Tag der Deutschen Einheit - 3. Oktober 2020

30 Jahre Deutsche Einheit

Seit 30 Jahren sind Ost- und Westdeutschland wieder vereint: Am 3. Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag in Kraft, mit dem die frühere DDR der Bundesrepublik beitrat - damit war die Teilung Deutschlands nach 45 Jahren überwunden. Eine ganze Generation ist seitdem aufgewachsen, die keine Erinnerungen mehr an die Teilung hat.

Dennoch gibt es weiterhin Unterschiede im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichem Bereich: In den neuen Bundesländern sind weniger Menschen mit dem politischen System der Bundesrepublik zufrieden - und ihr Anteil wächst. Noch immer ist die Arbeitslosigkeit im Osten höher - doch viele junge Menschen, die vor einigen Jahren Arbeit in den alten Bundesländern gesucht haben, kehren zurück. Und berufstätige Mütter sind in den neuen Bundesländern häufiger - hier sind es die alten Bundesländer, die beim Ausbau der Kinderbetreuung langsam, aber stetig aufholen.

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Kurz & knapp: Der 3. Oktober, ein Feiertag

Deutsche Geschichte einfach erklärt

  • Der 3. Oktober ist ein fester Feiertag in Deutschland.
     
  • Was feiern wir? Friedliche Revolution und Deutsche Einheit jähren sich 2019 und 2020 zum dreißigsten Mal. An diesem Datum wird seit 30 Jahren die Deutsche Einheit - der Zusammenschluss von West- und Ostdeutschland - gefeiert. 1990 wurde die DDR formal als Staat aufgelöst und der Bundesrepublik angegliedert. Damit war nach 45 Jahren der Trennung die staatliche Einheit Deutschlands wiederhergestellt.
     
  • Seitdem ist nicht mehr der Regierungssitz Bonn vorläufige Hauptstadt der Bundesrepublik, sondern Berlin. Das ist im Einigungsvertrag festgelegt.
     
  • Die Wiedervereinigung fand unter Kanzler Helmut Kohl statt. Sie hat Deutschland viel Geld gekostet.
     
  • Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es heute immer noch. 
     
  • 2020 richtet die Stadt Potsdam die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit aus. 

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Wie wurde der 3. Oktober zum Nationalfeiertag?

Der 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit und damit der für Gesamtdeutschland wichtigste Feiertag.  Der von der Volkskammer der DDR am 23. August 1990 beschlossene Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes nach Art. 23 des Grundgesetzes trat am 29. September 1990 in Kraft. Damit lag die rechtliche Voraussetzung für die Wiedervereinigung vor. Seinen formalen Abschluss fand der Prozess der Wiedervereinigung eine Woche später am 3. Oktober 1990, dem offiziellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Am 3. Oktober 2020 feiert Deutschland den Nationalfeiertag daher zum 30. Mal.

Die DDR hörte am 3. Oktober 1990 auf zu existieren. Dies war nicht nur eine Wende für Deutschland, dies war das Ende des Kalten Krieges und Europa ist zusammengewachsen. Nach 45 Jahren der Trennung war die staatliche Einheit Deutschlands wiederhergestellt. Zugleich ist seitdem Berlin, Bundesland und Hauptstadt des vereinten Deutschland, wiedervereinigt und vom Besatzungsstatut befreit.

Der Tag der Deutschen Einheit löste in dieser Funktion für das Gebiet der alten Bundesrepublik den 17. Juni ab, für das Gebiet der vormaligen DDR den am 7. Oktober begangenen Tag der Republik (siehe dazu: 17. Juni 1953).

Nach der Wende war zunächst der Tag des Mauerfalls, also der 9. November, als Nationalfeiertag im Gespräch. Da auf diesen Tag aber auch die Reichspogromnacht von 1938 fällt, nahm man von dieser Idee Abstand und wich auf den 3. Oktober aus, da an diesem Tag die deutsche Einheit vollzogen wurde. Dies wurde in Artikel 2 des Einigungsvertrags festgelegt, wodurch der Tag der Deutschen Einheit der einzige gesetzliche Feiertag in Deutschland ist, der durch Bundesrecht festgelegt ist. Alle anderen Feiertage sind Ländersache.

Einigungsvertrag, Artikel 2 Einigungsvertrag: Hauptstadt, Tag der Deutschen Einheit
"(1) Hauptstadt Deutschlands ist Berlin. Die Frage des Sitzes von Parlament und Regierung wird nach der Herstellung der Einheit Deutschlands entschieden.
(2) Der 3. Oktober ist als Tag der Deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag."

Die Festlegung des Termins 3. Oktober erfolgte in einer am 22. August 1990 vom damaligen DDR-Ministerpräsidenten und CDU-Politiker Lothar de Maizière beantragten Sondersitzung der Volkskammer, die um 21 Uhr begann. Nach hitziger Debatte gab die ehemalige Präsidentin der Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl, um 2.30 Uhr am 23. August als Abstimmungsergebnis bekannt:

"Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit der Wirkung vom 3. Oktober 1990. Das liegt Ihnen in der Drucksache Nr. 201 vor. Abgegeben wurden 363 Stimmen. Davon ist keine ungültige Stimme abgegeben worden. Mit Ja haben 294 Abgeordnete gestimmt. Mit Nein haben 62 Abgeordnete gestimmt, und sieben Abgeordnete haben sich der Stimme enthalten. Meine Damen und Herren, ich glaube, das ist ein wirklich historisches Ereignis. Wir haben uns die Entscheidung alle sicher nicht leicht gemacht, aber wir haben sie heute in Verantwortung vor den Bürgern der DDR in der Folge ihres Wählerwillens getroffen. Ich danke allen, die dieses Ergebnis im Konsens über Parteigrenzen hinweg ermöglicht haben."

Am 3. Oktober 1990 wurde erstmals die "Fahne der Einheit", die größte offizielle Bundesflagge, vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gehisst. Am Tag der Deutschen Einheit werden zudem bundesweit die obersten Bundesbehörden und ihre Geschäftsbereiche sowie die Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen, beflaggt. Das Gedenken am 3. Oktober soll das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen nach den Jahrzehnten der Trennung fördern und die staatliche Einheit festigen.

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Warum wird der 3. Oktober jedes Jahr in einer anderen Stadt gefeiert?

Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet seit 1990 in der Landeshauptstadt jenes Bundeslandes statt, das zu diesem Zeitpunkt den Vorsitz im Bundesrat inne hat. In der "Königsteiner Vereinbarung" wurde dies festgelegt.

