Diversity und Gender Mainstreaming

Für eine vielfältige Gesellschaft

Foto von oben, Menschen laufen über einen bunt eingefärbten Zebrastreifen. Foto: Photo by Ryoji Iwata on Unsplash; Bearbeitung: LpB BW.
Menschen laufen über einen bunt eingefärbten Zebrastreifen. Foto: Photo by Ryoji Iwata on Unsplash; Bearbeitung: LpB BW.

Jeder Mensch ist einzigartig und sorgt damit für Vielfalt in unserer Gesellschaft. Das Konzept Diversity greift diese Vielfalt auf und setzt sich für die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen ein. Diversity betrifft somit jeden!

Das Land Baden-Württemberg thematisiert mit dem Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte den Umgang mit Diversity in unserer Gesellschaft. Und auch immer mehr Unternehmen setzen sich aktiv mit der gleichberechtigten Teilhabe aller Mitarbeiter*innen auseinander.

Video-Playliste der Landeszentrale zum Thema Diversity



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Kurz & Knapp: Diversity einfach erklärt

Diversity. Foto: LpB/Franziska Christ.
Diversity. Foto: LpB/Franziska Christ.

Was ist Diversity?

Diversity ist ein Ansatz, der die Vielfalt in unserer Gesellschaft aufzeigen möchte. Alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter oder ihrer Religion oder Herkunft, sollen Anerkennung empfinden und wertgeschätzt werden. Diversity hinterfragt unseren Umgang mit Vielfalt in unserer Gesellschaft. Ein Ziel ist zum Beispiel, Benachteiligung in der Arbeitswelt und in der Öffentlichkeit zu vermeiden. Das Gegenteil von Diversity ist Diskriminierung. 

Beispiele für Diversity im Alltag:

  • Eine Veranstaltung am Abend plant der Veranstaltende mit Kinderbetreuung, damit auch Eltern den Termin wahrnehmen können. 
  • Ein Betriebsausflug zum Wandern wird so gestaltet, dass die ältere Belegschaft, die nicht mehr gut zu Fuß ist, auch mitkommen kann. 

Es gibt natürlich viele weitere Beispiele. Diversity lenkt den Fokus darauf, dass wir in allem, was wir tun, an alle Gruppen unserer Gesellschaft denken und keine davon benachteiligen.

Wie könnte man auf Deutsch dazu sagen?

Auf Deutsch kann man „Diversity“  direkt mit „Diversität“, „Vielfalt“ oder auch "Unterschiedlichkeit" übersetzen. Diversity ist antidiskriminierend.

Muss Diversity sein?

Ja, denn Diversity ist gesetzlich auf internationaler, Bundes- und Länderebene verankert

Warum muss das Bewusstsein für die Vielfalt erhöht werden?

Unsere Gesellschaft ist bereits vielfältig. In Deutschland und Baden-Württemberg leben zum Beispiel Menschen  unterschiedlichen Alters, Geschlechts, oder mit unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Diese Vielfalt unserer Gesellschaft soll nicht als Bedrohung wahrgenommen werden – sondern als Chance. Der Diversity-Ansatz kann hierbei helfen. 

Was ist Gender Mainstreaming?

Gender Mainstreaming ist eine langfristige Strategie zur Förderung der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern. Gender Mainstreaming bedeutet, in allen Planungs- und Entscheidungsprozessen von vornherein Gleichstellungsaspekte zu beachten und für deren Umsetzung Verantwortung zu übernehmen.

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  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
  • Behindertengleichstellungsgesetz
  • EU-Vertrag
  • Grundgesetz Artikel 1
  • Grundgesetz Artikel 3
  • UN-Menschenrechte
  • Gesetz zur Chancengleichheit

Was ist Diversity?

Zitate zu Gleichberechtigung. Foto: Photo by Matteo Paganelli on Unsplash.com.
Zitate zu Gleichberechtigung. Foto: Photo by Matteo Paganelli on Unsplash.com.

