Internationaler Frauentag - 8. März

Seit 1911 feiern Frauen den "Internationalen Tag der Frauen", an dem weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. Der Tag soll die bisherigen Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung feiern, Aufmerksamkeit für bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten schaffen und dazu ermuntern, sich selbst für eine Gleichstellung von Mann und Frau einzusetzen. 

2020 lautet das Thema der Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag, auf englisch International Womens Day genannt, "Each for Equal". Ins Deutsche übersetzt bedeutet das "Jede*r für Gleichbereichtigung". In sozialen Medien können Sie sich unter den Hashtags #IWD2020  #EachforEqual zum Frauentag informieren.

"Heraus mit dem Frauenwahlrecht!"

Dieser Satz war die Hauptforderung der "Mütter" des Internationalen Frauentags. Auch wenn diese Zielsetzung inzwischen erreicht wurde, so ist die Gleichstellung der Geschlechter dennoch weder in Deutschland noch im Rest der Welt eine Realität. Der Internationale Frauentag hat seine Wichtigkeit daher nicht verloren und wird weiterhin jährlich begangen. Frauen auf der ganzen Welt machen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam.

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Der Internationale Frauentag

Der Internationale Frauentag, auch Weltfrauentag genannt, wird am 8. März gefeiert und ist für Frauen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. In einigen Ländern ist er sogar ein gesetzlicher Feiertag.

International gefeiert
Den internationalen Charakter unterstützt die Tatsache, dass die Vereinten Nationen  an die Tradition des Internationalen Frauentags angeknüpft haben. Am 8. März 1975 richtete die UN im Rahmen des „Internationalen Jahrs der Frau“ erstmals eine Feier aus. 1977 forderte die UN-Generalversammlung mit einer Resolution alle Staaten dazu auf, einen Tag im Jahr zum „Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ zu erklären.

 Die jährlich stattfindenden Veranstaltungen stehen seither unter wechselnden Schwerpunktthemen von länderübergreifender Relevanz. Die Themen-Auswahl ist groß, denn nach wie vor sind Frauen auf der ganzen Welt in vielen Lebensbereichen benachteiligt. In den letzten Jahren lag der Fokus des Frauentags etwa auf besserer Bildung für Mädchen, mehr Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungsprozessen oder besseren Lebensverhältnissen für Frauen in ländlichen Regionen.
zur Webseite: International Women´s Day

Bildergalerie: Der Internationale Frauentag weltweit

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Der Weltfrauentag in Deutschland

Deutschland gehört zum kleinen Kreis derjenigen Länder, in denen der Internationale Frauentag seit seinem Beginn von 1911 an gefeiert wurde. Eine wichtige Rolle spielten dabei die  Sozialdemokratinnen Clara Zetkin und Käte Duncker, die mitgewirkt hatten, den Weltfrauentag offiziell ins Leben zu rufen. Über 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag ist bereits viel von der Geschichte in Vergessenheit geraten. Diese war in Deutschland besonders bewegt: Hier wurde der Tag während des Nationalsozialismus verboten und geriet in der jungen Bundesrepublik zeitweilig in Vergessenheit. Spätestens mit der Wiedervereinigung Deutschlands konnte der Internationale Frauentag aber ein Comeback feiern. Heute ist er Plattform einer vielfältigen Frauenbewegung und fest im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert.

Weiterführende Informationen: Faltblatt zum 100-jährigen Internationalen Frauentag

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Bedeutende Frauen

Frauen im Fokus

Aus der Reihe "Frauen im Fokus" des Fachbereichs Frauen und Politik haben wir hier einige Dossiers über Frauen zusammengestellt, die sich maßgeblich für die Gleichberechtigung von Frauen und insbesondere für das Frauenwahlrecht einsetzen:

  • Hedwig Dohm (1831 – 1919)

    Als Frauenrechtlerin ihrer Zeit voraus

    Am 20. September 2011 jährt sich die Geburt der großen deutschen Feministin Hedwig Dohm zum 180. Mal. Aus heutiger Perspektive können wir sie mit Recht zu den vielfältigsten Persönlichkeiten der letzten 200 Jahre zählen: Sie gehört zu den wichtigsten Stimmen der Frauenbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts...

