50 Jahre Beutelsbacher Konsens

Eine Vorgeschichte zum Beutelsbacher Konsens

Überparteilichkeit und Kontroversität in der politischen Bildungspraxis der Fünfzigerjahre

Welche methodischen Grundsätze prägten die politische Bildung bereits vor dem Beutelsbacher Konsens? Die Seite zeichnet die fachlichen und bildungspolitischen Debatten der 1950er- bis 1970er-Jahre nach und rückt deren praktische Vorläufer in den Mittelpunkt. Am Beispiel der drei zentralen Formate des Vereins „Bürger im Staat“ (BiS), der bis 1972 die Aufgaben einer Landeszentrale für politische Bildung wahrnahm, wird gezeigt, wie sich zentrale Prinzipien politischer Bildung bereits vor ihrer Formulierung im Beutelsbacher Konsens entwickelten.

Die Autorin: Jolin Diekmann war von 2018 bis 2021 Mitglied eines Forschungsprojektes zur Geschichte der politischen Bildung nach 1945 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wurde mit einer Arbeit zur Vorgeschichte der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg promoviert. Zudem ist sie selbst in der historisch-politischen Bildung tätig und arbeitet seit 2020 als pädagogische Mitarbeiterin im ZeitZentrum Zivilcourage der Landeshauptstadt Hannover.

Methodische Vorläufer des Beutelsbacher Konsenses

Verzicht auf Überwältigung, Herstellung von Kontroversität und Befähigung zur demokratischen Teilhabe – diese drei Grundsätze werden in der politischen Bildung gemeinhin mit dem Jahr 1976 verbunden. In diesem Jahr veranstaltete die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg die Tagung „Das Konsensproblem in der politischen Bildung“ in Weinstadt Beutelsbach, zu der Hans-Georg Wehling eine „Nachlese“ für den im darauffolgenden Jahr erscheinenden Tagungsband verfassen sollte. Sein Deutungsangebot, welches er selbst als seine subjektive Perspektive beschrieb, entwickelte sich später zur Erfolgsgeschichte. Die viel zitierten drei methodischen Prinzipien, die Wehling als Konsens festhielt, waren zu diesem Zeitpunkt allerdings keinesfalls neu in der (außerschulischen) politischen Bildung.

Der Blick in die Bildungspraxis der 1950er-Jahre zeigt vielmehr, dass vieles, was heute im Kern immer noch die politische Bildung ausmacht, sich bereits in diesem Jahrzehnt herausbildete. Dazu gehören insbesondere die Grundsätze der Überparteilichkeit und Kontroversität, die später im sogenannten Beutelsbacher Konsens große Wirkmacht entfalten konnten. Eine Vorgeschichte zum Beutelsbacher Konsens meint hier also nicht den Entstehungskontext der Tagung oder des Tagungskommentars, sondern vielmehr die Vorläufer der methodischen Grundsätze in der politischen Bildungspraxis in den Mittelpunkt zu stellen.

Analysiert werden dafür die drei wichtigsten Formate des Vereins „Bürger im Staat“ (kurz: BiS), der bis 1972 die Aufgaben einer Landeszentrale für politische Bildung übernahm, zu Beginn der 1950er-Jahre: 

  • die Zeitschrift als Ausgangspunkt der gesamten Bildungspraxis,
  • die Seminare, die zunächst noch einer stets wiederkehrenden Struktur folgten,
  • sowie die sogenannten Jungbürgerfeiern, die heute weithin vergessen sind. 

Die Analyse der Bildungspraxis hält dabei methodische Schwierigkeiten bereit: Die Vermittlungsarbeit beispielsweise in den Seminaren übernahmen eine Vielzahl verschiedener Personen; wie sie diese konkret gestalteten, dazu gibt es in der Regel keine Quellen. Deshalb kann die Analyse nur entlang des überlieferten Materials erfolgen und schaut darauf, was Akteur:innen im Verein selbst betont, thematisiert und reflektiert haben. So ist es dennoch möglich, sich der Bildungspraxis zumindest zu nähern und Konjunkturen, Schwerpunktsetzungen oder auch Veränderungen auszumachen.

Die Gründung eines Vereins für politische Bildung in Württemberg-Baden, einem der drei Vorgängerländer des heutigen Baden-Württemberg, im Dezember 1950 war staatlich initiiert und legitimiert. Der Staat selbst sollte durch die Vereinskonstruktion jedoch möglichst wenig in Erscheinung treten. Die Akteur:innen wollten jedweden Eindruck abwehren, es könne „Propaganda“ im Sinne der Regierung betrieben werden. Vielmehr suggerierten sie eine Verwurzelung in der Zivilgesellschaft. Keineswegs soll allen Akteur:innen damit ein gewisser Idealismus abgesprochen werden, in den Argumentationen ist jedoch insbesondere ein Punkt zu finden, der die Vereinsform ausmachte: ihre Symbolkraft und damit eine nach außen demonstrierte Distanz zu Regierung, Parlament und Parteien. Die grundlegende Frage der Überparteilichkeit politischer Bildung wurde zunächst also in Bezug auf die institutionelle Rahmung ausgehandelt. Der Blick darauf, inwieweit das Personal überparteilich sei, kam später hinzu. Dass man keine staatliche Landeszentrale sein wollte, spiegelt sich auch in dem ungewöhnlichen Namen der Arbeitsgemeinschaft „Der Bürger im Staat“ wider. In der Bildungspraxis hingegen sollte die proklamierte Staatsferne keine Rolle spielen.

