
Zimmermann: Niemals Frieden? Israel am Scheideweg
Von Generation zu Generation wird der Krieg in Palästina weitergetragen. Nach der jüngsten und schlimmsten Eskalation durch den Terrorangriff der Hamas macht sich Hoffnungslosigkeit breit: Wird das immer so weitergehen? Nein, sagt Moshe Zimmermann, der große liberale Historiker.
Schonungslos – und nicht ohne Bitterkeit – benennt er zunächst die Schuldigen an der Katastrophe: Da ist die Hamas, die Gewalt als einziges Mittel der Politik sieht und Israel auslöschen will. Da sind aber auch die jüdischen Siedler, die alle Israelis in Mithaftung nehmen für ihre radikale Politik, die Land und Leben der arabischen Palästinenser bedroht. Und da ist die rechte Regierung in Israel, die den Konflikt schürt, statt ihn zu dämpfen.
Daraus folgt, so Zimmermann, der Weg zur Lösung: Abkehr von der Siedlungspolitik, Abkehr von der bisherigen Politik in Gaza, Abkehr vom Islamismus, Hinwendung zur Zweistaatenlösung, verstärkte Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. Juden und Araber müssen Palästina, diesen kleinen Streifen Land, untereinander aufteilen und miteinander leben – oder sie werden miteinander sterben.
INHALT
Vorwort: Pessimistisch, aber konstruktiv
- Das Versagen des Zionismus: der 7. Oktober 2023
- Die Zweistaatenlösung und ihre Gegner
- Macht und Ohnmacht: Krieg ohne Ende
- srael als deutsche Staatsräson – wohin mit dem Antisemitismus?
- Europäische Wurzeln, postkoloniale Rückschau
- Israel – Staat ohne Grenzen
- Von der Säkularisierung zum Fundamentalismus
- Jüdischer Staat oder Staat aller Bürger
- Kulturvielfalt versus Kulturkampf
- Siedler als Geiselnehmer
- Die Kakistokratie
- Braucht die Wirtschaft zwei Staaten?
- Israel und die Großmächte
- Zweistaatenlösung, etwas anders
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