Potsdam ist 2020 Gastgeber anlässlich der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2020, Das Land Brandenburg richtet die zentralen Feierlichkeiten von Bund und Ländern zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit aus. Die Feierlichkeiten findet unter dem Motto "30 Jahre - 30 Tage - 30x Deutschland" vom 5. September bis 4. Oktober statt.  Infolge der geltenden Corona-Beschränkungen für Großveranstaltungen kann es in der Landeshauptstadt Potsdam kein Bürgerfest geben. Dafür wird alternativ eine vielseitige Open-Air-Ausstellungim öffentlichen Stadtraum vorbereitet.

Gestaltet wird die Ausstellung von den Bundesländern, den Bundesverfassungsorganen und den Gastgebern (Land Brandenburg und Landeshauptstadt Potsdam). Auf Flächen von jeweils 30 Quadratmetern sollen Installationen im Freiraum oder in gläsernen Cubes für vielfältige kreative Blicke auf Deutschland und seine 30-jährige Einheitsgeschichte sorgen. Über zwanzig LED-Stelen liefern ergänzend kuratiertes Infotainment, sie werden angedachte Länder- und Thementage ideal unterstützen.

Die Besucher*innen der Potsdamer City können die Ausstellung im Vorübergehen entdecken; Interessierte werden durch ein Wegeleitsystem von Station zu Station geführt. Die Brandenburg-Präsentation am Alten Markt steht unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern“.

Die Höhepunkte der Feierlichkeiten sind am 3. Oktober 2020 ein ökumenischer Gottesdienst sowie der offizielle Festakt in der "Metropolis Halle". Weitere Informationen unter www.tag-der-deutschen-einheit.de.

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Wie kam es zur Wiedervereinigung Deutschlands? Eine Chronik wichtiger Ereignisse

Montagsdemonstrationen

Vier Jahrzehnte lang war die Politik der DDR durch das Machtmonopol der SED bestimmt worden, bis im Herbst 1989 die gewaltfreie Bürgerbewegung schneeballartig an Größe zunahm und ihre Forderungen immer deutlicher formulierte. Die "friedliche Revolution", initiiert und getragen von den DDR-Bürgerinnen und Bürgern, hatte ihren Lauf genommen. Im Anschluss an das traditionell stattfindende Montagsgebet in der Nikolaikirche in Leipzig kam es seit etwa Mitte August 1989 zu immer größeren Demonstrationen - den so genannten Montagsdemonstrationen- in der Innenstadt. Am 6. Oktober gingen 150.000 Menschen auf die Straße, am 6. November forderten fast 500.000 Menschen Reise-, Versammlungs-, und Vereinigungsfreiheit. In dieser Zeit wurde auch der bekannt gewordene Ruf "Wir sind das Volk!" geprägt, der später von vielen zu "Wir sind ein Volk!" umgeformt wurde.

Wie kam es zum Mauerfall?

Der Mauerfall

Am 8. und 9. November 1989 fand das ZK-Plenum der SED statt. Gleichzeitig wurde ein einfaches und weitgehendes neues Reisegesetz ausgearbeitet und im ZK der SED verlesen. Kaum einer der Anwesenden erkannte die Brisanz dieses Entwurfs.

Am 9. November um 18 Uhr begann die Live-Übertragung einer Pressekonferenz mit Günter Schabowski (1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin). Kurz vor Ende der Pressekonferenz um 18:57 Uhr fragte der italienische Journalist Riccardo Ehrman, ob der Entwurf des Reisegesetzes nicht ein Fehler gewesen sei. Schabowski teilte den erstaunten Journalisten mit, dass ab sofort Westreisen für jedermann möglich sind. Viele DDR-Bürger sahen die Mitteilung im Fernsehen: 

"Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. ...Also, Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt...Das tritt nach meiner Kenntnis, ähh, ist das sofort, unverzüglich."

Schon gegen 20.30 Uhr trafen die ersten DDR-Bürger am Grenzübergang Bornholmer Straße ein um zu sehen, was los ist. Der Grenzübergang war aber weiterhin für DDR-Bürger ohne gültiges Visum geschlossen. Es kamen immer mehr Menschen zum Grenzübergang. Es spielten sich tumultartige Szenen ab, am Schlagbaum wurde es immer bedrohlicher. Eine halbe Stunde vor Mitternacht entschlossen sich einzelne Grenzkommandanten, die Tore einfach zu öffnen.

Was über Jahre hinweg niemand mehr zu hoffen gewagt hatte: Am 9. November 1989 wurde es Wirklichkeit - die Mauer fiel! Tausende Ost- und Westdeutsche feierten in dieser Nacht miteinander ein Freudenfest.

Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989

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Volkskammerwahl

Die Volkskammerwahl vom 18. März 1990 stellte eine Zäsur in der Geschichte der DDR dar: Erstmals konnten sich die 12,2 Millionen Wahlberechtigten frei zwischen 19 Parteien und fünf Listenverbindungen entscheiden. Meinungsumfragen zufolge lag die SPD in der Wählergunst Anfang Februar noch mit 54 Prozent der Stimmen deutlich in Führung vor der PDS (der einstigen SED und heutigen Die Linke) mit 12 Prozent und der CDU mit 11 Prozent. Das Wahlergebnis sah dann aber völlig anders aus: Am 18. März stimmten 48 Prozent der Befragten für die Parteien der "Allianz für Deutschland" mit der CDU als stärkster Gruppierung. Die SPD kam nur auf 21,9 Prozent der Stimmen, gefolgt von der PDS mit 16,4 Prozent und der "Allianz freier Demokraten" mit 5,3 Prozent.

Das Ergebnis war ein unüberhörbarer Ruf nach rascher Wiedervereinigung und (sozialer) Marktwirtschaft sowie eine klare Zurückweisung jeder Form des Sozialismus. Die Wahlniederlage der SPD kam wohl vor allem deshalb zustande, da die Sozialdemokraten die drängenden Wiedervereinigungserwartungen vieler Ostdeutscher enttäuscht hatten. Der Wahlausgang bedeutete zugleich das faktische Ende der DDR.

Der außenpolitische Weg zur deutschen Einheit führte über die Zustimmung der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs (USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion): Seit dem 5. Mai 1990 berieten in den sogenannten Zwei-plus-Vier-Gesprächen die Außenminister der vier Siegermächte zusammen mit ihren Kollegen aus den beiden deutschen Staaten über die Ablösung der Rechte der Alliierten sowie die Haltung der Sowjetunion zur Bündniszugehörigkeit Gesamtdeutschlands.