Gebot der Objektivität: die Zeitschrift „Der Bürger im Staat“

Die Zeitschrift, die den gleichen Namen wie der Verein selbst trug, stellte den Ausgangspunkt der Arbeit dar und stand zunächst klar im Mittelpunkt: Etwa zwei Drittel der Gesamtausgaben aus dem ersten Wirtschaftsjahr in Höhe von knapp 300.000 DM wurden allein dafür aufgewendet. Die Akteur:innen setzten somit auf ein klassisches publizistisches Mittel, um „den Bürgersinn zu entwickeln und zu stärken“.1 Die Auflage war beachtlich: Sie betrug im ersten Jahr durchschnittlich rund 97.000 Stück pro Monat und stieg bis 1954 auf knapp 133.000 an. Zum Vergleich: Die in Stuttgart gegründete Wochenzeitung „Christ und Welt“ verzeichnete 1952 eine Auflage von 48.000 und erreichte im Laufe des Jahrzehnts die Marke von 100.000 Exemplaren.2

Im Oktober 1950, also zwei Monate vor der offiziellen Vereinsgründung, stellte man mit Fritz Hans Betz einen Schriftleiter ein. Betz war maßgeblich am Aufbau des Vereins beteiligt und wurde zum Geschäftsführer. Er wirkte in dieser Position bis 1966, immerhin unter drei verschiedenen Vereinsvorsitzenden. Schon im Sommer 1950 äußerte Betz aber konkrete Vorschläge zur Ausrichtung und Gestaltung einer Zeitschrift für die politische Bildung: Die Monatsschrift müsse für den „Mann von der Straße“ geschrieben werden, wozu auch zahlreiche Grafiken verwendet werden sollten. Weiter führte Betz mit Blick auf die Vergangenheit aus: „Bei der Gestaltung der Zeitschrift wird man davon ausgehen müssen, dass die Menschen heute nicht mit Ideologie gefüttert werden wollen, wohl aber für Tatsachen (figures and facts) aufgeschlossen sind.“ Thematisch sprach Betz von Berichten aus dem Landtag und dem Bundestag, zu Europa oder zur Südweststaatsdebatte.3

Von Anfang an betonte Betz zudem die parteipolitische Neutralität der Zeitschrift, die gewahrt werden müsse. Eine Haltung, die sich dann auch in den Darstellungen des Vereins finden sollte: „Ihre ‚Tendenz‘ ist daher streng überparteilich“. Erläuternd hieß es allerdings auch: „Da Fragen der praktischen Politik jedoch ihrer Natur nach meist strittig sind, ist es Aufgabe der Monatsschrift, derartige Probleme von den verschiedenen wesentlichen Gesichtspunkten aus zu beleuchten.“4 

Ganz ähnlich äußerte sich Theodor Bäuerle, der erste Vereinsvorsitzende von BiS. Bäuerle kam aus der Weimarer Erwachsenenbildung und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Ministerialdirektor im Kultministerium von Württemberg-Baden. 1947 übernahm er selbst den Posten des Kultministers und war in dieser Funktion bereits im Aufbaustab von BiS aktiv. 1951 hielt Bäuerle fest: „Erstes Gebot ist die Objektivität. Diese wurde uns nun bisher bei aller Kritik noch nicht abgesprochen.“ Daraus resultiere unmittelbar das „Gebot, solche Fragen, die im Rahmen unserer Verfassung strittig sind, auch als solche deutlich hervortreten zu lassen“.5 Der explizite Verweis auf die Begrenzung der Kontroversität durch die Grundsätze der Verfassung wurde zunehmend betont. Hintergrund waren insbesondere zwei Parteienverbotsverfahren in dieser Zeit: 1952 erklärte das Bundesverfassungsgericht zunächst die Sozialistische Reichspartei (SRP), 1956 dann die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) für verfassungswidrig.

Welche Zielgruppe die Zeitschrift ansprechen wollte, stand immer wieder zur Diskussion. Es sei nicht zielführend, wie ursprünglich intendiert, die „breite Masse“ zu adressieren, um ihre „Trägheit“ zu überwinden. Vielmehr gelte es die sogenannte „Vermittlerschicht“ anzusprechen, bei der ein gewisses Interesse vorausgesetzt werden könne.6 Zunächst richtete sich die Zeitschrift somit im weitesten Sinne an Multiplikator:innen.

Den inhaltlichen Schwerpunkt bildeten landespolitische Themen. Zeitweise hatte es gar die Idee gegeben, die Zeitschrift unter dem Titel „Unser Land“ zu veröffentlichen. Die Seiten zum neuen Südweststaat wurden stets in einem herausnehmbaren Mittelteil gedruckt, sodass sich die Leser:innen selbst eine Art Landeskunde zusammenstellen konnten.

Mit dem zweiten Erscheinungsjahr hatte die Zeitschriftenredaktion eine feststehende Struktur herausgebildet: Die erste Seite jeder Ausgabe wurde zumeist durch den Geschäftsführer mit sogenannten „staatsbürgerlichen Ausführungen“ gefüllt. Ein bis zwei Seiten waren internationalen Themen vorbehalten. Eine dauerhafte Rubrik stand außerdem unter dem Titel „Der Rechtsberater“ und griff Fälle von Grundrechtsverletzungen auf. Allgemeine Fragen der Staatsbürgerkunde wurden im „Quiz – einmal anders“ verhandelt, das den inhaltlichen Abschluss einer jeden Ausgabe bildete. Ab dem zweiten Zeitschriftenjahrgang wurden darin gar die Inhalte der jeweiligen Ausgabe abgefragt. Außerdem wurden immer wieder Seminare oder Veranstaltungen rund um das Vereinsgeschehen beworben und darüber berichtet. Ab 1953 gab es außerdem eine „Tribüne für Jedermann“. Auf zwei Seiten druckte die Redaktion dort Zuschriften und Diskussionsartikel ab. Damit reagierte man auf die Kritik, die Bürger:innen selbst seien in der Zeitschrift bislang nicht zu Wort gekommen.