Der Begriff Diversity stammt aus dem Englischen und kann mit „Vielfalt“ oder „Vielfältigkeit“ übersetzt werden. Diversity erkennt die Vielfalt aller Menschen an. Mit dem Begriff gemeint ist jedoch mehr als die reine Anerkennung: Diversity fordert den bewussten Umgang mit Vielfalt in der Gesellschaft und fragt: Wie können wir Diversity umsetzen?

Dieses organisatorische und gesellschaftspolitische Konzept wirbt für einen wertschätzenden, respektvollen Umgang mit Verschiedenheit und Individualität der Bürgerinnen und Bürger. 

Diversity-Ziele
Diversity hat den Abbau von Diskriminierung und die Förderung von Chancengleichheit zum Ziel und macht sich für eine bunte, diverse und heterogene Gesellschaft stark. Ziel des Diversity-Konzeptes aus unternehmerischer Sicht ist es, Benachteiligungen in Unternehmen zu vermeiden und die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg als Chance zu nutzen. Dieses Vorgehen wird als „Diversity-Management“ bezeichnet.

Dimensionen von Diversity
Diversity bezieht sich auf sichtbare und unsichtbare Merkmale jedes Menschen. Dazu gehören unter anderem

  • das Geschlecht,
  • die soziale und kulturelle Herkunft,
  • das Alter,
  • die sexuelle Orientierung,
  • der Familienstand,
  • die physische und psychische Verfassung.

 Weitere Informationen zu den Primär- und Sekundärdimensionen von Diversity

„Diversity“ oder „Diversität“ ist aus dem lateinischen abgeleitet und bedeutet Vielfalt und Vielfältigkeit. Der englische Begriff wird international verwendet. Gesellschaftspolitisch stammt der Begriff aus US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegungen ab den 1960er Jahren und deren Forderungen nach Antidiskriminierung.

Quelle: https://gender-glossar.de/glossar/item/48-diversity

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Material der Landeszentrale

Vielfalt im Unterricht und Weiterbildungsmöglichkeiten

Publikation Politik & Unterricht: Vielfalt in der Schule

P&U 2018-4: Konzepte und Methoden für die Unterrichtspraxis

Unterrichtspraktische Hinweise sowie Texte und Materialien:

  • Baustein A: Vorurteile und Ausgrenzung
  • Baustein B: Leben in einer vielfältigen Gesellschaft

zum Shop (Printprodukt bestellen)

zum Download (kostenlos)

E-Learning-Kurse

"Gender Mainstreaming" und "Diversity"

Diese E-Learning-Kurse werden von der Landeszentrale für politische Bildung angeboten. 

Fair und verschieden! Diversity in Baden-Württemberg

Diversity. Foto: LpB/Franziska Christ.

Der Kurs
Vielfalt, Heterogenität und Meinungsfreiheit sind ein hohes Gut und absolute Bereicherung in unserer freien Gesellschaft. Der Online-Kurs "Baden-Württemberg: Fair und verschieden! Diversity im Land" gibt einen Überblick über das Thema Vielfalt, erläutert Begriffe, zeigt Beispiele auf und stößt Denkprozesse an.

Weitere Infos

zum Kurs

Handreichung zum Kurs

Gender Mainstreaming

Der Kurs
Der E-Learning Kurs "Gender Mainstreaming" bietet den Teilnehmenden sowohl einen Überblick über das Thema Gender Mainstreaming, als auch ein Handwerkszeug für die Umsetzung des Themas im Alltag.
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Zum E-Learning-Kursbereich:
Den Zugangsschlüssel zu Ihrem Kursraum erhalten Sie zu Beginn des Kurses.
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Diversity in Deutschland



Mit einer Bevölkerung von mehr als 82 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist Deutschland die bevölkerungsreichste Nation der Europäischen Union und auch eine der vielfältigsten. Fast 19,3 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. 10,8 Millionen Menschen leben mit einer schweren Behinderung. Es gibt über 400 religiöse Gemeinschaften und 7,4 Prozent der deutschen Bevölkerung bezeichnen sich als LGBT: lesbisch, schwul, bisexuell und/oder transgender.

