Söder meldete auch seinen Machtanspruch an: "Die CSU sei nicht nur stärkste Partei, "sie hat auch den klaren Regierungsauftrag erhalten".
(Gesamte Stellungnahme auf zdf.heute.de)

Die SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen: "Wir haben gespürt, dass viele Menschen eine unglaubliche Skepsis gegenüber der Sozialdemokratie haben".
(Gesamte Stellungnahme auf zdf.heute.de)

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze: "Danke für dieses historische Ergebnis"... "Dieses Landtagswahlergebnis hat Bayern jetzt schon verändert."
(Gesamte Stellungnahme auf zdf.heute.de)

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger: "... Aber es ist jetzt ein ordentliches Ergebnis für uns geworden". "Wir sind wohl dabei und es wird für eine bürgerliche Mehrheit reichen. Das war mein Ziel und damit Mission zunächst mal erfolgreich beendet."
(Gesamte Stellungnahme auf zdf.heute.de)

Spitzenkandidat der FDP Martin Hagen: "Wenn der Einzug gelingt, dann haben wir alles richtig gemacht."
(Gesamte Stellungnahme auf zdf.heute.de)

Für die AfD der Chef der Bundespartei, Jörg Meuthen: "Ich denke, dass wir mit diesem Ergebnis die deutlichsten Zuwächse aller Parteien gemacht haben".
(Gesamte Stellungnahme auf zdf.heute.de)

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl 2018

2018 (%) 2013 (%) Differenz Sitze 2018
CSU 37,2 47,7 -10,5 85
SPD 9,7 18,6 -10,9 22
Freie Wähler 11,6 9,0 +2,6 27
Grüne 17,5 8,6 +8,9 38
FDP 5,1 3,3 +1,8 11
AfD 10,2 -- +10,2 22
DIE LINKE
3,2 1,1 +1,2 --
Sonstige 5,4 8,5 -3,3 --

Mögliche Koalitionen:

Klar ging aus dem vorl. amt. Wahlergebnis hervor, das die CSU nicht mehr alleine regieren kann. Im Landtag sind 205 Sitze zu verteilen, die absolute Mehrheit liegt bei 103 Sitzen. Da die CSU mit der AfD ein Bündnis ausgeschlossen hat, wäre rein rechnerisch eine Koalition mit den Grünen möglich (Gemeinsam 123 Sitze). Jedoch zeichnet sich hier eine schwierige inhaltliche Kompromissfindung ab und gilt daher als unwahrscheinlich. Ein Bündnis mit den Freien Wählern wäre eher denkbar, zumal es große Übereinstimmung gibt und die Freien Wähler für eine Koalition zur Verfügung stehen. Gemeinsam erreichen die Parteien 112 Sitze.
Weitere mögliche Koalitionen: CSU/FW/FDP - 123 Sitze, CSU/SPD - 107 Sitze, CSU/SPD/FDP - 118 Sitze, CSU/Grüne/FDP - 134. Eine Koalition ohne die CSU aus SPD/Grüne/FDP und FW ist nicht möglich (98 Sitze)

Links:

Parteien:
Zur Landtagswahl am 14. September hat der Landeswahlleiter insgesamt 18 Parteien und Wählergruppen mit insgesamt 1.923 Bewerberinnen und Bewerbern zugelassen.

  Christlich Soziale Union in Bayern (CSU)
Bayern SPD (SPD) 
  Freie Wähler Bayern
Bündnis 90/Die Grünen in Bayern
Freie Demokratische Partei (FDP) Bayern
Alternative für Deutschland (AfD)
Die Linke Landesverband Bayern

Spitzenkandidaten

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Aktualisiert durch die LpB-Internetredaktion: November 2018.

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