Als der Stuttgarter Verein seine Zusammenarbeit mit dem „Heimatdienst Südwürttemberg-Hohenzollern“ intensivierte, der aus dem Tübinger „Büro für Heimatdienst“ hervorgegangen war, setze man sich in einem gemeinsamen Ausschuss unter anderem mit der Zeitschrift auseinander. Zuvor hatte insbesondere Theodor Eschenburg, der dem Heimatdienst in Tübingen vorstand, massive Kritik geäußert. Das Verhältnis von Eschenburg und Bäuerle war ohnehin überaus angespannt. So hatte Eschenburg sich etwa explizit gegen die Ernennung Bäuerles zum Kultminister sowie zum Vorsitzenden von BiS ausgesprochen.

Auf Eschenburgs Anregung ging es zurück, dass „[a]ktuelle Anlässe in verstärktem Masse zur Elementarexemplifizierung“ abzubilden seien.7 Fortan war die Rubrik „Zeitfragen – Zur eigenen Urteilsbildung“ in der Zeitschrift zu finden. Dort wurden immer wieder aktuelle Themen oder Schlagworte aufgegriffen, zu denen Basiswissen vermittelt wurde, häufig mit Grafiken oder Schaubildern. In der Ausgabe vom Sommer 1955 wurde beispielsweise die Frage „Was kostet den Staat am meisten Geld?“ behandelt. Dabei stellte die Redaktion die Ansicht der Bevölkerung, in Allensbach erhoben, den tatsächlichen Ausgaben gegenüber. Unter dieser Rubrik stand in derselben Ausgabe außerdem ein Artikel, der die „Streitkräfte in der Demokratie“ thematisierte, wobei aus einer Schrift des noch jungen Verteidigungsministeriums zitiert wurde. Allerdings verwies die Redaktion ebenso auf die Kritik, die es insbesondere an der „Taktik des Bundesverteidigungsministers“ gab.8

In der Anfangszeit wurde BiS mehrfach mit dem Vorwurf konfrontiert, die Zeitschrift sei inhaltlich „zu brav“. Auch wurde ihr eine gewisse „Farblosigkeit“ attestiert.9 Der Kanzleidirektor im württemberg-badischen Staatsministerium Karl Ströle, der dort auch als Schriftleiter des Regierungsblattes fungierte, schien im März 1951 überzeugt davon, dass „die Jugend“ die Zeitschrift von BiS nicht lesen würde, obwohl man doch gerade ihr „eine staatsbürgerliche Gesinnung vermitteln“ wolle. Für Ströle fehle es insbesondere an einem „eigentlichen Standpunkt“, womit er indirekt die parteipolitische Ausgewogenheit kritisierte, der sich der Verein verschrieben hatte.10

Dennoch blieb die Zeitschrift eine wichtige Konstante in der Bildungsarbeit. Mit diesem publizistischen Mittel bediente sich BiS einer konventionellen Methode der politischen Bildung. Schon die Reichszentrale für Heimatdienst in der Weimarer Republik hatte eine Zeitschrift unter dem Titel „Der Heimatdienst“ herausgegeben. Für diese Schwerpunktsetzung entschied BiS sich sehr bewusst, immerhin lagen dem Aufbaustab schon im Sommer 1950 auch ganz anders ausgerichtete Konzepte für die Bildungspraxis des Vereins vor.

Neben jener von Fritz Hans Betz hatte Theodor Bäuerle auch Klaus Mehnert um eine Denkschrift zu einer zukünftigen Landeszentrale gebeten. Mehnert sollte als konservativer protestantischer Journalist und Publizist in der Bundesrepublik große Bekanntheit erlangen. Ab 1941 hatte er für die deutsche Botschaft im besetzten Shanghai eine englischsprachige Propagandazeitschrift herausgegeben. Im Nachkriegsdeutschland profitierte er dann massiv von alten Seilschaften. Er gehörte zu jener Gruppe von Männern aus der Propagandaabteilung des Auswärtigen Amtes, die es später vermochten, „maßgeblichen Einfluss“ auf den westdeutschen Nachkriegsjournalismus auszuüben.11 Bäuerle und Mehnert kannten sich noch aus den 1920er-Jahren, als Mehnert von der Markelstiftung gefördert worden war. Bäuerle war entscheidend am Aufbau der Markelstiftung beteiligt gewesen, wurde deren Vorstandsvorsitzender und leitete die Geschäfte. Nach Mehnerts Entlassung aus der alliierten Internierung war Bäuerle zudem eine seiner ersten Anlaufstellen. Mehnert wurde außerdem für die Redaktionsarbeit der neuen Zeitschrift angefragt, lehnte dies allerdings ab.

