Landtagswahl in Brandenburg

1. September 2019

Flagge: Wikimedia; gemeinfrei.

Am 1. September wählten die Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg einen neuen Landtag. Die Parteien der Regierungskoalition, die SPD wie die Linke, mussten in Brandenburg Federn lassen, die AFD legt stark zu und verdoppelt ihre Ergebnis von 2014. Auch die CDU verlor deutlich und kam auf 15,6 Prozent. die FDP verpasste abermals den Einzug in den Landtag.

Landtagswahlen im Herbst

Zeitgleich fanden am 1. September Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg statt, im Oktober wird in Thüringen gewählt. Die Wahlen in den neuen Bundesländern könnten ein weiterer Fingerzeig für die Bundestagswahl 2021 sein. Die Umfragewerte der Parteien unterscheiden sich zwar, die Tendenzen sind jedoch vergleichbar:

  • Die SPD in Brandenburg und die CDU in Sachsen mussten zwar Wählerstimmen einbüßen, blieben jedoch stärkste Kraft in den Ländern.
  • Die AfD hingegen etablierte sich in den Landtagen als eine starke Kraft mit über 20 Prozent der Stimmen und wird die politische Landschaft dadurch stark aufwirbeln.
  • Die Linke verliert sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen. Die FDP scheitert abermals an der 5-Prozent-Hürde.
  • Da mit der AFD keine der anderen im Landtag vertretenen Parteien zusammen arbeiten wird, werden Koalitionen aus drei Parteien oder Minderheitenregierungen bei der Regierungsbildung notwendig. 

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Traditionell ist die SPD im Landtag in Brandenburg seit 1990 die stärkste Kraft, wie diese Grafiken des Landtags zeigen. Bis zur Wahl regierte eine rot-rote Regierung, doch für diese Konstellation gibt es nun keine Mehrheit mehr. Die Umfragen prognostizierten im Vorfeld ein Ende der rot-roten Regierung und ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD und der AfD als stärkste Kraft. Neue Koalitionen scheinen jedoch denkbar: Der CDU-Spitzenkandidat schloss zum Beispiel eine Koalition mit der Linken nicht mehr aus, der AfD erteilte er als potentiellem Regierungspartner hingegen eine Absage.

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Ergebnisse

Ergebnis der Stimmenanteile:

2019
in %
2014
 in %
SPD26,231,9 -5,7
CDU15,623 -7,4
Linke10,718,6 -7,9
AFD23,512,2 +11,3
Grüne10,86,2 +4,6
BVB/FW52,7 +2,3
FDP4,11,5 +2,6
Sonstige4,14,3 +0,2

Ergebnis: Sitzverteilung im Landesparlament

Die Sitze im Landesparlament in Potsdam (2014 zum Vergleich in Klammern):

  • SPD: 25 (30)
  • CDU: 15 (21)
  • Linke: 10  (17)
  • AfD: 23  (11)
  • Grüne: 10 (6).
  • BVB/Freie Wähler: 5 (3)

Wahlbeteiligung

Zur Wahl aufgerufen waren rund 2,1 Millionen Brandenburger. 2014 durften erstmals Jugendliche ab 16 Jahren wählen. 2019 waren 120.000 Minderjährige wahlberechtigt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 61,3. 2014 gingen 47,9 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl. 2009 hatte die Beteiligung noch 67 Prozent betragen, damals wurde allerdings am selben Tag der Bundestag gewählt.

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Spitzenkandidierende

Weitere Informationen: merkur.de / welt.de

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Parteien

Wahl-O-Mat

Inwieweit die Positionen der Parteien mit den eigenen übereinstimmen, können die Wählerinnen und Wähler mit dem Wahl-O-Mat für die Landtagswahl in Brandenburg testen.

Weitere Informationen

Die Landtagswahl

Gewählt wurden die mindestens 88 und maximal 110 Abgeordneten des Brandenburgischen Landtages am 1. September 2019. Der 1. Brandenburgische Landtag wurde am 14. Oktober 1990 gewählt. Die Wahlperiode beträgt fünf Jahre. Stimmberechtigt bei den Wahlen zum Brandenburgischen Landtag sind alle Bürgerinnen und Bürger, welche die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, mindestens 16 Jahre sind, ihren Wohnsitz seit mindestens einem Monat im Land Brandenburg haben und ihr Wahlrecht nicht durch einen Richterspruch verloren haben. Zum ersten Mal konnten bei der Landtagswahl 2014 in Brandenburg auch 16-Jährige wählen gehen. Die Jugendlichen sind in Brandenburg jedoch eine relativ kleine Wählergruppe. 