    ... mehr

  • Minna Cauer (1841-1922)

    Pionierin der politischen Beteiligung von Frauen

    Am 1. November 2011 jährt sich der Geburtstag der Frauenrechtlerin, Pädagogin und Publizistin Minna Cauer zum 170. Mal. Auch 90 Jahre nach ihrem Tod gilt ihr Appell an nachfolgende Generationen noch immer: „Unseren Schwestern des 20. Jahrhunderts rufen wir zu: Vollendet, was wir begonnen!“
    ... mehr

  • Marianne Weber (1870 - 1954)

    Frauenrechtlerin und badische Politikerin

    Als Rechtshistorikerin und Soziologin, als Aktive in der bürgerlichen Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wie auch als eine der ersten weiblichen Landtagsabgeordneten hat sie sich einen Namen gemacht: Marianne Weber geb. Schnitger. Ihr Geburtstag jährt sich im August 2015 zum 145. Mal.
    ... mehr

  • Laura Schradin (1878 – 1937)

    Eine der ersten Parlamentarierin 1919

    Laura Schradin ist eine der bis heute nicht so bekannten Frauen, die sich für soziale und frauenpolitische Projekte einsetzte. Sie kämpfte gegen wirtschaftliche Abhängigkeit und setzte sich trotz persönlicher Anfeindungen für ein selbstbestimmtes Leben und politische Partizipation ein und gehörte zu jenen Frauen, die im Jahr 1919 als erste in die Parlamente der neu gegründeten Weimarer Republik einzogen.
    ... mehr

  • Dr. Elisabeth Selbert (1896 - 1986)

    Kampf für den Gleichberechtigungsartikel

    „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ – dieser  Satz ist wichtiger Teil des Grundgesetzes und untrennbar mit dem Namen von Elisabeth Selbert verbunden, deren Todestag sich im Juni 2011 zum 25. Mal jährt.
    ... mehr

Die Wegbereiterinnen der Demokratie

  • Deckblatt Wegbereiterinnen
  • Marie Baum
  • Mathilde Planck
  • Marianne Weber
  • Therese Blase
  • Mathilde Brückner
  • Thekla Kauffmann
  • Luise Rist
  • Clara Zetkin

Bildquellen

Deckblatt: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

Marie Baum: Universitätsarchiv Heidelberg, Signatur: Pos I 00138.

Marianne Weber: Ullstein Bild.

Therese Blase: Generallandesarchiv Karlsruhe, Signatur: 231 Nr. 2937 (834).

Mathilde Brückner: Vorlage Stadtarchiv Göppingen.

Mathilde Planck: Archiv Mascha Riepl-Schmidt.

Thekla Kauffmann (Reisepass 1915): Landesarchiv Baden-Württemberg.

Luise Rist: Archiv des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. Köln.

Clara Zetkin (um 1892): Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.

 

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Geschichte des Internationalen Frauentags

Warum der Weltfrauentag gerade am 8. März gefeiert wird, ist nicht mehr exakt auszumachen. Um das Datum des Tages wie auch um seinen politischen Hintergrund rankten sich in der Vergangenheit mehrere Erzählungen. Inzwischen ist aber unbestritten, dass der Weltfrauentag sozialistische Wurzeln und mehrere „Mütter“ hat.

Die mutigen Anfänge
Bereits auf der ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1907 forderte Clara Zetkin das allgemeine Frauenwahlrecht, nachdem bereits 1904 in Berlin der Weltbund für das Frauenstimmrecht gegründet wurde. Außerdem demonstrierten am 8. März 1908 in New York Textilarbeiterinnen für das Frauenwahlrecht, kürzere Arbeitszeiten, höhere Löhne und mehr Arbeitsschutz. Daran anknüpfend riefen Sozialistinnen in den USA den letzten Februar-Sonntag in jedem Jahr als nationalen Aktionstag für das Frauenwahlrecht aus. 1909 wurde er zum ersten Mal begangen.

Amerikanerinnen waren es auch, die 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Idee eines Frauentags verbreiteten. Clara Zetkin und Käte Duncker, Sozialdemokratinnen aus Deutschland, brachten einen entsprechenden Antrag ein, der positiv aufgenommen wurde. Am 27. August 1910 beschlossen 100 Delegierte aus 17 Ländern auf dem zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentags. Ziel und Hauptforderung war das Frauenwahlrecht. Damit war der Internationale Frauentag offiziell ins Leben gerufen.