Im Sommer 1950 brachte Mehnert dennoch seine Überlegungen für eine Stuttgarter Institution der politischen Bildung zu Papier. Nicht die Wissensvermittlung sollte im Zentrum stehen, sondern die „Anteilnahme am politischen Geschehen“ und das „Gefühl […] für Mitverantwortung“. Daher müsse eine zukünftige Landeszentrale nicht weniger leisten, als „einen neuen Stil politischer Erziehungsarbeit heraus[zu]bilden“.12

Für Mehnert brauchte es neue Vermittlungsformen. Vorträge und Diskussionen lassen „Politik als ‚Lernstoff‘ erscheinen, was sie nicht ist“. Politische Seminare sollten „Kernstück und Keimzelle“ der Arbeit der Landeszentrale sein. Darin solle an einzelnen Themen, etwa dem Wohnungsbau oder dem Wahlrecht, gearbeitet werden – keine „ideologischen Erörterungen“, sondern „Beiträge zur praktischen Lösung“ seien das Ziel. Nach Mehnerts ambitionierten Überlegungen müsse man dann aber noch einen Schritt weitergehen, damit es kein „Sandkastenspiel“ bleibe: Die besten Vorschläge der Arbeitsgruppen solle die Landeszentrale an höhere Instanzen, beispielsweise Abgeordnete oder auch die Presse weiterleiten. Damit hätte politische Bildung, folgt man Mehnerts Vorstellung, in Ansätzen schon als Regulativ der repräsentativen Demokratie wirken können.

Die Monatsschrift müsse sich nach Mehnert den Seminaren unterordnen. Sie bleibe immer ein „passiver Vorgang“ und weiche damit von seinem Ziel einer „aktive[n] Mitbeteiligung am politischen Leben“ ab. Wie die Verantwortlichen in Stuttgart, insbesondere Bäuerle, auf Mehnerts Konzept reagierten, ist nicht überliefert. Unverkennbar stehen die von ihm favorisierten Methoden allerdings in starkem Kontrast zur praktischen Arbeit, die unter dem Geschäftsführer Betz umgesetzt wurde. 

Wissensvermittlung und demokratische Praktiken: die Wochenendseminare

Während die Zeitschrift also den Ausgangspunkt der Bildungspraxis bildete, wurde im Zuge der Ausweitung der Bildungsangebote jedoch rasch eine Kurssystematik entwickelt, bestehend aus verschiedenen Grund- und Wiederholungskursen.

Seit dem Sommer 1951 veranstaltete „Bürger im Staat“ Seminare auf der Comburg und damit eines ihrer ersten Präsenzformate. Auf der Comburg hatte schon der frühe Stuttgarter Heimatdienst 1946/47 Tagungen veranstaltet, außerdem etablierte Bäuerle hier Fortbildungen für Lehrkräfte. Die Seminare von BiS blieben jedoch örtlich nicht auf die Comburg beschränkt, sodass bald auch Angebote an verschiedenen Orten, etwa in Bad Boll, Inzigkofen, Calw oder Freiburg realisiert wurden. Das Seminarformat war so angelegt, dass es „der Aussprache über grundlegende politische Fragen im Kreise jüngerer Menschen“ dienen sollte.13 Die Jugend zu erreichen, das hielt auch der Vereinsvorsitzende fest, sei eine der „Hauptaufgaben“ der Bildungspraxis. Die Erfahrungen hätten widerlegt, „dass die Jugend interesselos und politisch gleichgültig sei“. Vielmehr sei sie „voll von Misstrauen“.14 Die Jugend, das meinte zumindest bei den Seminarwochenenden eine Altersspanne zwischen 20 und 40 Jahren. Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden lag jedoch bei 25 Jahren, etwa ein Drittel war nach Angaben des Vereins weiblich. Damit richtete der Verein dieses Format auf die junge, wahlberechtigte Bevölkerung aus, erreichte man das Wahlalter noch bis 1972 doch erst mit 21 Jahren.

Durchschnittlich nahmen rund 40 Teilnehmende an einem Seminarwochenende teil. Dem Anspruch nach versuchte BiS für das Format einen „Querschnitt durch die Schichten unserer Bevölkerung zu gewinnen“, sodass „der Jungbauer neben dem Studenten, der Arbeiter neben dem Angestellten, der Schüler neben dem Handwerker“ saß.15 Dahinter stand die Annahme, diese Zusammensetzung fördere das gegenseitige Verständnis und fordere gleichzeitig von den Teilnehmenden eine „erhöhte Toleranz“ ein.16

Von Donnerstagabend bis Sonntagmittag widmeten sich die Teilnehmenden verschiedenen Themenblöcken: den Grundrechten, der Gemeinde und den Parteien. Später sollte der Aspekt der „sozialen Frage“ hinzukommen. Beim ersten Seminar auf der Comburg drehte sich der Themenblock „Grundrechte“ etwa um die Frage, inwieweit diese nach innen „verteidigungswürdig“ seien. Betont wurde dabei, dass „gleichwertig neben die Rechte auch die Pflichten des Bürgers zu stellen sind“.17 Die Referent:innen für das Thema Grundrechte kamen aus den lokalen Bürgerrechtsgesellschaften, die eng mit BiS zusammenarbeiteten, unter ihnen viele Jurist:innen. Dass überall auf dem Feld der politischen Bildung auch zahlreiche Personen wirkten, die aus heutiger Sicht eine deutliche NS-Belastung vorwiesen, spielte kaum eine Rolle. Im Laufe der 1950er-Jahre wurde die Verbindung mit jenen Gesellschaften in Freiburg und Heidelberg/Mannheim zunehmend gefestigt, sodass sie ab 1957 offiziell als BiS-Zweigstellen galten.

