Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

jährlich am 25. November

Eine Frau mit bemaltem Gesicht nimmt am Marsch gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen in Santiago de Chile, Donnerstag, 22. November 2018 teil. Foto: picture alliance / AP Photo / Esteban Felix.
Eine Frau mit bemaltem Gesicht nimmt am Marsch gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen in Santiago de Chile, Donnerstag, 22. November 2018 teil. Foto: picture alliance / AP Photo / Esteban Felix.

Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Partnerschaftsgewalt erlebt. 

Auf das Jahr gerechnet ermordet jeden Tag in Deutschland ein Partner oder Ex-Partner eine Frau - oder versucht es. 

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Oma, Mutter, Tochter, Schwester: Rein statistisch musste eine dieser vier Frauen in Deutschland mindestens einmal Gewalt durch den Partner überstehen. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten. Diese Zahlen stammen aus der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik, die im November 2018 veröffentlicht wurde. Sie zeigen, warum der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen notwendig ist. 

Gewalt gegen Frauen ist kein Phänomen anderer Kontinente, anderer Kulturen oder alter Zeiten. Es ist traurige Wirklichkeit für viel zu viele Frauen mitten in unserer Gesellschaft, in diesem Land, hier und jetzt.

Symbolbild Gewalt. Foto: Photo by Volkan Olmez on Unsplash.com.
Symbolbild Gewalt. Foto: Photo by Volkan Olmez on Unsplash.com.

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Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen

"Mein Körper, meine Regeln" steht auf der Wange dieser Demonstrantin bei einer Aktion am 25. November 2017 in Rom. Foto: picture alliance / NurPhoto / Christian Minelli.
"Mein Körper, meine Regeln" steht auf der Wange dieser Demonstrantin bei einer Aktion am 25. November 2017 in Rom. Foto: picture alliance / NurPhoto / Christian Minelli.

Was bedeutet der 25. November?
Für Frauenrechtsaktivistinnen ist der 25. November eng mit dem Thema geschlechtsspezifische Gewalt verknüpft. Dieses Datum ist in Gedenken an die Mirabal-Schwestern gewählt, drei politischen Aktivisten aus der Dominikanischen Republik, die 1960 auf Anordnung des Landesherrn Rafael Trujillo brutal ermordet wurden. Seit 1981 machen sie auf Zwangsprostitution, sexuellen Missbrauch, Genitalverstümmelung, aber auch Häusliche Gewalt und Gewalt in der Partnerschaft aufmerksam.


Geschichte des Tags
Bereits 1994 verabschiedeten die Vereinten Nationen die "Declaration on the Elimination of Violence against Women" (engl.), die Erklärung zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Schließlich verabschiedet die Generalversammlung im Jahr 2000 die Resolution 54/134, die den 25. November offiziell zum Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen bestimmt und dabei Regierungen, internationale Organisationen sowie NGOs zur Zusammenarbeit und Organisation einlädt.

Mit der Einführung des Tags möchte die UN Stellung gegen geschlechtsspezifische Gewalt beziehen. An diesem Tag werden jedes Jahr Aktivitäten durchgeführt, um die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen.


Originaldokumente

Declaration on the Elimination of Violence against Women

Resolution 54/134 International Day for the Elimination of Violence against Women 

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Definition: Was ist Gewalt an Frauen?

Weinende Frau. Foto: Photo by Sydney Sims on Unsplash.
Weinende Frau. Foto: Photo by Sydney Sims on Unsplash.

