Klima

Landschaft in Arizona. Foto: Bianca Braun.
Landschaft in Arizona. Foto: Bianca Braun.

"Klima ist der mittlere Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum."

Umweltbundesamt

Der Klimawandel und seine Folgen

Ohne deutliche Verminderungen der Treibhausgas-Emissionen könnte die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um mehr als fünf Grad Celsius ansteigen, mit unabsehbaren Folgen für das Leben auf unserem Planeten. Selbst wenn ab sofort weltweit beispielsweise durch Gesetze zu Emissions-Obergrenzen gezielt gegengesteuert würde, müsse noch immer mit einem Anstieg der Temperaturen bis 2100 um 1,6 bis 2,7 Grad gerechnet werden. Die ersten 15 Jahre dieses Jahrtausends waren mit einer Ausnahme die 15 wärmsten seit Aufzeichnung der Daten.
(Quelle: National Climate Assessment and Development Advisory Committee, USA)

In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts haben Naturkatastrophen auf der Nordhalbkugel um 2 bis 4 Prozent zugenommen. Seit Ende der 60er Jahre nimmt die Schneedecke auf unserem Planeten ab, ebenso die sommerliche Eisdicke in der Arktis. Der Meeresspiegel steigt und die wichtigsten Treibhausgase Kohlendioxid (CO2) und Methan haben in den vergangenen Jahren Rekordwerte erreicht. Das geht aus Daten der World Meteorological Organization (WMO) hervor.

Das Szenario eines Klimawandels ist ebenso bedrohlich wie real. Die Vereinten Nationen haben die Menschheit deshalb zum sofortigen Umsteuern aufgerufen.

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Was tun die Staaten für das Klima?

Die Interessen der Staaten in Sachen Klima sind unterschiedlich: beispielsweise gibt es kleine Insel-Staaten wie die Marshall-Inseln. Sie sind von Überschwemmungen und Landverlust bedroht, wenn der Klimawandel weiter fortschreitet - deshalb sind sie an schnellen Maßnahmen interessiert. Eine andere Gruppe sind schnell wachsende Schwellenländer wie China und Indien. Sie sind inzwischen für einen großen Teil der Treibhausgase verantwortlich. Doch diese Länder haben Angst, dass sie ihren Wirtschaftswachstum gefährden könnten, wenn sie strengen Auflagen zustimmen.

Industrieländer wie Deutschland, viele andere EU-Mitgliedsstaaten oder die USA waren Jahrzehnte lang für den größten Teil der Treibhausgase verantwortlich. Deshalb sehen viele Entwicklungsländer eine besondere Verantwortung der Industrieländer, für die Folgen des Klimawandels aufzukommen. Doch das würde die Industrieländer viel Geld kosten.

Beim Pariser Klimaschutzabkommen, das am 4. November 2016 in Kraft getreten ist, sind nun alle UN-Mitgliedsstaaten dabei. Der Vertrag soll 2021 an die Stelle des Kyoto-Protokolls treten. Er soll dafür sorgen, dass die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit beschränkt wird; die Staaten wollen sogar versuchen, die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

Die USA unter Präsident Donald Trump haben den Rückzug aus dem Vertrag angekündigt. Sie erkennen das Zwei-Grad-Ziel nicht an. Die Umsetzung des Pariser Abkommens stellt eine weitere Herausforderung dar. Es dürfte schwierig werden, die Ziele der einzelnen Staaten zu messen und zu kontrollieren und dabei allgemeingültige Standards einzuhalten.

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Woher weiß man, dass sich das Klima aufheizt?

Viele unabhängige Messungen zeigen, dass die Erde immer wärmer wird. So zeigen Messreihen, dass die Temperatur der Luft und der Meere immer höher wird, während die Gletscher immer weiter abschmelzen. Das Meereis rund um den Nordpol schmilzt sogar viel schneller, als Forscher es vorhergesagt hatten. 97 Prozent der Klimaforscher sind sich inzwischen einig, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist.

Detaillierte Informationen über die Belege für den Klimawandel findet man auf der Seite www.klimafakten.de. 

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Welche Länder stoßen am meisten Kohlendioxid aus?

Menschliche Aktivitäten haben seit Beginn der Industrialisierung in starkem Maße zu einem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre geführt. Wichtigste Ursache ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie Öl, Kohle und Gas, bei der Kohlendioxid freigesetzt wird. Zum Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentrationen trägt zudem die fortschreitende Entwaldung des Planeten bei, da die Pflanzen und Bäume das Treibhausgas in erheblichem Maße aufnehmen können.

Im Jahr 1990 waren noch vor allem die "alten" Industrieländer Europa und USA für einen Großteil der klimaschädlichen Treibhausgase verantwortlich. Das hat sich geändert: heute stoßen die chinesischen Kohlekraftwerke, Fabriken und Fahrzeuge mit Abstand am meisten Kohlendioxid aus. Auf China folgen die USA und Indien. Russland steht an vierter Stelle. Vergleicht man aber den CO2-Ausstoß pro Kopf, relativiert sich die Lage. Bei den Emissionen pro Kopf stehen die USA mit 17 Tonnen CO2-Ausstoß an erster Stelle. Zum Vergleich: In China beträgt der CO2-Ausstoß pro Kopf lediglich 7,2 Tonnen pro Jahr, in Indien 1,5 Tonnen (2015).

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Infografik: USA haben den höchsten CO2-Ausstoß pro Kopf | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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Welche Folgen hat der Klimawandel für Deutschland?

Viele Entwicklungsländer sind vom Klimawandel besonders stark betroffen. Doch auch an Deutschland geht die Entwicklung nicht unbemerkt vorbei. Seit 1881 steigt die Durchschnittstemperatur in Deutschland.

Insgesamt werden in Deutschland die Winter aufgrund des Klimawandels milder und feuchter, während die Sommer heißer und trockener werden. Die Schneebedeckung der Nordhalbkugel nimmt seit 1979 kontinuierlich ab. Das wirkt sich auch auf die Schneedecke in den Bergen wie beispielsweise in den Alpen aus.

Der Klimawandel führt außerdem dazu, dass die Wahrscheinlichkeit von Starkregen zunimmt, was in den vergangenen Jahren mehrere Male zu "Jahrhundert-Hochwassern" in Deutschland geführt hat (Oder-Hochwasser 1997, Elbe-Hochwasser 2002, Elbe-/Donau-Hochwasser 2013).

Der Klimawandel könnte außerdem dazu führen, dass der in Deutschland häufigste Baum, die Fichte, nicht mehr angebaut werden kann. Die Fichte leidet besonders unter heißen und trockenen Sommern wie im Jahr 2003.

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23. UN-Weltklimagipfel in Bonn

 
 
 
 
 
 

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Klimarahmen-Konvention UN