Am 18. Mai 1990 wurde der Vertrag über die Schaffung einer Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik und der DDR unterzeichnet, obgleich viele Wirtschaftsexperten vor den negativen Folgen für die marode DDR-Wirtschaft warnten. Die DDR übernahm ab dem 1. Juli 1990 große Teile der Wirtschafts- und Rechtsordnung der Bundesrepublik, die D-Mark wurde das einzige Zahlungsmittel in der DDR. Damit war die Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik praktisch vollzogen.

Der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow erteilte überraschend nach Gesprächen am 15. und 16. Juli 1990 mit Bundeskanzler Helmut Kohl seine Zustimmung zur Deutschen Einheit. Der Durchbruch der Gespräche wurde am 16. Juli 1990 erzielt: Zum Zeitpunkt der Vereinigung soll Deutschland "seine volle und uneingeschränkte Souveränität" erhalten. Mit Gorbatschows Zustimmung zur NATO-Mitgliedschaft eines vereinten Deutschlands fällt das letzte Hindernis auf dem Weg zur deutschen Einheit.

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Der Einigungsvertrag

Am 31. August 1990 unterzeichneten die beiden Verhandlungsführer Innenminister Wolfgang Schäuble und DDR-Staatssekretär Günther Krause den "Vertrag zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland über die Herstellung der Einheit Deutschlands", kurz Einigungsvertrag.


Was ist der Einigungsvertrag?

Dieser Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik beinhaltet und regelt die Auflösung der DDR, ihren Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland und besiegelt damit die deutsche Einheit. Mit dem Einigungsvertrag endete ein einmaliger Prozess: Ein Staat löste sich friedlich und demokratisch selbst auf. DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière bezeichnete den von beiden deutschen Regierungen ausgehandelten Vertrag im Anschluss als einen "Erfolg für die Demokratie".

Der Einigungsvertrag im Wortlaut


Was steht im Einigungsvertrag?

Durch den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland wurden viele Veränderungen notwendig, die der Vertrag beschreibt. Dazu gehören unter anderem beitrittsbedingte Änderungen des Grundgesetzes, die Rechtsangleichung und die Neuordnung der Öffentlichen Verwaltung und des Öffentlichen Vermögens.

In neun Kapiteln und 45 Artikeln regelt das Vertragswerk auf rund 1.000 Seiten die Bedingungen für die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990. Der Einigungsvertrag enthält sechs Änderungen des Grundgesetzes und regelt detailliert die mit dem Beitritt verbundenen Rechtsfragen. Sein Inhalt ist geltendes Bundesrecht. 

  • "... ausgehend von dem Wunsch der Menschen in beiden Teilen Deutschlands, gemeinsam in Frieden und Freiheit in einem rechtsstaatlich geordneten, demokratischen und sozialen Bundesstaat zu leben, ..." 

    Eingangsformel des Einigungsvertrags

  • "... in dankbarem Respekt vor denen, die auf friedliche Weise der Freiheit zum Durchbruch verholfen haben, die an der Aufgabe der Herstellung der Einheit Deutschlands unbeirrt festgehalten haben und sie vollenden, ..." 

    Eingangsformel des Einigungsvertrags

  • " ... in dem Bestreben, durch die deutsche Einheit einen Beitrag zur Einigung Europas und zum Aufbau einer europäischen Friedensordnung zu leisten, in der Grenzen nicht mehr trennen und die allen europäischen Völkern ein vertrauensvolles Zusammenleben gewährleistet, ..."

    Eingangsformel des Einigungsvertrags

  • Art 1 Länder

    (1) Mit dem Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes am 3. Oktober 1990 werden die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Länder der Bundesrepublik Deutschland. 

  • Art 2 Hauptstadt, Tag der Deutschen Einheit

    (1) Hauptstadt Deutschlands ist Berlin. (...)

    (2) Der 3. Oktober ist als Tag der Deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag.

Wie entstand der Vertrag?

Am 6. Juli 1990 begannen in Ost-Berlin die Verhandlungen über den Einigungsvertrag (2. Staatsvertrag) zum Beitritt der DDR auf Grundlage des Artikels 23 des Grundgesetzes. Nach langen Diskussionen über den Beitrittstermin beschloss die Volkskammer in einer Sondersitzung in der Nacht vom 22. auf den 23. August 1990 mit 294 von 400 Stimmen den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes zum 3. Oktober 1990. 

Folgen: neues Bundesgebiet, neue Bundesländer

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wurde damit auf das bisherige Gebiet der DDR ausgedehnt. Aus den 14 DDR-Bezirken entstanden die fünf neuen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gebildet. Das neue Land Berlin bildeten die 23 Bezirke von Berlin, das zugleich als Hauptstadt des vereinten Deutschlands bestimmt wurde. Die Bundesrepublik übernahm das DDR-Vermögen und haftete für die Schulden.

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ZDF Heute Nachrichten 3.10.1990 - Tag der deutschen Einheit

YouTube Video (10 Min.)

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Wie unterscheiden sich Ost- und Westdeutsche politisch?

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den politischen Einstellungen lassen sich an verschiedenen Punkten aufzeigen: 

  • Wahlbeteiligung: Die Wahlbeteiligung in den neuen Bundesländern ist in der Regel niedriger als in den alten Bundesländern. Wenn man sich beispielsweise die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen ansieht, stehen auf den vorderen Plätzen westdeutsche Bundesländer: Bayern (72,3 Prozent im Jahr 2018), Baden-Württemberg (70,4 Prozent im Jahr 2016) oder Rheinland-Pfalz (70,4 Prozent 2016). Die neuen Bundesländer stehen zum Teil auf den hinteren Plätzen, auch wenn sie in den vergangenen Landtagswahlen eine deutlich höhere Wahlbeteiligung verzeichnen konnten: Brandenburg (61,3 Prozent im Jahr 2019), Sachsen (66,5 Prozent 2019), Thüringen (64,9 Prozent 2019), Mecklenburg-Vorpommern (61,9 Prozent im Jahr 2016) und Sachsen-Anhalt (61,1 Prozent 2016).
  • Weltbild junger Menschen: Bei den Zukunftssorgen junger Menschen zwischen 15 und 24 Jahren gibt es bis heute gewisse Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Über den Klimawandel machen sich in Westdeutschland 62 Prozent der Befragten große Sorgen, in Ostdeutschland sind es 56 Prozent. Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen wird sowohl in West- (62 Prozent) als auch in Ostdeutschland (60 Prozent) als großes Problem empfunden. Die Zunahme von Gewalt und Kriminalität wird in Ostdeutschland (61 Prozent) bedrohlicher wahrgenommen als in Westdeutschland (53 Prozent). Außerdem sind in Ostdeutschland mehr junge Menschen (40 Prozent) besorgt, dass der Islam in Deutschland an Einfluss gewinnen könnte als in Westdeutschland (29 Prozent) (Quelle: Kinder der Einheit von 2019, Tabelle S.39).
     