Landtagswahl in Brandenburg am 14. September 2014

Die SPD hat die Landtagswahl in Brandenburg gewonnen. Die Sozialdemokraten kamen nach Auszählung aller Stimmen auf 31,9 Prozent, das sind 1,1 Prozent weniger als 2009. Die seit 1990 ununterbrochene regierende SPD kann sich ihren Koalitionspartner aussuchen. CDU und Linkspartei bieten sich an. Die Christdemokraten verzeichnen leichte Gewinne und kamen auf 23,0 Prozent. Die Linkspartei musste herbe Stimmenverluste einstecken. Für sie votierten 18,6 Prozent, vor fünf Jahren waren es noch 27,2 Prozent gewesen. Als Wahlsieger neben der SPD kann sich die europakritische AfD sehen. Sie schaffte es ais dem Stand mit 12,2 Prozent der Stimmen in den Landtag. Für eine Überraschung sorgten die Freien Wähler: Obwohl sie die Fünf-Prozent-Hürde nicht überspringen konnten, ziehen sie in den brandenburgischen Landtag ein mehr . Auch die Grünen sind erneut im Landtag vertreten. Sie kamen auf 6,2 Prozent der Stimmen. Die FDP fliegt mit 1,5 Prozent aus dem Landtag.


Vorläufiges amtliches Endergebnis 2014 (Vgl.2009):

SPD: 31,9 %
(-1,1%)
Die Linke: 18,6 %
(-8,6 %)
CDU: 23,0 %
(+3,2 %)
FDP: 1,5 %
(-5,7 %)
Grüne: 6,2 %
(+0,5 %)
NPD: 2,2 %
(-0,4 %)
BVB/FW:
2,7 (+1,0)
AfD: 12,2 %
(+12,2%)
Sonstige: 1,9 %
(-1,2%)

Die Mandate im Landesparlament in Potsdam würden sich damit künftig so verteilen: SPD 30, CDU 21, Linke 17, AfD 11 und Grüne 6. Drei Sitze gehen  an die BVB/Freie Wähler, die den Wahlkreis Teltow-Fläming III durch Flughafen-Rebell Christoph Schulze gewannen.

Zur Wahl aufgerufen waren mehr als 2,1 Millionen Brandenburger, darunter erstmals 38.300 Jugendliche ab 16 Jahren. Die Wahlbeteiligung lag bei nur noch 47,9 Prozent. 2009 hatte die Beteiligung noch 67 Prozent betragen, damals wurde allerdings am selben Tag der Bundestag gewählt.

Die Landtagswahl
Zur Wahl des brandenburgischen Landtags am 14. September 2014 traten insgesamt 11 Parteien und Wählervereinigungen sowie in einigen Wahlkreisen auch Direktbewerber von anderen Wahlvorschlägen an. Ein Kurzprofil zu jeder der 11 Parteien finden Sie hier

Gewählt wurden die mindestens 88 und maximal 110 Abgeordneten des Brandenburgischen Landtages am 14. September 2014. Der 1. Brandenburgische Landtag wurde am 14. Oktober 1990 gewählt. Die Wahlperiode beträgt fünf Jahre. Stimmberechtigt bei den Wahlen zum Brandenburgischen Landtag sind alle Bürgerinnen und Bürger, welche die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, mindestens 16 Jahre sind, ihren Wohnsitz seit mindestens einem Monat im Land Brandenburg haben und ihr Wahlrecht nicht durch einen Richterspruch verloren haben.

Zum ersten Mal konnten bei der Landtagswahl in Brandenburg auch 16-Jährige wählen gehen. Die 16-18-Jährigen machen rund zwei Prozent der Brandenburger aus. Die Jugendlichen sind in Brandenburg eine relativ kleine Wählergruppe. Unter den 2,1 Millionen Wahlberechtigten im Land gibt es laut Bevölkerungsstatistik nur rund 120.000 Erstwähler, davon sind rund 38.000 jünger als 18 Jahre.

SpitzenkandidatInnen:

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident
Michael Schierack (CDU), MdL
Christian Görke (Linke), MdL
Andreas Büttner, MdL und Gregor Beyer, MdL (FDP)
Ursula Nonnemacher und Axel Vogel (Grüne)

Fraktionen im Landtag:

SPD Brandenburg
Die Linke Brandenburg
CDU Brandenburg
FDP Brandenburg
Bündnis 90 Die Grünen Brandenburg

Links:

Landtag Brandenburg
Land Brandenburg
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
maz-online: Wie überzeugend sind die Parteien?
rbb-online.de: Landtagswahl Brandenburg

Wahl-O-Mat für Brandenburg:

Der Wahl-O-Mat bietet Ihnen anhand von einfachen Thesen einen Einblick in die wichtigen Fragen des Wahlkampfes in Brandenburg. Vergleichen Sie Ihre eigenen Ansichten mit den Positionen der Parteien und finden Sie heraus: Welche Partei vertritt Ihre Meinung am besten? Im Wahl-O-Mat der Landtagswahl in Brandenburg am 14. September 2014 sind alle vom Landeswahlleiter zugelassenen Parteien vertreten.

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 Zuletzt aktualisiert von der Internetredaktion der LpB BW am 2. September 2019.
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