Vortrag

Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung

Vortrag und Gespräch

Findet statt
Cover
Verbrecher Verlag
Präsenz

Nikolas Lelle leitet im Gespräch anhand des Buches zur Abgrenzung an und wird versuchen, die „Summe aller ausgeräumten Missverständnisse“ zu bilden.

Inhalt

Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren. Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, extremismustheoretisch gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt.

In ihrem Buch „Antisemitismus definieren“ machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird. Dabei geht es auch darum, verbreitete Vorstellungen kritisch zu hinterfragen und einen differenzierten Blick auf Erscheinungsformen und Funktionen von Antisemitismus zu entwickeln.

Die Veranstaltung bietet Raum für Fragen und Austausch.

Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung und beschäftigt sich vornehmlich mit Antisemitismuskritik, Erinnerungskultur und Gesellschaftstheorie. Er hat in Frankfurt am Main und Mainz Philosophie und Soziologie studiert und an der Humboldt Universität zu Berlin promoviert. Zuletzt erschien von Lelle „Arbeit macht frei. Annäherungen an eine NS-Devise”. 2026 erscheint auch der mit Lisa Geffken gemeinsam herausgegebene Band „Warum man Israel nicht hassen muss, um zu den Guten zu gehören“.

Referierende

Nikolas Lelle

Informationen

Termin

25.11.2026  |  18:00 Uhr -
25.11.2026  |  20:00 Uhr
Ort

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Heilbronner Str. 35, 70191 Stuttgart


Gebühren:

Eintritt frei.

Leitung

Felix Steinbrenner

Seminarnummer

07/48-26

(Bei Rückfragen bitte angeben)

Im Themenkatalog unter

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