NS-"Euthanasie"-Verbrechen in Grafeneck

Beginn der systematisch-industriellen Ermordung von Menschen im NS-Staat

Euthanasie-Verbrechen in Grafeneck

Am 18. Januar 1940 begann auf dem Gelände des Schlosses Grafeneck auf der Schwäbischen Alb der NS-"Euthanasie“- Kranken- und Behindertenmord. 10.654 Menschen, stigmatisiert von den Nationalsozialisten als „lebensunwertes Leben“, wurden mit Kohlenmonoxid-Gas ermordet. Mit dem Massenmord an Patienten und Bewohnern von Heil- und Pflegeanstalten begann ein Weg, der zum Mord an den europäischen Juden führte und in den Vernichtungslagern des Ostens endete, für die Auschwitz-Birkenau als Symbol steht.


Der Élysée-Vertrag

"Erbfeinde" werden zu Freunden

Élysée-Vertrag

Vor 53 Jahren sind Deutschland und Frankreich eine besondere Verbindung eingegangen. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast den "Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit" – kurz Élysée-Vertrag. Dieser Vertrag sollte die Aussöhnung zwischen den Völkern Deutschlands und Frankreichs besiegeln und legte den Grundstein für die Freundschaft zwischen den beiden Ländern und den dauerhaften Frieden in Europa.


Denktag 27. Januar

Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Auschwitz

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und das Kainsmal der deutschen Geschichte. Am 27. Januar 2016 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 71. Mal. Der 27. Januar ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft. Er ist auch Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.


8. März 2016 - Internationaler Frauentag

Frauenrechte im Mittelpunkt

Internationaler Frauentag

Am 19. März 1911 fanden sich hunderttausende Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz erstmals zum Internationalen Frauentag zusammen. Im Mittelpunkt des Tages stand die Forderung nach Frauenrechten, vor allem nach dem Frauenwahlrecht, aber auch nach besseren Arbeitsbedingungen für erwerbstätige Frauen. Der Internationale Frauentag – auch Weltfrauentag genannt – wird inzwischen stets am 8. März gefeiert und ist für Frauen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. Die Vereinten Nationen haben die Tradition des Internationalen Frauentags übernommen. Für jeden Weltfrauentag legen sie ein Schwerpunktthema fest. 2016 steht unter dem Motto "Heute für morgen Zeichen setzen!".


Gründung Baden-Württembergs am 25. April 1952

Ein "Glücksfall der Geschichte"

Entstehung des Landes Baden-Württemberg

Die Gründung Baden-Württembergs am 25. April 1952 hat sich als "Glücksfall der Geschichte" (Theodor Heuss) erwiesen. Bis zum heutigen Tag ist Baden-Württemberg das einzige Beispiel, bei dem die Bevölkerung erfolgreich über die Neugliederung eines Bundeslandes abgestimmt hat. Das Land hat sich einen geachteten Platz in der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Landschaft Deutschlands erobert. Der Trennungsstrich zwischen den beiden Landesteilen im Namen Baden-Württemberg ist zum echten Bindestrich geworden, ohne dass die regionale Vielfalt des Landes eingeebnet worden wäre.


Der Super-GAU von Tschernobyl - 26. April 1986

Kernschmelze des Vertrauens

Tschernobyl

Tschernobyl steht für den bisher größten Unfall in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie: Vor 30 Jahren trat in dem ukrainischen Atomkraftwerk der GAU ein. In Block 4 des Kraftwerks kam es zu einer vollständigen Kernschmelze. Durch die daraus folgenden Explosionen wurde radioaktives Material in die Luft gestoßen, welches die gesamte Umgebung kontaminierte und sich über das ahnungslose Europa verteilte. Das Gebiet um den Reaktor ist bis heute unbewohnbar. Die Spätfolgen sind noch immer nicht absehbar.


Der 8. Mai 1945 - Kriegsende

71. Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland

Kriegsende in Stuttgart, Foto: LMZ-BW

Deutschland 1945 – Das "tausendjährige" Nazi-Reich versank in einem Meer aus Blut und Tränen. Als am 8. Mai die Waffen endlich schwiegen, waren mehr als 60 Millionen Menschen tot. Gefallen an der Front, ermordet in Konzentrationslagern, verbrannt in Bombennächten, gestorben an Hunger, Kälte und Gewalt auf der großen Flucht. Als die Welt erfuhr, was in deutschem Namen nicht nur in den Lagern des Regimes geschehen war, kehrte sich der Zorn der Völker gegen Hitlers ganzes Volk.


