Forschungsprojekt & Gutachten
„NS-Vergangenheit südwestdeutscher Landtagsabgeordneter nach 1945“

Gutachten: NS-Bezüge der im Landtag von Baden-Württemberg ausgestellten Kunstwerke

Hier finden Sie das Gutachten sowie die Handlungsempfehlungen für das Präsidium des Landtags von Baden-Württemberg zum Umgang mit den öffentlich zugänglichen Kunstwerken im Landtag, die NS-Bezüge aufweisen zum Download als PDF:
Forschungsgutachten (6 MB, PDF, barrierefrei)
Auf Initiative der Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg Muhterem Aras MdL hat das Präsidium des Landtags von Baden-Württemberg am 27. Februar 2024 die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) damit betraut, ein Gutachten zur NS-Vergangenheit ehemaliger Abgeordneter der südwestdeutschen Parlamente in der Nachkriegszeit (1946–1956) und zum Umgang mit künstlerischen Darstellungen NS-belasteter Abgeordneter bzw. Künstlerinnen und Künstler im Landtag von Baden-Württemberg zu erstellen. Im Frühjahr 2024 wurde die Förderung des Projekts vom Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung bewilligt.
In einem ersten Teilprojekt wurden die im Landtag von Baden-Württemberg öffentlich zugänglichen Kunstwerke, die entsprechenden Künstlerinnen und Künstler sowie sieben der neun dargestellten ehemaligen Landtagspräsidenten auf mögliche Zusammenhänge mit dem NS-Regime untersucht. Die beiden Landtagspräsidenten Lothar Gaa (CDU, 1931–2022) und Erich Schneider (CDU, 1933–2024) bleiben aufgrund ihrer Geburtsjahre (geboren nach 1928) unberücksichtigt. Die Handlungsempfehlungen wurden von Wissenschaftlichen Beirat des Forschungsprojekts erarbeitet.
Forschungsprojekt: NS-Vergangenheit südwestdeutscher Landtagsabgeordneter nach 1945
Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat in seiner Sitzung am 5. Juni 2024 beschlossen, ein von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) koordiniertes Forschungsprojekt zur NS-Belastung ehemaliger Abgeordneter der südwestdeutschen Parlamente zu fördern. Ein Wissenschaftlicher Beirat mit renommierten Expertinnen und Experten aus Baden-Württemberg begleitet die Forschungen.
In einem ersten Teilprojekt soll ein Forschungsgutachten klären, ob im Landtag ausgestellte Kunstwerke, künstlerisch dargestellte Persönlichkeiten sowie die Kunstschaffenden durch den Nationalsozialismus belastet sind. Für dieses Forschungsgutachten wurden die Kunsthistorikerin Dr. Leonie Beiersdorf (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) und der Historiker Prof. Dr. Frank Engehausen (Universität Heidelberg) beauftragt.
Ein zweites Teilprojekt befasst sich mit möglichen NS-Belastungen ehemaliger Mitglieder der südwestdeutschen Parlamente zwischen 1946 und 1956. Dabei handelt es sich um 522 Abgeordnete, die in Baden, Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Baden-Württemberg die jeweiligen Landesverfassungen geschaffen und den Südweststaat gegründet haben. Dem Forschungsgutachten soll eine tiefer- und weitergehende Studie zu möglichen NS-Belastungen von Abgeordneten folgen, die zwischen 1956 und 2001 dem Landtag von Baden-Württemberg angehörten. Alle Forschungsergebnisse werden am Ende des Projekts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Dem Wissenschaftlichen Beirat gehören an:
- Prof. Dr. Frank Engehausen, Universität Heidelberg, Historisches Seminar
- Prof. Dr. Philipp Gassert, Universität Mannheim, Historisches Institut, Lehrstuhl für Zeitgeschichte
- Dr. Cornelia Hecht-Zeiler, Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg
- Prof. Dr. Sabine Holtz, Universität Stuttgart, Historisches Institut, Leiterin der Abteilung Landesgeschichte, zugleich Vorsitzende der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
- Prof. Dr. Gerald Maier, Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg
- Prof. Dr. Sylvia Paletschek, Universität Freiburg, Historisches Seminar, Lehrstuhl für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Koordinierende Funktion für das Forschungsprojekt sowie für den Beirat haben:
- Prof. Dr. Reinhold Weber, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Honorarprofessor an der Universität Tübingen, Seminar für Zeitgeschichte
- Dr. Maike Hausen, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Lehrbeauftragte an den Universitäten Tübingen (Seminar für Neuere Geschichte) und Mannheim (Lehrstuhl für Zeitgeschichte)
Projektbearbeiterinnen sind:
- Bianca Braun, LpB Baden-Württemberg
- Viola Renner-Motz, Universität Mannheim
Studentische Hilfskräfte, freie Mitarbeiter:innen und Praktikant:innen:
- Milena Falck Frieling M. A., Rottenburg a. N.
- Luca Petruzzelli, Universität Wien
- Jan Rössle, Universität Stuttgart
- Maila Rolker, Universität Heidelberg
- Sandra Scherer, Universität Mannheim
- Laurenz Schmitz, FU Berlin
- Georgios Tsikakis, Universität Stuttgart
- Rozerin Yurdakul, Universität Stuttgart
Kontakt (Landeszentrale für politische Bildung BW)
Bianca Braun
Fachreferentin Forschungsprojekt „NS-Vergangenheit südwestdeutscher Landtagsabgeordneter nach 1945“
70191 Stuttgart
Luca Petruzzelli
Fachreferent Forschungsprojekt „NS-Vergangenheit südwestdeutscher Landtagsabgeordneter nach 1945“
70191 Stuttgart
Thomas Binder
Sachbearbeiter Medien | Kommunikation und Marketing
70191 Stuttgart

