Weltumwelttag am 5. Juni

Drei Beispiele, was Einzelne tun können

Jeder kann etwas für die Umwelt tun. Foto: Photo by Tobias Weinhold on Unsplash.
Jeder kann etwas für die Umwelt tun. Foto: Photo by Tobias Weinhold on Unsplash.

Der Weltumwelttag (World Environment Day) findet jährlich am 5. Juni statt. Die Vereinten Nationen haben ihn ins Leben gerufen, um das weltweite Bewusstsein und Handeln zum Schutz der Umwelt zu fördern. Seit dem Start im Jahr 1974 wird der Tag mittlerweile in über 100 Ländern begangen.

Der Weltumwelttag soll Mut machen und zeigen, dass jeder und jede etwas für die Erde tun kann. Dieses "Etwas" kann lokal, national oder global sein. Die jährlichen Veranstaltungen reichen von kleinen Taten einzelner bis zu großen Aktionen. Dass wirklich jeder und jede unserer Umwelt helfen kann, zeigen drei Teilnehmende des Freiwilligen Ökologischen Jahrs FÖJ.

Was ist Umwelt?

Alle Welt darf eine Umwelt haben, das Weltall geht leer aus.

- Manfred Hinrich (1926 - 2015), deutscher Philosoph


Definition

Umwelt ist im weitesten Sinne alles, was uns umgibt. Viele verbinden den Begriff „Umwelt“ mit der Natur, aber die Umwelt ist noch mehr als das. Die Umwelt ist der Lebensraum aller Lebewesen, dazu gehören zum Beispiel die Erde und die Luft, aber auch die Kultur, in der wir leben. 

Den Umgang mit der Umwelt regelt der Staat, zum Beispiel durch Naturschutzgebiete, das Abfallwirtschaftssystem oder Regeln zum Schutz der eigenen Lebensgrundlagen (weitere Informationen: Umweltministerum BW). Dadurch haben wir sauberes Wasser, werden vor zu viel Lärm geschützt und erhalten Bildung zum Thema Nachhaltigkeit. Damit uns die Umwelt noch lange erhalten bleibt, forscht die Wissenschaft zunehmend im Bereich  ökologische Technik und erneuerbare Energien. 


Umweltschutz kann jeder und jede

Wir als Bürgerinnen und Bürger überdenken inzwischen zunehmend unseren Lebensstil und unseren ökologischen Fußabdruck. Wir fragen uns zum Beispiel, wie viele Dinge wir wirklich brauchen, um ein gutes Leben führen zu können oder welche Ressourcen wir nutzen. Denn durch unser Verhalten können wir alle zum Schutz der Umwelt beitragen. 

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Weltumwelttag 2019: Luftverschmutzung

#BeatAirPollution

Luftverschmutzung. Foto: Photo by Diana Parkhouse on Unsplash.
Luftverschmutzung. Foto: Photo by Diana Parkhouse on Unsplash.

"Überall auf der Welt – von den Megastädten bis zu kleinen Dörfern – atmen die Menschen schmutzige Luft."

UN-Generalsekretär António Guterres, 2019


Der diesjährige Weltumwelttag 2019 widmet sich dem Thema Luftverschmutzung. #BeatAirPollution, wie der Hashtag zum Weltumwelttag lautet, zeigt bereits das Ziel: Die Luftverschmutzung soll weltweit besiegt werden.

UN-Generalsekretär António Guterres veröffentliche eine Erklärung zum Weltumwelttag, die klare Botschaften und Forderungen an die Regierungen enthält. So fordert er eine Besteuerung von Umweltverschmutzung, keinerlei Unterstützung für fossile Brennstoffe und keine neuen Kohlekraftwerke.

Wie kann die Luftverschmutzung reduziert werden? Was verursacht Luftverschmutzung? Hier fasst die UN Ursachen und Handlungsmöglichkeiten zusammen.


"Diese verschmutzte Luft fordert jedes Jahr etwa 7 Millionen Menschenleben, verursacht langfristige Gesundheitsprobleme wie Asthma und beeinträchtigt die kognitive Entwicklung von Kindern."

UN-Generalsekretär António Guterres, 2019


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So gelingt der Umweltschutz! Unsere FÖJler berichten

Viele junge Menschen kümmern sich in Baden-Württemberg um die Umwelt, zum Beispiel während eines FÖJ, eines Freiwilligen Ökologischen Jahrs. Drei unserer FÖJler*innen, Lena Bucher, Hannes Hofstetter und Judith Kußmann, verändern gerade die Welt vor unserer Haustür.