17. Juni 1953

Der Volksaufstand in der DDR

17. Juni 1953

Niemand konnte damals ahnen, welchen hohen Stellenwert der 17. Juni 1953 in der deutschen Nachkriegsgeschichte einmal gewinnen sollte: Aus einem Arbeiterkonflikt entwickelte sich in wenigen Stunden ein politischer Aufstand, aus einem Arbeiterprotest wurde ein Volksaufstand – ein Aufstand für Einheit, Recht und Freiheit. Wir müssen den 17. Juni als herausragendes Ereignis unserer demokratischen Entwicklung in Deutschland seit 1848 begreifen. Mit Hilfe von Panzern und der Volkspolizei schlug das sowjetische Militär die Erhebung blutig nieder. Tausende büßten ihren Mut hinter Gittern, mindestens fünfzig mit ihrem Leben.


Stauffenberg

20. Juli 1944 - Symbol des Deutschen Widerstandes

Stauffenberg

Der 20. Juli 1944 ist zum Inbegriff und Symbol des deutschen Widerstandes gegen die Diktatur des Nationalsozialismus geworden. Mehr als 70 Jahre nach dem 20. Juli 1944 müssen das Attentat auf Hitler und der versuchte Staatsstreich gegen das NS-Regime nicht mehr gerechtfertigt werden. Heute stellt sich die Aufgabe einer angemessenen Würdigung der Menschen, die den „Aufstand des Gewissens“ wagten. Was bedeutet ihre Tat für uns heute?


Der Erste Weltkrieg

Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Erster Weltkrieg

Am 1. August 1914 erklärte das Deutsche Reich dem russischen Zarenreich den Krieg. Mit dem Einmarsch deutscher Truppen am 2. August in Luxemburg und am 3. August in Belgien begann für die Deutschen der Erste Weltkrieg. Er war die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, eines Jahrhunderts von Krieg, Gewalt und Vertreibungen. Er war eine weltweite Katastrophe, die etwa 17 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, große Teile Europas zerstörte und ungelöste Probleme hinterließ, die weitere gewaltsame Konflikte nach sich zogen, nicht zuletzt den Zweiten Weltkrieg mit seinen monströsen Gewalttaten. 


Bau der Berliner Mauer - 13. August 1961

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten".

Bau der Berliner Mauer

"Ich verstehe Ihre Frage so: Dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer auf zu richten, ja? Eh, mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." So der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 auf einer Pressekonferenz in Berlin. Am 13. August begannen die Arbeiten am Mauerbau.


Der 1. September 1939

Beginn des Zweiten Weltkriegs

Polen, Parade vor Adolf Hitler. Bundesarchiv. Bild. CC-BY-SA-3.0-de 183-S55480. CC-BY-SA-3.0-de

Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen der Zweite Weltkrieg. Knapp 60 Millionen Menschen verloren während des sechs Jahre dauernden Krieges ihr Leben. Der deutsche "Blitzkrieg" zwang Polen innerhalb von vier Wochen in die Knie und war der Beginn eines weitaus größeren Krieges, der bald weite Teile der Welt ergriff. Das deutsch-polnische Verhältnis war auf Grund dieser Ereignisse noch viele Jahrzehnte belastet. In Deutschland wird dieser Tag alljährlich als „Antikriegstag“ begangen.


70 Jahre Stuttgarter "Rede der Hoffnung"

James F. Byrnes: Speech of Hope

James F. Byrnes

Am 6. September 1946 hielt der damalige amerikanische Außenminister James F. Byrnes in Stuttgart eine Aufsehen erregende Rede, die das Verhältnis zwischen Deutschen und Amerikanern entscheidend beeinflussen sollte. Mit dieser bis heute unvergessenen "Speech of Hope" wurden die Aussöhnung und die enge Freundschaft zwischen beiden Völkern eingeleitet. Diese Seite dient der historischen Hintergrundinformation.