  • Zufriedenheit mit der Demokratie: Die Zufriedenheit der Bürger*innen mit der Demokratie ist in Ost und West unterschiedlich stark ausgeprägt. Verschiedene Studien erbringen jedoch teilweise abweichende Antworten auf die Frage, wie zufrieden die Menschen in Ost- und Westdeutschland mit der Demokratie sind. Die Ergebnisse hängen von der Art der Befragung, von den Antwortmöglichkeiten und vom Zeitpunkt der Befragung ab. Das sollte man bei der Deutung der Ergebnisse beachten.
    Dem Jahresbericht 2020 der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit nach hielten im Westen 91 Prozent der Menschen die Demokratie für die beste Staatsform, im Osten würden das nur 78 Prozent der Befragten so sehen. Es seien große Demokratiedefizite bei vielen Menschen in Ostdeutschland festgestellt worden. Das Vertrauen in die Institutionen und die Demokratie sei auf einem erschreckend niedrigen Niveau. 
    In einer Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung von 2019 heißt es, in Westdeutschland seien 49,5 Prozent, in Ostdeutschland 35,6 Prozent der Befragten zufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland.
    In einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung von 2019 gaben 40 Prozent der befragten Westdeutschen und lediglich 22 Prozent der befragten Ostdeutschen an, "sehr zufrieden" oder "zufrieden" mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland zu sein. Die größte Gruppe von Bürger*innen sei "teils zufrieden, teils unzufrieden" (44 Prozent im Westen, 49 Prozent im Osten). 15 Prozent der Befragten im Westen und 28 Prozent im Osten gaben an, "ziemlich unzufrieden" oder "sehr unzufrieden" mit den Funktionieren der Demokratie zu sein. 

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Welche wirtschaftlichen Unterschiede gibt es?

  • Demografische Entwicklung: Von 1990 bis 2019 ist die Bevölkerung in den westdeutschen Bundesländern um 5,4 Millionen Menschen gestiegen. Im gleichen Zeitraum verloren die fünf ostdeutschen Bundesländer rund 2,2 Millionen Einwohner*innen. Dieser Trend wurde in den vergangenen Jahren unterbrochen: Die Abwanderung aus dem Osten in den Westen ist seit 2015 gestoppt und auch die Kinderzahlen steigen. Zu den Gewinnern dieser Entwicklung zählen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und vor allem Brandenburg, das von der Nähe zu Berlin profitiert. Die Binnenwanderung wird vor allem von jungen Erwachsenen geprägt. Während die 18- bis 29-Jährigen ihren Wohnsitz eher von den neuen in die alten Bundesländer verlegen, werden diese Verluste in Ostdeutschland durch die Zuwanderung von jungen Paaren mit kleinen Kindern und von Personen über 50 Jahren ausgeglichen. Während 1990 die Bevölkerung in den neuen Ländern jünger war als die in den alten, ist es heute umgekehrt: 2018 betrug das Medianalter 50 Jahre (neue Länder) bzw. 45,4 Jahre (alte Länder). Die demographische Trennlinie verläuft jedoch nicht nur zwischen Ost und West, sondern zunehmend auch zwischen Großstädten samt Umland und ländlichen Regionen (Zeit.de: Ost-West-Wanderung).
     
  • Wertschöpfung: In Ostdeutschland leben knapp 20 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Ihr Anteil an der Gesamtwertschöpfung des Landes beträgt im verarbeitenden Gewerbe aber nur etwa 10 Prozent, im Bereich Dienstleistungen lediglich 12 Prozent. 93 Prozent der größten deutschen Unternehmen haben ihren Sitz in Westdeutschland, ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sind nach wie vor im Westen. Das geht aus einer Studie (2019) des Hallenser Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor.
     
  • Einkommen: Im Durchschnitt verdienen die Ostdeutschen noch immer 14 Prozent weniger als die Westdeutschen. Die Lücke schließt sich seit Mitte der 1990er nur sehr langsam. 
     
  • Bruttoinlandsprodukt: Aus den Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder geht hervor, dass sich der BIP pro Person in Ostdeutschland zwar seit 1991 von 9.758 Euro im Durchschnitt auf bis zu 32.721 Euro (Stand 2019) steigern konnte, dennoch ist weiterhin ein deutlicher Unterschied zum BIP in Westdeutschland (43.449 Euro) vorhanden.
     
  • Wirtschaftskraft: Die Wirtschaftskraft Ostdeutschlands ist von 43 Prozent im Jahr 1990 auf 79,1 Prozent des westdeutschen Niveaus im Jahr 2019 gestiegen und entspricht damit nahezu dem Durchschnitt der Europäischen Union. Die neuen Bundesländer verkürzen den Abstand ihrer Wirtschaftsleistung gegenüber dem bundesdeutschen Durchschnitt stetig weiter, wenn auch in kleinen Schritten.
     
  • Arbeitslosenquote: In einigen Bereichen hat Ostdeutschland in den vergangenen Jahren stark aufgeholt. Speziell bei den Arbeitslosenquoten lässt sich diese Tendenz nachweisen. Während 2001 die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland (17,3 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie in Westdeutschland (7,2 Prozent) war, hat sich dieser Unterschied mittlerweile deutlich verkleinert: 2019 lag die Quote im Osten bei 6,4 Prozent und im Westen bei 4,7 Prozent. Allerdings ist durch den Corona-Effekt die Arbeitslosenquote in den neuen Ländern im Juli 2020 mit 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr etwas höher gestiegen als in den alten Ländern mit 1,3 Prozentpunkten. 

    (Quellen: Einheitsbericht 2020 / Einheitstudie 2020)

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Wie viel hat die deutsche Einheit gekostet?

Die Ostdeutschen haben sich 1989 nach jahrzehntelanger Diktatur den Weg zur Demokratie friedlich erkämpft. 1990 wurde der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik als unverhofftes Geschenk der Geschichte euphorisch begrüßt und die Zukunft in den schönsten Farben ausgemalt. Heute sind Ungeduld und enttäuschte Erwartungen zuweilen in Verdruss und neue Entfremdung umgeschlagen. Ist wirklich zusammengewachsen, was zusammengehörte, oder sind an die Stelle der alten Mauern jetzt andere getreten?