Wie die Gemeinde zur „politischen Heimat ihrer Bürger wird“, war die Fragestellung des zweiten Themenblocks. Der Referent des ersten Comburg-Seminars brachte dazu unter anderem Beispiele der Schweizer Kommunalverwaltung mit und zeigte auf, „was auch der noch so durchschnittliche Normalbürger zu tun vermag, um sich – sofern er nur will – in die Gemeindearbeit einzuschalten“.18 Die Schweizer Demokratie sowie die Rolle ihrer Bürger:innen tauchte in dieser Zeit verschiedentlich als Referenzpunkt in der politischen Bildung auf. Unter den Referent:innen, die das Gemeindethema behandelten, waren insbesondere politische Amtsträger:innen zu finden, so etwa der Ulmer Oberbürgermeister und spätere BiS-Vorsitzende Theodor Pfizer oder die Heidelberger Stadträtin Hannah Walz.

Die Gemeinde als Thema der politischen Bildung sollte nicht nur in dieser frühen Phase, sondern auch in den kommenden Jahrzehnten regelmäßig adressiert werden. Der erste deutsche Bundespräsident Theodor Heuss bezeichnete die Mitarbeit in der Gemeinde gar als „Mutterboden der Demokratie“.19 Bäuerle hielt in Ausführungen von 1952 fest, die Gemeinde sei die „eigentliche Erziehungs- und Bewährungsinstanz für den Bürger“. Dort gebe es „überschaubare Verhältnisse“, dort seien die Bürger:innen „zur Mitarbeit und Mitverantwortung aufgerufen“.20 Anders formulierte es sein Geschäftsführer Betz: „Demokratie muss ja von unten her wachsen.“21

„Warum Parteien?“, so die plakativ formulierte Frage für den dritten Themenblock der BiS-Seminare. Immerhin seien die Parteien „gerade bei der Jugend [die] umstrittenste politische Institution“.22 Der Anti-Parteien-Diskurs in der jungen Bundesrepublik spiegelte sich in der Bildungspraxis an vielen Stellen wider. Eine Kritik am Parlamentarismus und ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber politischen Parteien ließ sich, als vermeintliche Lehre aus dem Scheitern der Weimarer Republik, insbesondere in konservativen Demokratievorstellungen finden. Um der Parteienskepsis entgegenzuwirken, die bei der Jugend identifiziert wurde, sollte der Kontakt zu „Verantwortung tragenden Persönlichkeiten des politischen Lebens“ angeregt werden. Deshalb wählten die Verantwortlichen Vertreter:innen der Parteien aus, die zudem häufig Mandate im Landtag innehatten.23 Gelinge ein „echter politischer Kontakt zwischen Regierenden und Regierten“, so schaffe man es auch, den „rechten und linken Radikalismus abzuwehren“.24 Die Struktur der Referent:innen in der Bildungspraxis, die sich anhand der Seminarwochenenden zeigt, sollte sich allerdings zum Ende der Dekade durch den universitären Einfluss nachhaltig ändern.

Zusätzlich zu den Grundkursen etablierte BiS ab 1953 Wiederholungskurse, gelegentlich als Förderkurse betitelt, in denen „Themen der aktuellen Politik“ behandelt wurden. Einen halben Tag widmete man in diesem Rahmen darüber hinaus der Frage: „[W]as habe ich bisher getan und was bleibt noch zu tun?“ Die Teilnehmenden sollten sich konkret zu ihrer praktischen, alltäglichen Betätigung für die Demokratie austauschen. Dieser Teil behandelte immerhin die „Auswirkung unserer gesamten Tagungsarbeit“, hieß es von Seiten des Vereins.25

„‚Demokratie ist Diskussion‘, Demokratie will nämlich überzeugen und nicht verführen oder vergewaltigen wie ein autoritärer Staat“, hielt Betz in einem seiner Editorials der BiS-Zeitschrift fest.26 Der Diskussion als Methode, die vor dem Hintergrund der Reeducation-Politik der US-Besatzungsmacht in der Bundesrepublik eine enorme Aufwertung erfahren hatte, wurde in der Bildungspraxis ein besonderer Stellenwert zugesprochen: „Bei der Anlage unserer Comburg-Kurse gingen wir davon aus, dass politische Aktivität nur entwickelt werden kann, wenn den Teilnehmern im Verlauf unserer Tagungen maßgebende Mitarbeit ermöglicht wird.“ Der Fokus habe demnach nicht auf der „stofflichen Darbietung, sondern in der Diskussion“ gelegen. Der argumentative Austausch wurde nicht nur als Mittel zur besseren Vermittlung des Inhalts angesehen, sondern vielmehr als demokratische Kompetenz an sich. Kleine Gruppen von etwa zehn Personen sollten dabei helfen, die „Diskussionsscheu“ mancher Teilnehmenden zu überwinden.27 Schon am zweiten Seminartag habe sich gezeigt, „wie richtig es von der Leitung gewesen war, das Schwergewicht auf die Aussprache zu legen“, so ein zeitgenössisch genutzter Ausdruck, „denn zusehends bekamen die zunächst manchmal noch etwas verwirrten Vorstellungen Kontur, die Begriffe klärten sich und die praktischen Vorschläge […] wurden brauchbarer“.28