Diversity spielt in Deutschland eine große Rolle, dennoch setzten sich im Jahr 2016 nur 1/3 der deutschen Unternehmen für ein Diversity-Management ein. Besonders auffallend sind die Zahlen zu Frauen in Führungspositionen: Im Jahr 2017 waren nur 30,9 Prozent der Führungspositionen in deutschen Unternehmen von Frauen besetzt.

Weitere Informationen:

Diversity. Foto: dpa picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/ADR.
Diversity. Foto: dpa picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/ADR.

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Gesetzliche Grundlage: Diversity ist Pflicht!

Chancengleichheit und Gleichbehandlung



Diversity ist nicht nur „nice to have", also eine nette Idee. Diversity ist Pflicht, denn Diversity ist gesetzlich verankert. Die Gesetze und Verträge verpflichten zu Chancengleichheit und Gleichbehandlung. 

Einige wichtige Gesetze:

•    AGG: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (§1)
•    BGG: Behindertengleichstellungsgesetz (§1)
•    EU Vertrag (Artikel 1)
•    Grundgesetz (Artikel 1 und Artikel 3)
•    UN-Menschenrechte (Artikel 2 [Verbot der Diskriminierung])
•    ChancenG: Gesetz zur Verwirklichung der Chancengleichheit (§1)

Nenoherz in Regenbogenfarben. Foto: Photo by Jiroe on Unsplash.com.
Nenoherz in Regenbogenfarben. Foto: Photo by Jiroe on Unsplash.com.

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Diversity in der Sprache

Steinchen mit Buchstaben, die den Satz "Choose your Words" - "Wähle deine Worte" ergeben
Auch in der Arbeitswelt ist es wichtig, die richtigen Worte zu verwenden.

Sprache kann für alle Diversity-Dimensionen mehr Sensibilisierung, Teilhabe und Gleichberechtigung bedeuten. Wir können sie anpassen und verändern und dafür sorgen, dass wir ohne Barrieren miteinander kommunizieren können.



Geschlechtergerechte Sprache

Geschlechtergerechte Sprache und sensible Formulierungen sind für die Berücksichtigung von Vielfalt und Gender besonders wichtig. In der geschriebenen Sprache ist das Sternchen zwischen weiblicher und männlicher Form für geschlechtergerechte Formulierungen weit verbreitet. Es umfasst nicht nur Frau und Mann, sondern die Vielzahl von Geschlechtsidentitäten. Auch der Gendergap - Unterstrich - findet häufig Verwendung. Im Gegensatz zum Gendersternchen bezieht sich der Gendergap nicht nur auf Geschlechtsidentitäten, sondern auf die Vielfalt aller Menschen.

Beispiel: Leser*innen, Leser_innen

Die Stadt Freiburg veröffentlichte 2017 den Leitfaden "Gender & Diversity in Wort und Bild. Formen antidiskriminierender Sprachhandlungen". Dort gibt es zusätzliche Tipps, wie Sie Vielfalt und Gender in Publikationen konsequent berücksichtigen können.

Leichte Sprache

Um Menschen mit Migrationshintergrund oder mit Lernschwäche den Alltag zu erleichtern, gibt es die sogenannte "leichte Sprache". Gesetztestexte, Pressemittleilungen und E-Mails sind nicht immer einfach zu verstehen. Wenn sie aber in leichter Sprache verfasst werden, kann das die gleichberechtigte Teilhabe erleichtern. Regeln für die leichte Sprache sind vor allem kurze Sätze und einfache Satzkonstruktionen. Außerdem sollte man darauf achten, nur eine Aussage pro Satz zu äußern und ohne Genitiv zu formulieren. Auch Wiederholungen und der Gebrauch von Umgangssprache vereinfachen das Textverständnis.

Beispiel: Statt "Das Amt ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen" lieber "Das Amt erreicht man gut mit Bus und Bahn."

Weitere Informationen zur diversitygerechten Sprache finden Sie im Ratgeber zur leichten Sprache des Sozialministeriums, Baden-Württemberg.