Die Europäische Union definiert Gewalt gegen Frauen in der 2011 verabschiedeten Istanbul Konvention

"als eine Menschenrechtsverletzung und eine Form der Diskriminierung der Frau verstanden und bezeichnet alle Handlungen geschlechtsspezifischer Gewalt, die zu körperlichen, sexuellen, psychischen oder wirtschaftlichen Schäden oder Leiden bei Frauen führen oder führen können, einschließlich der Androhung solcher Handlungen, der Nötigung oder der willkürlichen Freiheitsentziehung, sei es im öffentlichen oder privaten Leben;

Häusliche Gewalt [bezeichnet] alle Handlungen körperlicher, sexueller, psychischer oder wirtschaftlicher Gewalt, die innerhalb der Familie oder des Haushalts oder zwischen früheren oder derzeitigen Eheleuten oder Partnerinnen beziehungsweise Partnern vorkommen, unabhängig davon, ob der Täter beziehungsweise die Täterin denselben Wohnsitz wie das Opfer hat oder hatte".


Weitere Infos:
bpb - Gewalt gegen Frauen

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Zahlen & Fakten: Deutschland

Partnerschaftliche Gewalt an Frauen

Versuchte oder vollendete Delikte gegen Frauen,die Opfer von Partnerschaftsgewalt wurden, laut Polizeilicher Kriminalstatistik (veröffentlicht: 2018):

DeliktFallzahl
Vorsätzliche, einfache Körperverletzungknapp 69.000
Bedrohungüber 16.700
Gefährliche Körperverletzung:rund 11.800
Bedrohung, Stalking, Nötigungknapp 29.000
Freiheitsberaubung1.500
Mord und Totschlag364

Frauen werden keineswegs nur in sozialen Brennpunkten von ihrem männlichen Partner geschlagen, vergewaltigt, beschimpft oder gedemütigt. Auch Frauen in mittleren und hohen Bildungs- und Sozialschichten Opfer von Gewalt werden. Zu den Risikofaktoren gehören neben Trennung oder Trennungsabsicht auch Gewalterfahrungen in der Kindheit und Jugend (Quelle).


Die Zahlen der vergangenen Jahre:

Infografik: Gewalt in der Partnerschaft | Statista

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Sexualisierte und häusliche Gewalt gegen Frauen

Häusliche Gewalt. Foto: picture alliance/Francois Destoc/MAXPPP/dpa
Häusliche Gewalt. Foto: picture alliance/Francois Destoc/MAXPPP/dpa

Autorin des Abschnitts: Carol Hagemann-White
Gekürzt & aufbereitet: LpB-Internetredaktion
Originaltext: Carol Hagemann-White: Sexuelle und häusliche Gewalt gegen Frauen. Bürger & Staat, 3 - 2018, 128-133.


Als Gewalt gilt individuelles Handeln, das darauf abzielt oder in Kauf nimmt, andere zu schädigen, ob körperlich, seelisch, sexuell oder in ihrer sozialen Teilhabe.

Frauen werden in unserer Gesellschaft verhältnismäßig oft mit zwei Formen von Gewalt konfrontiert:

  • Häusliche Gewalt, also Gewalt in nahen Beziehungen, insbesondere durch Partner oder Ex-Partner.
  • Sexuelle Gewalt innerhalb von Beziehungen, aber auch im öffentlichen Raum und in der Arbeitswelt. 



Frauen und Männer sind von Gewalt unterschiedlich betroffen
Männer erleben körperliche und auch sexuelle Gewalt am häufigsten in öffentlichen Räumen, am ehesten in jungen Jahren, aber auch als Opfer gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. In Beziehungen, so der Befund von mehreren Studien, erleben Männer vor allem psychische Gewalt; körperliche Gewalt am ehesten durch leichte Ohrfeigen und selten so, dass Verletzungen folgen.


Tatort: die eigenen vier Wände

Foto: Photo by Breno Assis on Unsplash
Foto: Photo by Breno Assis on Unsplash

Frauen erleben körperliche (32 %) und sexuelle (13 %) Gewalt am häufigsten in Beziehungen oder nach einer Trennung und breit verteilt durch alle Altersgruppen ab 16 Jahren. Fast zwei Drittel von ihnen trugen mindestens einmal Verletzungen davon. Sowohl körperliche als auch gravierende sexuelle Gewalt erleben Frauen zu 70 Prozent in der eigenen Wohnung.