Charles de Gaulle: "Rede an die deutsche Jugend"

De Gaulles Ludwigsburger Rede vom 9. September 1962

Charles de Gaulles Rede

Das Portal informiert über die Rede des französischen Staatspräsidenten de Gaulle im Ludwigsburger Schlosshof vor 54 Jahren. Die Rede kann hier im Wortlaut nachgelesen, gehört oder als Video angesehen werden. Darüber hinaus gibt es weiterführende Informationen zur Person de Gaulle und die geschichtlichen wie politischen Hintergründe zum Auftritt in Ludwigsburg. Hinweise auf Materialien, Links und Verwendungsmöglichkeiten im schulischen wie außerschulischen Unterricht und ein "WebQuest" runden das Angebot ab.


Tag der Deutschen Einheit - 3. Oktober 2016

25 Jahre Wiedervereinigung

Tag der Deutschen Einheit

Der 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit und der Nationalfeiertag der Bundesrepublik. Im Jahr 1990 trat die DDR an diesem Tag der Bundesrepublik bei – 25 Jahre ist das inzwischen her. Im LpB-Jubiläumsdossier erfährt man, warum gerade der 3. Oktober zum Nationalfeiertag erklärt wurde, warum die Wiedervereinigung jedes Jahr in einer anderen Stadt gefeiert wird und welche politischen Unterschiede es zwischen Ost- und Westdeutschen bis heute gibt. Außerdem gibt es Tipps, wie man die Themen DDR und Wiedervereinigung im Unterricht behandeln kann.


Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939

"Ich habe den Krieg verhindern wollen"

Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939

Lange Zeit ist es auch nach 1945 schwierig gewesen, an Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräukeller zu erinnern. Im Nachkriegsdeutschland wurde der Handwerker aus Königsbronn zunächst nicht als Widerstandskämpfer wahrgenommen. Lügen und Legenden verstellten den Blick auf jenen Mann, der früher als andere erkannt hatte, dass Hitlers Politik auf ein Ziel, auf Krieg hinauslief. Um dies zu verhindern, entschloss sich Elser zur Tat.


"Schicksalstag" 9. November

Auf den 9. November fallen eine Reihe von Ereignissen, die insbesondere für Deutschland als politische Wendepunkte gelten.

9. November

Wohl kein anderes Datum in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts hat derart die Emotionen geschürt und kontroverse Diskussionen hervorgerufen wie der 9. November. Der Fall der Berliner Mauer, die Reichspogromnacht, der Hitlerputsch und die Novemberrevolution: Der Schicksalstag 9. November symbolisiert die Hoffnungen der Deutschen, aber auch den Weg in die Verbrechen des Dritten Reiches.
Die Kultusministerkonferenz hat dazu aufgerufen, in jedem Jahr am 9. November einen Projekttag in Schulen durchzuführen.


Fall der Berliner Mauer - 9. November 1989

Friedliche Revolution in der DDR

Mauerfall 1989

Die Berliner Mauer rund um Westberlin bildete die Grenze zwischen Ost und West. Bewachung durch Grenzsoldaten, Stacheldraht, Minen und Selbstschussanlagen machten diese Grenzbefestigung nahezu unüberwindlich. Sie war das abschreckendste Symbol des Ost-West-Konfliktes. Mehr als ein Vierteljahrhundert Symbol der Teilung Deutschlands fiel die Mauer am 9. November 1989. Dieser 9. November ist fest mit der Deutschen Einheit verknüpft. Er erinnert uns auch an erfolgreichen Widerstand und Bürgermut.


Reichspogromnacht

Tag der Mahnung und der Erinnerung

Reichspogromnacht

Am 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen. Sie brannten in Deutschland. Sie brannten in Österreich. Sie brannten in der Tschechoslowakei. Der 9. November ist der Tag, an dem organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand setzten. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Spätestens an diesem Tag konnte jeder in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit.


12. November 1918 - Geburtsstunde des Frauenwahlrechts

Ein Meilenstein auf dem Weg zur Chancengleichheit von Männern und Frauen

Plakat fürs Frauenwahlrecht

Die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland am 12. November 1918 ist der Aufruf an das Deutsche Volk vom Rat der Volksbeauftragten. Hier heißt es: "Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen". Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Damit konnten Frauen am 19. Januar 1919 zum ersten Mal in Deutschland reichsweit wählen und gewählt werden. 300 Frauen kandidieren. 37 Frauen werden schließlich gewählt.


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