Die Wiedervereinigung bescherte den Menschen in Ostdeutschland viele Verbesserungen ihres Alltagslebens: Dazu gehört zuerst, dass politische Unterdrückung und Bespitzelung friedlich ihr Ende gefunden hatten und dass Menschen, die ihr Land verlassen wollen, nicht mehr Gefahr laufen, getötet oder eingesperrt zu werden. Ebenso wichtig ist, dass die Ostdeutschen die parlamentarische Demokratie und deren Institutionen grundsätzlich angenommen haben. Die Bevölkerung Ostdeutschlands beurteilt das aktuelle Erscheinungsbild der Demokratie allerdings stets wesentlich kritischer als es im Westen der Fall ist. Eng verbunden mit dem Herbst 1989 bleibt auch die Erkenntnis, bedrückende und einengende Zustände friedlich überwinden zu können.

Die Wirtschaft der DDR war 1989 am Ende, mit mangelhafter Kapitalausstattung, veraltetem Produktionsapparat und unzureichender Infrastruktur. Von daher war die wirtschaftliche Vereinigung - von den Menschen in der DDR herbeigesehnt - mit einer schweren Hypothek belastet. Enorme Investitionen waren erforderlich, um das Versäumte nachzuholen.

Transferleistungen und Solidarpakt

Schätzungen, dass sich die Nettotransfersumme für den Zeitraum von 1991 bis 2009 auf 1,4 Billionen Euro beläuft, gründen sich auf Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Ein großer Teil davon sind Sozialleistungen, die über Transfers in der Renten- und Arbeitslosenversicherung finanziert werden. Das Dresdner ifo Institut stellt in seiner Berechnung für den Zeitraum 1991 bis 2013 den Transferleistungen von Ost nach West die Steuer- und Beitragseinnahmen gegenüber, die sich aus der Wiedervereinigung ergaben. Alle Transferleistungen zusammengenommen belaufen sich laut ifo Institut auf 3,4 Billionen Euro. Dem gegenüber stehen 1,8 Billionen Euro an Steuer- und Beitragseinnahmen, die infolge der Wiedervereinigung zwischen 1991 und 2013 an den Staat gingen. Daraus ergibt sich ein Nettotransfer von 1,6 Billionen Euro. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

Der Solidarpakt zwischen Bund und Ländern war das finanzielle Rückgrat für den Aufbau Ost. Die erste Vereinbarung über die milliardenschweren Hilfen trat 1995 in Kraft und lief bis 2004. Dieser Solidarpakt I stellte sicher, dass die neuen Länder über den Finanzausgleich vom Bund und den alten Ländern insgesamt 94,5 Milliarden Euro erhielten. Damit wurden ökologische Altlasten beseitigt und der Erhalt industrieller Kerne unterstützt. Außerdem wurde der Wohnungsbau gestärkt. Der Solidarpakt II knüpfte unmittelbar daran an. Er trat am 1. Januar 2005 in Kraft und galt bis 2019. Darin verpflichtete sich der Bund, den neuen Ländern für den Aufbau Ost 156,5 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.

Seit 2020 sind die Bund-Länder-Finanzbeziehungen neu geordnet (Quelle: Der Beauftragte für die neuen Bundesländer). Als weitere Fördermaßnahme steht seit 2020 vor allem das gesamtdeutsche Fördersystem für strukturschwache Regionen in ganz Deutschland zur Verfügung. 

Negativer Diskurs über den Einigungsprozess

Trotz aller Erfolge entwickelte sich der Diskurs über den Einigungsprozess häufig negativ. Dafür gab es handfeste Gründe: Neben der hohen Arbeitslosigkeit und der Zerschlagung der Industrie nach der Wende störte die Ostdeutschen vor allem, dass bei ihnen Leitungspositionen zunächst ausschließlich von Westdeutschen übernommen wurden und im Gegenzug jüngere Menschen, insbesondere gut ausgebildete Facharbeiterinnen und Facharbeiter, in den Westen zogen. Ostdeutschlands Wanderungsbilanz gegenüber den westlichen Bundesländern wies deutlich negative Werte aus.

Weitere Faktoren, die erschwerten, dass die "Mauer in den Köpfen" dauerhaft zum Einsturz gebracht wurde, waren die Ungleichheit bei Spareinlagen, Grund- sowie industriellem Eigentum oder die geringeren Gehälter bei gleicher Arbeitsleistung, verbunden oft noch mit einer längeren Arbeitszeit.

Die deutsche Vereinigung war improvisiert. Es gab keinerlei konkrete, alsbald umsetzbare Planungen für den Vereinigungsfall. Der Hauptfehler des Vereinigungswegs war es wohl, aus politischen Gründen den sozialen Transfers den Vorrang vor den investiven zu geben. Dass außerdem das Sozialsystem eins zu eins übertragen wurde, hatte in vielen Regionen und Branchen zur Folge, dass es bis heute nur geringe Unterschiede zwischen Sozial- und Nettolohneinkommen gibt. Das Lohnabstandsgebot dürfte vielerorts nicht eingehalten werden. Weit mehr als die Hälfte der früheren Arbeitsplätze war verloren gegangen, und dieser Verlust wurde durch die Entstehung neuer Arbeitsplätze bei weitem nicht kompensiert. Nur: Hätte ein anderer Weg besser funktioniert?

Anpassung der Lebensverhältnisse

Eine Generation nach der Wiedervereinigung haben sich die ökonomischen Lebensverhältnisse in den ost- und westdeutschen Bundesländern, insbesondere der materielle Wohlstand, deutlich verbessert und aneinander angeglichen. Doch trotz massiver Unterstützung der Wirtschaft in den neuen Ländern und trotz milliardenschwerer Investitionen in die Infrastruktur ist das Ziel, in Ostdeutschland eine wettbewerbsfähige Wirtschaftsregion zu schaffen, erst zum Teil erreicht. Zwar ist die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken, auch bei der Wirtschaftskraft hat der Osten aufgeholt, aber etwa bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hinken die neuen den alten Bundesländern noch immer hinterher. (Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)

Detaillierte Informationen des Wirtschaftsministeriums: zum Stand der Deutschen Einheit 2020.

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Reden zum Tag der Deutschen Einheit

2020: Rede von Angela Merkel

Rede von Bundeskanzlerin Merkel anlässlich des Festakts zum Tag der Deutschen Einheit 2020 in Potsdam

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Festakt bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedankt, die dazu beigetragen haben, dass "die Deutsche Einheit im Großen und Ganzen gelungen ist". Es habe viel Mut gebraucht, um dahinzukommen und man müsse wieder "mutig sein, um den Zusammenhalt unserer ganzen Gesellschaft immer wieder einzufordern".

