Familiengeschichte und Nationalsozialismus

Inhalt
Das Wissen zum Nationalsozialismus ist mittlerweile immens. Doch das Wissen zur eigenen Familiengeschichte in dieser Zeit ist blass und unscharf. Welche Rolle hatte der Großvater im NS-System, wo war der Vater an der Front, wie hat die Mutter den Krieg erlebt? Wie hat das ihre Erziehungshaltung geprägt? Der Zugang zur NS-Vergangenheit bleibt, außer bei den Nachfahren der Opfer und Verfolgten, meist auffallend abstrakt und unpersönlich. Und doch hat gerade das kollektive Schweigen über die familiären Verstrickungen die Nachfahren geprägt. Traumata wurden weitergegeben, Auswirkungen sind bis heute spürbar.
Die aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Familienvergangenheit im Nationalsozialismus löst meist ambivalente Gefühle aus. Doch sich die Familiengeschichten gegenseitig zu erzählen, Schlüsselfiguren ausfindig zu machen und gemeinsam auf die Suche nach belastenden Wahrheiten und einengenden Botschaften zu gehen, das ermutigt. Es hilft, sich mit dem NS-Erbe auseinanderzusetzen und eine klare Haltung zu den äußeren und inneren Hinterlassenschaften zu gewinnen.
Hinweise für die weitere eigene Recherche unterstützen dabei.
Referierende
Prof. Dr. Benigna Schönhagen
Informationen
17.07.2026 | 14:00 Uhr -
19.07.2026 | 13:00 Uhr
Tagungszentrum Haus auf der Alb
Hanner Steige 1
72574 Bad Urach
Gebühren:
Teilnahmegebühr: 60,00 €
Anfahrt:
Tagungszentrum Haus auf der Alb
Hanner Steige 1
72574 Bad Urach
Parkplätze vor Ort sind vorhanden.
Informationen zur Anreise finden Sie auf der
Homepage des Tagungszentrums.

Leitung
Cornelius Kückelhaus, Gedenkstättenarbeit
Organisation
Ellen Eisele
0711-164099-21
ellen.eisele@lpb.bwl.de
Seminarnummer
(Bei Rückfragen bitte angeben)