Am 19. März 1911 fand daraufhin in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA der erste internationale Frauentag statt. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentags unterstreichen, denn der nahegelegene 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848. Aus dieser Zeit stammt auch das wichtige Zitat von Clara Zetkin:

"Dieser Internationale Frauentag ist die wuchtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann."
Clara Zetkin, Frauenrechtlerin, 1911

Im Ersten Weltkrieg versuchten politisch aktive Frauen in mehreren Ländern, aus ihm einen Aktionstag gegen den Krieg zu machen. Da pazifistische Veranstaltungen in Kriegszeiten aber fast überall verboten waren, konnte der Frauentag nur im Geheimen begangen werden. In den folgenden Jahren wechselte das Datum des Frauentags, bis es 1921 auf den 8. März festgelegt wurde.

Wichtiger Meilenstein: Frauenwahlrecht in Europa
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Revolution war es in Deutschland am 12. November 1918 soweit: Frauen erhielten das aktive und passive Wahlrecht - ebenso wie 1918 in Österreich, Polen und Russland. Im Januar 1919 konnten deutsche Frauen das erste Mal in der Geschichte wählen und gewählt werden. Als erste Frauen in Europa besaßen 1906 Finninnen dieses Recht (zeitgleich mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Männer), gefolgt von Norwegen 1913 und Dänemark (einschließlich Island) 1915. In der Schweiz mussten die Frauen bis 1971 warten, bis sie auf Bundesebene dieses Recht beanspruchen konnten.Die Einführung hing von einer männlichen Volksabstimmung ab, ebenso wie in Liechtenstein als europäisches Schlusslicht, wo Frauen erst 1984 das Wahlrecht erhielten. 

Auch heute noch gibt es Länder, in denen das Frauenwahlrecht erschwert oder vorenthalten wird. Dazu gehören Bhutan, Brunei und Saudi-Arabien.

Forderung nach Frauenrechten
Nachdem das Wahlrecht für Frauen errungen war, rückten andere Ungleichbehandlungen in den Mittelpunkt des 8. März, an dem Frauen mit Demonstrationen und Kundgebungen auf ihre Benachteiligung aufmerksam machten. Zentrale Forderungen waren Arbeitsschutzgesetze, gleicher Anspruch auf Bildung, ausreichender Schutz für Mütter und Kinder, gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder legaler Schwangerschaftsabbruch. In all diesen Bereichen mussten Frauen massive Einschränkungen und Gebote hinnehmen, die dem hierarchischen Geschlechterverhältnis geschuldet sind.

Dass Clara Zetkin sich 1919 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) anschloss, hatte Folgen für den Internationalen Frauentag: Für viele galt er nun als kommunistisch „besetzt“. In der Weimarer Republik fanden deshalb zwei Frauentage statt: ein sozialdemokratischer ohne festes Datum und ein kommunistischer am 8. März. Mit diesem Datum sollte an den Arbeiterinnenstreik 1917 in St. Petersburg erinnert werden, der die russische Februar-Revolution mit angestoßen hatte.


Keine Frauenrechte im Nationalsozialismus
In Deutschland brachte der Nationalsozialismus einen herben Rückschritt für Frauen und Frauenrechte: Weder die politische Beteiligung von Frauen noch die Gleichberechtigung von Frauen und Männern standen zwischen 1933 und 1945 auf der Tagesordnung. Der Internationale Frauentag wurde von den Nationalsozialisten verboten – und dafür der Muttertag in den Vordergrund gerückt.

Der Muttertag entsprach stärker der NS-Ideologie und dem damit verbundenen Frauenbild. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs überlebte der Frauentag in Deutschland nur im Untergrund. Dort wagten mutige Frauen, ihn heimlich zu begehen. An den Weltfrauentag zu erinnern galt auch als Erkennungszeichen für Widerstandskämpferinnen gegen den Nationalsozialismus.

 

Gleichberechtigung im Grundgesetz

Hartnäckig haben vier Frauen im Parlamentarischen Rat 1948/49 (Dr. Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Helene Weber und Helene Wessel – als die "Müttern des Grundgesetzes") es  geschafft, fünf entscheidende Wörter ins Grundgesetz zu bringen: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." (Artikel 3, Abs. 2) Nach langen Diskussionen wurde dann 1994 der Gleichberechtigungs-Artikel im Grundgesetz um einen Zusatz ergänzt: "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." Eine aktive Gleichstellungspolitik ist seitdem Verfassungsauftrag.