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Diversity in der Arbeitswelt

Steinchen mit Buchstaben, die den Satz "Choose your Words" - "Wähle deine Worte" ergeben
Auch in der Arbeitswelt ist es wichtig, die richtigen Worte zu verwenden.

Vor allem in der Arbeitswelt kann Diversity bereichern, wenn wir die Vielfalt der Belegschaft erkennen, wertschätzen und fördern. Durch die rechtliche Verankerung von Diversity in internationalen Konventionen, nationalen Gesetzen und in Gesetzen auf Landesebene ist Diversity sogar eine Verpflichtung.
•    L-BGG: Landesgesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (§1)
•    ChancenG: Gesetz zur Verwirklichung der Chancengleichheit (§1)


Menschen springen in die Luft. Foto: Photo by Val Vesa on Unsplash.com.
Menschen springen in die Luft. Foto: Photo by Val Vesa on Unsplash.com.

In der freien Wirtschaft werden schon länger Ansätze angewandt, um die Potentiale von Vielfalt im Unternehmen zu fördern. Schon aus unternehmerischen Aspekten ist Diversity-Management in mittelständischen und größeren Unternehmen häufig etabliert. Aber auch in Anbetracht des demografischen Wandels bietet Diversity Management die Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Die McKinsey Studie „Delivering Through Diversity“ belegt, dass besonders in deutschen Unternehmen Diversität zu einer höheren Geschäftserfolg führen kann.

Diversity-Ansätze werden oft auch als Diversity-Instrumente bezeichnet. Es gibt viele Maßnahmen, die nicht nur für einzelne Mitarbeitende positive Veränderungen bewirken, sondern auch für das gesamte Unternehmen. Beispiele für Diversity-Instrumente sind flexible Arbeitszeitmodelle, interkulturelle Trainings und Gesundheitschecks, Barrierefreiheiten oder Fördermaßnahmen für Angehörige benachteiligter Gruppen.

Laut der Bundesagentur für Arbeit können mit Diversity-Instrumenten bis zu 4 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte aktiviert werden (Quelle: Charta der Vielfalt).

Im öffentlichen Bereich stehen beim Thema Diversity nicht unternehmerische Gründe im Vordergrund, sondern Antidiskriminierung und die Achtung der Menschenrechte. Verwaltungen und andere öffentliche Institutionen sollen in der Gesellschaft eine Vorbildrolle einnehmen. Daher liest man in öffentlichen Kontexten eher von Diversity-Mainstreaming (=Gleichstellung) als von Diversity-Management.

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Beispiele für Diversity-Instrumente in der Praxis

Zum Beispiel Autohersteller spielen beim Diversity-Management in der ersten Reihe. Daimler, Audi AG und Volkswagen setzten sich für die allgemeine Chancengleichheit ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein. Die Förderung von Frauen und Mädchen ist dabei ein zentrales Thema, aber auch der interkulturelle Austausch und sexuelle Orientierung und Identität werden gefördert. (Quelle: Arbeitgeber Ranking).

Rainbownet ist das Unternehmensnetzwerk für schwule, lesbische, transgender, bi- und intersexuelle Beschäftigte bei Deutsche Post DHL Group. Auch SAP (HomoSAPiens), IBM (Eagle), Deutsche Bank (dbPride), die Commerzbank (Arco) und viele andere Unternehmen und öffentliche Institutionen haben solche Netzwerke. Die Webseite der Stiftung Proutemployer listet weitere Unternehmen auf, die sich für den Abbau von Homophobie und Diskriminierung am Arbeitsplatz einsetzen.

Bei ThyssenKrupp sensibilisieren geschulte Kulturmittler*innen unter anderem für religiöse Bedürfnisse innerhalb der Belegschaft und unterstützen eine "offene und vertrauensvolle Diskussionskultur". Mehr zu diesem und anderen interreligiösen Programmen erfahren Sie in der Publikation "Umgang mit religiöser Vielfalt am Arbeitsplatz" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Auf Initiative aus der Belegschaft heraus entstand beim Software-Unternehmen SAP in Walldorf vor einigen Jahren die Intercultural Lounge. Sie ist ein Ort vielfältiger Aktivitäten und Gruppen und ein Netzwerk aus über 30 Nationalitäten. Hier werden interkulturelle Filmfestivals oder Feste (z. B. das persische Neujahrsfest) organisiert, zu denen SAP-Mitarbeitende auch ihre Familien mitbringen. Mehr über die Intercultural Lounge und dem Netzwerk der Kulturen.