Judith Kußmann macht ihr FÖJ beim Landschaftspflegetrupp des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Lena Bucher unterstützt die Bioland Gemüsegärtnerei Eulenhof und Hannes Hofstetter engagiert sich während seines FÖJ bei der Stadt Freiburg beim Projekt "Bachpaten".

Sie möchten mit diesem Beitrag zum Weltumwelttag nicht auf die vielen kleinen und großen Probleme und Herausforderungen hinweisen oder Umwelttipps geben, denn das machen schon genug Menschen. Sie möchten positive Geschichten des Gelingens darstellen. Denn Umweltschutz kann jeder und jede!

Lena Bucher

Der Erfolg, etwas zu pflanzen, ist fantastisch. Ich sehe die Entwicklung des Lebens, wie es wächst und gedeiht, und ernte letztlich ein Lebensmittel, das Menschen ernährt."


Hannes Hofstetter

"Im FÖJ retten wir jedes Jahr zahlreiche Amphibien vor dem Tod durch den Straßenverkehr. "Dass wir mit unseren Rettungen erfolgreich sind, zeigen uns dann Funde wie dieser, Funde kleinster Amphibien, die das Jahr gut überstanden haben.Allein dieser Anblick sollte Ansporn genug sein, um sich für unsere Tier- und Pflanzenwelt einzusetzen!"

"Wir hängen im FÖJ Vogelnistkästen auf: ein guter Start, um einen Beitrag für unsere Umwelt zu leisten. Im Herbst kontrollieren wir dann zusammen mit Kindergarten- und Schulklassen, ob der Nistkasten angenommen wurde. Dabei lernen die Kinder und Jugendlichen bereits früh, sich mit der Natur auseinanderzusetzen."


Judith Kußmann

"Ich setzte im FÖJ Artenschutz-Maßnahmen für verschiedene Tier- und Pflanzenarten um. Zum Beispiel pflanzen wir Arnika im Murgtal aus. Arnica montana ist dort zwar heimisch, allerdings gibt es nur noch wenige Exemplare. Diese sind außerdem auf frisches Genmaterial angewiesen. Deshalb hat der Pflegetrupp ca. 160 Pflanzen ausgepflanzt, damit der Arnikabestand weiterbesteht."

"Die Beschilderung der Naturschutzgebiete ist ein wichtiger Aufgabenbereich meines FÖJ. Durch die Schilder werden Besucher*innen auf die besondere Bedeutung eines Gebietes aufmerksam gemacht. Im Naturschutzgebiet gelten besondere Verhaltensregeln. Leider werden die Schilder immer wieder zum Ziel von Vandalismus, deswegen kontrollieren und erneuern wir sie regelmäßig."

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Umweltdossiers der LpB

Zum Dossier Wasser. (Foto: Photo by Jong Marshes on Unsplash.com)

Wasser

Eine knappe Ressource

Wasser ist für viele Menschen ein selbstverständliches Gut. Gerade weil Wasser allgegenwärtig erscheint, wird es in seiner Bedeutung unterschätzt. Wasser ist die Grundlage des Lebens, ein Lebensraum, eine Energiequelle und ein Wirtschaftsfaktor. Wir nutzen Wasser nicht nur für unsere Ernährung, sondern auch für unsere Hygiene. Das Grundwasser ist unser Trinkwasserspender. Der Druck auf die knappe Ressource nimmt zu. Der lebenswichtige Rohstoff hat eine enorme ökonomische Bedeutung und birgt erhebliches politisches Konfliktpotential.
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Landschaft in Arizona.

Klimawandel

Hilft das Pariser Abkommen?

196 Staaten haben sich am 12. Dezember 2015 in Paris auf einen neuen Vertrag geeinigt, der den Klimawandel aufhalten soll. Laut Vertrag soll die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden. Was ist der Klimawandel? Warum leiden besonders Frauen darunter? Auch Baden-Württemberg ist vom Klimawandel betroffen. Das Dossier klärt Grundsatzfragen rund ums Klima und widmet sich aktuellen Diskussionen wie der "Fridays for Future"-Bewegung.

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Letzte Aktualisierung durch die LpB BW Internetredaktion: Juni 2019.