Selbstverständlich war es nicht, dass der Gleichberechtigungsartikel in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde. 1948/49 arbeiteten 65 Männer und Frauen im Parlamentarischen Rat an einer demokratischen Verfassung für den neuen deutschen Staat. Lange war dabei nur von den "Vätern des Grundgesetzes" die Rede. Den wenigen Frauen im Parlamentarischen Rat – Dr. Elisabeth Selbert, Frieda Nadig, Helene Weber und Helene Wessel – als den "Müttern des Grundgesetzes" ist es zu verdanken, dass unsere Verfassung Frauen die volle Gleichberechtigung garantiert.


Der Frauentag im geteilten Deutschland
Nach dem Zweiten Weltkrieg, der Gründung der beiden deutschen Staaten und dem Kalten Krieg zwischen Ost und West kam es erneut zu einer Spaltung des Internationalen Frauentags.

In der DDR wurde der 8. März offiziell als „Tag der Frau“ gefeiert – mit verordneten sozialistischen Veranstaltungen. In der DDR wurde der Internationale Frauentag  somit groß gefeiert. Die Staats- und Parteiführung verlieh jährlich die Clara-Zetkin-Medaille zur Würdigung von Initiativen und dem Fleiß der Frauen. Im Mittelpunkt standen hauptsächlich Festveranstaltungen und Empfänge. Trotzdem fanden auch Demonstrationen statt, bei denen Frauen aus der DDR Solidarität zu Frauen auf der ganzen Welt zeigten. Frauentage galten als Höhepunkt der DDR-Frauenpolitik, deren Hauptziel es war, so viele Frauen wie möglich in den Erwerbsprozess einzugliedern. Mit der Zeit entwickelte sich der 8. März in der DDR jedoch immer mehr zu einem Pendant des westdeutschen Muttertags.

In der frühen Bundesrepublik hatte der Frauentag aufgrund seiner sozialistischen Geschichte einen schweren Stand. Er wurde nur von einer kleinen Minderheit begangen, die sich vor allem für Frieden und gegen die Wiederaufrüstung Westdeutschlands engagierte. Gegen Ende der 1950er Jahre geriet der 8. März zunehmend in Vergessenheit, bis in die Sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts fanden in der BRD nur wenige Veranstaltungen statt. Erst die neue Frauenbewegung ab den 1970er Jahren schaffte es, den Frauentag in der Bundesrepublik neu zu beleben. Er wurde zunehmend zum Tag der feministischen Solidarität unter Frauen verschiedener Schicht, Herkunft und Generation. Mit ihrer Forderung „Das Private ist politisch“ rückte die Zweite Frauenbewegung neue Themen wie Gewalt in der Ehe, Rechte von Ausländerinnen oder Diskriminierung nicht-heterosexueller Lebensweisen ins Bewusstsein.

1975 erklärten die Vereinten Nationen einen Tag im Jahr offiziell zum Internationalen Frauentag.

 

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Der 8. März heute

Im vereinten Deutschland wird der Internationale Frauentag seit 1993 von Frauen unterschiedlicher politischer Richtungen gefeiert. Vor allem beim „Frauenstreiktag“ am 8. März 1994 erlebte er ein viel beachtetes Comeback. Jedes Jahr am 8. März organisieren Frauengruppen, Gewerkschaften, Gleichstellungsbeauftragte und Frauen aus Parteien und Verbänden Veranstaltungen im ganzen Land. So unterschiedlich wie die Beteiligten sind auch die Themen des Frauentags in Deutschland: Chancengleichheit im Erwerbsleben, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Verbesserung der Situation von Migrantinnen, Kampf gegen Gewalt an Frauen und gegen Zwangsprostitution oder Frauenhandel. Der Frauentag ist heute Plattform für eine vielfältige Frauenbewegung und fest im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert. Auch im 21. Jahrhundert ist die Gleichstellung der Geschlechter noch nicht erreicht. Die Hauptforderungen der Gründerinnen des Internationalen Frauentags sind inzwischen zumindest in Europa erfüllt. Dennoch bleibt in Sachen Frauenrechte viel zu tun. Frauen aller Länder nutzen deshalb den 8. März weiterhin, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Sie fordern eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichberechtigt sind.