Die Diskussion, die in der außerschulischen politischen Bildung durchaus schon in den 1940er-Jahren präsent gewesen war, stellte als demokratische Praktik mittlerweile ein unumstrittenes Element der Bildungspraxis dar. Mit dem Diskutieren stand außerdem häufig der Abbau von „Ressentiments“ im Zusammenhang, welcher immer wieder als Zielvorstellung herausgestellt wurde. Darunter verstand man zuvörderst die Vorbehalte gegenüber der Parteiendemokratie und dem Parlamentarismus. Darüber hinaus waren ebenso Vorbehalte gegenüber anderen Teilen der Gesellschaft und ihren Positionen gemeint. Insbesondere beim Format der Wochenendseminare wird deutlich, dass politische Bildung auch dazu dienen sollte, die zeitgenössisch identifizierte Fragmentierung der Gesellschaft zu überwinden. Dieser Ansatz, durch politische Bildung eine integrierende und damit langfristig stabilisierende Wirkung auf die Gesellschaft auszuüben, war keineswegs neu, sondern schon in programmatischen Schriften der Weimarer Zeit zu finden. Insbesondere vor diesem Hintergrund wurde Wert auf ein geselliges Beisammensein nach dem inhaltlichen Seminarprogramm gelegt. Das „Sichzusammenfinden“ sei nämlich im Wesentlichen nichts anderes als „demokratisches Verhalten im kleinen Kreis“.29 Methodische Überlegungen spielten in der Bildungspraxis von BiS von Beginn an also eine hervorgehobene Rolle.

Auch wenn sich eine eigenständige Politikwissenschaft und später die Politikdidaktik in der Bundesrepublik erst noch herausbilden sollte, gab es in den frühen 1950er-Jahren bereits theoretische Abhandlungen zur politischen Bildung, die allerdings aus der Pädagogik kamen. Am bekanntesten ist in diesem Kontext der Begriff der „Partnerschaftspädagogik“, der auf das 1951 erschienene und breit rezipierte Buch von Theodor Wilhelm zurückgeht. Wilhelm arbeitete in der Nachkriegszeit unter dem Pseudonym Friedrich Oetinger. Er stellte nicht die staatliche Macht ins Zentrum, sondern vielmehr menschliche Kooperation und ein Miteinander. Die Erziehung zur Demokratie müsse „unten“, bei den Verhaltensweisen und Einstellungen der Menschen ansetzen. Kritisiert wurde Wilhelms Konzept unter anderem von Pädagogen wie Theodor Litt, der politische Bildung in erster Linie als Erziehung zum demokratischen Staat definierte. Sein Buch „Die politische Selbsterziehung des deutschen Volkes“ eröffnete 1954 die Schriftenreihe der Bundeszentrale für Heimatdienst (ab 1963 Bundeszentrale für politische Bildung). In Litts Konzeption stand ein kognitives Lernkonzept im Mittelpunkt: Wissen müsse vermittelt werden, welches dann die Voraussetzung für eine eigene Urteilsfähigkeit sei. Dass Positionen, wie die von Wilhelm und Litt, sich weniger konträr, sondern vielmehr komplementär zueinander verhielten, zeigt auch die Bildungspraxis von „Bürger im Staat“, in der beide Ansätze sehr deutlich erkennbar sind.

Das Wahlrecht zelebrieren: die Jungbürgerfeiern

Ein heute weithin vergessenes Format der außerschulischen politischen Bildung waren die sogenannten Jungbürgerfeiern, die in den 1950er-Jahren einen Erfolgskurs einschlugen. Aufwind erhielten die Feiern zunächst im Kontext der Bundestagswahlen von 1953. BiS verzeichnete kurz darauf derartige Feiern in über vierzig baden-württembergischen Gemeinden. Veranstaltet wurden diese – teils gemeinsam – von verschiedenen lokalen Organisationen sowie den Gemeinde- oder Stadtverwaltungen. „Bürger im Staat“ war an vielen Orten an der Organisation beteiligt, stand beratend zur Seite oder vermittelte zumindest Redner:innen. Namhafte Vertreter:innen des Vereins traten selbst immer wieder auf dem Podium auf. 

Erstwähler:innen wurden dabei zu einem Festakt eingeladen, wo sie in der Regel eine Urkunde überreicht bekamen, eine Festrede gehalten wurde und sich eine gemeinsame Feier anschloss. Dass jemand aus den Reihen der Erstwähler:innen im Rahmen der Feierlichkeit ausführlich zu Wort kam, war nicht der Fall. Die Idee der Jungbürgerfeier ging auf ein Schweizer Vorbild zurück, dort gab es ähnliche Übergangsriten bereits seit den 1920er-Jahren. BiS schrieb den Feiern eine hohe Bedeutung zu. Der Hauptgeschäftsführer äußerte gar die Hoffnung, dass sie sich zu einer eigenen demokratischen Tradition entwickeln könnten.