Sexuelle Belästigung ist am häufigsten

Die häufigste Form von Gewalt an Frauen ist allerdings die sexuelle Belästigung. Knapp 60 Prozent aller Befragten berichteten davon, von denen 86 Prozent dies im öffentlichen Raum durch wenig oder nicht bekannte Personen erlebt haben, während sexuelle Belästigung bei Arbeit, Ausbildung oder Schule am zweithäufigsten vorkam. 27 Prozent aller befragten Frauen haben Situationen sexueller Belästigung erlebt, in denen sie sich ernsthaft bedroht fühlten, und für neun Prozent führte sie zu ungewolltem Geschlechtsverkehr und/oder körperlicher Gewalt (zur Studie). 

Hintergrundinformationen

„Sexualisierte Gewalt“ – ein etwas schillernder Begriff

Einen Versuch, den Zusammenhang weiter zu fassen, stellt der etwas schillernde Begriff „sexualisierte Gewalt“ dar, der damit begründet wird, dass alle Formen der Nötigung bis hin zur Vergewaltigung auf die sexuelle Erniedrigung der Frau (bis hin zur Vernichtung) zielen und sich nur der sexuellen Handlungen bedienen, um Gewalt auszuüben. Häufig wird Gewalt gegen eine (auch ehemalige) Partnerin ebenfalls darunter gefasst, da sie mit einer sexuellen Beziehung einhergeht. Damit werden zum einen „Sex“ und „Gender“ verwechselt, denn Misshandlung, Herabsetzung und Kontrolle der Partnerin als Frau muss weder sexuell motiviert noch sexuelle Erscheinungsformen haben. Bei „häuslicher Gewalt“ handelt es sich in der Regel um zeitlich länger gestreckte Gewaltmuster, die alle Aspekte des Alltags durchdringen, zwar häufig auch eine Komponente sexueller Nötigung enthalten, aber zumeist nicht nur mit der Sexualität zu tun haben.

Was einen adäquaten Umgang mit diesen Gewaltphänomenen so schwierig macht, ist die in der westlichen Kultur verankerte Zuordnung zu der Privatsphäre. Das Private ist doppelt bestimmt. Als privat und schützenswert bewertet wird zum einen die Familie oder das Zusammenleben in Beziehungen, in denen Grundbedürfnisse tragend sein sollen. Dies betrifft den Ort der Gewaltanwendung. Zum anderen wird die Sexualität als intim und privat eingeordnet, und zwar so sehr, dass jede Situation (ganz gleich wo es sein mag), sobald sexuelle Aspekte erkennbar werden, spontan als Ausdruck privater, persönlicher Beziehungen gedeutet wird.

Steht eine junge Frau morgens um sieben an der Bushaltestelle und wird von einem ihr völlig unbekannten Mann angefallen, kann es passieren, dass die anderen Menschen wegsehen, weil sie sein Gezerre als Beziehungsstreit ansehen. Auch sexuelle Belästigung oder Stalking werden gerne verharmlost in der Annahme, es handele sich um eine schiefgelaufene Paardynamik, und dies auch wenn Übergriffe oder sexualisierte Herabsetzungen in der Öffentlichkeit, der Arbeitswelt oder beim Aufsuchen von Institutionen und Behörden passieren.

Die Zuordnung zur Privatsphäre gibt immer wieder den Anstoß zu Erklärungen für Gewalt, die Distanz schaffen sollen, sowohl zu den Tätern als auch zu den Opfern. Solche Erklärungen beruhigen das Bedrohliche der Gewalt im nahen Sozialraum. Es sind ja nicht wir, sondern andere, denen so etwas widerfährt!

Einige Beispiele:

  • Aus der Sicht der Mittelschicht wird oft jeder Hinweis aufgegriffen, der dafür spricht, dass die Gewalt vor allem bei den unteren sozialen Schichten vorkommt.
  • Aus der Sicht der einheimischen Bevölkerung eines Landes oder einer Region sind es die Zugezogenen, die Fremden, die Gewalt ausüben.
  • Exzesse von Alkohol und Drogen betrachten viele, die den eigenen Konsum für moderat und normal halten, als eine plausible Erklärung für Gewalt.