Das Mitarbeiternetzwerk "Women in Trade" der Firma Metro begann mit einem regelmäßigen Austausch zum Thema Frauen und Karriereentwicklung; inzwischen werden Weiterbildungen und größere Konferenzen (für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) organisiert. Weitere Informationen zu Frauen in Führungspositionen finden Sie auf unserem Dossier "Gesetz für eine Frauenquote".

Jährlich wird unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales der Inklusionspreis für die Wirtschaft vergeben. Er zeichnet Unternehmen aus, die die Potentiale von Menschen mit Behinderungen vorbildlich fördern. Im Jahr 2018 wurden vier Inklusionspreise verliehen: an Siemens, Westnetz, Fachhändler Schmaus und IT-Firma JP-ProteQ.

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Diversity Kategorien

  • Symbolbilder Collage
  • Symbolbild Geschlecht
  • Symbolbild Herkunft
  • Symbolbild Weltanschauung und Religion
  • Symbolbild Generation
  • Symbolbild Behinderung
  • Symbolbild Sexuelle Identität und sexuelle Orientierung

Primärdimensionen

Diversity geht davon aus, dass Individuen durch ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten einer großen Anzahl verschiedener Gruppen angehören können und so vielschichtige Diversity-Dimensionen entstehen. Damit thematisiert Diversity also nicht nur die Unterschiede, sondern auch die Gemeinsamkeiten zwischen Menschen (Quelle: Eine Welt der Vielfalt).

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen lassen sich in sechs Kategorien unterteilen. Man spricht auch von Primärdimensionen oder inneren Diversity-Dimensionen, da sie eng mit der Persönlichkeit eines Menschen verbunden sind.

Diese sechs Kategorien formen unsere Identität und helfen uns, andere Menschen zu beschreiben. Sie sind sozusagen die Filter, mit denen wir sozialisiert sind und die sich stark in unserem Zusammenleben auswirken.

Die sechs Primärdimensionen von Diversity:

  • Geschlecht
  • Herkunft
  • Weltanschauung/Religion,
  • Alter/Generation
  • Behinderung
  • Sexuelle Identität/Sexuelle Orientierung

Die sechs Primärdimensionen decken nicht alle Merkmale ab, wegen derer Menschen Nachteile oder Diskriminierung erfahren. Der Familienstand oder der Vertragsstatus (ob eine Person einen befristeten oder unbefristeten Vertrag hat, verbeamtet oder angestellt ist usw.) sind Dimensionen von Vielfalt, die insbesondere im Arbeitskontext eine Rolle spielen können. Man spricht hier auch von Sekundärdimensionen.

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Weitere Informationen

Menschenrechtsdemo. Foto: Photo by Nicole Baster on Unsplash.com.
Bürgerrechtsdemo. Foto: Photo by Nicole Baster on Unsplash.com.

Der Diversity-Ansatz hat seinen Ursprung in den 1960er Jahren der Vereinten Nationen. Bürgerrechts-, Frauen-, Homosexuellen-, und Behindertenbewegungen setzten sich gegen Diskriminierung ein und forderten Chancengleichheit. Als Reaktion wurde daraufhin die Gleichberechtigung durch die Civil Rights Act (1964), die Equal Employment Opportunities (1965) und die Affirmative Action (1965) im Grundgesetz der Vereinten Nationen festgelegt.

In den 1990er Jahren kam der Diversity-Gedanke nach Deutschland. Seit dem hat sich ein wissenschaftlicher Diskurs im deutschsprachigen Raum entwickelt, der sich hauptsächlich mit dem Diversity Management auseinandersetzt.

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Letzte Überarbeitung: Juni 2019 durch die Internetredaktion der LpB BW.

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