Im heutigen Deutschland neu ins Bewusstsein gerückte Frauen- und Menschenrechtsverletzungen wie Genitalverstümmelungen und Ehrenmorde, denen in der Regel Frauen zum Opfer fallen, Zwangsheirat und –prostitution sowie Frauenhandel machen deutlich, dass Frauenrechte einklagbare Menschenrechte sein müssen.

Der internationale Frauentag als gesetzlicher Feiertag
2019 gab es eine Neuheit in Deutschland: Berlin ist das erste deutsche Bundesland, in dem die Regierungsfraktionen aus SPD, Grünen und Linken den Frauentag als gesetzlichen Feiertag einführten.

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Informationen zu Gleichstellung und Frauenrechten

Dossiers der Landeszentrale für politische Bildung

25. November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Partnerschaftsgewalt erlebt. Auf das Jahr gerechnet ermordet jeden Tag in Deutschland ein Partner oder Ex-Partner eine Frau, oder versucht es. Gewalt gegen Frauen ist kein Phänomen anderer Kontinente, anderer Kulturen oder vergangener Zeiten. Es ist traurige Wirklichkeit für viel zu viele Frauen mitten in unserer Gesellschaft. 
zum LpB-Dossier "Gewalt gegen Frauen"

Frauen in den Länderparlamenten

Beim Anteil weiblicher Abgeordneter nimmt der baden-württembergische Landtag eine Schlusslicht-Position ein: 35 von derzeit 143 Parlamentariern sind Frauen. 
zum LpB-Dossier "Frauenanteil in Länderparlamenten"

Diversity und Gender Mainstreaming

Diversity ist ein Ansatz, der die Vielfalt in unserer Gesellschaft aufzeigen möchte. Gender Mainstreaming bezeichnet die Verpflichtung, bei allen Entscheidungen die unterschiedlichen Auswirkungen auf Männer und Frauen in den Blick zu nehmen.

zum LpB-Dossier "Diversity und Gender Mainstreaming"

Equal Pay Day: Entgeltgleichheit für Männer und Frauen!

Der Aktionstag will auf den Unterschied im Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern (Gender Pay Gap) aufmerksam machen. 

zum LpB-Dossier "17. März 2020: Equal Pay Day"

Mehr als 100 Jahre Frauenwahlrecht

Im Januar 1919 war es erstmals so weit: Bei den ersten demokratischen Wahlen konnten sowohl  Frauen als auch Männer wählen und gewählt werden.
zum LpB-Dossier "Geburtsstunde des Frauenwahlrechts - 12. November 1918"

Weitere Berichte und Artikel zu den Themen Frauen, Frauenpolitik und Gleichstellung finden Sie hier.

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Unterrichtsmaterial und Publikationen

der Landeszentrale für politische Bildung

Faltblätter: Frauentag und Frauenwahlrecht

Faltblatt "Der Internationale Frauentag" 
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Faltblatt "Der Weg zu Frauenwahlrecht und Demokratie"
Eine Zeitleiste von 1789 - 2017
Bestellen / Download

Postkartenset: Wegbereiterinnen der Demokratie

Wegbereiterinnen der Demokratie im Südwesten. Porträts engagierter früherer Parlamentarierinnen aus Baden und Württemberg
Bestellen / Download

weitere Porträts finden Sie hier...

Reihe BAUSTEINE"Frauen und Männer"
Frauen und Männer - so oder anders! Das Heft stellt eine Vielzahl von Methoden für die geschlechtersensible Jugendbildung vor.
Download (PDF, 4,5 MB)

Landeskundliche Reihe: Geschlechtergeschichte
Band 44: Frau und Mann, Mann und Frau. Eine Geschlechtergeschichte des deutschen Südwestens 1789-1980.

Bestellen / kostenloser Download (epub) 

Weitere Publikationen und Unterrichtsmaterialien zu den Themen Frauen, Frauenpolitik und Gleichstellung finden Sie hier.

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Veranstaltungen

der Landeszentrale für politische Bildung

Workshops, Vorträge, Seminare: Aktuelle Veranstaltungen zum Thema Frauen und Politik finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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Weitere Informationen

Weiterführende Links

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