"Ich denke, wir können uns alle freuen, heute in Frieden und Freiheit den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit zu begehen", sagte Bundeskanzlerin Merkel zum Festakt des Jubiläums in Potsdam. Es habe viel Mut gebraucht, um dahinzukommen und man werde weiterhin Mut brauchen, um gemeinsam in Ost und West, in Nord und Süd , "einen guten, friedlichen Weg weiterzugehen". Sie wünsche sich, "dass wir weiterhin mutig neue Wege beschreiten, damit auch die, die nach uns kommen, und die jungen Menschen, die Kinder, ein gutes Leben haben, und dass wir neugierig auf die neuen Zeiten sind", so die Kanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte das Jubiläum auch vor dem Deutschen Bundestag. Es sei "Anlass zu Dankbarkeit gegenüber denjenigen, die damals mit ihrem persönlichen Einsatz und ihrem Mut die Wiedervereinigung möglich gemacht haben, den Bürgerechtlern und vielen Menschen, die auf die Straßen und in die Kirchen gegangen sind, die friedlich demonstriert haben." Der Tag sei auch Anlass zu Dankbarkeit für die historisch beispiellose Leistung eines ganzen Volkes, in diesen 30 Jahren die Wiedervereinigung im Äußeren und Inneren zu vollziehen, so Merkel.

Rückblickend auf 30 Jahre stellte die Bundeskanzlerin fest, dass viel erreicht wurde, dass die Unterschiede in den Lebensverhältnissen zwischen Ost- und Westdeutschland deutlich reduziert werden konnten. Allerdings, so Angela Merkel, gebe es weiterhin strukturelle Unterschiede. Die Einheit bleibt eine gesamtdeutsche Herausforderung. Schwerpunkte dabei seien unter anderem die Wohnraumknappheit vor allem in Großstädten, die Überalterung in ländlichen Gebieten und der Strukturwandel in den Kohlerevieren.

2020: Rede von Frank-Walter Steinmeier

Rede von Bundespräsident Steinmeier anlässlich des Festakts zum Tag der Deutschen Einheit 2020 in Potsdam

Bundespräsident Steinmeier hat in seiner Rede eine Gedenkstätte für die Friedliche Revolution in der DDR angeregt.

Wenn die Friedliche Revolution auch heute Ermutigung sein kann, "dann schaffen wir doch eine Stätte, die an diesen Mut erinnert!", sagte Steinmeier in seiner Rede. Es gebe heute schon viele Orte des Gedenkens. "Aber bräuchten wir nicht einen herausgehobenen Ort, mehr als ein Denkmal, der an die wirkmächtigen Freiheits- und Demokratieimpulse der Friedlichen Revolutionäre erinnert?", fragte der Bundespräsident. "Einen Ort, der erinnert an die erfüllten, aber auch an die unerfüllten Träume von einer besseren und gerechteren Zukunft. Einen Ort, der daran erinnert, dass die Ostdeutschen ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen und sich selbst befreit haben." Die Friedliche Revolution habe eine Diktatur zu Fall gebracht. "Das ist eine Sternstunde, die auf ewig Platz haben wird in der deutschen Demokratiegeschichte."

Durch das Zusammenwachsen von Ost und West, durch Zuwanderung und Integration sei das Land vielfältiger und unterschiedlicher geworden. "Wir sind das Volk" bedeute heute "Wir sind alle das Volk": "Bayern, Küstenbewohner, Ostdeutsche haben ihr eigenes Selbstbewusstsein. Landbewohner ticken anders als Städter. Christen, Muslime, Juden und Atheisten sind Teil unseres Landes", so Steinmeier. "Ossis und Wessis" gebe es weiterhin, aber diese Unterscheidung sei für viele längst nicht mehr die entscheidende.

Steinmeier erinnerte daran, dass der Umbruch die Menschen im Osten ungleich härter getroffen hätte als im Westen. "Und er hinterlässt bis heute Spuren, trotz aller Fortschritte, nicht nur in den Lebensläufen, sondern auch und gerade in den Herzen der Menschen." Es gebe noch immer zu viele Geschichten von zerstörten Biographien und betrogenen Hoffnungen, von entwerteten Qualifikationen, von Orten, in denen ganze Generationen fehlen, weil die Jungen dort keine Zukunft gesehen hätten und weggegangen seien. Noch immer existiere ein deutliches Lohngefälle zwischen Ost und West. "Der Umbruch traf in Ostdeutschland jede Familie, im Westen hingegen erlebten ihn die meisten Menschen aus der Distanz – und oft mit Distanz."

Man müsse offen über Fehler und Ungerechtigkeiten sprechen, auch falschen Mythen entgegenwirken. "Ich finde es wichtig, dass die Akten der Treuhand endlich offen sind", sagte Steinmeier. Über Entscheidungen werde mit Sicherheit mit dreißig Jahren Abstand neu geurteilt und gestritten werden. "Nicht streiten müssen wir über die Frage, welche traumatischen Folgen die Abwicklung ganzer Betriebe hatte." Wenn Menschen sich "dauerhaft zurückgesetzt" fühlen, wenn "ihre Sichtweise nicht vorkommt in der politischen Debatte", dann bröckele der Zusammenhalt, dann steige das Misstrauen in Politik, dann wachse der Nährboden für Populismus und extremistische Parteien, sagte Steinmeier.

Mit Blick auf die Demonstranten, die vor dem Bundestag die schwarz-weiß-rote Flagge des Deutschen Reiches von 1871 oder die Reichskriegsflagge geschenkt hatten, betonte Steinmeier, dass die Farben Schwarz-Rot-Gold die Farben der demokratischen Geschichte seien, "die Farben von Einigkeit, Recht und Freiheit." Schwarz-Rot-Gold, das "sind unsere Farben und die lassen wir uns nicht nehmen! Wir werden nicht zulassen, dass sie verdrängt, missbraucht oder vereinnahmt werden."

"Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es nicht nur immer mehr ostdeutsche Erfolgsgeschichten. Vor allem gibt es viel, was wir gemeinsam geschafft haben", so Steinmeiner. Deutschland sei zu einem modernen und erfolgreichen Land in der Mitte Europas geworden. "Wir sind weiter, als wir denken", so Steinmeier. "weil wir die Erfahrungen aus Ost und West vereinen." "Wir leben heute in dem besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“, zog Steinmeier eine positive Bilanz der Deutschen Einheit. Er würdigte den Zusammenhalt der Deutschen. "Unser Land zeigt in diesen Corona-Zeiten, dass wir zusammenstehen, dass wir stark sind und verantwortungsvoll handeln."

