Menschenrechte

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Was sind Menschenrechte?

Was sind Menschenrechte?

Menschenrechte sind Rechte, die jedem Menschen, allein aufgrund der Tatsache dass der Mensch Mensch ist, zustehen und universalen Geltungsanspruch besitzen.
Diese Universalität der Menschenrechte, die Grundlage aller Menschenrechtsdeklarationen und Menschenrechtsabkommen ist, wird aber nicht überall gleich geachtet. 

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10. Dezember: Der Tag der Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948  wurde sie nach langem Weg von den Vereinten Nationen verkündetet - die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat zwei Jahre später im Jahr 1950 den 10. Dezember als Tag der Menschenrechte ausgerufen, um die Aufmerksamkeit "der Völker der Welt" auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das zu erreichende gemeinsame Ziel für alle Völker und Nationen zu richten.

zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Zu dieser Zeit musste sich noch niemand an die Vorlagen halten, da es keine Verträge oder andere Absicherungen gab. Erst später wurden zwei Pakte verabschiedet und in Kraft gesetzt, die den Menschenrechten eine rechtliche Form gaben. Gemeinsam mit der Allgemeinen Erklärung bilden der UN-Zivil- und der UN-Sozialpakt den internationalen Menschenrechtskodex.

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Universell und Unabdingbar: Menschenrechte

Frau genießt auf einem Weizenfeld die Sonne.
Universelle Freiheiten und Rechte sind in vielen Köpfen verankert.

Menschenrechte sind auch im 21. Jahrhundert kein selbstverständliches Gut. Sie werden weiterhin auch missachtet - von einzelnen, von Gruppen und von Staaten. Auch heute, Jahrzehnte nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind sie weit davon entfernt, von allen Ländern, die die Erklärung unterzeichnet haben, eingehalten zu werden.

Menschenrechte stehen allen Menschen zu, allein aufgrund der Tatsache, dass der Mensch Mensch ist, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Alter.

An Aktualität hat die Forderung nach der Einhaltung und Durchsetzung der Menschenrechte leider nicht verloren, denken wir nur an die Stichworte Folter, Flüchtlingsschutz, Asylrecht oder Religionsfreiheit oder die Debatte um das Thema sexuelle Gewalt an Frauen.


Die Vier Grundfreiheiten

Die "Vier Freiheiten" sind nicht nur in der Präambel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erwähnt, bereits 1941 sprach Präsident Roosevelt von ihnen:

  • Meinungsfreiheit
  • Religionsfreiheit
  • Freiheit von Not
  • Freiheit von Furcht

Während die ersten beiden bereits Ideen früherer Zeiten waren, so war die Freiheit vor Not und Furcht umso bedeutsamer, denn dieses Gedankengut war eine neue Idee für die Menschenrechte.  

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Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948

Eleanor Roosevelt präsentiert die UN-Menschenrechtserklärung.
Elenanor Roosevelt verkündete 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Eleanor Roosevelt verkündete die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948. Die Generalversammlung im Pariser Palais de Chaillot hatte sie nach zwei Jahren Bearbeitung angenommen.

Die Erklärung gilt als Basis der modernen Menschenrechtsgesetzgebung und wird in der internationalen Staatengemeinschaft ohne Ausnahme anerkannt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte geht vom Grundsatz der angeborenen Würde jedes Menschen aus. Anspruch auf diese Rechte haben alle Individuen, „ohne Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“. 

Die Erklärung hat zwar nicht die rechtverbindliche Kraft eines Vertrages, aber sie gilt für viele bereits als Völkergewohnheitsrecht.

zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

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Verletzungen der Menschenrechte

Hände greifen in einen Zaun. Foto: Photo by Mitch Lensink on unsplash.com.
Hände greifen in einen Zaun. Foto: Photo by Mitch Lensink on unsplash.com.

Fehlende Kontrolle der Einhaltung der Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stellt allerdings gemäß ihres Rechtsstatus lediglich eine Empfehlung der Generalversammlung dar, die ohne Verbindlichkeit blieb. Auch sind in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte keine Kontrollmechanismen vorgesehen.

Die Einhaltung der Menschenrechte kann jedoch nicht mit Gewalt gegen die betreffenden Staaten erzwungen werden, denn dies würde den eigenen Prinzipien widersprechen. Daher ist es für die Vereinten Nationen schwierig, Menschenrechte durchzusetzen. Ein erster Schritt ist jedoch gemacht: Um ein Bewusstsein für Menschenrechte zu entwickeln und Verletzungen zu verfolgen, wurden in einer Dekade der Menschenrechte (1995-2004) Institutionen wie der Internationale Strafgerichtshof eingerichtet.

weiter zu den Menschenrechtsverletzungen


Menschenrechte - ein Produkt des Krieges? 

Die grauenvollen Verbrechen an der Menschlichkeit und Menschenwürde durch die Nationalsozialisten prägten die Entstehung und das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Menschenrechte in ihrer heutigen Form. Daher kam auch der Satz in die Präambel:

"... da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen"

Wie die Menschenrechte entstanden, lesen Sie hier.

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"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."

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 Aktualisiert Dezember 2018.


Artikel 1
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Wissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948

 

PUU

 

Menschenrechte
Unveräußerlich – universell – unteilbar

Zeitschrift "Politik im Unterricht", Heft 3/4 2014

 
 
 
 
 

PUU

 

Menschenrechte:
Rechte für dich - Rechte für alle!


Zeitschrift "Politik im Unterricht", Heft 2 2005

 
 
 
 
 

BiS

 

Menschenrechte

Zeitschrift "Der Bürger im Staat", Heft 1/2 2005