Doch solche einfachen Erklärungen werden der Vielschichtigkeit der Genese von Gewaltbereitschaft nicht gerecht, sondern zielen vor allem darauf, die Gewalt als Merkmal des Anderen, des Fremden einzuordnen und so auf Abstand zu halten. In einer Untersuchung für die Europäische Kommission wurde der Forschungsstand systematisch ausgewertet, um die Faktoren zu erfassen, die zur Täterschaft bei Gewalt gegen Frauen führen können (vgl. Hagemann-White u. a. 2010).

Dabei hat sich gezeigt, dass weder soziale Schicht noch Alkohol die Gewalt erklären, und bei Migration gibt es gemischte Ergebnisse in der Forschung. Empirisch gesehen steht weder sexueller Gewalt noch Misshandlung einer Partnerin systematisch in Zusammenhang mit dem Niveau des Alkoholkonsums. Allerdings finden viele männliche Jugendliche und junge Männer nichts dabei, eine Frau betrunken oder „high“ zu machen, damit sie der sexuellen Eroberung keinen wirksamen Widerstand entgegensetzt; dazu müssen sie ja selber mittrinken.

In Misshandlungsbeziehungen wiederum ist das Muster bekannt, dass der Mann zuerst trinkt und dann zuschlägt. So entstehen die Daten aus der Polizeistatistik, dass bei einem hohen Anteil der Gewaltsituationen Alkohol im Spiel war. Die Forschung bestätigt nicht, dass das Niveau des Alkoholkonsums ursächlich für die Gewalt ist, schon gar nicht für sexuelle Gewalt. Bei einer eher kleinen Gruppe der Täter wird Gewalt gegen die Partnerin durch bestimmte Muster des Trinkens (z. B. „Komasaufen“ oder tägliche Volltrunkenheit) gefördert, nicht aber durch hohen oder regelmäßigen Konsum von Alkohol.

International ist belegt, dass geringe Bildung, soziale Ausgrenzung und Armut mit Gewalt zusammenhängen, doch scheint es sich dabei eher um Milieus als um Individuen zu handeln; nicht der einzelne Arbeitslose beginnt seine Frau zu schlagen, sondern strukturelle Arbeitslosigkeit und Armut sowie die kollektiv fehlende Hoffnung sind für alle Formen von Gewalt und Kriminalität förderlich. In dieser Situation befindet sich ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Migranten der letzten Jahre. Eine differenzierte Analyse der deutschen Prävalenzdaten zur Gewalt in der Paarbeziehung stellte keine regelmäßige Beziehung zwischen Gewalt in der Paarbeziehung und sozialer Schicht bzw. Milieu fest (Schröttle 2008). Wohl aber war ein Migrationshintergrund von Bedeutung, wobei kein genereller Zusammenhang zu erkennen war. „Frauen türkischer Herkunft [waren] vergleichsweise häufiger und schwerer von körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt durch den aktuellen Partner betroffen. (…) Demgegenüber sind Frauen aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion – unabhängig vom Täter-Opfer-Kontext – häufiger sexueller Gewalt und Frauen deutscher Herkunft häufiger sexueller Belästigung ab dem Alter von 16 Jahren ausgesetzt“ (Schröttle/Khelaifat 2008: 14).

In der deutschen Mehrheitsbevölkerung waren zwei Gruppen von Frauen besonders häufig von schwerer Gewalt in der Paarbeziehung betroffen: zum einen jüngere Frauen ohne Bildungs- und Ausbildungsabschluss in einkommensschwachen Haushalten, zum anderen aber Frauen ab 45 mit höherwertigen Bildungsabschlüssen, die ein höheres Einkommen als der Mann bezogen (Schröttle 2008: 29, 35).