2019: Rede von Angela Merkel

Rede von Bundeskanzlerin Merkel anlässlich des Festakts zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2019 in Kiel

In ihrer Rede zum Tag der Deutschen Einheit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Einheit von Ost und West gesprochen, aber auch über die Einheit von Bürgern und Staat.

Merkel betonte, dass in den 29 Jahren unglaublich viel erreicht wurde, zur Bilanz nach 29 Jahren deutscher Wiedervereinigung gehöre aber auch, dass sich die Mehrheit der Ostdeutschen in der Bundesrepublik als Bürger zweiter Klasse fühlt, wie repräsentative Umfragen zeigen würden. Alle in Politik und Gesellschaft müssten lernen zu verstehen, dass und warum die deutsche Einheit für viele Menschen in den ostdeutschen Ländern nicht nur eine positive Erfahrung ist.

Für Merkel und viele andere waren der Fall der Berliner Mauer 1989 und die deutsche Einheit 1990 Momente des Glücks, der Zuversicht, der Offenheit im umfassenden Sinne. Anderen machte die neue Offenheit auch Angst.
Die staatliche deutsche Einheit sei vollendet, die Einheit der Deutschen, ihr Einigsein sei es bis heute nicht. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage stehe nicht für eine wachsende Identifikation mit dem politischen System.

Als Ostdeutsche erinnerte sie die Ostdeutschen an DDR-Zeiten, als der Staat so vieles verbot und behinderte, dass er schnell auch als Ausrede für das herhalten musste, wofür er gar nichts konnte.
Freiheit hänge mit der Verantwortung des Einzelnen für eigene Entscheidungen zusammen. Niemals dürfe konkretes politisches Handeln - sei die Enttäuschung darüber auch noch so groß - als Legitimation dafür akzeptiert werden, andere wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung auszugrenzen, zu bedrohen oder anzugreifen. Dazu gehöre, "dass niemand, der öffentlich Verantwortung übernimmt, um Leib und Leben fürchten muss".

Wenn die "großen Fragen der Zeit nur in einer Blase oder Echokammer" diskutiert würden und außerdem "sogenannte gefühlte Wahrheiten die Oberhand gegenüber den tatsächlichen Fakten bekommen, dann wird das zum Schaden für uns alle sein", warnte Merkel. Konkret hieße das: Ja zu freier Diskussion, ja zu harten Forderungen an die Politik und - im Geiste der Sozialen Marktwirtschaft - auch an Wirtschaft und Gewerkschaften. Nein zu Intoleranz, Nein zu Ausgrenzung, Nein zu Hass und Antisemitismus. Nein zum Leben auf Kosten der Schwachen und Minderheiten.

Als Bürgerinnen und Bürger in einer Demokratie haben wir alle eine Verpflichtung, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Weltoffenheit immer wieder aufs Neue zu behaupten und zu sichern, forderte Merkel.

Die Rede im Wortlaut

2019: Rede von Frank-Walter Steinmeier

Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich der Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit

Anlässlich des anstehenden Nationalfeiertags lobte Bundespräsident Steinmeier im Schloss Bellevue am 2. Oktober 2019 den Widerspruchsgeist und Mut der DDR-Bürgerinnen und Bürger.  

"Warte nicht auf bessre Zeiten / Warte nicht mit deinem Mut", Zeilen, geschrieben von Wolf Biermann in den frühen siebziger Jahren, nicht lange vor seiner Ausbürgerung aus der DDR. Sein Lied war damals für viele Menschen eine Ermutigung zum Aufbruch, ein musikalisches Fanal, die Zukunft nicht länger vor sich herzuschieben, sondern das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen." Mit diesen Sätzen begann Steinmeier seine Rede, in der er an die Friedliche Revolution erinnerte. 

Er lobte den Mut der Bürgerinnen und Bürger, die damals vorangingen und sich ihre Freiheit erkämpften. Denn die DDR sei nicht einfach implodiert wie ein alter Schwarz-Weiß-Fernseher. Durch ihren Mut, ihre Demonstrationen in vielen ostdeutschen Städten hätten sie ohne Gewalt eine Mauer zum Einsturz gebracht und den Weg für den 3. Oktober, den Tag der Deutschen Einheit, gebahnt. 

Steinmeier sagte: "Viele von ihnen engagierten sich zu DDR-Zeiten in kirchlichen Kreisen, schlossen sich der Umwelt- und Friedensbewegung an, traten für Meinungsfreiheit und Menschenrechte ein, sammelten Unterschriften und gründeten Initiativen. Sie verbreiteten unerwünschte Schriften und sangen unerwünschte Lieder; dokumentierten die Vergiftung der Umwelt und den Verfall der Städte; knüpften Kontakte zu Bürgerrechtlern in den östlichen Nachbarstaaten und zu Journalisten im Westen.

Und sie alle wussten, wie viel sie riskierten, für sich selbst und für ihre Familien. Sie wurden von der Stasi bespitzelt, verfolgt, manche schikaniert; sie durften ihren Beruf nicht mehr ausüben, nicht mehr auftreten oder publizieren; einige wurden verhaftet oder ausgebürgert. Aber Repressalien konnten den Freiheitswillen nicht brechen, ganz im Gegenteil – sie boten der Staatsmacht die Stirn; aufrechter Gang gegen die verlangte blinde Gefolgschaft. Und das verdient unseren allerhöchsten Respekt!"

Er sprach über die Montagsdemonstrationen in Leipzig, die unter hohem Risiko gefilmt wurden, und erinnerte daran, dass der Ursprung des Rufs "Wir sind das Volk!" in der friedlichen Bewegung für Bürgerrechte und Einheit liegt. "Sie alle haben damals unvorstellbaren Mut gezeigt, und Ihr Mut hat Grenzen gesprengt", dankte er den anwesenden Zeitzeugen.

Der Aufbruch von 1989/90 sei mit dem Fall der Mauer nicht an sein Ende gekommen, erinnerte Steinmeier und zählte die runden Tische, den Sturm auf die Stasi-Zentralen, die ersten freien Wahlen und die Wiedervereinigung von Staat und Gesellschaft auf. Er lobte die Zeitzeugen, die nicht müde geworden seien, die Erinnerung an die DDR wachzuhalten, "an Diktatur und Unrecht, Schuld und Leid, aber auch an das große Glück der Friedlichen Revolution."