In Tübingen beispielsweise organisierte die Stadt gemeinsam mit dem Bürger- und Verkehrsverein immer am 8. Juli des Jahres eine solche Feier. Mit dem Datum versuchte sie eine lokale demokratische Tradition zu konstruieren, wurde am 8. Juli 1514 doch der Tübinger Vertrag unterzeichnet. Im Jahr 1957 nahmen mit 320 Personen knapp die Hälfte der eingeladenen Jugendlichen an der Jungbürgerfeier teil. Die Veranstaltung in Tübingen wurde auch in den 1960er-Jahren noch ausgerichtet, wobei die Teilnahme zum Ende der Dekade stark nachließ, sodass das Format 1969 eingestellt wurde.30 Der Tübinger Geschäftsführer für BiS, Georg Ebersbach, stand dem Format nicht kritiklos gegenüber. Seiner Meinung nach seien die Feiern nur dann sinnvoll, wenn sie eine längerfristige Arbeit mit den Jugendlichen anstoßen, was allerdings selten gelinge.31

Auch andernorts wurde spätestens zum Ende der 1960er-Jahre die Wirkung des Formats sowie die zeitgemäße Umsetzung in Frage gestellt. Die stark rückläufige Zahl von teilnehmenden Jugendlichen war dabei auschlaggebend. Zwar probierten einige Gemeinden neue Formen aus, dennoch konnte sich das Format langfristig nicht durchsetzen.
In den 1950er-Jahren jedoch zelebrierten die Jungbürgerfeiern das Wahlrecht und zielten auf eine Identifizierung mit dem demokratischen Staat. Zwar stand der Wahlakt als demokratische Partizipationsform dabei unverkennbar im Mittelpunkt, dennoch beabsichtigte man bei den Veranstaltungen ebenfalls, die Jugendlichen mit politischen Repräsentant:innen zusammenzubringen. Eine Handreichung zum Format empfahl etwa, diese inmitten der Jugendlichen zu platzieren, immerhin seien persönliche Gespräche „für die Förderung des staatsbürgerlichen Gedankens von größter Wichtigkeit“.32  

Als Teilnehmende einer kleinen Tagung 1971 darüber diskutierten, wie Jungbürgerfeiern modernisiert werden könnten, war man sich einig in dem Punkt, dass der gesellige Teil unbedingt erhalten werden müsse. Andernfalls würde das die Zielgruppe erheblich einengen, da dann „fast nur Gymnasiasten, Studenten und ohnehin schon politische Engagierte kommen“.33 Seit der Gründung des Vereins setzten sich die Akteur:innen damit auseinander, wie politische Bildung niedrigschwellig gestaltet und tatsächlich in die Breite wirken könne. Immer wieder wurde das Ziel artikuliert, ebenso Personen erreichen zu wollen, die nicht ohnehin schon politisch interessiert waren. Eng damit im Zusammenhang steht das, was Bäuerle als „Ohne-mich“-Standpunkt bezeichnete. Seiner Meinung nach stellte dieser die größte Gefahr für den demokratischen Staat dar, weshalb es ausgesprochen wichtig sei, die „politisch Gleichgültigen“ zu erreichen. Dass ähnliche Überlegungen über den gesamten Untersuchungszeitraum kontinuierlich auftauchen, verweist bereits darauf, dass dieses Vorhaben nie zufriedenstellend umgesetzt wurde. 

Fazit: Praxis als Wegbereiter des Konsenses

Der Einblick in die Bildungspraxis von „Bürger im Staat“ in den 1950er-Jahren zeigt eindrücklich, dass die Überlegungen, die auf der Tagung 1976 in Beutelsbach bzw. im Tagungskommentar von Hans-Georg Wehling als Minimalkonsens aufgegriffen wurden, zu diesem Zeitpunkt nicht neu waren. Vielmehr finden sich die Grundsätze bereits in der sich etablierenden politischen Bildung zu Beginn der 1950er-Jahre. Die Formate von BiS zeigen zudem, dass sie auf konzeptioneller Ebene überaus präsent waren.

Die Bildungsarbeit zielte auf die politische Befähigung der Bürger:innen für den noch jungen demokratischen Staat. Wissensvermittlung zum Staatsaufbau oder zu den Parteien war in den Anfangsjahren ein unverkennbarer Schwerpunkt. Politische Bildung in dieser Zeit allerdings darauf zu begrenzen, verkennt die Zwischentöne. Theodor Bäuerle sprach von einer selbständigen Urteilsfähigkeit, die es anzustreben galt. Sogenannte „strittige“ Themen sollten dafür von ihren verschiedenen politischen Standpunkten her beleuchtet werden. Ausführungen sollten möglichst objektiv sein und die demokratische Verfassung bildete den gemeinsamen Rahmen der Auseinandersetzungen. Demokratie, von Bäuerle verstanden nicht nur als Staats-, sondern ebenfalls als Lebensform, galt es auch ganz praktisch einzuüben – in Diskussionen, einem toleranten Miteinander oder Kompromissfähigkeit.

Die Aspekte, die Wehling als Grundprinzipen der Beutelsbacher Tagung festhielt, zielen in allen Punkten auf eine Abgrenzung zur Indoktrination; das macht er selbst ganz explizit im Text deutlich. Diese Abgrenzung war zumindest dem Anspruch nach für die politische Bildung nach 1945 geradezu konstitutiv. Sie berührte immer auch die Frage der Legitimität, die von Anfang an mitverhandelt wurde. Zu Beginn der 1950er-Jahre meinte das zunächst einmal die Unterscheidung von den Methoden der NS-Propaganda. Darüber hinaus spielen die Abgrenzung gegenüber der Ideologie der DDR und Sowjetunion genauso eine Rolle wie gegenüber der alliierten Reeducation. Darauf zielte die Darstellung der eigenen „Unabhängigkeit“. Sie wurde auf verschiedenen Ebenen verhandelt: beim institutionellen Aufbau, mit Blick auf jene Personen, die politische Bildung gestalteten, und von Beginn an eben auch bei der Ausgestaltung der Bildungspraxis.

Quellenangaben

Quellenangaben

[1] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1951/52, S. 2.