Ein ähnliches Ergebnis ergab die österreichische Prävalenzstudie: „Frauen mit einem Studienabschluss weisen grundsätzlich die höchste Prävalenz in allen Gewaltformen – ausgenommen der körperlichen Gewalt – auf, besonders in den Formen der sexualisierten Gewalt. Bei Männern verhält es sich gerade umgekehrt, sie werden bei niedrigem Bildungsstatus am ehesten Opfer von Gewalt“ (Kapella u. a.: 81).

Dies macht deutlich, dass das strukturelle Machtverhältnis sowohl auf reale Ressourcen verweist als auch symbolische Macht im Sinne kulturell tiefsitzender Überzeugungen über berechtigte Ansprüche (entitlement) ist.

Weder sind Männer von Natur aus Täter, noch sind Frauen von Natur aus Opfer von Gewalt. Das Zusammenwirken verschiedener Faktoren auf mehreren Ebenen führt dazu, Täter oder Opfer zu werden. Dabei gibt es unterschiedliche Wege, die zu verschiedenen Formen sexueller Gewalt führen, und diese sind nicht identisch mit dem Bild, das sich bei Gewalt in der Paarbeziehung zeigt.


Studien:

Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland (2004)

Gewalt in der Familie und im nahen sozialen Umfeld - Österreichische Prävalenzstudie zur Gewalt an Frauen und Männern (2011)

Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen (2009)


Viele kleinere, zermürbende Übergriffe kennzeichnen häusliche Gewalt

Der Nachteil aller diesen Studien besteht darin, den Blick vorrangig auf physische Gewalt auszurichten. Bei häuslicher Gewalt in der Paarbeziehung ist jedoch das zentrale Merkmal eine Kette von oft kleineren, aber zermürbenden Übergriffen und Nötigungen, die längerfristig eine umfassende Kontrolle durchsetzt.

Deutlicher noch ist die Eingrenzung bei sexueller Gewalt; hier haben die Studien nach Anfassen, durch körperlichen Zwang oder Drohungen erzwungenen sexuellen Handlungen und Eindringen in den Körper gefragt. Andere Übergriffe fielen unter die Rubrik „sexuelle Belästigung“. Doch Zudringlichkeit ohne Anfassen, Hinterherlaufen oder Zurufen sexualisierter Bemerkungen sind mehr als bloß „lästig“, und in vielen Situationen ist es für die Frau nicht einschätzbar, ob oder wann die Aufdringlichkeit in einen körperlichen Zugriff übergehen wird.

Davon abgesehen: Ungefragt und aufdringlich als sexuelle Beute behandelt zu werden, zumal wenn dies hartnäckig, geringschätzig oder im vulgären Ton erfolgt, ist entwürdigend. 

Kostenloses Material der LpB BW

zum ausführlichen Beitrag von Carol Hagemann-White

Der ungekürzte Beitrag "Sexuelle und häusliche Gewalt gegen Frauen" von Carol Hagemann-White erschien in der Ausgabe 3 im Jahr 2018 in der Zeitschriftenreihe Bürger & Staat. Das Thema der Publikation war "Gewalt". 

zum kostenlosen Download

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Zahlen & Fakten: Europa

Gewalt gegen Frauen in Europa

Infografik: Jede 3. Europäerin war bereits Opfer von Gewalt | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Jede dritte Europäerin wurde bereits Opfer von Gewalt - das zeigte diese 2014 veröffentliche Studie der FRA European Union Agency for Fundamental Rights.

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Am 16. April 2018 protestierten verschiedene Organisationen in Dhaka, Bangladesch, gegen die Vergewaltigung von Kindern und Frauen. Foto: picture alliance / NurPhoto / Khandaker Azizur Rahman Sumon.
Am 16. April 2018 protestierten verschiedene Organisationen in Dhaka, Bangladesch, gegen die Vergewaltigung von Kindern und Frauen. Foto: picture alliance / NurPhoto / Khandaker Azizur Rahman Sumon.

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