"Denn der Kampf gegen das Vergessen bleibt wichtig, gerade heute. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer wissen manche Westdeutsche immer noch wenig, und viele junge Menschen wissen nur noch wenig über die DDR. Manche haben kaum eine Vorstellung davon, wie es sich anfühlte, im SED-Staat zu leben; wofür die Oppositionellen kämpften; wie hart auch der Umbruch war, der ab 1990 jede einzelne Familie in Ostdeutschland traf.

Viele ostdeutsche Geschichten sind noch kein selbstverständlicher Bestandteil unseres gesamtdeutschen "Wir" geworden, und ich finde, das müssen wir dringend ändern!", sagte Steinmeier und ergänzte, dass der Kampf für Freiheit und Demokratie offensichtlich noch nicht beendet sei.

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Welche Materialien bietet die LpB zum Tag der Deutschen Einheit an?

Alle Zeitschriften liegen auch als PDF-Dateien zum Download vor.

Vereint nach drei Jahrzehnten?

Vereint nach drei Jahrzehnten?
Zeitschrift Der Bürger im Staat 1-2/2020

Mit der Zeitenwende 1989/1990 und ihren Nachwirkungen beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift. 13 Beiträge thematisieren die Umwälzungen dieser beiden „Epochenjahre“, die Folgen der Transformationsprozesse und vor allem die Umbruchserfahrungen, die die ostdeutsche Bevölkerung erlebte.

30 Jahre Deutsche Einheit

30 Jahre Deutsche Einheit
Zeitschrift Politik & Unterricht 4/2019

Inhaltlich umfasst das Heft "Politik und Unterricht" einen Rückblick auf den Prozess von der friedlichen Revolution bis zur staatlichen Einheit am 3. Oktober 1990. Es thematisiert den wirtschaftlichen Transformationsprozess in Ostdeutschland mitsamt seinen sozialen Folgen. Weitere Schwerpunkte liegen auf dem politischen und gesellschaftlichen Wandel sowie auf aktuellen Herausforderungen.

Leben in der DDR

Leben in der DDR
Zeitschrift Politik & Unterricht 4/2009

Der Alltag von Jugendlichen in der DDR steht im Mittelpunkt des erschienen Heftes der Zeitschrift „Politik und Unterricht“. Drei Themenbereiche öffnen den Blick auf das alltägliche Leben in der DDR und verdeutlichen die Wirkungsmechanismen einer Diktatur. So werden die Bereiche Jugend und Schule, die Staatssicherheit sowie die Lage von Oppositionsgruppen vorgestellt.

20 Jahre Maueröffnung in Europa20 Jahre Maueröffnung in Europa
Zeitschrift Deutschland & Europa 58/2009

Die Friedliche Revolution von 1989 in der DDR und anderen europäischen Staaten wie Polen und Ungarn ist das Thema der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Deutschland & Europa".
Die Maueröffnung wird aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben und analysiert. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen, die die Umbrüche vor allem für die Menschen in den neuen Bundesländern hatten, werden ebenfalls diskutiert.

Deutschland Ost - Deutschland West
Zeitschrift Der Bürger im Staat Heft 4/2000

 

Deutschland wächst zusammen
Zeitschrift Politik & Unterricht Heft 2/2000 

Eine Zwischenbilanz nach zehn Jahren.

Das vereinigte Deutschland in Europa

Das vereinigte Deutschland in Europa 
Zeitschrift Deutschland & Europa Heft 40/2000

Das vereinigte Deutschland rief im Ausland auch über die unmittelbar benachbarten Nationen hinaus nicht nur Freude hervor. Umso wichtiger ist es für ein Land, das mehr Nachbarn hat als die meisten Länder der Erde, zehn Jahre danach - wenn die Politiker und Medien sich vorwiegend dem deutsch-deutschen Einigungsprozess widmen werden - erst recht wieder und nun mit 1989/90 kontrastierend, über den Zaun zu blicken.

Berlin
Europäische Metropole und deutsche Hauptstadt
Zeitschrift Deutschland & Europa 31/1995

 

Mini-Puzzle Deutschland
Vom Greifen zum Begreifen. Aus Teilen ein Ganzes schaffen. Seit 30 Jahren ist das Deutschland-Puzzle ein erfolgreiches Unterrichtsmedium. Unser "Klassiker" ist jetzt in neuer Auflage nur bei der Landeszentrale erhältlich. Das Mini-Puzzle besteht aus 54 Teilen und hat eine Größe von 175 * 125 mm. Es ist im Gebinde zu 20 Stück lieferbar. Preis: 18,- EUR incl. MwSt.

Deutschland-Puzzle Online
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Wo finde ich weitere Informationen?

Weiterführende Links

Bundesregierung – Deutsche Einheit: Aktuelles, Geschichtliches und Berichte zur Deutschen Einheit

Bundesregierung – Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2020: Seit 1997 berichtet die Bundesregierung jedes Jahr, wie es um die deutsche Einheit steht

Bundesregierung – 30 Jahre Deutsche Einheit: Über die Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit"

Bundeszentrale: 30 Jahre Deutsche Einheit: Themenseite, die auf das Jahr 1990 zurückblickt und auf die Spuren, die die deutsche Teilung bis heute hinterlassen hat

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Vielfalt der Einheit: Die Studie zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung zeigt, wo Ost und West heute gleich sind und wo nicht.

Aus Politik und Zeitgeschichte – Deutsche Einheit 2020: Zeitschrift der Bundeszentrale über die Deutsche Einheit

Politische-Bildung.de: 30 Jahre Deutsche Einheit: Angebote der Zentralen für politische Bildung und anderer Anbieter auf einen Blick

Bundesarchiv – 25 Jahre Wiedervereinigung: Zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung präsentiert das Bundesarchiv Bilder, Originaltöne, Akten und Filme aus seinen Beständen

Statistisches Bundesamt: Statistik Dossier 30 Jahre Deutsche Einheit

Jugendopposition in der DDR: Die multimedial angelegte Website dokumentiert die oppositionellen Aktivitäten von Jugendlichen gegen die DDR-Regierung

Chronik der Wende: Ein Projekt des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg. 163 Tage Rückblick auf die Wendezeit

Deutsche Einheit: Zeitstrahl des Deutschen Historischen Museums

Wiedervereinigung.de: Bibliographie zur Wiedervereinigung Deutschlands

Spiegel Online – Deutsche Wiedervereinigung: Themensammlung vom Mauerfall bis zur Widervereinigung

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Letzte Aktualisierung: September 2020, Internetredaktion LpB BW.