[2] Axel Schildt: Medien-Intellektuelle in der Bundesrepublik, Göttingen 2021, S. 157.

[3] Betz an Kaufmann, Ulrich, Bäuerle, Gögler, 11.08.1950, Landesarchiv Baden-Württemberg Hauptstaatsarchiv Stuttgart (LABW HStAS) EA 5/001 Bü 1555.

[4] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1951/52, S. 3.

[5] Notizen für die Besprechung am 13.04.1951 (vermutlich von Bäuerle), LABW HStAS Q 1/21 Bü 430.

[6] Ebd.

[7] Protokoll der 1. Sitzung des Zeitschriftenausschusses, 23.04.1954, LABW HStAS EA 1/921 Bü 35.

[8] Zeitfragen – Zur eigenen Urteilsbildung, in: Der Bürger im Staat 5 (1955), S. 107

[9] Protokoll Mitgliederversammlung von „Der Bürger im Staat“, 18.09.1951, LABW HStAS EA 1/921 Bü 35.

[10] Ansprache von Ströle in Bad Boll, undatiert, LABW HStAS EA 1/921 Bü 35.

[11] Christina von Hodenberg: Konsens und Krise. Eine Geschichte der westdeutschen Medienöffentlichkeit 1945–1973, Göttingen 2006, S. 128.

[12] Hier und im Folgenden Mehnert: Memorandum zur Landeszentrale in Württemberg-Baden, 11.08.1950, LABW HStAS EA 5/001 Bü 1555.

[13] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1952/53, S. 11.

[14] Bäuerle: Lasst uns so weiterarbeiten und nicht verzagen!, in: Der Bürger im Staat 2 (1952), S. 2.

[15] Klaiber: Jugend diskutiert ihren Staat, in: Der Bürger im Staat 1 (1951), S. 118–120, hier S. 118.

[16] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1953/54, S. 14.

[17] Klaiber: Jugend diskutiert ihren Staat, in: Der Bürger im Staat 1 (1951), S. 118–120, hier S. 119.

[18] Ebd.

[19] Die Mitarbeit in der Gemeinde bleibt der Mutterboden der Demokratie, in: Der Bürger im Staat 8 (1958), S. 129 f., hier S. 129.

[20] Bäuerle: Lasst uns so weiterarbeiten und nicht verzagen!, in: Der Bürger im Staat 2 (1952), S. 2.

[21] Betz: Unsere Demokratie mit Leben erfüllen, in: Der Bürger im Staat 3 (1953), S. 105.

[22] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1951/52, S. 4 f.

[23] Ebd., Anlage 6.

24] Ebersbach: Exposé über die Arbeit des Tübinger Büros für Heimatdienst, August 1950, LABW HStAS EA 5/001 Bü 1555.

[25] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1952/53, S. 25.

[26] Betz: Was bedeuten uns die Grundrechte?, in: Der Bürger im Staat 3 (1953), S. 88.

[27] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1951/52, S. 4 f.

[28] Klaiber: Jugend diskutiert ihren Staat, in: Der Bürger im Staat 1 (1951), S. 118–120, hier S. 119.

[29] Tätigkeitsbericht „Der Bürger im Staat“ 1952/53, S. 15.

[30] Niklas Krawinkel: Belastung als Chance. Hans Gmelins politische Karriere im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland, Göttingen 2020, S. 448–452.

[31] Arbeitsbericht Heimatdienst Südwürttemberg-Hohenzollern, Universitätsarchiv Freiburg (UAF) B204/236.

[32] Landesarbeitsgemeinschaft der Bürgergemeinschaften in Baden-Württemberg: Anregungen für die Gestaltung einer Jungbürgerfeier, undatiert, UAF B204/236.

[33] Sind Jungbürgerfeiern überholt? Ergebnisse einer Gesprächstagung, 19.02.1971, Landesarchiv Baden-Württemberg Staatsarchiv Freiburg (LABW StAF) V55/1, Nr. 93.

Weiterführende Literatur

Weiterführende Literatur

Diekmann, Jolin: „Um das Abenteuer Demokratie zu bestehen“. Politische Bildung im deutschen Südwesten nach 1945 [erscheint 2026].

Ludwig, Felix: Prediger der Demokratie. Die Deutsche Hochschule für Politik und die politische Bildung in West-Berlin (1949–1972/74), Berlin 2023.

Schanetzky, Tim: Politik der politischen Bildung. Das Ringen um die Demokratisierung der Deutschen seit 1945, Göttingen 2025.

Wagner, Phillip: Das Mitbürgerliche und das Staatsbürgerliche. Politische Bildung, Bürgerlichkeit und Demokratie im Westdeutschland der 1940er und 1950er Jahre, in: Manfred Hettling/Richard Pohle (Hrsg.): Bürgertum. Bilanzen, Perspektiven, Begriffe, Göttingen 2019, S. 263–296.

Letzte Aktualisierung: Juni 2026, Internetredaktion LpB BW

Cookieeinstellungen
X

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen auf unseren Websites Cookies. Einige sind notwendig, während andere uns helfen, eine komfortable Nutzung diese Website zu ermöglichen. Einige Cookies werden ggf. für den Abruf eingebetteter Dienste und Inhalte Dritter (z.B. YouTube) von den jeweiligen Anbietern vorausgesetzt und von diesen gesetzt. Gegebenenfalls werden in diesen Fällen auch personenbezogene Informationen an Dritte übertragen. Bitte entscheiden Sie, welche Kategorien Sie zulassen möchten.